<Desc/Clms Page number 1>
Tätowierhammer.
Das Stammpatent Nr. 107 865 bezieht sich auf einen Tätowierhammer, bei welchem die Nadeln in der Arbeitsstellung den Farbstoffträger vollständig durchsetzen. Erfindungsgemäss befinden sich dort die Nadelspitzen in der Ruhelage innerhalb der Farbstoffmasse. Vorliegende Erfindung betrifft nun die Weiterausbildung dieses Tätowierhammers und bezweckt, die Nadeln beim Durchgang durch den Farbstoffbehälter sicher und reichlich mit Farbe zu versehen.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erzielt, dass die Nadeln im Farbstoffträger einen Raum durchsetzen, der von einem Farbstoffbehälter ständig mit flüssiger Farbe gespeist wird.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt, die einen Tätowierhammer zeigt, der bis auf die neue Farbstoffzuführung dem Stammpatent Nr. 107 865 gleicht.
Auf dem Hammer 1 ist das zweiteilige, aus Federgehäuse und Bolzenführung bestehende Tragstuck 2 befestigt. Auf diesem ruht die Nadelplatte 3, in der die Nadeln 4 in beliebiger Anordnung sitzen.
Die Nadeln sind in bekannter Weise mit einem Längskanal versehen, so dass der Farbstoff vom Farbbehälter bis zur Nadelspitze direkten Zufluss hat. In der Rückwand des Farbbehälters ist der Kanal gegen Farbausfluss abgeschlossen.
Der Farbstoffträger besteht aus der unteren Schale 5 und dem Deckel 6, die beide vom Schraubenring 7 umgeben sind. Da sich nun gezeigt hat, dass die Benetzung der Nadeln mit Farbstoff nicht immer ausreichend war, wurde die den Gegenstand des Zusatzpatentes bildende Einrichtung geschaffen, um diesen Nachteil zu beheben. Gemäss der Erfindung ist der Farbstoff in seinem Behälter 5 und 6 sowohl in teigartiger oder gelatinöser Form als auch flüssig untergebracht. Um letzteres zu ermöglichen, sind folgende Massnahmen getroffen :
Zwischen der Schale 5 und dem Raum 8 zur Aufnahme des Farbstoffkissens befindet sich eine Trennungsscheibe 9, die mit dem Boden und der Schale 5 einen Raum 10 für dickflüssige Farbe bildet.
Dieser Raum steht in Verbindung mit einem engen Rohr 11, das sich im Hammer 1 erweitert. Dieser erweiterte Teil 12 des Rohres bildet den Vorratsbehälter für die Farbe. Die Mündung des engen Rohres 11 ist im Boden der Schale 5 eingeschraubt oder sonstwie dicht befestigt. Um ein Austreten der Farbe aus dem Raum 10 nach aussen zu verhindern, sind in der Schale 5 die Öffnungen für die Nadeln genau dem Durchmesser angepasst.
Um jedoch den Austritt der Farbe zum Farbkissen bzw. zu den Nadeln zu erleichtern, sind die Öffnungen 13 in der Trennungsscheibe 9 grösser wie der Nadeldurchmesser. Um den Zutritt der Farbe in den Raum 10 regeln zu können, ist im engen Rohr 11 ein verstellbares Nadelventil 14 angeordnet. Das Ende des weiten Rohres 12 ragt unten aus dem Hammer vor und ist durch eine Sehraubenmutter 15 nach aussen abgeschlossen. Diese Mutter hat in der Mitte eine mit Gewinde versehene Bohrung, durch die das Nadelventil hindurchgeht. Ihr Ende ist mit einem Vierkant versehen, auf dem ein Schraubenkopf 16 zwecks Verstellung des Nadelventiles sitzt.
Ein gedrehter Hals 17, in dem eine geteilte Scheibe 18 eingreift, die entsprechend befestigt ist, verhindert das Abfallen des Einstellkopfes 16.
Die Wirkungsweise des Hammers ist folgende : Beim Aufschlagen des Hammers auf die Haut des zu zeichnenden Tieres wird der Hammer 7 gegenüber dem Kopfs 5, 6 und dem Vorratsbehälter 12 unter Überwindung der Federn 19 vorschnellen, so dass die im Farbstoffträger eingebetteten Nadeln vortreten und sich in die Haut einstechen. Dabei werden sie durch das infolge des Schlages auftretende
<Desc/Clms Page number 2>
Behaarungsvermogen der im Raume 10 und im Behälter 12 befindlichen Farbflüssigkeit reichlich mit Farbe benetzt. Nach Abheben des Hammers nehmen seine Teile wieder die in der Zeichnung veranschaulichte Lage ein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Tätowierhammer nach Patent Nr. 107 865, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbstoffbehälter im Kopfe 5, 6 ausser der Farbmasse in teigartiger oder gelatinöser Form noch flüssige Farbe in einem hiezu vorgesehenen Raume 10 enthält.