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Verfahren und Anlage zur Zufuhr von Schleifmitteln.
Nach der vorliegenden Erfindung wird in einem neuen Verfahren ein Schleifmittel, wie Sand mit Wasser, einer grösseren Anzahl von Schleifmaschinen dadurch zugeführt, dass eine endlose Leitung an-
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verschiedenen Röhren im Kreislauf erhalten. Zu diesem Zweck erstrecken sieh Röhren neben den verschiedenen Schleiftischen vorbei und durch besondere Mechanismen werden die Schleifmittel selbsttätig den verschiedenen Tischen zugeleitet, wobei das Einschalten und das Abstellen der Schleifmittelzufuhr in bestimmten zeitlichen Zwischenräumen selbsttätig geregelt wird.
Bei Anfang der Schleift arbeit wird gewöhnlich das gröbste dieser Mittel aus der betreffenden Leitung auf die Maschine aufgebracht und, nachdem eine passende Zeitdauer verstrichen ist, wird diese Zuleitung abgesperrt und die nächstfeinere Sorte in die Maschine eingeleitet. Diese Verfeinerung wird aufrechterhalte n, bis die Sehleifarbeit vollendet ist, und dann wird die Zufuhr des feinsten Schleifmittel abgesperrt. In jeder dieser Röhren wird während des Verfahrens ein bestimmter Druck aufrechterhalten und durch diesen Druck wild das betreffende Schleifmittel gerade jenen Tischen zugeführt, auf denen es benutzt weiden soll.
Dieser Druck kann auch dazu benutzt werden, die Strömung des Schleifmittel durch den Röhrensatz aufrechtzuerhalten, um Schleifmittel in der betreffenden Röhre zu erneuern und um den Sand od. dgl. im Schwebezustand im Wasser zu erhalten. Die Ablassleitung aus den verschiedenen Maschinen führt zu einer gemeinsamen Sammelstelle, von der aus die besseren Bestandteile der Mischung wieder zurückgepumpt weiden können.
Diese Zuiüekleitungfindet durch Sortierbehälter statt, in denen sieh die verschiedenen Schleifmittelarten stufenweise absetzen, und aus diesen Sortierbehältern geht das Schleifmittel dann in die betreffenden Füllbehälter für die Leitung zurück.
Die Zeichnungen stellen Ausführungsbeispiele einer Anlage gemäss der Erfindung dar. Fig. 1 ist eine Draufsicht auf eine solche Anlage, Fig. 2 ist in grösserem Massstabe die Vorderansicht einer Schleif- maschine mit einer zugehörigen Versorgungsröhre für ein Schleifmittel, Fig. 3 zeigt die Sortierbehälter im Aufriss mit den dazugehörigen Leitungen, Fig. 4 ist eine Endansieht einer solchen Anlage, Fig. 5 ist ein Teilschnitt durch eine Reihe von Sortierbehältern, Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf die Verteilungsvorrichtung, um verschiedene Schleifmittelsorten einer der verschiedenen Schleifmaschinen zuzuführen, Fig. 7 ist ein Querschnitt durch eine solche Verteilungsanordnung, Fig. 8 zeigt die elektrische Vorrichtung zur Einstellung der Verteiler für die Schleifmittel, Fig.
9 ein Ventil zur Unterbrechung der Schleif1llittel- beförderung in seiner Leitung mit einer Stellscheibe und Fig. 10 eine Endansicht einer solchen Röhrenanlage mit mehreren Ventilen und deren Stellscheiben.
In dieser Anlage wird die zu behandelnde Glasscheibe 1 in eine seichte Aussparung eines sich drehenden Schleiftisches 2 lose eingelegt (Fig. 2). Das Schleifwerkzeug 3 ruht auf der Oberfläche der Scheibe und das Schleifmittel 4 wird dieser Oberfläche zugeleitet. Zu diesem Zweck ist an dem unteren Ende einer Zuleitungsröhre 6 eine Austrittsdüse 5 angeordnet. Das Wasser und das Schleifmittel, das am äusseren Rande der Scheibe angeworfen wird, wird im Gestell 7 der Maschine unter Vermittlung eines Schutzschirmes 8 aufgefangen, der in senkrechter Richtung beweglich ist. Dieses Schleifmittel läuft dann durch den geneigten Trog 9 in die Abwasserleitung 10 unter der Maschine.
