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Vorrichtung zur Erzeugung von Saatbändern.
Es sind bereits Vorrichtungen zur Erzeugung von Saatbändern bekannt, die den die Saatkörner aufnehmenden gummierten Papierstreifen hinter der Beschickungsstelle zum Saatband zusammenrollen bzw. zusammenfalten.
Gegenstand der Erfindung ist eine derartige Vorrichtung, die mit möglichster Einfachheit und Wohlfeilheit grosse Leistungsfähigkeit verbindet und sowohl als Einzelmaschine für den Eigenbedarf als auch als Vielfachvorrichtung für die Grosserzeugung nach den gleichen Grundsätzen ausführbar ist.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass ein Samenzuführungsrohr, dem die Samen in bekannter Weise aus einem Behälter in gleichen Abständen zugeführt werden, mittels seines eine Kante bildenden Endes einen mit Klebstoff versehenen Papierstreifen in der Mitte der Länge nach falzt und die Samenkörnere infallen lässt, worauf das Band zwischen zwei Rollen durchlaufend, die Samenkörner einschliessend, susan) engeklebt wird'
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 in Seitenansieht und in Fig. 2 in den wesentlichsten Teilen in Draufsicht dargestellt. Fig. 3 zeigt eine Samenzu- führungsscheibe.
In dem schrägen Boden des den Samen enthaltenden Behälters 1 ist die Zuführungsscheibe 2 gelagert, die, wie Fig. 3 zeigt, am Umfang Ausschnitte trägt. Für verschiedene Samensorten sind verschiedene Scheiben auswechselbar vorgesehen, deren Ausschnitte so bemessen sind, dass sie jeweils nur ein Samenkorn aufnehmen. Die Anzahl der Ausschnitte am Umfang der Scheibe bestimmt den Abstand der Samenkörner im Band. An einer von den Scheibenausschnitten bestrichenen Stelle des Behälterbodens setzt das schräg abfallende Samenführungsrohr 3 an, dessen unten offenes Ende zu einer nach abwärts stehenden Kante ausgebildet ist. Das Papierband 6 läuft von der Vorratsrolle 7 ab und unter einer Feucht- bzw. Klebstoffauftragsvorrichtung durch, je nachdem das Band schon mit Klebstoff versehen ist oder dieser erst aufgetragen werden muss.
Diese Vorrichtung besteht aus einer Rolle 8 aus saugfähigem Material, der aus dem Behälter 9 Wasser bzw. Klebstoff zugeführt wird. Als Klebstoff ist mit Vorteil Dextrin zu verwenden, weil dieses die Keimfähigkeit nicht durch Säuregehalt gefährdet und an sich ein gutes Düngemittel bildet.
Das derart vorbereitete Band streift an der Kante 4 vorbei und wird dadurch in der Mitte vorgefalzt, so dass die beiden Seiten sich beim Durchführen zwischen zwei wagrechten Walzen 10, 11 mit der Klebstoffseite zusammenlegen und festkleben.
Die Samenkörner fallen beim Vorbeigehen der Ausschnitte der Scheibe 2 an der oberen Mündung des Rohres 3 in gleichen Abständen durch dieses auf das rinnenförmig vorgesetzte Band und werden beim Zusammenkleben der beiden Bandseiten fest und unverrückbar eingeschlossen. Die Rollen 10 und 11 bestehen aus Weichgummi, so dass deren Oberfläche nachgiebig ist und die Bandseiten ringsum das Samenkorn, ohne dieses zu zerquetschen, aneinanderdrückt. Das Band kann auf einer Vorratsspule 12 aufgewunden werden, es kann auch, wenn erwünscht, durch eine beliebige an sich bekannte Vorrichtung zur Schnur gedreht werden. Erfindungsgemäss wird die Drehung der Scheibe 2 von jener der Rollen 10, 11 abgenommen, damit zur Gewährleistung gleichen Abstandes der Samenkörner die Geschwindigkeit des Bandes mit jener der Scheibe 2 übereinstimmt.
Dies wird im Ausführungsbeispiel durch den aus der Kette 13 und den Kettenrädern 14 und 15 bestehenden Kettentrieb bewirkt, dessen Rad 15 mittels Kegelrädern von der Rolle 10 angetrieben wird, während das Rad 11 die Scheibe 2 antreibt. Der Antrieb der Rollen 10, 11 kann in beliebiger Weise durch eine Handkurbel, einen Elektromotor od. dgl. erfolgen. Für
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geordnet und durch eine durchlaufende Kegelradwelle gemeinsam angetrieben werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Erzeugung von Saatbändern, dadurch gekennzeichnet, dass ein Samenzuführungsrohr (3), dem die Samen in bekannter Weise aus einem Behälter in gleichen Abständen zugeführt werden, mittels seines, eine Kante bildenden Endes einen mit Klebstoff versehenen Papierstreifen in der Mitte der Länge nach falzt und die Samenkörner einfallen lässt, worauf das Band zwischen zwei Rollen (10, 11) durchlaufend, die Samenkörner einschliessend, zusammengeklebt wird.