AT109989B - Verfahren zur Nutzbarmachung der hypotonischen Wirkung der Azide. - Google Patents

Verfahren zur Nutzbarmachung der hypotonischen Wirkung der Azide.

Info

Publication number
AT109989B
AT109989B AT109989DA AT109989B AT 109989 B AT109989 B AT 109989B AT 109989D A AT109989D A AT 109989DA AT 109989 B AT109989 B AT 109989B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
azides
hypotonic
parts
harnessing
effects
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT109989B publication Critical patent/AT109989B/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Nutzbarmachung der hypotonischen Wirkung der Azide. 



   Bekanntlich ist die Wissenschaft seit langem bestrebt, den pathologisch gesteigerten Blutdruck durch therapeutische Massnahmen auf die Norm   zurückzuführen   oder doch so weit zu senken, dass die psychische und physischen Beschwerden des Patienten auf ein Minimum reduziert werden, insbesondere ist die Pharmakologie eifrig bemüht, Mittel aufzufinden, welche ohne Schädigung des Körpers die Hypertension und die Gefässpasmen günstig zu beeinflussen vermögen.   Hauptsächlich   hat man bisher Jodpräparate und Spasmolytika verwendet, als letztere besonders Präparate mit einem Benzylradikal. Ferner hat man die Anwendung von Nitriten und Nitroestern vorgeschlagen, ohne aber hiemit nennenswerte Erfolge erzielen zu können. 



   Bei der Bearbeitung dieses so wichtigen, therapeutischen Gebietes wurde nun festgestellt, dass den Abkömmlingen der   Stickstoffwasserstoffsäure,   insbesondere ihren organischen Abkömmlingen eine ausserordentlich günstige Wirkung auf den hypertonischen Blutdruck zukommt. Trotz dieser grossen   Wirkungsintensität   aber ist es nicht   zweckmässig,   die Azide für sich anzuwenden, weil die Wirkung infolge zu schnellen Abbaues oder Ausscheidung dieser Körper eine zu flüchtige ist. 



   Es wurde nun weiter die wichtige Beobachtung gemacht, dass es gelingt, eine gegenüber den üblichen Hypotonicis unvergleichlich günstigere Wirkung zu erzielen, wenn man eine geringe Menge (beispielsweise   5%)   eines Azides mit den gebräuchlichen Hypotonicis in Wechselwirkung bringt. Die Wirkungsweise der neuen Medikamente ist keineswegs eine rein additive der Komponenten, vielmehr ist Wirkungstiefe und Dauer gegenüber der Summenwirkung der Komponenten begünstigt, so dass ein potenzierter Effekt im Sinne   Buergi's   vorzuliegen scheint.

   Dies erklärt aber nur einen Teil der Wirkungsresultante, während speziell die protrahierte gegenüber den üblichen   Hypotonicis   verstärkte Wirkungstiefe am besten dadurch zu erklären ist, dass die Azide mit den bekannten erwähnten Hypotonies, wie beispielsweise den Benzylabkömmlingen oder Purinderivaten Molekülverbindungen einzugehen imstande sind, wodurch die   V erteilungs- und Ausscheidungsverhältnisse   der Azide naturgemäss stark verändert werden, was offenbar ein längeres Verweilen der Azide im Organismus zur Folge hat. Für die Darstellung der neuen Heilmittel werden die Komponenten zweckmässig in feinverteiltem Zustande homogenisiert. 



  Einen besonders günstig wirksamen Stoff erhält man z. B. durch Kombination eines Körpers der Patentschrift 412699 mit   Pseudosaccharinazid.   Die am Tier gefundenen günstigen Ergebnisse sind durch die Beobachtungen am Krankenbett voll bestätigt worden. 



   Beispiele :   1. 1'91   Teile   p-Jodäthoxybenzoesäurebenzylester   (siehe deutsche Patentschrift Nr. 412.699) und   1-04   Teile Pseudosaccharinazid werden in 30 Teilen Azeton gelöst und das Lösungsmittel in Vakuum verdampft. Die zurückgebliebene Substanz hat einen Stickstoffgehalt von 9'5%. 



   In diesem wie in den folgenden Beispielen werden die erhaltenen Reaktionsprodukte mit einem Überschuss des jeweils verwandten blutdrucksenkenden Mittels homogen, vermischt, in der Art, dass das Produkt zum Schlusse einen Azidgehalt von beispielsweise 5% aufweist. 



