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Zu- und Abführung nach Korngröße sortierten und verbrauchten Schleifmittels
zu und von den Schleifstellen von Glasplatten-Schleif- und -Poliermaschinen Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Zu- und Abführung des Schleifmittels
an Glasplatten-Schleif- und -Poliermaschinen, wobei das Schleifmittel unter Benutzung
von Sortier- und Sammelbehältern nach Korngröße sortiert zur Verwendung gelangt
und in im Kreislauf geführten Wasserströmen enthalten ist.
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Gemäß der Erfindung :geben eine oder mehrere parallel geschaltete
Reihen von nach Korngröße sortierenden Behältern ihren Sand an eine der Zahl der
hintereinander angeordneten Sortierbehältern entsprechende Zahl von Sammelbehältern.
Der benutzte Sand wird durch ein Verteilungsrohr der Sortierung zugeführt. Aus den
Samtnelbehältern wird das Schleifmittel in jeweils gewünschter Korngröße an mehrere
Leitungen abgegeben, an die die Sammelbehälter gruppenweise angeschlossen sind.
Die Leitungen geben das Schleifmittel, soweit nötig, mittels Trichters an die Schleifstellen
nach einer dem Verteilungsplan entsprechend veränderlichen Schablone, die selbsttätig
die Entnahmeventile steuert. Das unbenutzte Schleifmittel verschiedener Körnung
wird durch die einzelnen Leitungen in den jeweils das gröbste Schleifmittel enthaltenden
Behälter jeder zusammengefaßten Behältergruppe zurückgeführt.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel einer Anlage im Sinne
der Erfindung dargestellt. Es zeigt Ahb. i die Draufsicht auf die Anlage, Abb. a
in größerem Maßstab die Vorderansicht einer Schleifmaschine mit einer zugehörigen
Versorgungsröhre für ein Schleifmittel, Abb.3 die Sortierbehälter im Aufriß mit
den dazugehörigen Leitungen, Abb. q. die Endansicht der Anlage, Abb. 5 einen Teilschnitt
durch eine Reihe von Sortierbehältern, Abb. 6 eine Draufsicht auf eine Verteilungsvorrichtung,
die einer der Schleifmaschinen verschiedene Schleifmittelsorten zuführt, Abb. 7
einen Querschnitt durch die Verteilungsvorrichtung nach Abb. 6, Abb. 8 eine elektrische
Vorrichtung zur Steuerung der Verteiler für die Schleifmittel, Abb. 9 ein Ventil
zur Steuerung der Schleifmittelbeförderung in einer Leitung nebst der dazugehörigen
Steuerscheibe, schließlich Abb. io die Seitenansicht im Schnitt von einer mit mehreren
Ventilen gemäß Abb. 9 versehenen Röhrenanlage.
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In den Abbildungen ist jedes Teil stets mit den gleichen Bezugszeichen
versehen. An einem Schleiftisch 2 (Abb. 2) der Anlage wird die zu behandelnde Glasscheibe
z in eine seichteAussparung des drehbarenTisches eingelegt. Das Schleifwerkzeug
3 ruht auf der Oberfläche der Glasscheibe. An dem unteren Ende der Zuleitungsröhre
6 ist eine geeignete Austrittsdüse 5 angeordnet, durch die das Schleifmittel 4 dieser
Oberfläche zugeleitet
wird. Wasser und Schleifmittel, die die Schleifstelle
verlassen, werden an dem äußeren Rande der Scheibe angeworfen und von dem im Gestell
? der Maschine vorgesehenen Schutzschirm 8 aufgefangen. Der Schutzschirm ist in
senkrechter Richtung beweglich angeordnet. Das abgehende Schleifmittel läuft durch
den mit geeignetem Boden versehenen Trog 9 in die Abführungsleitung 10.
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Die Zahl der Zuführungsleitungen für das Schleifmittel hängt davon
ab, wieviel Schleifmittelsorten gebraucht werden. Im vorliegenden Beispiel finden
drei Sorten Verwendung. Sie strömen hier durch drei zweckmäßig parallele Leitungen
r_r_, 12 und 13, die an den verschiedenen Schleiftischen entlangführen; das Schleifmittel
besteht aus einer Mischung von Wasser und von Sand verschiedener Korngröße; statt
des Sandes könnte aber auch ein anderes Schleifmittel genommen werden. Die Rohrleitung
i i führt den gröbsten Sand, und es folgen im Verhältnis immer größerer Feinheit
die Rohrleitungen 12 und 13.
