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Kartengestell.
Gegenstand der Erfindung ist ein Kartengestell, bei welchem die Karte sich zwischen zwei zueinander parallelen drehbaren Walzen erstreckt und auf die eine Walze aufgewickelt und gleichzeitig von der andern abgewickelt werden kann, um einen bestimmten Teil der Karte sichtbar zu machen.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch zwischen den Walzen angebrachte, deren Tragstücke verbin- dende Querleisten, deren obere Kanten in der Längsrichtung gekrümmt sind und iiber die die Karte unter einem stumpfen Winkel geführt ist. Ferner sind die einander zugekehrten Seitenflächen der Querleisten derart gekrümmt, dass sie mit einer spiegelnden Platte einen sieh nach oben allmählich erweiternden Raum begrenzen und dadurch einen sich gegen die Karte zu erweiternden Lichtsammler bilden.
Mit dieser Vorrichtung wird der Vorteil erreicht, dass die Karte beim Auf-und Abwickeln stets richtig lii. ttft, d. h. sich nicht schief aufwickelt oder festgeklemmt und zerrissen wird, und ferner, dass die Karte auch in der Dunkelheit leicht abgelesen werden kann.
Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel in der Zeichnung dargestellt. Fig. l'zeigt einen Längsschnitt durch das Kartengestell. Fig. 2 zeigt es von oben gesehen mit dem Schutzbehälter im Schnitt. Fig. 3 zeigt einen Querschnitt.
Das eigentliche Gestell kann aus Holz hergestellt oder auch in einem Stück aus Aluminium, Papier- maclé, usw. gegossen oder gepresst werden. Es besteht aus zwei Endstücken 1 und zwei diese verbindenden Leisten 2. In den Endstücken sind ausserhalb der Leisten die zweckmässig aus Holz hergestellten Kartenwalzen 3 gelagert, an denen die Kartenenden befestigt sind. Die Walzen können mittels Stellknöpfen 5, die an den an der Aussenseite des einen Endstückes herausragenden Zapfenenden der Walzen angebracht sind, zwecks Auf-bzw. Abrollen der Karte um ihre Achse gedreht werden. Damit die Karte
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knittert oder zerrissen werden könnte, sind die Walzen ; J in der Mitte am dicksten und laufen nach den Enden kegelförmig zu.
Durch diese Formgebung ist die Karte stets geneigt sich beim Aufrollen auf die Mitte der Walze aufzulegen. Hiezu trägt auch noch bei. dass der Endteil 4a der Karte zugespitzt ist, wodurch das Befestigen der Kartenenden an den Walzen erleichtert wird. Das zugespitzte Kartenende wird in den in der Walze vorgesehenen Schlitz 4c eingeführt, es können jedoch auch andere Befestigungseinrichtungen zur Verwendung kommen. Der eigentliche Endteil 4a wird am besten aus dünnem Zeug od. dgl. hergestellt und an die Kante der Karte angeklebt, die gewöhnlich nur aus Papier besteht.
Von der Walze ist die Karte über die als Führungen dienenden Seitenleisten 2 zur andern Walze geführt, wobei die Karte über die Leisten kaum. auf jeden Fall aber nur in einem sehr stumpfen Winkel gebrochen wird, was im Verein mit der doppeltkegelförmigen Gestalt der Walzen besonders vorteilhaft für einen weichen Gang ist und eine gute Führung der Karte bei geringerer Beanspruchung derselben ergibt.
Um diese Vorteile noch zu unterstützen, ist die Oberkante 2a der Leisten 2 in ihrer Längsrichtung schwach bogenförmig, so dass sie in der Mitte am höchsten ist und nach den Enden zu abnimmt (Fig. 1). In der Querrichtung ist die Oberkante abgerundet. und die einander zugewendeten Seiten 2b (Fig. 3) werden zweckmässig konvex gemacht.
An den herausragenden Lagerzapfen der Walzen- ? sind kleine, am besten mit den Stellknöpfen 5 in einem Stück ausgeführte Rillenscheiben 7 befestigt. Ähnliche Rillenscheiben 8 sind etwas innerhalb der Stellknöpfe an einem Endstück 1 drehbar gelagert. Über diese Rillenscheiben läuft ein endloses Band, zweckmässig ein etwas gespannter Gummiring 9. Dieser dient als zuverlässige, nachgiebige
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gespannt halten.
Am der Unterkante der Leisten 2 ist zwischen diesen eine Platte 10 mit blanker Fläche befestigt, welche zusammen mit den Seiten 2b der Leisten 2 einen Reflektor bildet. Aus der Platte 10 ist an der einen Vorderkante ein Teil 11 hoch und nach vorn gebogen (Fig. 1), um ein Gehäuse für eine Taschenlampenbatterie 12 zu bilden, die von vorn eingeführt und unten durch die Blattfeder 13 an ihrem Platz gehalten wird. Das Gehäuse 11 ist auf der Innenseite auch noch mit einem nach unten gerichteten Blech 14 versehen, gegen welches das eine Ko. taktblech j der Batterie 12 anliegt.
An einem an dem vorderen Endstück 1'befestigten Bleche ist eine isolierte Schraube 16 angebracht, die gegen das andere Kontakt-
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schliesst, welche auf der Innenseite der Endstücke in diagonal gegenüberliegenden Ecken in Fassungen angebracht sind. Diese Lampen und der Reflektor 10, 2b, 2b beleuchten den sich zwischen den Leisten 2 erstreckenden Teil der Karte von unten und ermöglichen dadurch das Ablesen der Karte im Dunkeln.
Das ganze Rahmengestell mit den beschriebenen Teilen ist ausziehbar in einen Schutzbehälter 20, vorzugsweise aus Leder eingeschoben. Dieser weist vorn eine Einführungsöffnung auf, die durch eine mit Schlitzen für die Stellknöpfe versehene Klappe 21 verschliessbar ist. Die Klappe wird mittels Druckknöpfen od. dgl. am Boden des Behälters zugeknöpft, Der Behälter ha, t auf der Oberseite eine grosse Öffnung, die mit einer durchsichtigen Platte 23 aus Zelluloid od. dgl. abgeschlossen ist, durch welche der zwischen den Walzen ausgespannte Teil der Karte sichtbar ist. Das ganze Gerät kann an einem Riemen. getragen werden, der mit Haken und Ösen an den Seiten des Behälters befestigt werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kartengestell mit zwei drehbaren Walzen, auf welchen die Karte aufgewickelt ist, gekennzeichnet durch zwischen den Walzen (3) angebrachte, deren Tragstücke (1) verbindende Querleisten (2), deren obere Kanten (2a) in der Längsrichtung gekrümmt sind und über die die Karte unter einem stumpfen Winkel geführt ist.