AT107529B - Zum Abdrehen von Radreifen dienender Kurvensupport. - Google Patents

Zum Abdrehen von Radreifen dienender Kurvensupport.

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AT107529B
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    Zmu   Abdrehen von Radreifen dienender   lnrvensupport.   



   Es sind Kurvensupporte zum Abdrehen von Radreifen bekannt, bei welchen die Profilform nach Schablonen fertiggestellt wird. Den Schablonensupporten haftet, gleichgültig ob das Messer in der Richtung des Spandruckes oder entgegen dem Spandruck bewegt wird, der Fehler an, dass beim Bearbeiten, insbesondere hart gebremster Räder, die Schablone ausserordentlich rasch die richtige Form verliert. 



  Es sind aber auch Kurvensupporte ohne Schablone mit einer der Profilform angepassten Schaltung der Längs-und Querspindel bekannt. Bei diesen ohne Schablone arbeitenden Kurvensupporten hat man auch vorgeschlagen, nur einen Teil des Profiles u. zw. den aus der   Lauffläche   und dem anschliessenden Teil des Spurkranzes bestehenden Teil bis zum höchsten Punkte des Spurkranzes mit dem gleichen Werkzeug in demselben Arbeitsgang zu bearbeiten, während der andere Teil mittels Fassonmesser bearbeitet wurde. 



  Bei diesen bekannten Supporten wird mit dem Abdrehen an der höchsten Stelle des Spurkranzes begonnen. 



  Dies hat den Übelstand, dass das Messer senkrecht zur Drehbankachse entgegen dem Arbeitsdruck bzw. entgegen dem Spandruck geschaltet werden muss. Dagegen ist der Gegenstand der Erfindung eine solche Ausbildung des Antriebes, eines Supportes mit veränderlicher Schaltung der Längs-und Querspindel, dass die Bearbeitung am äusseren Ende der Lauffläche beginnt und am höchsten Punkte des Spurkranzes endet, so dass das Werkzeug während der Arbeitsbewegung senkrecht zur Drehbankachse ständig von der Drehbankachse nach aussen geschaltet wird. Dadurch, dass der Spandruck in der Schaltrichtung liegt, wird die Schaltbewegung vorteilhaft durch den Spandruck unterstüzt und der Arbeitsgang des Werkzeuges erheblich erleichtert.

   Bei gebremsten und daher hart gelaufenen Rädern wird ausserdem dadurch, dass das Werkzeug vom äusseren Rande her unter die harte Kruste in weiches Material greifend leichter vordringen kann, das Abheben der harten Kruste wesentlich   gefördeit.   



   Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Supportes gemäss der Erfindung in Fig. 1 in einem Querschnitt, in Fig. 2 in einer Stirnansicht und in Fig. 3 in einem Grundriss. Fig. 4 erläutert das Arbeitsverfahren, Fig. 5 und 6 zeigen eine Einzelheit. 



   Auf dem Untersatz 1 gleitet der Schlitten 2 in der Längsrichtung und der Werkzeughalter 3 in der Querrichtung der Drehbank. Der Support wird von der Welle 4 betätigt, die vom   Drehbankantrieb   entweder mittels eines Schwinghebels 5 angetrieben oder mittels einer Gelenkwelle 6 in   umlaufende   Bewegung versetzt wird. Von der Welle 4 wird die Bewegung durch Kegelräder 7, 8 auf eine Welle 9 übertragen, auf welcher Daumen 10,   11,   18 sitzen, die zum Antrieb von Klinkwerken dienen. Die Daumen 10, 11 betätigen   Ratschenhebel12, 13,   die mittels Klinken   Öl,   39 mit den Sperrädern 28, 29 der Klinkwerke zusammenwirken, welche zur Schaltung der   Längs- bzw. Querspindel27und 33   dienen.