Falls die Schleifarbeit unter Benutzung von drei verschiedenen Sorten von Schleifmaterial durchgeführt wird-die Anzahl dieser verschiedenen Sorten kann auch anders gewählt werden-, so strömen diese Sorten durch drei parallele Rohrleitungen 11, 12 und 13, die sich neben den verschiedenen Schleiftischen hin erstrecken. Es sei angenommen, dass diese verschiedenen Rohrleitungen verschieden feine
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fassen Von Sand in Mischung mit Wasser führen, doch können statt des Sandes auch andere Schleifmittel zur Verwendung gelangen. Die Rohrleitung 11 führt den gröbsten Sand zu, die Rohrleitung 12 eine mittlere Sorte, und die Leitung 13 den feinsten Sand.
Nach Fig. 1 sind die Schleifmaschinen in grösserer Anzahl in zwei parallelen Reihen angeordnet und symmetrisch mit Bezug aufeinander gestellt. Die drei parallelen Röhren 11, 12 und 13 erstrecken sich oberhalb eines Ganges, der zwischen den Tischen frei bleibt. Gegenüber jeder Schleifmaschine ist
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Vermittlung der Röhre 18 nach der Zweigleitung 6 für die betreffende Maschine fliesst.
- In Fig. 7 sind die Ventile 14, 15, 16 als Hähne mit drehenden Stöpseln oder Kücken 19 angedeutet.
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ist fest ein Arm 191 angebracht, um das Ende 192 eines Armes 193 zu erfassen. Das andere Ende dieses Armes 193 sitzt einstellbar zwischen zwei Muttern 194 auf einer Stossstange 21, die bei 20 mit einem Gewindeansatz versehen ist. Ein Stift 23 der Stange 21 führt sich in einem Schlitz 24 in einer Lagerbuchse für die Stange. Durch diese Schlitzführung wird die Auf-und Abbewegung der Stange begrenzt, gleichzeitig wird dadurch auch ihre Drehung verhindert. Die Stange 21 wird für gewöhnlich in ihrer Hochstellung dadurch festgehalten, dass eine Feder 25 an dem oberen Ende zwischen dem Kopf 26 der Spindel und'dem Gestell'27 eingeschaltet ist.
Dieses Gestell trägt die Lager für die verschiedenen Stangen, ruht unmittelbar auf den nebeneinander verlegten Röhren 11, 12 und 13 auf und trägt Lagerböcke 28 für xi Steuerwelle 29 der Ventile.
Wird eine der Stossstangen nach abwärts gedrückt, so wird dadurch der Hahn 19 geöffnet (Fig. 7, rechts), wodurch ein Teil des Schleifmittel in der betreffenden Röhre herausgedrückt werden kann. Dieses Schleifmittel, aus Sand und Wasser od. dgl. zusammengesetzt, fliesst in den Trichter 17 und von hier durch die Röhren 18 und 6 zum Schleiftisch. Wenn dann der Druck auf den Kopf 25 der Stossstange aufhört, so führt die Feder 25 die Teile des Ventils in ihre ursprüngliche Lage zurück. Durch Verstellung der Muttern 194 kann der Arm 193 der mit Gewinde versehenen Stossstange 21 passend eingestellt werden.
Dadurch wird der Bogen, in welchem das Ventil 19 schwingt, verändert und die Bohrung 190 im Ventil kann dann so eingestellt werden, dass die durchtretende Masse von Schleifmitteln verringert 'wird.
Oberhalb des Kopfes 26 der Stossstange ruht in den Lagern 28 des Gestelles 27 die wagreehte Welle 29 mit drei Hubscheibe 30, 31, 32. Diese Hubscheibe bedienen die drei Ventile 14, 15, 16. Die einzelnen Hubscheibe sind zueinander versetzt, u. zw. ist die Hubscheibe 30 in einem Winkel von 90
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während der Winkel zwischen den Hubscheibe 32 und 30 1800 beträgt. Die Welle 29 wird in passenden zeitlichen Zwischenräumen durch einen kleinen Elektromotor 33 angetrieben, wobei ein Vorgelege 34, 35,36, 37 zur Verlangsamung der Drehung eingeschaltet ist. Das Schneckenrad 37 sitzt unmittelbar auf der Welle 29. Im nachstehenden wird ein Mechanismus beschrieben, welcher den Motor 33 genügend lang mit Strom versorgt, um die Welle 29 um einen Bogen von 90 zu drehen ; nach dieser Drehung wird der Motor 33 wieder abgeschaltet und die Welle 29 angehalten.
