CH255993A - Verfahren und Vorrichtung für die Nachfüllung von Flüssigkeiten in den Hohlraum von Gebrauchsgeräten mit Flüssigkeitsverbrauch. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung für die Nachfüllung von Flüssigkeiten in den Hohlraum von Gebrauchsgeräten mit Flüssigkeitsverbrauch.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung für die Nachfüllung von Flüssigkeiten in den Hohlraum von Gebrauchsgeräten mit Flüssigkeitsverbrauch. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine Vorrichtung für die Nachfüllung von Flüssigkeiten in den Hohlraum von Gebrauchsgeräten mit Flüs sigkeitsverbrauch, wie Füllfederhalter, Feuer zeuge, Kölnischwasser-Zerstäuber usw.
Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass das Gebrauchs gerät mit einem Vorratsbehälter in Verbin dung gebracht wird, aus welchem durch den mindestens im Moment der Nachfüllung ober halb des Flüssigkeitsspiegels gegenüber dem äussern Luftdruck herrschenden Überdruck Flüssigkeit in den Hohlraum des Gerätes ge langt.
Die Vorrichtung zur Ausübung des Ver fahrens zeichnet sich dadurch aus , dass der Vorratsbehälter Mittel für die Erzeugung von Überdruck gegenüber dem äussern Luft druck aufweist und mit einem Ansatzhals mit einem selbsttätig schliessenden Abschlussorgan und einem Röhrchen versehen ist, um mittels des Röhrchens mit einem entsprechend ange ordneten Ventilansatz am Gebrauchsgerät zu sammenwirken zu können.
Für die Erzeugung von Überdruck im Vorratsbehälter kann ein Gummiballon mit Rückschlagventil oder eine Luftpumpe, even tuell ein Membranglied angeordnet sein.
Als selbsttätig schliessendes Abschluss- organ kann im Ansatzhals des Vorratsbehäl ters ein Ventilplättchen aus elastischem Ma terial mit einer Kapillaröffnung vorgesehen sein, ,auf welchem das vorteilhaft axial ver schiebbare Röhrchen abgefedert aufliegt.
Der Ventilansatz am Gebrauchsgerät weist zweclkmässig ein Ventilplättchen aus Gummi mit Kapillaröffnung auf.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform einer Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens gemäss der Erfindung.
Fig.1 zeigt als Gebrauchsgerät eine Füll feder im Längsschnitt und Fig. 2 stellt den Vorratsbehälter ebenfalls im Schnitt dar.
Gemäss der dargestellten Ausführung wird das obere Ende (in Gebrauchslage) des Füll federhalters 1 mit einem Ventilansatz 2 ver sehen, anstatt des üblichen, in der Regel aus .einem drehbaren Knopf zur Betätigung des Saugkolbens bestehenden Verschlusses.
In die Bohrung des Ventilansatzes 2 ist ein Ventilplättchen 4 eingesetzt, welches das selbsttätige Ausfliessen der Flüssigkeit aus .dem Gebrauchsgerät verhindert und zugleich ,den Ilohlraum 9 im Gerät luftdicht ab, schliesst. Da.s Ventilplättchen 4 besteht vor- teilhafterweise aus Gummi und ist mit einer in ihrer Mitte angebrachten Kapillaröffnung 5 versehen.
Diese Kapillaröffnung 5 bleibt infolge der Eigenfederung des Gummimate- rials ständig geschlossen und wird nur beim Nachfüllen von Flüssigkeit in das Gerät in der unten beschriebenen Weise geöffnet. Der Vorratsbehälter 6 ist mit einem An satzhals 7 mit nach aufwärts gerichteten Röhrchen 8 versehen, welches axial verschieb bar und mittels der Feder 8' federnd ge lagert ist. Die untere Spitze des Röhrchens- 8 liegt bei dessen unterster Lage auf dem das Abschlussorgan bildenden Ventilplättchen 11, z.
B. aus Gummi, auf, welche mit einer Ka pillaröffnung 10 versehen ist, die infolge der Elastizität des Gummis im Nichtgebrauchs zustand geschlossen ist.
Nach innen an das Nach innen an das Ventilplättchen 11 an schliessend ist ein Rohr 18 vorgesehen, wel ches mit einem Schlauch 19 in Verbindung steht. Dieser Schlauch reicht bis zum Boden des Vorratsbehälters.
Der äussere Durchmesser des Röhrchens 8 ist so bemessen, dass dasselbe in die Öffnung 3 des Gebrauchsgerätes passt und in die Ka - pillaröffnungen 5, 10 der Ventilplättchen 4, 11 unter Ausspreizung dieser Öffnungen ge steckt werden kann, so dass das Röhrchen 8 das Innere des Rohres 18 mit dem Reservoir der Füllfeder verbindet.
Es sind Mittel vorgesehen, um mindestens im Moment der Nachfüllung im Vorratsbe hälter oberhalb des Flüssigkeitsspiegels einen Überdruck herzustellen. Zu diesem Zwecke ist der Vorratsbehälter mit einem Hals 6' ver sehen, an welchem gemäss Fig. 2 ein Gummi ballon 16 angeschlossen ist. Ferner isst am Hals 6' und am Gummiballon 16 je ein Rück schlagventil 15 und 17 angeordnet, so dass ein Luftüberdruck im Vorratsbehälter 6 zu jeder Zeit hergestellt werden kann.
Anstatt des Gummiballons 16 kann am Hals 6' eine Luftpumpe oder ein Membran glied angeordnet sein.
