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Apparat zur Erzeugung beweglicher Bilder, insbesonders für Reklamezwecke.
Es ist bekannt. Bilder und Schriften, die auf einen durchsichtigen Zylinder gemalt sind, der sich um eine Lichtquelle konzentrisch dreht, auf einen ebenen Schirm zu projizieren.
Vorliegende Erfindung, vorwiegend als Reklameapparat gedacht, verwendet eine derartige Anordnung, um auf den Zylinder gemalte Gegenstände, Fahrzeuge usw. in ein auf den Schirm gemaltes Bild in der Weise zu projizieren, dass sie sich scheinbar in perspektivisch richtiger Weise vom Hintergrund des Bildes nach dem Vordergrund zu oder umgekehrt bewegen, indem sie sich dabei perspektivisch richtig vergrössern bzw. verkleinern, wobei auch deren Geschwindigkeit im richtigen Masse des Näherkommen bzw. Entfernens zu-bwz. abnimmt. Sie können sich dabei eventuell in auf dem Bilde vorgezeichneten Bahnen bewegen.
Als Beispiel diene folgendes : Angenommen, auf den Schirm sei eine Landschaft mit
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kann nun ein Eisenbahnzug als im Betrieb befindlich vorgeführt werden, indem er in dem Bilde längs der Schienenstrecke sieh perspektivisch verändernd entlang fährt.
Fig. 1 stellt in Grund-, Auf- und Kreuzriss den Apparat im wesentlichen dar. Er besteht aus einer Lichtquelle L (Glühlampe. Bogenlampe od. dgl.), um die sich ein durchsichtiger Zylinder Z dreht, und einer zwischen Lichtquelle und Beschauer angeordneten Bildscheibe S. Der Antrieb des Zylinders Z kann je nach der Grösse des Apparates entweder durch einen Elektromotor, durch ein mechanisches Triebwerk oder bei kleinerer Ausführung am einfachsten dadurch erfolgen, dass man die aufsteigende Wärme der Lichtquelle L zum Antrieb eines mit dem Zylinder fest verbundenen Flügelrades benutzt. Auf diesem Zylinder Z sind die Gegenstände, Fahrzeuge usw., die im Bilde beweglich erscheinen sollen, entweder als
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einfasst.
Die Lichtquelle L mit dem sich um sie drehenden Zylinder Z steht, wie in der Zeichnung ersichtlich, auf der einen Seite hinter dem Anfangs-oder Endpunkt der sieh im Bilde abspielenden Bewegung, jedenfalls aber immer dort und auf der Seite, auf der im Bilde die Projektion des auf den Zylinder gemalten
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befindet. Die Eckpunkte. 1 B C D werden durch die Lichtquelle L auf die transparente Bildscheibe'S'als Punkte 'B'C'D'projiziert. Der Zylinder dreht sieh in der Richtung des gezeichneten Pfeiles und kommt z. B. in Stellung Fig. 2, wo sieh das in dieser Figur gezeichnete Projektionsbild 1"B"C"D"auf der Bildscheibe S ergibt.
Der Übergang vom Projektionsbild in Fig. 1 in das von Fig. 2 erfolgt naturgemäss allmählich, wodurch der Eindruck des perspektivisch Näherkommen auf den Besehauer erzeugt wird, und es wird auch die Geschwindigkeit der Bewegung des projizierten Bildes, infolge der zunehmenden Entfernung von der Lichtquelle, zunehmen. In der Zeichnung ist der Deutlichkeit halber der Sehienenweg, auf dem sich der Waggon im Bilde bewegen würde sowie der Kasten, der das Ganze umschliesst, weggelassen, und ist es nötig, um die gewünschte Wirkung zu erreichen, den Sehienenweg auf der Bildseheibe korrespondierend mit der sich bewegenden Projektion des Gegenstandes, also im vorliegenden Beispiel mit den Rädern des Waggons, zu zeichnen.
Auf diese Weise ist es also möglich alle Arten von Gegenständen. Fahrzeugen usw. in einem transparenten Bilde in der eingangs erwähnten Weise, sich bewegend erseheinen zu lassen.
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mit dem sich um sie drehenden Zylinder Z, auf den der Gegenstand, das Fahrzeug od. dgl. gemalt is steht in diesem Falle beispielsweise in der Mitte hinter der Bildscheibe, und jene Hälfte des Bildes,'1 die Projektion des auf den Zylinder Z gemalten Gegenstandes einen sinnwidrigen und störenden Eindruf machen würde und wo keine Bahn für sie gezeichnet ist, ist lichtundurchlässig ; es kann dieser Raum aue zweckmässig, z. B. zur Anbringung von Reklametexten, verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Apparat zur Erzeugung beweglicher Bilder, insbesondere für Reklamezwecke, bei welchem si ( hinter einem transparenten Bilde, das von einem Rahmen eingefasst ist, der die Vorderseite eines Kasten bildet, eine Lichtquelle befindet, um die sich ein durchsichtiger Zylinder drehen kann, auf den Gege]
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am rechten oder linken Rande desselben, zusammenfallend mit dem Anfangs-oder Endpunkt der sie im Bilde abspielenden Bewegung steht, wobei die Projektion des auf den Zylinder (Z) gemalten Gegen standes zweckmässig in eine auf dem Bilde (8) gezeichnete Bahn fällt, so dass sie sich in dieser fortbew61 und dabei Grösse und Geschwindigkeit in perspektivisch richtiger Weise ändert.
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