Eine Kreisplatte 38 ist in passender Lage vor der Schleif Vorrichtung gelagert und ein drehbarer
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ist. Seine Drehung erfolgt durch den Motor 40, unter passender Einschaltung eines Vorgeleges. Die Platte 38 besitzt bei 41 einen festen Stift, bei 42 ist anderseits ein einstellbarer Stift in ihr angeordnet, passende Kontakte auf dem drehenden Arm 39 können die Verbindung herstellen, wenn der Arm 39 über diese Stifte zu liegen kommt. Nachdem die Glasscheibe auf dem Tisch aufgelegt und die Maschine angelassen ist, wird der Arm 39 von Hand aus in einer Richtung entgegen der Uhrzeigerrichtung gedreht, bis er an den. Anlassstift 41 anschlägt.
Die positive Netzleitung 43 ist an einen Sammelring 44 angeschlossen, der auf der Achse des Armes 39 sitzt. Eine passende Bürste auf diesem Arm ist in beständigem Kontakt mit dem Sammelring 44 ; ein Leiter 45 geht von dem Anlass stift 41 in der Platte 38 aus. Die Leitung 46 ist mit dem Ring 47 verbunden, welcher in die Rückenfläche der Platte 38 eingelassen ist ; der einstellbare Stift 42 gerät also in Kontakt mit dem Arm 39, wenn letzterer über jener Stelle anlangt, an welcher der Stift in einen der im Kreis verteilten Sockel auf der Oberfläche der Platte eingesteckt worden ist. Ein Leiter 47'von der Hauptleitung geht zum Motor 40 und ein anderer Leiter 48 von dem Motor geht zu einer Anzahl von Schaltern, die hier nicht dargestellt sind und die die Arbeit der Schleifmaschinen überwachen.
Wird nun der Arm 39 auf Anlasserstellung bewegt und die Berührung mit dem Stift 41 hergestellt, so beginnt sich der Schleiftisch 2 zu drehen, das Werkzeug 3 wird auf die Schleifscheibe gesenkt und der Schutzschild 8 wird angehoben, um ihn mit Bezug auf den Schleiftisch in Abschlussstellung zu bringen. Die Schleifarbeit wird fortgesetzt, bis der Arm 39 sich in Uhrzeigerrichtung über der Überwachungsplatte 38 bewegt hat und mit dem Haltestift 42 in Eingriff gerät. Die Bogenlänge zwischen den Stiften 41 und 42 bestimmt die Betriebsdauer der Schleifmaschine. Wird der Stromkreis bei 42 geschlossen, so hört die Drehung
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des Sehleiftisehes auf ; das Schleifwerkzeug 3 wird angehoben und der Schutzschild 8 wird gesenkt, so dass der Arbeiter Zutritt zur Glasscheibe hat.
In Verbindung mit der Einstellplatte 38 ist auch ein Mechanismus angeordnet, der selbsttätig die Ausströmung des Schleifmittel aus den verschiedenen Leitungen 11, 12 und 13 regelt. In der Platte 38 befindet sich konzentrisch mit dem Ring 47 ein Paar von Kontaktringen 49 und 50 ; Kontaktstifte 51 und 52 können in irgendeinen der verschiedenen Sockel diese Ringe eingesteckt werden. Wenn sich nun der Arm 39 in Uhrzeigerrichtung dreht, so wird ein Stromkreis zwischen dem Schleifring 44 und den Stiften 51 und 52 geschlossen, wenn der Arm 39 über sie hinweggeht.
In dem Teil des Gehäuses 53, das das Vorgelege zwischen dem Motor 33 und der Welle 29 umfasst, ist eine Platte 54 angeordnet, die konzentrisch zur Daumenwelle 29 liegt. In dieser Platte befinden sich die Kontaktstifte 55,56, 57, 58 (Fig. 8). Diese Stifte haben alle die gleichen Abstände von der Welle 29 und sind um 90 zu einander versetzt. Ein Leiter 59 führt von dem Anlasserstift 41 zu dem Stift 55, während der Stift 56 mit dem Ring 49 durch den Leiter 60, der Stift 57 mit dem Ring 50 duleh den Leiter 61 und der Stift 58 mit dem Ring 47 durch den Leiter 62 verbunden ist. In die Platte 54 ist konzentrisch zur Welle 29 ein Ring 63 eingelassen. Er steht mit einer Klemme des Motors 33 durch den Leiter 64 in Verbindung und die andere Klemme dieses Motors ist an die negative Netzleitung gelegt.