   Die Drehrichtung der erwähnten Sperräder ist gleich der der Gangrichtung der beiden Spindelgewinde entsprechenden Drehrichtung. Daumen 18 auf 9 betätigt den   Ratschenhebel19,   der mittels der Schaltklinke 32 (Fig. 5 und 6) mit dem Sperrad 20 eines dritten Klinkwerkes zusammenwirkt, mit welchem   Hubscheibe     17   geschaltet 
 EMI1.1 
 werden daher durch die Daumen 10, 11 auf ein bestimmtes Mass angehoben, während das   Rückschwingen   der Ratschenhebel durch die Scheiben   16,   17 in der Weise begrenzt ist, dass die Ratschenhebel nach Massgabe des zu drehenden Profiles auf verschieden hoch stehende Flächen der Scheiben 16, 17 zurückfallen und dadurch entsprechend eingestellt werden. 



   Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel sitzen die Sperräder   28,   29 auf der Supportspindel 27 für die Querschaltung u. zw. das Sperrad 28 fest, das Sperrad 29 lose. Das durch den Daumen 10 unter 
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 lose laufendes Stirnrad 22, welches mit einem Stirnrad 23 in Eingriff steht, welches auf einer Welle 24 sitzt, von welcher die Bewegung mittels Kegelrad 25 auf ein mit Muttergewinde versehenes Kegelrad 26 übertragen wird, das auf der Gewindespindel 33 für die   Längsschaltung   sitzt. Das durch den Daumen 11 unter Vermittlung des Ratschenhebels   12   geschaltete Sperrad 28, welches unmittelbar auf der Spindel 27 für die Quersehaltung sitzt, ruft die Querschaltung des Supportes hervor.

   Das durch den Daumen 18 unter Vermittlung des Ratschenhebels 19 betätigte Sperrad 20 sitzt auf der Welle   21,   auf welcher die Scheiben   16,   17 angeordnet sind. 



   Die Radreifen werden nach Fig. 4 von aussen nach innen bis auf den höchsten Punkt des Spurkranzes bearbeitet, also derart, dass der Drehstahl während der ganzen Dauer seiner Arbeit in radialer Richtung ständig von der Drehbankachse fort geschaltet wird. Dies hat ausser den eingangs erwähnten folgende Vorteile : durch den Spandruck wird die Bewegung des Messerhalters in seiner Führung sowie im Spindelgewinde ausserordentlich erleichtert und damit Antriebskraft gespart, auch tritt während der ganzen Bewegung kein Druckwechsel ein, wodurch Ungenauigkeiten am Profil vermieden werden. 



   Das die Scheiben   16, 17   verdrehende Sperrad 20 ist mit einer Zeigervorrichtung   30 in   Verbindung, welche gestattet, die Lage des Drehstahles gegenüber der zu drehenden Form jederzeit feststellen oder einstellen zu können. Zu diesem Zweck ist die Welle   21,   auf welcher die Hubscheibe 16 und   17   und das Sperrad 20 sitzen, ausser für selbsttätige Bewegung auch für Handbetätigung z. B. mittels Kurbel eingerichtet. 



   Um den Drehstahlvorschub bei gleichbleibender, für die Genauigkeit der Profilform aber völlig hinreichender Hubscheibenstufenzahl verändern zu können, also ohne die Unterteilung der Hubscheibe ändern zu müssen, ist eine Einrichtung vorgesehen, durch welche eine Betätigung bzw. ein Verdrehen des Sperrades 20 auf die Hubscheibe   16,   17, nur bei jedem zweiten oder dritten Hub der Vorschubratschen   12,   13 übertragen werden kann, so dass der Drehstahlvorschub während einer Umdrehung des Radreifens einmal oder mehrmals geschaltet wird, während die Hubscheibe stehen bleiben. Die Hubscheiben 16, 17 können dadurch ein-für allemal mit einer für die Genauigkeit des zu drehenden Profiles eben ausreichenden Anzahl Stufen entworfen werden und brauchen nicht gewechselt werden. 



   Eine beispielsweise Ausführungsform einer solchen Einrichtung ist in Fig. 5 und 6 dargestellt. 



