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Tragbares Gehäuse oder Koffer für registrierende Messgeräte
Die Erfindung betrifft ein tragbares Gehäuse oder einen Koffer für registrierende Messgeräte, bei de- nen die Schreibeinrichtung durch Öffnen der Gehäusevorderwand zugänglich ist.
Bei diesen Geräten besteht die Forderung, dass eine unbehinderte Ablesemöglichkeit und ein jeder- zeitiges Auswechseln des Schreibstreifens gewährleistetist und dass im betriebsmässigen Einsatz, beispiels- weise zu Kontrollmessungen bei dem Kunden eines Elektrizitätswerkes, die Anschlussklemmen des Mess- gerätes unter plombierbarem Schutz angeordnet sein müssen, um Fremdeingriffe in das Gerät zu unter- binden.
Zur Erfüllung dieser Bedingung sind Ausführungen bekanntgeworden, die zu mehr oder weniger be- friedigenden Ergebnissen geführt haben. So ist in üblicher Weise eine Stirnseite des Gerätes abnehmbar oder als Tür ausgebildet. Eine abnehmbare Gehäusewand wird beiseite gelegt, was zur Folge haben kann, dass die Gehäusewand beschädigt wird und erfahrungsgemäss leicht verlorengehen kann. Eine als Tür ausgebildete Gehäusewand hat den Nachteil, dass diese bei geöffneter Frontrahmentür der Schreibeinrichtung das Auswechseln des Schreibstreifens behindert.
Für den Verschluss der Anschlussklemmen ist auf Grund der beengten Platzverhältnisse bekanntlich an das Gerätegehäuse zusätzlich ein Klemmenanschlusskasten angebaut, was das Aussehen sehr nachteilig beeinträchtigt und ferner ist durch die ungleiche Gewichtsverlagerung bei diesem tragbaren Gerät das Tragen sehr erschwert. Ausserdem tritt durch den Aufwand an Material und Kosten für den zusätzlichen Gehäuseanbau eine wesentliche Verteuerung des Gerätes ein.
Diese Nachteile werden dadurch beseitigt, dass die um ihre Unterkante abschwenkbare und in einem Zwischenraum am Boden einschiebbare Gehäusevorderwand erfindungsgemäss zur Begrenzung der Einschubund Auszugsbewegung an ihrer Unterkante eingerollte Halterungen aufweist, in denen einunterFederdruck stehender, in sich geschlossener Bügel drehbar gelagert ist, der sich in hakenartigen Anschlägen am Boden des Gehäuses bei der Verschiebung einhängt und diese gegen Entfernen aus dem Gehäuse sichert, oder Stahlbandschlaufen angeordnet sind, die durch Ausschnitte an der Unterkante der Gehäusewand hindurchgeführt und in gemeinsamen oder getrennten Festpunkten gehalten sind, oder dass Gleitschienen mit Endanschlägen verwendet sind,
in denen die mit Gleitstiften oder Rollen an der Unterkante versehene Gehäusevorderwand gleitet und dass diese an ihrer oberen Kante Ausschnitte aufweist, mit denen die Gehäusevorderwand in Halterungen des Gehäuses einhängbar ist.
Der Vorteil der Erfindung ist darin begründet, dass die Vorderwand unverlierbar und zur Schliessung des Gerätes jederzeit griffbereit angeordnet ist und dass auf einfachste Weise und ohne zusätzliche Einrichtungen das Messgerät auch bei geöffneter Vorderwand mit den bisherigen Mitteln verschliessbar und plombierbar ist.
Die vorteilhafte Ausgestaltung des Gehäuses lässt den Einbau der Anschlussklemmen innerhalb des Gerätes zu, wodurch ein Anschlussklemmenkasten in Wegfall kommt.
Die Ablesung und Registrierung ist in vorteilhafter Weise auch bei eingeschobener Vorderwand und plombiertem Verschluss gewährleistet, wodurch jeglicher fremder Eingriff im Gerät verhindert ist. Die Vorderwand ist unverlierbar angeordnet und zur Schliessung des Gehäuses jederzeit griffbereit. Durch eine günstige Klemmenanordnung ist der bisherige seitlich am Gehäuse angebaute Klemmenanschlusskasten eingespart, so dass dadurch eine äussere symmetrische Form des Gerätes bei gleichmässiger Gewichtsver-
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teilung gewährt ist, wodurch dem Gerät ein gefälliges Äussere gegeben ist und dieses sich bequem tragen lässt.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.
Es zeigen : Fig. 1 die Vorderansicht des Gehäuses mit eingeschobener Gehäusevorderwand, Fig. 2 einen Schnitt A-B bei geschlossenem Gehäuse mit eingehängter Vorderwand und Fig. 3 den gleichen Schnitt bei eingeschobener Vorderwand.
