AT107189B - Gewebe mit nicht ausfaserndem Rand und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Gewebe mit nicht ausfaserndem Rand und Verfahren zu seiner Herstellung.

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  Gewebe mit nicht ausfaserndem Rand und Verfahren zu seiner Herstellung. 



    Textilgewebe der verschiedensten Art, insbesondere solche, die für den Gebrauch in Streifen geschnitten werden müssen, wie Mullbinden u. dgl., haben die unerwünschte Eigenschaft, dass sie beim Gebrauch stark ausfasern. Man ist deshalb schon dazu übergegangen, Bänder u. dgl. mit festen Kanten zu weben. Die Herstellung solcher Bänder verursacht aber höhere Kosten, so dass sie nicht für alle Zwecke lohnend ist. Man hat aus diesem Grunde für billigere Erzeugnisse, beispielsweise bei der Erzeugung von geschnittenen Binden, das Ausfasern dadurch zu beseitigen versucht, dass die Ränder der Binden mit einer geeigneten Lösung, z. B. aus Azetylzellulose, imprägniert wurden.

   Aber auch die Herstellung dieser wasserunlöslichen Ränder bringt Nachteile mit sich, insbesondere in der Richtung, dass die Erzeugung des Randes zusätzliche Arbeits-und Materialkosten verursacht und der Rand auch oftmals zu dick und hart wird, ausserdem auch nicht vermieden werden kann, dass auch die Schussfäden von der Lösung getränkt werden, so dass der gebildete Rand den bestimmungsgemässen Gebrauch der Binde erschwert. 



  Es wurde nun gefunden, dass man beliebige Gewebe mit einem festen und haltbaren Rand in einfachster Weise und ohne erhebliche Mehrkosten dadurch versehen kann, dass man in das Gewebe an den Stellen, wo später durch Durchschneiden ein Rand entstehen soll, Fäden aus einem in geeigneten Lösungsmitteln löslichen Stoff einwebt. Wenn man dann diesen Faden durch Behandlung mit den richtigen Lösungsmitteln zum Kleben bringt, entsteht an dieser Stelle die beabsichtigte Verfestigung des Gewebes, durch die nach dem Zerschneiden ein Ausfasern ausgeschlossen wird. Man kann den gleichen Erfolg, wenn auch in etwas umständlicherer Weise erreichen, wenn man die in Frage kommenden Fäden auf das zu verfestigende Gewebe auflegt und zum Kleben bringt.

   In dieser Weise kann man auch beliebig gestaltete Stücke aus dem Gewebe ausschneiden und die Ränder durch den vorher in der vorgesehenen Form aufgelegten Faden verfestigen. 



  Als solcher löslicher Faden kann in den meisten Fällen ein Kunstseidefaden verwendet werden, der aus Zelluloseazetat besteht. Diese Fäden sind bekanntlich in Azeton oder Azetessigester leicht löslich. 



  Wenn an den in Frage kommenden Stellen ein Faden oder mehrere Fäden eingewebt sind und das fertige Gewebe mit Hilfe irgend einer passenden Befeuchtungseinrichtung an den Stellen, wo der Faden liegt, mit dem Lösungsmittel für die Künstseide befeuchtet wird, so tritt fast augenblicklich ein Festkleben des Fadens ein und das Gewebe wird an der Stelle so verfestigt, dass beim nachfolgenden Durchschneiden eine Ausfaserung von Fäden sicher verhindert ist. Der Kunstseidefaden soll dabei nach Möglichkeit nur an der Oberfläche verändert, d. h. nur etwas gelöst werden, damit er als solcher erhalten bleibt, und sich innig mit den Schussfäden verbindet. Die hinter dem so befestigten Kunstseidefaden liegenden Baumwollfäden können dann nicht mehr an diesen vorbei oder über ihn hinweg, so dass ein Ausfasern ausgeschlossen ist. 



  Ein grosser Vorteil der Methode, beispielsweise in der Anwendung auf Mullbinden besteht darin, dass die Verfestigungsschicht am Rande der Binde so dünn ist, dass die Beschaffenheit des Gewebes als Ganzes praktisch nicht verändert ist und trotzdem das lästige Ausfasern vollkommen wegfällt. An Stelle des als Beispiel angeführten Kunstseidefadens, der eine wasserunlösliche Imprägnierung an den gewünschen Stellen des Gewebes durch Behandeln mit geeigneten Lösungsmitteln erzeugt, können natürlich auch andere Fäden verwendet werden, die in gleicher Weise in das Gewebe eingewebt oder auf das Gewebe aufgelegt und durch geeignete Lösungsmittel zur Auflösung gebracht werden können. 



  PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Gewebe mit nicht faserndem Rand, dadurch gekennzeichnet, dass an der Randstelle ein Faden aus einem in bestimmten Lösungsmitteln löslichen Stoff, z. B. Azetatseide, angeordnet und durch nachfolgende Behandlung mit geeigneten Lösungsmitteln eingeklebt ist. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung von Geweben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Stellen, wo später durch Schneiden Ränder entstehen, in bestimmten Lösungsmitteln, aber nicht in Wasser lösliche Fäden eingewebt und durch Behandeln mit den Lösungsmitteln festgeklebt werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT107189D 1926-05-11 1926-10-18 Gewebe mit nicht ausfaserndem Rand und Verfahren zu seiner Herstellung. AT107189B (de)

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