AT106216B - Verfahren zur Herstellung von Kautschuk mit einer großen Anzahl mikroskopisch kleiner Poren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kautschuk mit einer großen Anzahl mikroskopisch kleiner Poren.

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AT106216B
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   Bisher war es nur möglich, porösen   Gummi   mit so grossen Poren herzustellen, dass sie mit freiem Auge sichtbar sind und dass wobl solche Körper als Schwämme, nicht aberals Filter zum Zurückhalten feinster Niederschläge oder als elektrolytische Diaphragmen brauchbar sind. Die Herstellung von Gummi mit   mikroskopisch kleinen Poren, welcher   u. a. für die 
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 laufe des Herstellungsverfahrens Gase oder   Dämpfe entwickeln können und unter solchen   Bedingungen vulkanisiert wird. dass eine   Verdampfung   des in den Poren enthaltenen Wassers nicht stattfinden kann.

   Da die Gallerie den gesamten Wassergehalt der Kautschukmilch in feinster   Verteilung   gebunden enthält und bei der Vulkanisation sich der Zusammenhang der einzelnen Kautschukteilchen nicht lockert, sondern noch verfestigt, so entsteht ein Körper, welcher nach dem Trocknen von einer Unzahl mikroskopisch kleiner Poren durchzogen ist. Der bekannte Zusatz von Stoffen, welche im Verlauf des Herstellungsverlahrens Gase oder Dämpfe erzeugen, ist deshalb zu unterlassen. da   hiednrch grössere   Poren entstehen würden. 



   Die feuchte Vulkanisation kann in beliebiger, an sich bekannter   Weise geschehen, z.   B. indem man die Gallerte, welcher vor ihrem Erstarren feinstverteilter Schwefel oder andere   Yl1lkanisatiol1smittel   beigemischt wurden, in Wasser oder Dampf erhitzt, oder indem man sie ohne vorherigen Zusatz der Vulkanisationsmittel abwechselnd der Einwickung von Schwefel. wasserstoff und   schwefliger Säure   aussetzt. 



   Die   Verwandlung   der   Kautschukmilch   in eine für das Verfahren brauchbare Gallerte 
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 der Erdalkalien. Bei Benutzung derselben muss das noch flüssige   Gemisch   in Formen gegossen werden, in welchen es je nach Art   und     Konzentration   der Salzlösung und der berrschenden Temperatur in kürzerer und längerer Zeit zu einer Gallerte erstarrt (abbindet).

   Durch einfachen Zusatz einer flüssigen Saure zur Kautschukmilch lässt sich eine solche Gallerte nicht erzielen. 
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 auch die Säuren zur Herstellung der Gallerte benutzen, wenn man si in gas-oder dampfförmigem Zustande auf die Kautschukmilch einwirken lässt ; falls dies auf der Oberfläche der Milch geschieht, bildet sich dort   in wenigen Minuten eine dünne Haut,   die bei   längerer     Berührung   mit den Gasen oder Dämpfen dauernd an Dicke aunimmt, bis schliesslich die ganze Menge der   Kautschukmilch   in eine Gallerte   venvanddt   ist. Besonders hat sich hiezu die gas-   förmige schweflige   Säure   bewährt     : auch   andere bekannte Koagulierungsmittel kömmen in dieser Form benutzt werden.

   Selbstverständlich muss auch hiebei die   Kautschukmilch   vor   dem   Abbinden in geeignete Formen gegossen werden. 
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 kann. Um ihn besser handhaben zu können. empfiehlt es sich, ihn auf eine beliebige Unterlage zu bringen, von welcher er nach dem Abbindet entfernt werden kann. Als Mittel zum Eindicken der Kautschukmilch nach diesem Verfahren hat sich besonders der Alaun in heissgesättigter   Losung bewährt, welcher unter Rühren   der vorher mit der entsprechenden Menge Schwefel versetzten Kautschukmilch zugefügt wird, bis sieh die Mischung in einen dicken 
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 mittel, wie Zinksulfat, Eisenchlorid benutzt werden, die wohl die Kantschukmilch eindicken, aber nicht, wie z.

   B. die   löslichen   Salze des Magnesiums und der Erdalkalien. sie abbinden. 



  Für das Abbinden des Breises hat sich eine   starke wässerige Losung der schwefligen Säure als   besonders geeignet erwiesen. An Steile der flüssigen Säuren können   selbstverständlich zur   Abbindung des Breises auch diejenigen Mittel verwendet werden, welche im vorstellenden als geeignet zur direkten Erzeugung der   Galleite   aus der flüssigen Kautschukmilch genanul sind. wie die Salze des Magnesiums oder der Erdalkalien oder die Dämpfe oder Hase von Säuren. wie z. B. der schwefligen Säure. 
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 bindet. Solche Mischungen bestehen z. B aus einer heissgesättigten Maunlösung. welcher nur geringe Mengen von Magnesiumsulfat zugesetzt sind. 
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 in feuchtem Zustande bei einem Druck von 61/4 Atm. in gesättigtem Wasserdampf oder in Wasser   2'/.. Stunden vulkauisiert whd.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Kautschuk mit einer grossen Anzahl mikroskopisch kleiner Poren, dadurch gekennzeichnet, dass die in eine homogene zusammenhängende Gallerte ver- EMI2.5
AT106216D 1925-08-03 1925-08-03 Verfahren zur Herstellung von Kautschuk mit einer großen Anzahl mikroskopisch kleiner Poren. AT106216B (de)

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