In dem Bodenzwischenraum 2 des Gehäuses 1 ist die durch einen in sich geschlossenen Bügel 4 geführte und in angerollten Halterungen 5 um 90 schwenkbar eingesetzte Vorderwand 3 einschiebbar. Der Gehäuseboden 6 weist vorn und hinten hakenartige Anschläge 7 auf, in denen sich die Vorderwand sowohl beim Einschieben als auch beim Ausschwenken fängt, so dass damit gleichzeitig die Einschub- und Auszugbewegung der Vorderwand begrenzt ist. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, sind auf dem Bügel 4 zwei mit zueinander gegenläufigem Wickelsinn gewickelte Spannfedern 8 angeordnet, die mit ihren Enden 10 jeweils in einem Festpunkt 11 liegen und die Enden 10'auf den seitlichen Schenkeln 12 des Bügels 4 wirken. Der Bügel 4 wird dadurch auf seine Gleitbahn gehalten und zwangsläufig in die Anschläge 7 geleitet, wobei die Gleitbahn in üblicher Weise mit Filz ausgelegt sein kann.
Durch diese Anordnung ist die Vorderwand gegen unerlaubtes Entfernen gesichert. Die Gleitbahn der Vorderwand kann nach Fig. 5 auch aus Gleitschienen 17 bestehen, die längs der Seitenwände des Gehäuses angebracht sind. In diesem Fall ist die schwenkbare Vorderwand mit Gleitstiften 18 oder Rollen versehen, die auf den Gleitschienen bis zum Anschlag entlanggleiten. Im oberen Rand des Gehäuses sind hakenförmige Halterungen 9 vorgesehen, in denen die Vorderwand mit zu dem Zweck eingestanzten Ausschnitten 13 einzuhängen ist.
Der Gehäusedeckel 19 ist kappenförmig und aufklappbar ausgebildet und greift mit seiner Unterkante über den oberen Rand der Vorderwand hinweg, so dass im geschlossenen Zustand des Gerätes ein Aushän-
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und zu plombieren, was durch das Gehäuse- bzw. Kofferschloss durchgeführt werden kann.
In Fig. 6 Ist eine weitere Ausführungsmöglichkeit schematisch dargestellt. Der Bügel 4 ist hier durch ein oder mehrere schlaufenartig gebogene Stahlbänder 14 ersetzt. Im unteren Rand der Vorderwand sind Ausschnitte 15 vorgesehen, durch die die Stahlbänder als Schlaufe hindurchgeführt sind. Anfang und Ende der Stahlbänderschlaufen sind zu gemeinsamen oder getrennten Festpunkten geführt.
Die Wirkungsweise ist folgende : Durch leichtes Anheben der Vorderwand löst sich diese bei geöffnetem Deckel 19 aus den Halterungen 9 und ist unter einer Schwenkung um 900 in den Bodenzwischenraum 2 bis zu dem Anschlag 7 einzuschieben. In dieser Stellung ist er unter der Wirkung der Federn 8 stehend festgehalten. Beim Schliessen des Gehäuses wird die Vorderwand aus dem Bodenzwischenraum bis zu ihrem vorderen Anschlag herausgezogen und nach oben geschwenkt, wonach sie in den Halterungen 9 eingehängt wird, was ein selbsttätiges Zurückschwenken der Vorderwand verhindert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Tragbares Gehäuse oder Koffer mit um ihre Unterkante abschwenkbarer und in einem Zwischenraum am Boden einschiebbarer Gehäusevorderwand, dadurch gekennzeichnet, dass zur Begrenzung der Einschub- und Auszugsbewegung der Gehäusevorderwand an ihrer Unterkante eingerollte Halterungen (5) angeordnet sind, in denen ein unter Federdruck stehender, in sich geschlossener Bügel (4) drehbar gelagert ist, der sich in hakenartige Anschläge (7) am Boden des Gehäuses bei der Verschiebung einhängt.
oder Stahlbandschlaufen (14) angeordnet sind, die durch Ausschnitte (15) an der Unterkante der Gehäusewand hindurchgeführt und in gemeinsamen oder getrennten Festpunkten (16) gehalten sind, oder dass Gleitschienen (17) mit Endanschlägen angeordnet sind, in denen die mit Gleitstiften (18) oder Rollen an der Unterkante versehene Vorderwand gleitet und die Gehäusevorderwand an ihrer oberen Kante Ausschnitte (13) aufweist, mit denen die Vorderwand in Halterungen (9) des Gehäuses einhängbar ist.