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Die Schleifmaschinen sind gemäß Abb. i in zwei parallelen Reihen angeordnet
und mit Bezug aufeinander symmetrisch verteilt. Die drei parällelen Röhren i i,
12 und 13 befinden sich oberhalb eines Ganges, der zwischen den zwei Tischreihen
frei bleibt. Gegenüber jeder Schleifmaschine ist an den verschiedenen Röhren ein
Satz von Ventilen 14, 15, 16 angeordnet (Abb.7). Sie sind unterhalb der Leitungen
11, 12, 13 verlegt. Unterhalb der Auslaßventile 14, 15, 16 jedes Satzes ist ein
Trichter 17 vorgesehen. Das zufließende Schleifmittel gelangt aus dem Trichter 17
durch die Verbindungsröhre 18 in die Zweigleitung 6 (Abb. 2) jeder Schleifmaschine.
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Die Zuflußregelung für das Schleifmittel geschieht, wie besonders
aus Abb. 7 ersichtlich, durch die Ventile 14, 15, i6, die als Hähne mit drehbarem
Stöpsel oder Kücken i9 ausgebildet sind. Der durch die Stöpsel gehende Kanal igo
bildet einen Verbindungsweg zwischen den Leitungen i i oder i2 oder 13 und dem Trichter
17, wenn das betreffende Ventil in die Offenstellung gebracht ist, wie in Abb. 7
rechts gezeigt wird. Jedes Kücken besitzt einen Ansatz igi, durch den es vom Ende
i g?, eines Armes 193 bewegt werden kann. Das andere Ende des Armes 193 sitzt einstellbar
zwischen zwei Muttern 194 auf der Stoßstange 21, die bei 2o mit einem Gewindeansatz
versehen ist. In der Lagerbuchse Zoo der Stoßstange 21 befindet sich ein Schlitz
24, in dem der Stift 23 der Stoßstange 21 geführt ist. Diese Schlitzführung begrenzt
die Längsbewegung und verhindert die Drehung der Stoßstange 21-. Unter der Einwirkung
der Feder 25 wird die Stoßstange in ihrer Höchststellung gehalten. Die Feder 25
liegt um den Halsansatz der Stoßstange 21, stützt sich auf das Geste1127 und drückt
gegen den knopfartigen Abschluß 26 der Stoßstange 21 nach oben. Das Gestell 27 trägt
'außer den Lagern für die Stoßstange 21 auch die Lagerböcke 28 für die Steuerwelle
29 der Ventile und ruht unmittelbar auf den nebeneinander verlegten Röhren 11, 12
und 13.
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Die Steuerung des Schleifmittelzuflusses erfolgt in der- folgenden
Weise. Wird eine der Stoßstangen 21 von den Steuernocken 31 oder 32 oder 33 nach
abwärts gedrückt, dann öffnet sich der betreffende Hahn i9, wie in der Abb. 7 rechts
gezeigt wird. Durch den geöffneten Kanal des Ventils kann nun aus der dazugehörigen
Röhre i i oder 12 oder 13
ein Teil des in der Röhre enthaltenen Schleifmittels
in den Trichter 17 hindurchgedrückt werden, um aus dem Trichter durch das Zweigrohr
18 und Zwischenrohr 6 der Düse 5 zugeführt zu werden (Abb.2), die es dem Arbeitsstück
zuleitet. Wird der Steuernocken 3o bzw. 3 i bzw. 32 aus seiner Arbeitslage am Stoßstangenkopf
26 entfernt, so hebt sich unter dem Druck der Feder 25 die Stoßstange 21 und schließt
damit vermittels ihres Armes 193 das Ventil l9; damit wird der Zufluß des Schleifmittels
durch das betreffende Ventil unterbrochen. Durch Verstellen der Muttern 194 am unteren
Ende der Stoßstange kann der Zufluß des Schleifmittels in beliebigen Grenzen reguliert
werden.
