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Lagerung der Türfenster bei AIIwetterkil'osserien.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung, der mit Patent Nr. 100779 geschützten Allwetterkarosserie, bei der die an den Türen niederklappbaren Türfenster oben unmittelbar am Verdeckrahmen drehbar gelagert sind. Nach dem Stammpatent sowie nach dem ersten Zusatzpatente Nr. 103337 erfolgt die Lagerung entweder unmittelbar durch einen im Verdeckrahmen angeordneten Schraubenbolzen oder mittels eines am Türfenster angebrachten Zapfens, der durch einen quer in den Verdeckrahmen geführten Sehraubenbolzen verriegelt wird.
Abgesehen davon, dass der Schraubenbolzen zur Freigabe des Fensters ausgeschraubt und nach dem Niederklappen desselben wieder eingeschraubt werden muss, was unbequem und zeitraubend ist, ergibt sich der Nachteil, dass der von oben eingeführte Bolzen, insbesondere dann, wenn er aus Unachtsamkeit nicht vollständig eingeschraubt ist, beim Zusammen- legen des Verdecks hinderlich ist bzw. den Verdeckbezug beschädigt.
Die vorliegende Ausgestaltung des ursprünglichen Eifindungsgedankens bezweckt, zeitraubende Hantierungen, Hindernisse beim Zusammenlegen des Verdecks, Beschädigungen des Verdet-bezuges sowie bewegliche Organe bei der Lagerung bzw. Verriegelung vollständig zu vermeiden.
Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass das Türfenster oben mit einer nach aussen zu offenen halben Öse an einem im Verdeckrahmen befestigten Kopfbolzen gelagert ist und mit einem kleinen Zapfen od. dgl. in eine am Verdeckrahmen konzentrisch zum Bolzen angeordnete Nut eingreift, die den Zapfen erst nach dem Überschreiten der normalen Offenstellung der Tür freigibt.
Der Notwendigkeit, dass die Tür einerseits beim gewöhnlichen Öffnen die normale Begrenzung ihrer Bewegung erfahren, anderseits zur Freigabe des Türfensters sich fallweise noch etwas weiter drehen können muss, wild dadurch Rechnung getragen, dass die den Öffnungsweg in bekannter Weise begrenzende Guite (Spanmiemen od. dgl. ) am Deckel des zur Aufnahme des Türfensteis dienenden Türfaches befestigt ist, so dass die Tür erst nach dem zur Versorgung des Fensters ohnedies unvermeidlichen Lösen des Deckels eine weitere Drehung machen kann. Die oben angegebene Bauart kann durch Hinweglassung des Kopfbolzms samt Öse vereinfacht werden, wenn der in der Nut geführte Zapfen als längliches Gleitstück ausgebildet und sein Nuteingriff gegen vertikale Bewegungen gesichert ist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei beispielsweisen Ausfühiungsfoimen dargestellt. Bei der ersten Ausführungsform sind zwei benachbarte Türfenster unter Verwendung zweier übereinander liegender Ösen an einem einzigen Bolzen gelagert. Fig. 1 zeigt eine Aussenansicht, Fig. 2 einen Vertikalschnitt, Fig. 3 einen Horizontalschnitt nach der Linie 7ZZ-Z77 der Fig. 1 und Fig. 4 eine Einzelheit. Die Fig. 5 und 6 zeigen Einzelheiten einer zweiten Ausführungsform ohne Kopfbolzen.
An einer am Verdeckrahmen 1 festgelegten Platte 2 ist ein nach abwärts ragender Kopfbolzen 3 befestigt. Die benachbarten Türfenster 4, 5 sind mit je einer Öe 6,7 versehen, die übereinander zu liegen kommen und zur Hälfte abgenommen sind, so dass Die den Bolzen 3 zwar umfassen, jedoch nach einer Richtung von demselben abgehoben werden können. Die Anordnung ist so getroffen, dass ein Abheben der Öse vom Bolzen nur möglich ist ; wenn die Tür samt Fenster entsprechend weit geöffnet ist.
Um zu ermöglichen, dass die Tür normalerweise, also bis zu einem Drehungswinkel von ungefähr 90 , geöffnet werden kann, ohne dass die sichere Lagerung des Fensters beeinträchtigt wud, sind an dfn Ösen 6,7 *) Erstes Zusatzpatent Nr. 103337.