  Neben dem Sperrad 20 ist ein Schlepprad 31 angeordnet, welches mit dem Sperrad 20 einen gemeinsamen Sperrkegel 32 hat. Das Rad 31 ist mit Zähnen verschiedener Tiefe versehen, derart, dass wenn der Sperrkegel 32 in die tiefen Zähne eingreift, gleichzeitig auch der Eingriff mit dem Sperrad 20 hergestellt ist, dagegen dieser Eingriff unterbrochen ist, wenn der Sperrkegel in die seichteren Zahnlücken des Rades   31   eingreift. Da der Sperrkegel 32 bei jedem Hub der Daumenwelle geschaltet wird, so wird er einmal mit einem tiefen Zahn und darauffolgend mit einem seichten Zahn zusammenwirken, wodurch wohl eine ununterbrochene Schaltung des Rades 31 erreicht wird, aber nur bei jeder zweiten Schaltbewegung auch eine Schaltung des Sperrades 20. 



   Bei drehender Bewegung der Welle 9 könnte auch eine Räderübersetzung zwischen der Welle 9 und dem Daumen 18 eingeschaltet werden. 



   Der Schlitten 2 wird durch die Verdrehung des Mutterrades 26 auf der Spindel   33 längsverschoben.   



  Um diese Verschiebung jederzeit auch von Hand vornehmen zu können, ohne an der Steuerung etwas zu ändern, ist am Ende der Spindel 33 eine verschiebbar gelagerte verzahnte Kurbel 34 angebracht, welche mit ihren Zähnen in eine gleiche, am Gestell festgeschraubte Verzahnung 35 einschiebbar ist. Bei eingerückter Verzahnung ist die Spindel 33 festgestellt, wird aber die Kurbel 34 aus 36 ausgerückt, so kann die Spindel 33 von Hand verdreht und damit der Schlitten 2 geschaltet werden. 



   Zur Sicherstellung des Steuervorschubes gegen Federungen der Antriebsteile bei starker Beanspruchung sind Sperrkegel 36 angeordnet, die ein Zurückfedern der Sperräder verhindern. 



   Für die Betätigung der Querschaltung von Hand ist eine Vorrichtung angebracht, die es ermöglicht, sowohl den festen Sperrkegel 36 als auch den beweglichen Sperrkegel 37 mit einem Handgriff 38 auszuheben, u. zw. derart, dass diese Vorrichtung nur so lange wirkt, als man sie in der Hand hält, dagegen selbsttätig beim Loslassen zurückgeht, so dass eine unbeabsichtigte Lösung des Eingriffes verhindert ist. Der Sperrkegel 32 kann dauernd ausgelöst werden, um jederzeit ungehindert Einstellungen vornehmen zu können. 



   Zwecks selbsttätiger Abstellung der Schaftbewegung am Ende der Dreharbeit erhält das Sperrad 20 für die Hubscheibenverdrehung an der entsprechenden Stelle keine Verzahnung, so dass der Sperrkegel 32 beim Weiterlaufen des Steuerantriebes auf dieser Stelle gleitet. Die beiden Sperrkegel 37,39 für die Vorschubschaltung werden dagegen durch eine entsprechende Einstellung der Hubscheibe gar nicht mehr angehoben. 



   Eine Sicherung für ruhigen Gang bei stärkster Beanspruchung, sowie für ein genaues Einstellen des Drehstahles ist durch Vorkehrung einer Nachstellung zur Aufhebung eines Spieles im Spindelgewinde für den Quervorschub erzielt. In Fig. 1 ist für diesen Zweck eine Mutter 40 mit verzahntem und feststellbarem Anzugflansch dargestellt. 



   Für den letztgenannten Zweck ist der Drehstahl 41 durch eine leicht lösbare Keilverbindung festgehalten. Der Drehstahl 41 ist mittels des Keiles 42 festgezogen und durch eine Anschlagschraube   43   festgelegt, so dass ohne Versuchen eine bestimmte Lage des Messers   ohneweiters   erzielt wird. 