   2. In eine noch warme Schmelze von   1'91   Teilen   p-Jodäthoxybenzoesäurebenzylester   werden 0'43 Teile Carbaminazid vorsichtig gelöst. Nach dem Abkühlen erstarrt das Ganze zu einer farblosen Substanz. 



   3. 2-02 Teile Joddioxypropan und 1-63 Teile   p-Oxybenzoesäureazid werden   in Äther gelöst und das Lösungsmittel vorsichtig verdampft. 



   4. Zu einer in der Wärme hergestellten und etwas abgekühlten Lösung von   0'9   Teilen Theobromin in Eisessig gibt man   1'02   Teile   Hippursäureazid.   Das Lösungsmittel wird vorsichtig verdampft. 



   5. 0'9 Teile Theobromin und 1-17 Teile   ss-Naphthalinsulfosäureazid   werden wie in Beispiel 4 verarbeitet. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Nutzbarmachung der hypotonischen Wirkung der Azide, dadurch gekennzeichnet, dass man diese auf andere bekannte blutdrucksenkende oder krampflösende Mittel zur Einwirkung bringt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT109989D 1925-05-01 1926-03-25 Verfahren zur Nutzbarmachung der hypotonischen Wirkung der Azide. AT109989B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE109989X 1925-05-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT109989B true AT109989B (de) 1928-06-25

Family

ID=5651958

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT109989D AT109989B (de) 1925-05-01 1926-03-25 Verfahren zur Nutzbarmachung der hypotonischen Wirkung der Azide.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT109989B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
Henriques et al. Über parenterale Ernährung durch intravenöse Injektion.
AT109989B (de) Verfahren zur Nutzbarmachung der hypotonischen Wirkung der Azide.
CH641042A5 (de) Mittel zur behandlung seborrhoischer zustaende.
Yamada Über bedeutungsfremde Selbstdifferenzierung der präsumptiven Rückenmuskulatur des Molchkeimes bei Isolation.
DE19729143C2 (de) Kräuterpflegesalbe
DE2155642C2 (de) Flüssiges oder pastenförmiges kosmetisches Mittel mit feuchtigkeitsabweisenden Eigenschaften
Fuziwara ÜBER DEN EINFLUSS DER GALLENSÄURE AUF DEN CALCIUMSTOFFWECHSEL.(IV) Calciumausscheidung im Kot bei Zufuhr von Cholsäure
DE2659177C3 (de) Arzneimittel zur Behandlung der feuchten Arten von Dermatophytose bzw. Epidermophytose der Füße und Verfahren zu seiner Herstellung
Katsura et al. Ueber die bakterizide und entwicklungschemmende Wirkung von 1-Rhodinsäure, d-Citronellsäure und Hinokitiol im Vergleich mit Caprinsäure und den ihr naheverwandten Fettsäuren
AT113334B (de) Verfahren zur Herstellung eines Stäubemittels zur Schädlingsbekämpfung.
Fischer et al. Über Azofarbstoffe des Bilirubins. I. Vorläufige Mitteilung.
DE1492075A1 (de) Neues kosmetisches Mittel gegen Haarausfall und Seborrhoe,sowie Verfahren zur Herstellung desselben
AT211483B (de) Mittel zur Haarverformung im sauren Medium
Toyama et al. UEBER DIE HOCHUNGESÄTTIGTEN SÄUREN DES SARDINENÖLS. I. MITTEILUNG: EINE NEUE SÄURE C 16 H 26 O 2 AND DIE HOCHUNGESÄTTIGTEN C 18—SÄUREN
DE377367C (de) Desinfektionsmittel
DE2048926C2 (de) Antihypertensives Kombinationspräparat
AT126153B (de) Verfahren zum Schnellpökeln von Fleisch.
AT162118B (de) Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels für rheumatische Erkrankungen.
DE127515C (de)
DE537512C (de) Saatgutbeizmittel
DD139793A1 (de) Mittel gegen psoriasis
AT149863B (de) Verfahren zur Entgiftung bzw. zur Herabsetzung der toxischen Wirkung tierischer Gifte.
Philippi et al. Über die Einwirkung von Papain auf Hämocyanin von Helix pomatia.
AT129939B (de) Verfahren zur Herstellung einer Wundsalbe.
AT205800B (de) Pilz- und Insektenbekämpfungsmittel, insbesondere Saatbeizmittel