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Zur Steuerung der Durchlaßventile 14, 15 und 16 ruht oberhalb des
Kopfes 26 der Stoßstangen 21 in den Lagern 28 des Gestelles 27 die wagerechte Welle
29 mit drei Steuernocken 30, 31, 3.2. Die Steuernocken sind in bezug aufeinander-versetzt
angeordnet, derart, daß zwischen den Nocken 30 und 31 eine Winkeldifferenz von 9o°,
zwischen 31 und 32 ebenfalls 9o° und zwischen 32 und 30 von i8o° besteht.
Die Welle 29 wird in bestimmten zeitlichen Zwischenräumen von einem kleinen j elektrischen
Motor 33 im Wege des Vorgeleges 34, 35, 36, 37 angetrieben.
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Die richtige Einschaltung des Antriebsmotors 33 erfolgt im Wege einer
elektrischen Steuereinrichtung, die im wesentlichen in der Abb. 8 dargestellt ist.
Die Kreisplatte 38 ist in entsprechender Lage an der Schleifmaschine angebracht.
An ihrer vorderen Seite befindet sich der drehbare Schaltarm 39. Dieser Arm befindet
sich während der ganzen Zeit, in welcher die Schleifmaschine in Tätigkeit ist, dauernd
in Bewegung, indem er sich während der ganzen Zeitdauer sehr langsam dreht. Sein
Antrieb erfolgt unter Zwischenschaltung eines entsprechenden Vorgeleges durch den
elektrischen Motor 40. An der Platte 38 befindet sich der feste Stift 41 und die
in verschiedene
Öffnungen der Platte 38 beliebig einsteckbaren
Stifte 51, 52 und 42. Die Öffnungen sind auf drei konzentrische Kreise verteilt.
An der Unterseite des Armes 39 sind den drei Öffnungenreihen entsprechend angeordnete
drei Kontakte vorgesehen, die bei entsprechender Lage des Kontaktarmes 39 mit einem
der eingesteckten Stifte 51, 52 oder 42 in elektrisch leitende Verbindung geraten.
Der feste Stift 41 dient zum Anlassen der ganzen Schleifeinrichtung; das geschieht
in der Weise, daß nach dem Einsetzen der zu schleifenden Glasscheibe in die Maschine
der Schaltarm 39 von Hand aus entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn so lange gedreht
wird, bis er gegen den Stift 41 anschlägt. Dabei ist zu bemerken, daß die vom Motor
aus erfolgende betriebsmäßige Drehung des Armes 39 stets nur so lange andauern kann,
bis der Arm 39 oberhalb des als Abstellkontakt wirkenden Steckstiftes 42 angekommen
ist. In diesem Augenblick wird der Antriebsmotor selbsttätig stillgelegt; auch die
Drehbewegung des Armes 39 hört somit auf. Vor der von Hand aus zwecks Anlassens
erfolgenden Drehung des Armes 39-entgegen dem Uhrzeigersinn bis zum Anschlag mit
dem Stift 41 befindet sich der Arm 39 stets oberhalb des A'bstellstiftes 42. Während
der langsamen Drehbewegung des Schaltarmes 39 vom Anlasser-Stift 41 bis zum Abstellstift
42 geht stets der gesamte Schleifvorgang vor sich. Die beliebig einsteckbaren Stifte
51 und 52 dienen dazu, um zu vorher bestimmten Zeitpunkten den Strom des zur Steuervorrichtung
der Schleifmittelzufuhr (Abb. 7) gehörenden Motors 33 einzuschalten.