Am Ende der Welle 29 befindet sich ein Arm 66, der auf seiner Rückenfläche neben der Platte 54 eine Bogensehiene 67 besitzt, die eine Länge von 90 hat und deren Mittelarm 68 beständig mit dem Ring 63 in Berührung ist. Dieser Kontaktbogen berührt der Reihe nach die Stifte 55,56, 57 und 58.
Solange die Schleifmaschine still steht, erstrecken sich die Daumen 30 und 32 nahezu wagrecht nach entgegengesetzten Richtungen, während der Hubdaumen 31 nach oben weist. Es sind also in dieser Lage alle Ventile 13, 14 und 15 geschlossen, aus den Leitungen 11, 12, 13 fliesst kein Schleifmittel in den Trichter 17, demnach auch nicht zur Schleifmaschine. Der Kontaktbogen 67 an dem Arm 66 stösst mit seinem Vorderende gegen den Stift 55, während das Hinterende gerade von dem Stift 58 hinweggegangen ist.
Nun sei angenommen, dass der Arbeiter den Arm 39 zurückdreht, bis er gegen den Anlasserstift 41 anstösst und dadurch die Maschine in Betrieb setzt. Der Stromkreis geht von der Positivnetzleitung 43 zum Arm 39 durch den Ring 44, Anlasserstift 41, Leiter 59, Bogenschiene 67, Ring 63 zum Leiter 64 durch den Motor 33 und zurück durch die Negativnetzleitung 65. Der Motor 33 wird also erregt und er wird die Steuerwelle 29 im Sinne des Uhrzeigers drehen, bis die Bogenschiene 67 den Kontaktstift 55 verlässt und dadurch den Stromkreis wieder unterbricht. Die Drehung der Steuerwelle 29 beträgt dabei nur eine Drehung von 90 , so dass dadurch der Hubdaumen 30 nach abwärts geschwungen wurde, um die Öffnung des Ventils 14 herbeizuführen.
Die Leitung 11, die das grobe Schleifmittel enthält, entleert dieses Schleifmittel dann durch den Trichter 17 auf die Schleiftafel.
Die Bogenschiene 67 befindet sich jetzt in Berührung mit dem Stift 56. Es wird jedoch dadurch kein Stromkreis geschlossen, da der Ring 49 mit seinem Stift 51 sich nicht in Kontaktlage befindet. Die Drehung des Armes 39 hält jedoch an und bei dieser langsamen Weiterdrehung fliesst beständig das grobe Schleifmittel aus der Leitung 11 zu. Der Arm 39 gerät schliesslich in Berührung mit dem Stift 51. Es kommt dann folgender Stromkreis zustande : Von dem positiven Leiter 43 des Netzes durch den Ring 44, Arm 39, Stift 51, Ring 49, Leiter 60, Stift 56 auf die Platte 54, Bogenschiene 67, Ring 63, Leiter 64 zum Motor 33 und durch den Leiter 65 zurück zum Netz.
Dadurch wird also der Motor 33 wieder in Drehung versetzt und er dreht die Welle 29 um 90 , bis die Bogensehiene 67 den Stift 56 verlässt, worauf der Motorstromkreis wieder geöffnet wird. In diesem Zeitraum ist nun wohl der Hubdaumen 30 von der Stange 21 weggetreten, die das Ventil 14 beherrschte, dagegen hat der Hubdaumen 31 nunmehr eine Weiterdrehung um 900 gemacht, die ihn in Berührung mit dem Kopf 26 der Stange 21 des Ventiles 15 brachte. Dieses Ventil wird also geöffnet und es fliesst nunmehr das Schleifmittel aus der Leitung 12 zu, während die andern Leitungen abgesperrt sind. Dieser Zufluss des Schleifmittel aus der Leitung 12 hält an, bis der Arm 39 durch den Motor 40 so weit gedreht worden ist, dass er nunmehr mit dem Stift 52 in Berührung kommt.
