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Se, hmiereimrichtmig an Pumpenkolben.
Bei Pumpenkolben, die mit Dichtungsstulpen ausgerüstet sind, wie dies namentlich für Pumpen zur Förderung von Benzin od. dgl. der Fall ist, tritt bekanntlich der Übelstand auf, dass die Lederstulpen hart werden, und daher eine dauernd gute Abdichtung des Kolbens nicht zu erreichen ist.
Es war daher schon seit langem das Bestreben, die Stulpen weich zu erhalten, was nur durch deren ständige Schmierung ermöglicht werden kann. Versuche nach dieser Richtung hin haben aber nur unbefriedigende Ergebnisse gezeitigt. Unter anderem wurde auch vor- geschlagen. zwischen den nicht dichtenden Seiten der Lederstulpen einen vom Kolben un- abhängigen, geschlossenen Scbmiermittelbehälter anzuordnen, aus dem das Schmiermittel den Stulpen durch Öffnungen zugeführt wird.
Derartige Einrichtungen haben sich nicht bewährt, da es nicht möglich war, die Sehmier- öffnungen, sowie die in diese Öffnungen eingezogenen Schmierdochte so einzustellen, dass eine rationelle Schmierung erfolgt. Es tritt vielmehr das Gegenteil ein, weil die zur Schmierung dienende Mischung, die z. B. hauptsächlich aus Glyzerin und etwas Alkohol und Öl besteht, nach kurzer Zeit durch den im Zylinder herrschenden Druck beim Druckhub herausgedrückt wird, so dass eine sparsame Schnierung nicht zu erzielen ist.
Dies ist auch dann nicht moglieh, wenn, wie weiters vorgeschlagen wurde, im Schmier- Jl1ittelbrhiilter eine Membran angebracht wird, um den Zylinderdruck auf das Schmiermittel zu übertragen, und wenn die Membran mit einem federnden verschiebbaren Ring verschen wird. der die Aufgabe erfüllen soll, bei der Membranbewegung die Schmiermittelaustrittslöcher abzuschliessen, was aber beim Betrieb der Pumpe tatsächlich nicht geschieht, weil eine ver- lässliche Wirkung nicht zu erreichen ist.
Gemäss der Erfindung werden die vorgenannten Nachteile vermieden und wird bei bedeutend grösserer Einfachheit eine unbedingt und dauernd sichere Wirkung mit möglichst sparsamem Verbrauch an Schmiermittel gewährleistet.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführung einer Kolbenschmiereinrichtung nach der Erfindung. Fig. 1 ist ein Schnitt durch den Pumpenkolben und Fig. 2 stellt eine Draufsicht auf den mit Schmiermittel zu füllenden Ring dar.
Zwischen den auf die Kolbenscheiben a und b aufgezogenen Lederstulpen f und f/ist ein Ring f eingelegt und durch die auf die Kolbenstange aufgeschraubte Mutter und Gegenmutter mit den Scheiben und Stulpen fest verspannt. Um den Ring gegen seitliche Verschiebung zu sichern, ist derselbe durch Arme g mit einem auf der Kolbenstange steckenden Xabenteil h verbunden. Der Ring f umschliesst auf diese Weise einen zwischen den Stulpen vorhandenen Hohlraum. der durch eine in der einen Kolhenscheibe und deren Stulp vorgesehene Öffnung i mit Schmiermittel gefüllt werden kann, worauf die Öffnung mit einer Füllschraube k verschlossen wird.
Da der zwischen den Lederstulpen fest eingespannte Ring f dicht an den Stulpenflächen anliegt, bietet sich dem innerhalb des Ringes eingeschlossenen Schmiermittel kein anderer Weg für den Austritt, als durch das Leder ; beim Saughub des Kolbens findet daher das Absaugen des Schmiermittels durch das Leder hindurch statt. Da keinerlei Öffnungen mit oder ohne Docht oder Faserstoffüllung vorhanden sind, kann der Austritt nur in, sehr geringen, für die Schmierung aber genügenden Mengen erfolgen ; das Leder
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wird dauernd hinreichend weich erhalten, um eine verlässliche Kolbendichtung zu erzielen. Hiebei Endet ein kaum nennenswerter Verbrauch an Schmiermittel statt, so dass eine Nachfüllung nur in grossen Zeitzwischenräumen erforderlich ist.