AT106170B - Isoliereinrichtung an Apparaten hoher Spannung. - Google Patents

Isoliereinrichtung an Apparaten hoher Spannung.

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AT106170B
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Haefely & Cie Ag Emil
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  • Gas-Insulated Switchgears (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Isoliereinrichtung an Apparaten hoher Spannung. 



   Die Verwendung von Druckluft als Isoliermittel ist für Transformatoren ebenso wie für   Durchführungen   und Kondensatoren bekannt. Allen diesen Anordnungen liegt der Gedanke, 
 EMI1.1 
 auszunutzen, zugrunde. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine Isoliereinrichtung mit Druckgas an Apparaten hoher Spannung, wie Transformatoren,   Durchführungen.   Kondensatoren   usw..   bei welcher in einem zur Isolierung dienenden Druckgasmantel der Druck des Gases so gewählt ist. dass an den Stellen. an welchen   Streifenentladungen   zu erwarten sind, diese bei der maximal auftretenden Spannung nicht in gefährliche Büschelentladungen umzuschlagen vermögen. 



   Die Zeichnung veranschaulicht mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. 



   Fig. 1 zeigt eine Hochspannungs-Pressluftdurchführung, an welcher das eigenartige Verhallen der Streifenentladungen über einem Druckluftmantel b erläutert werden mag. Dieser Druckluftmantel umhüllt den leitenden Durchführungsbolzen a und wird   begrenzt durch einen   allseitig geschlossenen   Isolierzylinder r. dessen Wandstärke   nur durch Rücksicht auf mechanische' Festigkeit bestimmt wird. Die Druckluft des Mantels b hat einen bestimmt gewählten Druck. 



  An dem Flansche d der Durchführung erscheinen Streifenentladungen mit einer der kleinen   Dielektrizitätskonstanten   des Luftmantels entsprechenden sehr kleinen Stromdichte, so dass bei richtig   gewählter Grosse   des Luftdruckes die Streifenentladungen, so lange eine bestimmte   Beanspruchung auf der Entstehungsstelle   der Streifen (an den Rändern des Flansches d) nicht   prreicht wird. nicht   in die nächst höhere Form der   gefährlichen   Büschelentladungen umzuschlagen vermögen. 



   Eine Erhöhung des Luftdruckes über das erforderliche Mass hinaus   hätte   keinen Zweck, denn hiedurch würde wohl die Festigkeit des Druckluftmantels erhöht. ohne dass jedoch die Sicherheit gegen das Umschlagen der harmlosen Streifenentladungen in die schon gefährlichen   Büschelentladungen   eine Zunahme erführe. Die axiale Länge der   Durchführung   wird bestimmt entsprechend der gegebenen Prüfspannung durch die Schlagweite des bei dieser Spannung auftretenden Überschlages in Luft mit   Beifügung eines Sicherheitszuschlages.   



   Obige Ausführungen gelten sinngemäss auch für   Stabstromwandler.   



   Die Beanspruchung der Luft ist am Leiterbolzen a am grössten und nimmt in Richtung des Durchmessers nach aussen hin stetig bis auf den Wert 0 = Erdpotential am Flansch d ab ; es würde also nichts verschlagen, wenn innerhalb des   Luftmantels   der Druck nach aussen hin entsprechend abnehmen würde, falls dies praktisch möglich wäre. Eine Annäherung in dieser Hinsicht lässt sich in vielen Fällen, deren einer in Fig. 2 veranschaulicht ist, mit Vorteil durchführen. 