Der Überdruck im Vorratsbehälter kann dauernd oder auch nur vorübergehend beim Nachfüllendes Hohlraumes 9 des Gebrauchs gerätes herrschen. Es ist also ohne Belang, ob der Überdruck ständig oder eine längere Zeit aufrechterhalten bleibt oder nach dem Nachfüllen wieder bald verschwindet.
Beim Gebrauch wird das Gebrauchsgerät 1 mit der Öffnung 3 auf das Röhrchen 8 auf gesetzt und nach unten gedrückt, so dass das letztere mit seinen entgegengesetzten Enden durch die Kapillaröffnungen 5 und 10 der Ventilplättchen 4 bzw. 11 dringt und die Ver bindung des Raumes 9 mit der Flüssigkeit herstellt. Durch den Überdruck gegenüber dem äussern Luftdruck, welcher im Raum 12 oberhalb des Flüssigkeitsspiegels. 18 herrscht. bzw. erzeugt wird, wird die Flüssigkeit über den Schlauch 19, über die aufge-spreizten Ka- pillaröffnungen 10 und 5 und über das Ver bindungsröhrchen 8 in -den Raum 9 gedrückt.
Nach dem Füllen des Gebrauchsgerätes wird dieses aus dem Ansatzhals 7 herausgezogen, worauf sich die Kapillaröffnungen wieder selbsttätig schliessen.
Der ganze Ansatzhals 7 des Behälters 6 1"asst sich leicht abschrauben, wodurch ein ein faches Nachfüllen möglich ist. Ein Gummi ring ist zwischen die Auflageflächen ,des An satzhalses 7 und des Vorratsbehälters als Dichtung eingelegt, wobei, wie schon erwähnt, eine luftdichte Abdichtung zwecks Aufrecht erhaltung ;des Überdruckes im Vorratsbehäl ter nicht nötig ist.
Der Vorratsbehälter kann mit Vorteil ka- libriert werden, um eine entsprechende Dosis Flüssigkeit genau nachfüllen zu können.
Die Vorrichtung ist äusserst einfach ge staltet und vielseitig verwendbar. Durch die beschriebene Weise können Füllfeder, Feuer zeuge, Parfumflaschen usw. nachgefüllt wer den.
Durch Anwendung der beschriebenen Vor richtung an Füllfedern wird der nützliche Inhalt des Hohlraumes wesentlich vergrössert, da der übliche Ansaugkolben ganz wegfällt und nur der stöpselartige Ventilansatz 2 ein geschraubt ist. Der Hohlraum kann vom Ventilansatz 2 bis zum Zuführungsmechanis mus vor der Schreibfedern mit Tinte gefüllt sein.
Es entfällt auch das mühselige Nachfül len der Füllfeder aus der Tintenflasche durch Eintauchen der Füllfeder in die Flasche selbst, wobei die Schreibfederspitze oft de formiert und beschädigt wird, abgesehen da von, dass eine solche Nachfüllung nur so lange möglich ist, als die Flasche genügend Tinte enthält. Bei der beschriebenen Vorrich tung kann die Tinte mittels des bis zum Bo den reichenden Gummischlauehes fast ganz aufgebraucht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren für die Nachfüllung von Flüssigkeiten in den Hohlraum von Ge brauchsgeräten mit Flüssigkeitsverbrauch, da durch gekennzeichnet, dass das Gebrauchsge rät mit einem Vorratsbehälter in Verbindung vebracht wird, aus welchem durch den min destens im Moment der Nachfüllung oberhalb des Flüssigkeitsspiegels gegenüber dem äu- ssern Luftdruck herrschenden Überdruck Flüssigkeit in den Hohlraum des Gerätes ge- langt. II.Vorrichtung für die Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbehälter Mit- teA für die Erzeugung von Überdruck gegen über dem äussern Luftdruck aufweist und mit einem Ansatzhals mit einem selbsttätig schlie ssenden Abschlussorgan und einem Röhrchen versehen ist, um mittels des Röhrchens mit e-inem entsprechend angeordneten Ventilansatz am Gebrauchsgerät zusammenwirken zu kön nen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass für die Erzeu gung von Überdruck im Vorratsbehälter ein Gummiballon mit Rückschlagventil vorgese hen ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass für die Erzeu gung von Überdruck im Vorratsbehälter eine Luftpumpe vorgesehen ist. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass für die Erzeu gung von Überdruck im Vorratsbehälter ein Membranglied vorgesehen ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als selbsttätig schliessendes Absehlussorgau im Ansatzhals ein Ventilplättchen mit Kapillaröffnung an geordnet ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass im Ansatzhals. -des Vorratsbehälters ein axial verschiebbares Röhrchen abgefe dert gelagert ist, welches auf dem Ventilplätt chen aufliegt. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilplättchen mit einem bis zum Boden des Vorratsbehälters reichenden Schlauch in Verbindung steht. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbe hälter kalibriert ist. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, da.ss am Vorratsbe hälter ein Rückschlagventil angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH255993T | 1947-05-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH255993A true CH255993A (de) | 1948-07-31 |
Family
ID=4471448
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH255993D CH255993A (de) | 1947-05-01 | 1947-05-01 | Verfahren und Vorrichtung für die Nachfüllung von Flüssigkeiten in den Hohlraum von Gebrauchsgeräten mit Flüssigkeitsverbrauch. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH255993A (de) |
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