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der in eine konzentrisch zum Bolzen 3 in der Platte 2 angeordnete Nut j ! 2 eingreift. Es ist nun, wie aus Fig. 3 ersichtlich, durch geeignete Wahl der Abmessungen so eingerichtet, dass der Zapfen 10 bzw. 11 aus der Nut tritt, sobald die Tür etwas über den Winkel von 900 gedreht wird. In diesem Augenblick kann das Fenster auch bereits niedergeklappt werden.
Damit dies aber nicht unbeabsichtigterweise beim gewöhnlichen Öffnen der Tür herbeigeführt wird, ist die Gurte, welehe den Öffnungsweg der Tür normalerweise begrenzt, an dem Deckel des an der Innenseite der Türe vorgesehenen Faches befestigt, in das sich das niedergeldappte Fenster einlegt. Wird nun die Länge der Gurte so richtig bemessen, dass die Tür, z. B. im vorliegenden Falle, gerade bis zu 900 geöffnet werden kann, so tritt der Zapfen hiebei nicht aus der Nut, wodurch die Lagerung des Fensters vollkommen unbeeinflusst bleibt. Soll aber die Tür zum Niederklappen des Fensters noch etwas weiter geöffnet werden, so wird in der üblichen' Weise der Verschluss des Fachdeckels geöffnet und der Deckel etwas abgehoben.
Derselbe hängt dann sozusagen an der Gurte, während die Tür selbst ungehindert etwas weiter gedreht werden kann, bis das Fenster frei wird und niedergeklappt werden kann. Nach seiner Versorgung im Fache wird die Tür wieder etwas zugezogen und der Deckel geschlossen und gesichert. Mit Rücksicht auf die Einfachheit dieses Vorganges wurde von einer zeichnerischen Darstellung desselben abgesehen.
Um dem Fenster bei geschlossener Tür einen besonders festen Halt zu geben, ist an der Platte 2 ein Anschlag-M vorgesehen, gegen den sich die Fensterrahmen anlegen. Die Fenster, deren Ö.-en gerade hinter den Bolzenkopf greifen, sind in vertikaler und horizontaler Richtung-vollkommen gesichert und an jeder unerwünschten Bewegung gehindert. Bei ihrer Lagerung entfällt, wie ersichtlich jedes bewegliche Organ.
Dies wird übrigens auch dann erreicht, wenn der zentrale Bolzen samt der Öse in Wegfall kommt und an Stelle eines gewöhnlichen Zapfens ein längliches Gleitstück. M am Fensterrahmen 5 befestigt ist, das entsprechend der konzentiisch zur idealen Drehachse 3'angeordneten Nut 12 gekrümmt ist (Fig. 5).
Hiedurch wird die regelrecht Drehung des Fensters vollkommen gesichert, die Bauart aber bedeutend vereinfacht. Um bei dieser Bauart eine vertikale Bewegung des FensteiF, die flüher durch den Bolztn- knopf verhindert wurde, gleichfalls auszuschliessen, wird das Gleitstück und die Nut im Querschnitt schwalbensehwanzförmig ausgebildet oder, wie aus Fig. 6 ersichtlich, eine Verriegelung im vertikalen Sinne durch Anordnung einer Stufe 15 geschaffen.
Die Erfindung lässt naturgemäss, ohne den Grundgedanken zu verlassen, verschiedene bauliehe Abänderungen zu. So kann z. B. der Zapfen 10 bzw. 11 unmittelbar am Fensterrahmen befestigt werden, wodurch die Lappen der Öse entfallen können. Unter Umständen kann auf die Anordnung des Zapfens sowie seiner Führungsnut gänzlich verzichtet werden, da die übrige Lagerung an sich ausreichen kann, doch ist die kombinierte Lagerung oder die Zapfenlagerung ohne Kopfbolzen naturgemäss voiteilhafter.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lagerung der Türfenster bei Allwetterkarosserien nach Patent Nr. 100779, dadurch gekenn- zeichnet, dass jedes der Türfenster (4, 5) oben mit einer nach aussen zu offenen halben Öse (6, 7) an einem im Verdeekrahmen befestigten Eopfbolzen gelagert ist und mit einem Zapfen (10, 11) od. dgl. in eine im Verdeckrahmen konzentriseh zum Bolzen angeordnete Nut (12) eingreift, die den Zapfen erst nach dem Überschreiten der normalen Offenstellung der Tür freigibt.