Dies führt zu folgendem Stromschluss : Vom Leiter 43, durch den Ring 44 zum Arm 39, und Stift 52, Ring 50, Leiter 61, Stift 57, Bogenschiene 67 und wieder zum Motor 33, wie oben beschrieben.
Dadurch wird die Welle 29 gedreht, u. zw. wieder um 90 , um die Zufuhr von Schleifmittel aus der Leitung 12 abzusperren und das Ventil 16 der Leitung 73 zu öffnen, welches das feinste Schleifmittel führt (Fig. 7). Wenn nun der Arm 39 bei seiner Drehung gegen den Stift 42 anstosst, so wird dadurch die Schleifmaschine angehalten, wie oben beschrieben. Gleichzeitig wird durch diesen Stift 42 hindurch und unter Vermittlung des Ringes 47 ein Stromkreis, ähnlich dem oben beschriebenen, geschlossen, der einen Leiter 62 umfasst und von diesem Leiter durch den Stift 58 zur Bogenschiene 67 geht, um den Motor 33 zu erregen. Die Welle 29 wird wiederum um 900 gedreht, so dass das Ventil 76 nunmehr geschlossen wird, und es sind demnach alle Ventile geschlossen.
Die Maschine steht still und auch die Zufuhr des Schleifmittel ist unterbrochen.
Die Stifte 51 und 52 auf der Scheibe 38 können nun in beliebiger Entfernung voneinander in ihren zugehörigen Ringen in Sockel eingesteckt werden, und ähnlich ist auch der Anhaltestift 42 innerhalb
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massgebend für die Betriebszeit der Maschine sein, während welcher das gröbste Schleifmittel benutzt wird ; in ähnlicher Weise ist die Bogenlänge zwischen den Stiften 52 und 42 massgebend für die Zeitdauer, während welcher die Schleifmittel mittlerer und grösster Feinheit benutzt werden.
Die Schleifmittel, die den verschiedenen Leitungen 11, 12 und 13 zugeführt werden, werden vorzugsweise in einer Reihe von Behältern aufbewahrt. Nach Fig. 1 sind neun solcher Behälter 93-101 angedeutet ; in diesen Behältern, die zur gleichen Leitung gehen, wird das Schleifmittel je nach der Feinheit sortiert. Das gröbste Schleifmittel befindet sich also im Behälter 93, das feinste im Behälter 101 und entsprechende Abstufungen sind in den Behältern 94-100 vorhanden. Rührmittel, wie sie in Fig. 4 bei 102 angedeutet sind, erhalten die Schleifmittel fortwährend im Wasser in Schwebe.
Das gröbste Schleifmittel wird aus dem Behälter 93 durch die Röhre 106 entnommen, indem entweder die eine oder die andere eines Pumpenpaares 107, 108, Fig. 3, zur Verwendung gelangen. Diese Pumpen führen die Schleifmittel aus dem Behälter der Leitung 11 zu. Die Anordnung von zwei Pumpen ist deswegen gewählt, damit die eine oder die andere abgestellt werden kann, wenn Ersatzarbeiten notwendig werden. Soll nun der Grad des Schleifmittel eine Veränderung erfahren, so wird das Schleifmittel auch aus den Behältern 94, 95, ergänzend zu dem aus den Behältern 93 fliessenden Schleifmittel, entnommen. Durch ein ähnliches Pumpensystem versorgen die Behälter 96, 97, 98 die Leitung 12 und die Behälter 99,100 und 101 die Leitung 13.
Nach Fig. 1 sind die Leitungen 11, 12 und 13 mit Rückleitungen ausgerüstet, welche die nicht verbrauchten Schleifmittel wieder in den gröbsten Behälter der betreffenden Sorte zurückführen. An irgendeiner passenden Stelle in diesen Leitungen ist je ein Absperrventil 109 vorhanden und dieses Absperrventil ist vorzugsweise nach Fig. 9 und 10 ausgebildet. Die Ventil spindel oder Stange 110 trägt an ihrem Kopfende eine Rollen, welche in einer Nutll2einerHubseheibel13 reitet. Diese Scheibe sitzt exzentrisch auf einer Welle 114. Nach Fig. 10 sind drei solcher Hubscheibenauf derselben Welle 114 befestigt und die Welle wird von einem Motor 116 unter Einschaltung eines passenden Vorgeleges 115 gedreht. Befindet sich die Rolle 111 am äusserenTeilliy der Nut, soistdas Ventilgeschlossen.
