AT105925B - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von künstlichen Fäden aus Cellulosederivaten. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von künstlichen Fäden aus Cellulosederivaten.

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AT105925B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von   künstlichen   Fäden aus Cellulose derivaten. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   Gegensalz zu den   bisher erwärmten   Spinazellen   viel leichter, den Faden auf grosse Feinheit   auszuzieht ! n, vermutlich   deshalb, weil der ruhige, gleich gerichtete, kühle Luftstrom das Lösungsmittel dem Faden nur ganz allmählich entzieht. 



   Zum Anspinnen haben sich die Benutzung eines Hilfsfadenführers 4' und die Verwendung von geeigneten Türen 9 und 10 in der Spinnzelle bzw. der Wärmezelle als zweckmässig erwiesen. Desgleichen kann eine   Bediemmgstür-   11 in der Spinnzelle vorgesehen werden. 



   In der Wärmezelle 2 werden die frischgesponnenen Fäden während der Wärmebehandlung gleichzeitig auf geeignete Aufnahmeorgane 16 aufgespult oder aufgehaspelt. In der Figur sind Spulen bzw. Walzen für diesen Zweck vorgesehen. Die Aufwicklung kann dort indessen auf alle möglichen Arten erfolgen, z, B. auch unter gleichzeitiger Zwirnung auf Zwirnspulen. 



   Die Wärmezelle ist mit einer geeigneten   Bedienungstür     12, L'iftemtrittslöchern 13,   Luft- 
 EMI2.1 
 Wärmezelle selbst unterzubringen, kann auch bereits vorerwärmte Luft eingeführt werden. 



   Die Wärmezelle hat nicht nur den Zweck, die letzten Anteile an Lösungsmitteln wiedergewinnen zu können, sondern ihre Wirkung hängt ausserdem   erfindungsgemäss   mit der zu erzielenden Fadenqualität aufs engste zusammen. Wenn nämlich die   Spinn, tpparatur   ohne Erwärmung der Wärmezelle in Betrieb   genonmen   wird, so arbeitet wohl die Spinnzelle einwandfrei, und die Fäden können in der Aufwickelzelle 2 einwandfrei gesammelt werden, aber die Fäden bleiben milchig und glanzlos. Wird indessen während des Betriebes die Aufwickeloder Wärmezelle bzw. die   durchströmende   Luft z. B. auf ca.   35-45  C,   geheizt, so werden glänzende Produkte erhalten. 



   Diese Wirkung nachträglicher Wärmebehandlung der Fäden ausserhalb der Spinnzelle war nicht zu erwarten, und hat diese Beobachtung es überhaupt erst ermöglicht, die Spinnzelle von der Wärmebehandlungsarbeit zu entlasten und ihrem eigentlichen Zweck, der einwandfreien Erzeugung des Fadens, zuführen und anpassen zu können. Die von der Spinnzelle getrennte Wärmebehandlung kann ungehindert und ausschliesslich nach ihrem besonderen Zweck durchgeführt werden. 



   Man kann auch die Fäden entweder frei oder auf einem Träger durch die geeignet dimensionierte Wärmezelle streichen lassen und nach Austreibung der   Lösungsmittelreste   und Erzeugung des Glanzes erst ausserhalb der Wärmezelle auf geeignete Aufwickelorgane aufwickeln. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Verfahren zur Erzeugung künstlicher Fäden aus Cellulosederivaten nach der Trockenstreckspinnmethode, dadurch gekennzeichnet, dass die Spinnzelle nicht erwärmt wird, die friscbgesponnenen Fäden aber nach dem Verlassen der Spinnzelle vor oder beim Aufwickeln erwärmt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Aufnahme des Lösungsmittels dienende Luftstrom oben in die Spinnzelle in der Nähe der dort befindlichen Düse eintritt, durch die Spinnzelle im Sinne des Fadenabzuges nach unten fortschreitet und im Unterteil der Zelle in der Nähe des dort befindlichen Fadenführers abzieht.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung der Fäden ausserhalb der Spinnzelle in einem besonderen geschlossenen, venlilierfähigen Wärme- kasten, WärmezeUe", vorgenommen wird.
    4. Verfahren nach Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wärme- EMI2.2 bestehend in zwei getrennten, mit Ventilation zur Rückgewinnung der Lösungsmittel versehenen Kammern, wovon die erste (1) zum Erzeugen der Fäden und die andere zum Erwärmen derselben dient.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmezelle mit Luft- EMI2.3
AT105925D 1925-03-12 1926-03-10 Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von künstlichen Fäden aus Cellulosederivaten. AT105925B (de)

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