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Die Arbeitsweise der selbsttätigen elektrischen Schaltvorrichtung
ist die folgende: Die Scheibe 38 ist aus elektrisch nicht leiten-(lern Stoff hergestellt,
sie weist in drei konzentrisch angeordneten Kreisen verteilte öffnungen auf, und
auf ihrer Rückseite befinden sich drei konzentrische Metallringe 47 , 49 und 5o
mit den den vorbenannten öffnungen entsprechenden Löchern, in die die beweglichen
Steckstifte 51, 52, 42 hineinpassen. Andererseits befindet sich auf der Welle des
Schaltarmes 39 ein Schleifkontaktring 44, dem der elektrische Strom über die Kontaktbürste
am Ende der Stromleitung 43 dauernd zugeführt wird. Von dem Kontaktring 44 besteht
eine elektrische leitende Verbindung zu den auf der Unterseite des Armes 39 vorgesehenen
Kontakten, die in gegebenen Lagen des Armes mit einem der Stifte 51, 52 oder 42
in Berührung kommen. Jeder dieser drei Steckstifte ist für die Öffnungen eines der
drei Metallringe 47, 49 und 5o bestimmt. An den besonders angebrachten Anschlagstift
41 ist die Stromleitung 54 und 95, an den Metallring 47 die Leitung 62, an Metallring
49 Leitung 6o und an Metallring 5o die Leitung 61 angeschlossen. Die Leitungen 59,
6o, 61 und 62 führen zu vier Kontaktknöpfen, die auf einer Isolierscheibe 45 (Abb.
8) angeordnet sind. Durch die Mitte dieser Scheibe 54 geht die Steuerwelle 29, an
der die Steuernocken 30, 31, 32 für die selbsttätige Schleifmittelzuführung
angebracht sind. Auf der festen Scheibe 45 aus Isolierstoff ist ein Metallring 63
angeordnet, an den die Stromleitung 64 angeschlossen ist. Mit der Welle 29 fest
verbunden dreht sich der Arm 66, der die Kontaktleiste 67 trägt. Das Bogenmaß dieser
Kontaktleiste ist genau 9o°; sie steht vermittels ihres Kontaktes 68 dauernd in
leitender Verbindung mit dem Kontaktring 63. Im oberen Teil der Abb. 8 ist die gegenseitige
Lage der bogenförmigen Kontaktleiste 67, dann der vier in Abstand von 9o° voneinander
angeordneten Kontakte 55, 56, 5.7 und 58 und schließlich der drei Steuernocken 30,
31, 32 zu sehen. Die Schaltvorgänge gehen folgendermaBen vor sich: Zum Anlassen
der Schleifmaschine und zum Öffnen des das gröbste Schleifmittel ablassenden Ventils
14 durch Steuernocken 30 dreht der Arbeiter entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn den
Schaltarm 39 bis zu seinem Anschlag mit dem Kontaktstift 41. Dadurch werden die
folgenden Vorgänge veranlaßt. Es entsteht eine elektrisch leitende Verbindung vom
Pluspol der Stromquelle über Leitung 43, Kontaktring 44, Schaltarm 39, Kontaktstift
41 und von da ab einmal über die Leitung 45 zu einem nicht dargestellten Relais,
das den Stromkreis des Motors 4o über die Leitung 48 schließt und ihn damit in Bewegung
setzt, sodann auch über die Leitung 59 zum Kontakt 55; zu diesem Zeitpunkt stehen
die Steuernocken 30 und 32 wagerecht, und das vordere Ende des bogenförmigen
Kontaktstreifens 67 berührt gerade den Kontakt 55. Die leitende Verbindung i ist
demnach weiter über Kontakt 55, Streifen 67, Kontakt 68, Kontaktring 63, Leitung
64 zum Motor 33 und von ihm zum Minuspol der Stromquelle geschlossen. Der Motor
40 dreht den Schaltarm 39, und der Motor 33 i setzt die Steuerwelle 29 in Bewegung.
Der Schleiftisch beginnt sich zu drehen, das Werkzeug 3 wird gesenkt, und das Schutzschild
8 wird angehoben, um es in bezug auf den Schleiftisch in Abschlußstellung zu i bringen.
Gleichzeitig dreht sich die Steuerwelle 29 so lange, bis die Kontaktschiene 67 über
den Kontakt 55 ganz hinweggeglitten ist, worauf der Stromkreis des Motors 33 unterbrochen
wird; während dieser Zeit hat die Welle 29 den Steuernocken 30 in bezug auf
das Ventil 19 des Schleifmittelrohres i z
in öffnungslage gebracht,
so daß aus dem Rohr i i nunmehr das gröbste Schleifmittel in den Trichter 17 und
weiter zur Arbeitsstelle fließen kann.
