AT106237B - Kinematographischer Film. - Google Patents

Kinematographischer Film.

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AT106237B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Kinematographisclwr   Film. 



   Bei einer Reihe von kinematographischen Apparaten erfolgt die fortschreitende Bewegung des Filmes dadurch, dass eine besondere Mitnehmervorrichtung, Scheibe, Klaue, Ring od. dgl. sich unter Reibung auf das Band auflegt, dessen Ende vollkommen sich selbst überlassen ist. 



   Um aber eine genaue Aufrollung des Filmes zu erreichen, ist es erforderlich, dass das freie ungeführte Bandende von selbst bestrebt ist, eine Rolle oder Spirale zu bilden und diese Gestalt auf die Dauer beizubehalten, ohne Rücksicht auf atmosphärische Einflüsse. 



   Ein während mehrerer Tage auf eine Spule aufgewickelter Film wird, wenn er abgewickelt wird, sich von selbst wieder spiralig aufrollen, sobald er freigelassen wird. Trotzdem aber erhält er sich häufig nicht auf die Dauer aufgerollt, u. zw. infolge des Einflusses der Luft auf die Gelatine. Dieser äussere Einfluss, der oft mit dem Klima im Zusammenhang steht, zieht   häufig   eine Formveränderung des als Träger für die Emulsion dienenden Stoffes nach sich. 



  Ein auf diese Weise in seiner Form veränderter Film wird sich im kinematographischen Apparat niemals mehr genau aufrollen, zumal das Aufrollen lediglich durch Reibwirkung erfolgt und infolgedessen wird der Film sich im Magazin des Apparates rasch stocken und sperren und die regelmässige Arbeitsweise stören oder verhindern. 



   Vorliegende Erfindung betrifft einen Film für kinematographische Apparate, welcher dadurch sich kennzeichnet, dass, wenn er sich selbst überlassen wird, er von selbst sich zu einer Rolle oder Spirale aufrollt, ohne dass atmosphärische Einflüsse ihn daran verhindern. Dieses Ergebnis kommt dadurch zustande, dass entweder das Ende des Films der Einwirkung von Wärme ausgesetzt wird, gleichgültig ob die Gelatineschicht daran haften gelassen wird oder davon entfernt wird, oder dadurch, dass an das Bandende ein Streifen angesetzt wird, der aus einem besonderen Stoff besteht, der   natürlich   sich   rolli   und infolgedessen die Aufrollung des daran anschliessenden Filmes einleitet und vollendet.

   Da dieser Ansatzstreifen stets das Bestreben hat, sich aufzurollen, so folgt ihm das Filmband und wickelt sich zu einer regelmässigen Rolle auf und behält die Rollenform dauernd bei. 



   Um dem Filmende diese dauernde Rollen-oder Spiralform zu geben, kann man in verschiedener Weise verfahren. Der Film besteht bekanntlich aus einem aus Zelluloseester bestehenden Träger, der auf einer oder beiden Flächen mit einer photographischen Emulsion mit Gelatinegrundlage überzogen ist, z. B. so, dass man das Ende des Filmes auf eine Länge, die das Doppelte oder Dreifache des Magazinhalbmessers beträgt, von seiner Gelatineschicht befreit, so dass lediglich der aus Zellstoff gebildete Träger bleibt. Das entgelatinierte Ende wird dann zu einer Spirale geformt, indem man es auf eine bestimmte Zeit. z. B. während der Dauer einer Stunde, auf einen zwischen 40 und   1000 C   erhitzten Zylinder aufrollt. Die Erhitzung des Zylinders kann z. B. mittels strömenden Wasserdampfes geschehen. 



   Die Entfernung des Gelatinebelages des Filmendes kann in verschiedener Weise vorgenommen werden, z. B. durch Abkratzen des Belages oder durch Verflüssigung desselben mittels eines geeigneten chemischen Agens, einer Lösung von unterchlorsaurem Kalk. 



   Die Rollenform des Filmendes kann auch dadurch erreicht werden, dass man es auf eine beheizte Röhre aufwickelt, wie bereits erwähnt wurde. In diesem Falle ist es aber nicht erforderlich, vorher die Gelatine zu entfernen, denn bei andauernder Einwirkung von Hitze 

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 härtet die   Gelatinc, vcrhornt   und ist   gegenüber atmosphärischen Einflüssen unemppindlich, so   dass das Filmende die Rollenform dauernd beibehält. 



   Ein weiteres Mittel, um dem Filmende die dauernde Rollen-oder Spiralform zu belassen, besteht darin, an das Ende ein Ansatzstück anzubringen, welches von Natur die Rollenform besitzt und das Aufrollen des daran anschliessenden Filmbandes einleitet bzw. nach sich zieht. 



  Dieser Ansatzstreifen wird an den Film angeklebt oder angeheftet, er kann aus irgendeinem elastischen Material bestehen, z. B. aus Zelluloid oder aus einer dünnen Metallfeder oder einem Blatt aus Flitter. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kinematographischer Film, dadurch gekennzeichnet, dass das freie, bei Beginn einer Vorführung in die Aufwickelkassette eintretende Filmende als permanenter Ring ausgebildet ist, der aus einem für atmosphärische Einflüsse unempfindlichen Stoff besteht.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Films nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch Abkratzen oder Lösung die Gelatine von dem Filmende entfernt wird, so dass nur die beispielsweise in bekannter Weise aus Zelluloseäther oder-ester bestehende Zellstoffmasse verbleibt, worauf das Filmende eingerollt und die Rolle oder Spirale bis auf 40-100 C erhitzt wird, bis sie diese Form dauernd beibehält.
    3. Verfahren zur Herstellung des Films nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Filmende einrollt und hierauf so lange auf eine Temperatur von 40-100 C erhitzt, bis die Gelatine erhärtet und das Filmende die Rollenform dauernd beibehält.
    4. Verfahren zur Herstellung des Films nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Filmende ein Rollenform aufweisendes elastisches Stück befestigt wird.
AT106237D 1924-03-06 1925-02-09 Kinematographischer Film. AT106237B (de)

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