   Auch hier handelt es sich um eine Hochspannungsdurchführung. bei welcher aber der Druckluftmantel in Kammern unterteilt ist. Der Leiter a ist in einer Druckluftkammer bi von beispielsweise p   Atmosphärenüberdruck eingehüllt,   so dass die Druckluft mit dem Leiter   a   in unmittelbarer Berührung ist. Die Druckluftkammer   bi befindet sich   in einem Rohrkörper t und dieser ist von einem äusseren Rohrkörper ci umgeben. mit dem er eine weitere 

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 EMI2.1 
 dieser Wert bestimmt sich gemäss der am Rohrkörper t herrschenden elektrischen Beanspruchung der Druckluft. Diese Druckabstufung von innen nach aussen, von Kammer zu Kammer, trägt dem Umstande Rechnung, dass die elektrische Beanspruchung der Luft mit wachsendem Durchmesser abnimmt.

   Die Anzahl der Druckluftkammern mit entsprechend von innen nach aussen sinkendem Druck kann verschieden sein. Es ist eine   glückliche   Begleiterscheinung dieser koaxialen'Anordnung von   Druckluftkammr. rn,   dass dadurch die mechanische Beanspruchung der Mantelrohrkörper bedeutend herabgesetzt werden kann ; so wird z. B. der Rohrkörper   A   nur den Unterschied der Drücke der beiden Druckluftkammern   bl   und b2 in diesem Falle   - Atmosphären auszuhallen   haben und nur dieser Druck lastet auch auf dem äussern Rohr- körper ct. 



   Natürlich wird man an den Enden der   Rohrkörper   c und c1 auf bestmöglichste Abdichtung Bedacht zu nehmen haben. Diese Abdichtung ist hier rein schematisch in den Endplatten f zum Ausdruck gebracht. 



   In beiden   Fällen können   Druckmesser   und Luftzuführungsventile als   weitere Zubehörteile erwähnt werden, die an irgend einer geeigneten Stelle angeordnet werden können. Ein solcher Druckmesser ist z. B. in Fig. 1 bei i eingezeichnet ; er kann mit einer Warnvorrichtung versehen werden, beispielsweise in Form eines elektrischen Kontaktes, welche das Sinken des Druckes unter ein erlaubtes Mass anzeigt. 



   Würde der mit einem Druckluftmantel isolierte Apparat unter Spannung gesetzt, während der   Druelluftmantel   nicht unter dem erforderlichen Überdruck stünde, so wäre -der Apparat gefährdet. Natürlich soll sich der Bedienende vor dem Einschalten an den   Druckmessern   zeugen. dass der Druck auf der erforderlichen Höhe steht. Um aber auch hier einen Fehlgriff   auszuschliessen,   dürfte es sich empfehlen, den oder die Druckmesser mit einer weiteren Vorrichtung zu versehen, wieder beispielsweise in Form eines elektrischen Kontaktes, welche den vor dem Apparat liegenden Schalter sperrt, so dass er gar nicht eingeschaltet werden kann. so lange der Druck in der Isoliereinrichtung nicht die erforderliche Höhe hat. 



   Das   Luftzuführungsventil   kann mit einer Rohrleitung versehen werden, die genügend weit von den Hochspannung führenden Teilen wegführt und an Erdpotential gelegt ist. Dies ist ohne weiters der Fall bei einer Durchführung und einem   Stabstromwandler.   wenn das Ventil, in Fig. 1 mit e bezeichnet, in dem an Erde liegenden Flansch   d   eingesetzt ist ; liegt dagegen der   Sitzpunkt   des Ventils an einer Stelle anderer, gegebenenfalls sogar höchster Spannungsdifferenz gegen Erde, so muss eine genügende Länge der Leitung in gegen Berührung geschützter Lage isoliert ausgeführt werden, beispielsweise als   Gl1mmischlauch.   Am Ende dieser Rohrleitung kann dann die   Nachfüllung-der Druckluft   jederzeit während des Betriebes gefahrlos vorgenommen werden. 



   Es können auch die   Ll1ftdruckmäntel   verschiedener oder aller derartigen Apparate einer Anlage auf ein Rohrnetz vereinigt angeschlossen werden, welches mit einem   Druckluftgefäss   oder einem Kompressor verbunden ist, der die Anlage auf einem Mindestdruck erhält, sei   es.   dass er ständig arbeitet, oder auf Meldung der Druckmesser in Gang gesetzt oder endlich durch Vermittlung der Druckmesser selbsttätig angelassen und abgestellt werde. 