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Der Schaltarm 39 dreht sich langsam weiter und berührt schließlich
den Kontaktstift 51- Es kommt dann folgender Stromkreis zustande. von dem positiven
Leiter 43 der Stromquelle durch den Ring 44, Arm 39, Stift 5 i, Ring 49, Leiter
6o, Stift 56 auf die Platte 54, Bogenschiene 67, Ring 63, Leiter 64 zum Motor 33
und durch den- Leiter 65 zurück zur Stromquelle. Dadurch wird also der Motor 33
wieder in Drehung versetzt, und er dreht die Welle 29 um 9o°, bis die Bogenschiene
67 den Stift 56 verläßt, worauf der Motorstromkreis wieder unterbrochen. ist. Währenddessen
ist der Steuernocken 30 von der Stange 21 weggetreten, dagegen hat der Steuernocken
3 1 nunmehr eine Weiterdrehung um 9o° gemacht, die ihn in Berührung mit denn
Kopf 26 brachte, so daß nunmehr Ventil 15 geöffnet wird. Es fließt nunmehr Schleifmittel
mittlerer Korngröße aus der Leitung i2, während die anderen Leitungen abgesperrt
sind. Dieser Zufluß dauert so lange, bis der Arm 39 während seiner langsamen Drehung
bis zum Kontaktstift 52 gelangt und ihn berührt. Dies führt zu dem folgenden Stromschluß:
vom Plusleiter 43 durch den Ring 44 zum Arm 39, Stift 52, Ring 50, Leiter 61, Stift
57, Bogenschiene 67 und wieder zum Motor 33, wie oben beschrieben, und zur Minusleitung
der Stromquelle. Die Welle 29 wird wiederum gedreht, bis sie nach 9o° Drehung die
Zufuhr von Schleifmittel mittlerer Korngröße aus der Leitung i2 absperrt und das
Ventil -16 der das feinste Schleifmittel enthaltenden Leitung 13 öffnet.
In dieser Lage sind die Teile in der Abb. 7 gezeigt.
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Wenn nun der Schaltarm 39 bei seiner Weiterdrehung bis zum Kontaktstift
42 gelangt und ihn berührt, so werden wiederum zwei Vorgänge eingeleitet: das Anhalten
der Schleifmaschine und die Sperrung der gesamten Schleifmittelzufuhr. Erstens erhält
über den Ring 47. und die Leitung 46 ein nicht dargestelltes Abstellrelais einen
Stromimpuls, durch den der Stromkreis des Motors 4o unterbrochen wird; sodann wird
ebenfalls über den Ring 47 ein Stromkreis, ähnlich den oben beschriebenen, geschlossen,
der einen Leiter 62 umfaßt und von diesem Leiter durch den Stift 58 zur Bogenschiene
67 geht, um. den Motor 33 zu- erregen. Die Welle 29 wird wiederum um 9o° gedreht,
so daß das Ventil 16 nunmehr geschlossen wird. Es sind jetzt demnach alle Ventile
gesperrt. Die Maschine steht still, und auch die Zufuhr von Schleifmittel ist unterbrochen.
Die Schleifmittel, die den verschiedenen Leitungen 1i, 12, und 13 zugeführt
werden, werden zweckmäßig in einer Reihe von Behältern aufbewahrt. Nach Abb. i sind
neun solcher Behälter 93 bis ioi angedeutet, und selbst in diesen Behältern, die
zur gleichen Leitung gehen, wird das Schleifmittel je nach Korngröße sortiert. Das
gröbste Schienmittel befindet sich im Behälter 93, das feinste im Behälter ioi;
in den Behältern 94 bis ioo sind entsprechende Abstufungen vorhanden. Rührmittel,
wie sie in der Abb. 4 bei io2 angedeutet sind, erhalten die Schleifmittel fortwährend
im Zustand der Suspension im Wasser.