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   Zur   Vervollkommnung   des Supportes ist neben dem   Hauptmesser 41   eine Aufnahmestelle für ein Abgratmesser 44 und ein Fassonmesser 45 für die Bearbeitung der Innenkanten des Spurkranzes vorgesehen. Auch für diese beiden Messer ist eine Anschlagschraube 46 zwecks leichter Einstellung vorgesehen. 
 EMI3.1 
 dem Steuerrad aber um den Vorschub weiter gerutscht, so wird sie bei der pendelnden Bewegung des Hebels 5 infolge einer auf dem Lager 47 befindlichen   Sehraubenfläche     48,   mit welcher der Hebel 5 zusammenwirkt, wieder in die   Anfangsstellung zurückgebracht   u. zw. ohne nennenswerte Bewegungswiderstände, da der Steuervorschub schon vollzogen ist.

   Dadurch wird vermieden, dass beim Verschieben während des Steuervorschubes das Kegelrad 7 auf der Welle 4 weitergleiten muss, was infolge der Keilverbindung einen grossen Bewegungswiderstand verursacht, der praktisch oft so bedeutend ist, dass Brüche eintreten können. 



   Zur Bearbeitung besonders harter Stellen oder auch   der ganzen Lar ffläche einschliesslich Spur-   kranz, kann an Stelle des Drehstahles eine Schleifvorrichtung (beispielsweise mit elektrischem Antrieb) gesetzt werden, welche in gleicher Weise wie der Messerhalter 3 gesteuert wird. 



   Für eine noch weitgehendere Erhöhung der Leistung wird die Arbeit derart unterteilt, dass mit einem unter   1800 angeordneten Hilfssupport   ein Teil der Dreharbeit ausgeführt wird, beispielsweise der kegelige Teil 1 : 10 nach Fig. 4 und das Formen der   Innenfläche   des Spurkranzes 
PATENT-ANSPRÜCHE :
1.

   Zum Abdrehen von Radreifen dienender Kurvensupport mit der Profilform angepasster ver- änderlicher Schaltung der Längs-und Querspindel, bei welchem die   Lauffläche   und der anschliessende Teil des Spurkranzes bis zu seinem höchsten Punkte mit dem gleichen Werkzeug in demselben Arbeitgange bearbeitet werden, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung des Antriebes, dass die Bearbeitt ng am äusseren Ende der Lauffläche beginnt und am höchsten Punkte des Spurkranzes endet, so dass das Werkzeug während der Arbeitsbewegung senkrecht zur Drehbankaehse ständig von   der Drehbankach ; e   nach aussen geschaltet wird.

Claims (1)

  1. 2. Support nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalträder (28, 29) der den beiden Schaltspindeln zugeordneten Klinkwerke auf einer der beiden Sehaltspindeln sitzen u. zw. das eine Sperr- EMI3.2
    3. Support nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Schluss des Arbeitsganges die Steue- rung dadurch selbsttätig abgestellt wird, dass das Sperrad (20) für die Verdrehung der zur Begrenzung der Schaltklinkenhebel dienenden hubscheiben an einer Stelle ohne Verzahnung ist, so dass der fortlaufende Antrieb wirkungslos wird und die beiden Sperrkegel (37, 39) für den Längs-und Qrervochub keinen Hub ausführen.
    4. Support nach Anspu ch l, bei welchem die Sperräder mit einem FebtstellkEgel (36) und einem Schaltkegel (37) zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dass beide Kegel mit einer gemeinsamen Ausrückvorrichtung aushebbar gemacht sind, die selbsttätig, zweckmässig durch ihr Eigengewicht, in Eingriffsstellung gelangt, zum Zweeke, bei Querschaltung von Hand während des Arbeitsganges, beispielsweise bei Werkzeugwechsel, ein Versärmen des Wiedereinlösens zu vermeiden, welche Ausrückvor- richtung ferner derart eingerichtet ist, dass die Kegel am Schlusse der Arbeitsbewegrng selbsttätig ausgehoben werden, um ungehindert die Messer einstellen zu können. EMI3.3 <Desc/Clms Page number 4> 8.
    Support nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei dauernd umlaufender Antriebs- welle (9) eine auswechselbare Räderübersetzung zwischen der Welle (9) und dem auf den Ratschenhebel (19) four das Sperrad (20) wirkenden Daumen (18) angeordnet ist. EMI4.1
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