   Die   Aufrechterhaltung   des Druckes lässt sich endlich auch erreichen durch   Einführen vols     flüssigen   oder festen verdampfenden Stoffen in den Druckmantel ; es gibt eine ganze Reihe von Substanzen, wie z. B. flüssige Kohlensäure, Äther u.   dgl.,   welche die Eigenschaft haben, in dem   sie einschliessenden Räume   einen ganz bestimmten Druck so lange aufrecht zu erhalten, als auch nur eine Spur der betreffenden Substanz noch vorhanden   ist ; das Zuführungs-   ventil c würde in diesem Falle zur Speisung des Mantels mit der gewählten Verdampfungssubstanz dienen. 



   Als weiteres ergänzendes Beispiel ist in Fig. 3 eine Ausführung an einem Transformator schematisch veranschaulicht. Das Druckgas ist hier eingeschlossen in einem Schlauch g aus einem elastischen Stoffe, wie z. B. Gummi, imprägniertes Gewebe, Ballonstoff, Leder u. dgl., welcher Schlauch sich allseitig an die Begrenzungsflächen des Druekmantels anlegt. 



  Auch hier sind Anschluss für die Füllung und Druckmesser als Zubehör zu erwähnen. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : EMI2.2 dienenden Druckgasmantel (b) der Gasdruck so gewählt ist, dass an den Stellen, an denen Streifenentladungen zu erwarten sind, diese bei der maximal auftretmlf'n Spannung nicht in gefährliche Büschelentladungen umzuschlagen vermögen. <Desc/Clms Page number 3>
    2. Isoliereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckgasmantel in zwei oder mehr koaxiale Kammern (b1, b2) unterteilt ist, deren Drucke entsprechend der mit der Entfernung vom Leiterbolzen (a) abnehmenden Beanspruchung der Luft von innen nach aussen stufenweise abnehmen (Fig. 2).
    3. Isoliereinrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass der Druckgas- mantel rb) mit einem Druckmesser (i) versehen ist, welcher Vorrichtungen zu Steuerzwecken für Signalferml1pldung oder Fernbetätigung von Druckreglern und Schaltern enthält.
    4. Isoliereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein an dem Druckgasmantel (b) sitzendes Gaszuführungsventil (e) mit einer genügend weit von den Hochspannungsteilen wegführenden Rohrleitung versehen ist, welche im Berührungsbereiche auf Erdpotential gebracht ist und den Zweck hat, den Druck im Mantel aufrecht erhalten zu können.
    5. Isoliereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckgasmantel (b) zur Sicherung und Aufrechterhaltung des Druckes mit verdampfenden Stoffen beschickt wird.
    6. Isoliereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgas in wenigstens einem Schlauch (g) aus elastischem Material eingeschlossen ist, der sich allseitig an die Begrenzungsflächen des Druckmantels anlegt (Fig. 3). EMI3.1
AT106170D 1925-03-20 1926-03-08 Isoliereinrichtung an Apparaten hoher Spannung. AT106170B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE763946C (de) * 1938-09-23 1953-03-30 Aeg Hochspannungsdurchfuehrung fuer elektrische Apparate, bei der der den Durchfuehrungsleiter einschliessende Isolierhohlkoerper mit Druckgas angefuellt ist
DE1036967B (de) * 1954-03-30 1958-08-21 Hartmann & Braun Ag Hochspannungsdurchfuehrung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE763946C (de) * 1938-09-23 1953-03-30 Aeg Hochspannungsdurchfuehrung fuer elektrische Apparate, bei der der den Durchfuehrungsleiter einschliessende Isolierhohlkoerper mit Druckgas angefuellt ist
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