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Zur Beförderung des Schleifmittels ist ein Doppelsatz von Pumpen vorhanden,
damit die eine Pumpe abgestellt werden kann, falls die andere außer Betrieb gesetzt
werden muß. Je ein Pumpensatz befindet sich in Arbeitsbeziehung zu den drei Behältern
93, 94, 95, dann zu den weiteren Behältern 96, 97, 98 und schließlich zu den Behältern
99, ioo, ioi. Die Behälter 93, 94, 95 enthalten das gröbste Schleifmittel, welches
somit zuerst auf die Glasplatte zur Einwirkung gelangt; ein mittelfeines Schleifmittel
liefern die Behälter 96@ 97, 98 und das feinste die Behälter 99, ioo, ioi. Das gröbste
Schleifmittel gelangt in die Verteilungsleitung i i, das mittlere in i2 und das
feinste in die Leitung 13.
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Die Leitungen 1i, 12, 13 sind, wie aus der Abb. i ersichtlich, mit
Rückleitungen versehen, welche die nicht verbrauchten Schleifmittel wieder in den
gröbsten Behälter der betreffenden Sorte zurückführen. An einer geeigneten Stelle
dieser drei Leitungen ist j e ein Absperrventil vorgesehen. In den Abb. 9 und io
ist Art und Wirkungsweise dieses Absperrventils iog angedeutet. Die Ventilspindel
iio trägt an ihrem Kopfende eine Rolle i i i, die in einer Nut 11:2 der Hubscheibe
113 gleitet. Die Scheibe 113 sitzt exzentrisch auf der Welle 114. Auf der- i selben
Welle 114 sind drei Hubscheiben 113 angeordnet. Die Welle wird von dem Motor 116
über ein geeignetes Vorgelege 115 gedreht. Befindet sich die Rolle i i i am äußeren
Teil i i7 der Nut, dann ist das Ventil geschlossen; geht die Rolle jedoch in den
inneren Teil 118 der Nut über, so wird dadurch das Ventil geöffnet. Beispielsweise
soll die Arbeitsweise dieser Ventile in bezug auf die Leitung i i erläutert werden;
die Vorgänge wiederholen sich naturgemäß bei den Leitungen 12 und 13 ebenfalls.
In der Leitung i i sind die Pumpen io7 und io8 vorgesehen, so daß eine von ihnen
dauernd arbeitet. Dadurch wird beständig ein Druck auf das Schleifmittel in der
Leitung ausgeübt. Das Schleifmittel strömt somit
dauernd in der
Leitung. Ist nun das Ventil iog geöffnet, so geht das Schleifmittel dauernd durch
die Leitung i i und dann zurück zum Behälter 93; an verschiedenen Stellen wird aus
der Leitung i i währenddessen Schleifmittel zu den Maschinen abgelassen. Ist jedoch
das Ventil vorübergehend geschlossen, so ist der Kreislauf gesperrt, und nur durch
einzelne Ventile 14 bei den Arbeitsmaschinen wird der Leitung i i Schleifmittel
entnommen. Selbstverständlich steht jedoch das Schleifmittel in der Leitung auch
in diesem Zeitpunkt unter Druck, und es wird durch die gerade offenen Ventile 14
der Arbeitsmaschinen durchgeblasen, so daß diese auch nicht verstopfen können. Offnen
und Schließen der den Kreislauf des Schleifmittels steuernden Ventile iog wechselt
fortwährend ab. Dabei wird das Schleifmittel, das auf diese Art ruckweise weiterfließt,
insofern es nicht zu den Arbeitsmaschinen abgelassen wurde, zu- dem Behälter 93
gelangen, um wiederholt benutzt zu werden. Wie bereits erwähnt, gehen analoge Vorgänge
auch in den Leitungen-i2 und 13 vor sich.
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Das Nachfüllen der Behälter 93 bis ioi kann jederzeit erfolgen. Vor
allem wird jedoch das zum Teil benutzte Schleifmittel dazu verwendet, indem dieses
vom Schleiftisch abgeworfene Schleifmittel aufgefangen, sortiert und in die Behälter
zurückgeführt wird.