Geht die Rolle jedoch in den inneren Teil 118 der Nut über, so wird dadurch das Ventil geöffnet.
Dieses Absperrventil wird nun in Unterbrechungen geöffnet und geschlossen. Da die Pumpe 107 oder 108 beständig arbeitet, wird beständig ein Druck auf das Schleifmittel in der Leitung ausgeübt, so dass dieses Schleifmittel die Leitung durchströmt. Ist nun das Ventil 109 geöffnet, so geht dieses Schleifmittel durch die Leitung 11 hindurch und zurück zum Behälter 93, obwohl sich natürlich an verschiedenen Stellen dieser Bahn die Leitung 11 durch Öffnung der betreffenden Ventile zum Teil auf die Schleifmaschinen entleert. Ist das Ventil 109 jedoch geschlossen, so wird der Kreislauf des Schleifmittel vollständig abgesperrt und das Schleifmittel kann nur unter verhältnismässig hohem Druck, herbeigeführt durch die Pumpe, durch jene Ventile 14 ausströmen, die gerade geöffnet sind.
Auf diese Weise wird das Schleifmittel gewissermassen zwanglälfig durch die Ventile hindurchgefördert, u. zw. mit genügender Kraft, um jene Ventile 14 auszublasen, die gerade offen sein sollten. Eine Verstopfung dieser Ventile ist also unmöglich gemacht, Durch dieses zeitweise Öffnen und Schliessen der Ventile 109 wird auch das Schleifmittel im Schwebezustand in jener Flüssigkeit erhalten, die durch die Leitung hindurchgeht.
Dieselben Vorgänge finden auch in den Leitungen 12 und 13 statt.
Die Behälter 93-101 können, wenn notwendig, mit neuem Schleifmittel versorgt werden. Es wird jedoch vorzugsweise das zum Teil benutzte Schleifmittel, das von dem Schleiftiseh abgeworfen wird, gesammelt, sortiert und in die Behälter zurückgeleitet und neuer Sand oder ähnliche Schleifmittel werden nur dann zugesetzt, wenn diese notwendig sind. Zur Sortierung und Rückleitung dieser Schleifmittel für die verschiedenen Behälter dient folgendes Verfahren.
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Das schwerste oder gröbste'Sehleifmittel wird in dem Behälter 81 gesammelt werden und es wird von diesem Behälter, je nach Bedarf, in den Bottich 93 durch eine Röhre zurückgeleitet. Auf ähnliche Weise erfolgt die Rückleitung der in den Behältern 82-90 abgesetzten Schleifmittel in die Bottich 94 bis 101, welche durch Ventile 10. 3 (Fig. 4) geregelt werden kann.
Ganz leichte Ansätze, wie beispielsweise die in dem letzten Behälter 90 gesammelte Flüssigkeit, die nur fein geschliffenes Glas od. dgl. enthält, werden durch die Röhre 104 in den Abzugskanal gebracht. Das aus dem Behälter 90 überfliessende Wasser gelangt jedoch durch die Röhre 105 wieder in den Sumpf 69
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93 bis 101 oder aber in den Behältern 81-89 erfolgen. Es kann derartiges unbenutztes Schleifmittel auch ohne Sortierung in den Sumpf 61 eingegossen werden, da dann die Sortierung selbsttätig durch Weiterleitung zu den verschiedenen Sortierbehältern 80-90 erfolgt. Ein ganz ähnliches System kann auch in jenem Raum der Anlage zur Verwendung gelangen, in welchem die Scheiben poliert werden.
Es werden dann einfach den verschiedenen Behältern statt eines Schleifmittel verschiedene Grade von Rötel oder ähnlicher Poliermittel zugeführt, um durch ein Rohrsystem auf die verschiedenen Poliermaschinen befördert zu werden.
Wenn also in den Ansprüchen nur auf Schleifmittel hingewiesen wird, so ist darunter auch die Verwendung der Anlage für Poliermaterial zu verstehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Zufuhr von Schleifmittel an eine Anzahl von Schleif-oder Poliermaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhr von Schleifmittel verschiedenen Feinheitsgrades nach den verschiedenen Maschinen hin in bestimmten zeitlichen Zwischenräumen selbsttätig ein-und selbsttätig abgestellt wird, ohne dass der Druck, unter welchem die Schleifmittel in ihren Leitungen stehen, unterbrochen wird.