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Die Zurückführung des verbrauchten Schleifmittels zu den Sammelbehältern
und seine Wiederverwendung erfolgt auf die folgende Art. Alle Schleifmittelsorten,
die den Schleiftisch verlassen, wie auch das beim Waschen der Tische abfließende
Wasser gehen durch die gemeinsame Abwasserleitung io in den Sumpf 69. In diesem
Behälter ist zweckmäßig auch ein Rührwerk 7 o (Abb.4) vorgesehen, um die Absetzung
der festen Teile zu verhindern. Eine vom Motor 72 angetriebene Pumpe 71 treibt
aus dem Sumpf 69 die Masse durch die Leitung 73 in einen Verteilungstrog 74. Aus
dem Verteilungstrog 74 fließt sie durch die Auslaßstutzen 75, 76, 77 zur Sortierbehälterreihe
78, 79, 8o. Die Zahl der Sortierbehälter kann naturgemäß beliebig groß sein. Die
-Auslaßstutzen 75 bis 77 sind mit Ventilen versehen. Die dargestellten Sortierbehälter
78, 79 und 8o, deren reihenweise Anordnung besonders aus Abb. i zu ersehen ist,
sind in ähnlichen Sätzen verlegt; im nachstehenden soll jedoch nur die Wirkungsweise
eines der Sätze beschrieben werden, wobei bemerkt werden muß, daß schon ein Satz
allein unter Umständen genügen kann und hier eine größere Anzahl nur zur Erhöhung
der Arbeitsleistung sowie deshalb vorgesehen ist, damit während der Versorgung eines
der Sätze mit frischem Schleifmittel die Gesamtanlage weiterarbeiten kann. Vom Trog
74 fließt das unsortierte Schleifmittelgemisch in unserem Beispiel in den Behälter
81. Die Trennwände zwischen den nacheinänder angeordneten Behältern sind nicht gleich
hoch, sondern von Behälter zu Behälter immer niedriger, so daß von Behälter zu Behälter
ein Überfließen des Schleifmittels stattfinden kann. Die Zwischenwände befinden
sich in Abb.5 beispielsweise bei 9i, 92. Während des Übergangs der Schleifflüssigkeit
von Behälter zu Behälter setzen sich feste Teile derselben im Behälter ab. Naturgemäß
scheiden zuerst die schwersten, somit die grobkörnigsten Teile aus, so daß im ersten
Behälter die gröbste Körnung und im letzten die feinstverteilte Masse zurückbleibt.
Im beispielsmäßig gewählten Fall sammelt sich das Schleifmittel gröbster Körnung
im Behälter 81. Aus diesem wird es je nach Bedarf zum Bottich 93 geleitet und in
ganz ähnlicher Weise aus den Behältern 82 bis 9o in die Bottiche 94 bis ioi. Die
Regelung des Abflusses aus den Sortierbehältern erfolgt in der Weise, daß in den
Abflußleitungen Ventile nach Art der bei 103 angedeuteten vorgesehen sind, deren
Zahl beliebig gewählt und deren Verteilung von der in der Zeichnung vorgesehenen
vollkommen abweichen kann. Der Abfluß von den Behältern 81 usw. kann mittels dieser
Ventile beliebig geregelt werden.
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Die besonders leichten, in sehr feiner Verteilung vorkommenden festen
Bestandteile, wie Glassplitter feinster Art u. dgl., die noch. in dem im letzten
Behälter befindlichen Wasser enthalten sind, fließen aus diesem Behälter durch die
Röhre 104 in den Abzugskanal, während das Wasser selbst durch die Röhre io5 wieder,
in den Sumpf 69 zurückgelangt. In der Abb. 3 ist diese Rückleitung angedeutet.
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Der Zusatz von vollkommen frischem Schleifmittel erfolgt nur, wenn
es erforderlich ist. Er kann entweder den Bottichen 93 bis ioi oder den Behältern
81 bis 89 -hinzugefügt werden. Das frische und vollkommen i unsortierte Schleifmittel
kann aber auch in den Sumpf 69 gegossen werden; dann erfolgt dessen Sortierung in
der' bereits beschriebenen Weise in den Sortierbehältern 8o bis 9o.
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Die Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung kann, ohne den Rahmen
der Erfindung zuüberschreiten, naturgemäß stets den besonderen Verhältnissen angepaßt
werden.