<Desc/Clms Page number 1>
Streckenblockung.
Zur Sicherung eines auf der Strecke befindlichen Zuges werden Blockwerke verwendet, die an jedem Ende der Blockstrecke von den Hebelwerken elektrisch und mechanisch abhängig sind.
Bei dieser Anordnung sind an jedem Ende der Block, treeke zwei getrennte Apparate erforderlich, die einen erheblichen Aufwand bedingen.
Ein besonderes Blockwerk kann man nun dadurch entbehrlich machen, dass man die erforderlichen Sicherungseinrichtungen, bei dem vorliegenden Falle also die Streekenrelais und die Bloekrelais, in dem Hebelwerk selbst anordnet.
Die üblichen selbsttätigen Streckenblockungen mit Strecken-und Blockrelais arbeiten in der Weise, dass die gesamte Strecke isoliert ist und an jeden Streckenabschnitt die nötigen Relais angeschlossen sind. Diese Einrichtung ist mit erheblichen Kosten verbunden und lohnt sieh daher nicht für geringen Verkehr. Bei Verwendung von kurzen isolierten Schienenstücken am Anfang und Ende dei Strecke ist es jedoch notwendig, besondere Sicherheiten zu schalten, damit ein Signal nicht wiederholt gestellt werden kann, bevor der Zug die Strecke verlassen hat.
Diese werden bei der Erfindung mit verhältnismässig einfachen Mitteln dadurch geschaffen, dass die beiden Blockrelais mit zwei Schaltern an den Streekenrelais hintereinander geschaltet sind, von denen der am Ende der Strecke und in der Ruhelage geöffnete durch einen zweiten, von dem gleichen Relais gesteuerten Schalter in der Ruhelage kurzgeschlossen ist.
In der Abbildung ist die Schaltung für eine derartige selbsttätige Einrichtung schematisch dar-
EMI1.1
durch eine Anzahl von Elementen oder Akkumu1atorenzellen C erregt, die auch durch einen kleinen Transformator ersetzt werden können. Am Ende der Strecke ist das Relais 2 in gleicher Weise mit der Batterie D und der isolierten Schiene E verbunden. Der Kontakt 5 des Relais 1 und der Kontakt 6 des Relais 2 liegen in dem Stromkreis der hintereinander geschalteten und mit Ruhestrom arbeitenden Block-
EMI1.2
und 8 liegen, ihren Strom. Das Blockrelais 3 überwacht den Kontakt 9, der im Stromkreis des Signalsperrelais 10 liegt, das in der abgefallenen Lage den Signalhebel H sperrt.
Der Stromkreis führt über die Klemmen 12, 13 an die zur Erregung des Relaismagneten einige Elemente angeschlossen sind. Der Kontakt 14, welcher parallel zu dem Kontakt 6 im Stromkreis der Bloe, krelais'; und 4 liegt, wird durch das Blockrelais 4 überwacht.
Fährt nun ein Zug in die Blockstrecke ein, so wird über die isolierte Schiene-1 der Stromkreis für das Streckenrelais 1 geschlossen, der Anker wird dadurch angezogen und der Kontakt 5 in den Leitungen 15, 16 der hintereinander geschalteten Blockrelais unterbrochen. Der Anker des Blockrelais 3 fällt ab und öffnet den Kontakt 9 in dem Stromkreis des Signalsperrelais 10, dessen Anker fällt ab und sperrt den in die Hallage zurückgestellten Signalhebel 77. Gleichzeitig mit dem Anker des Blockrelais fällt der Anker des Blockrelais 4 ab und öffnet den Kontakt 14.
Verlässt die letzte Ach, e des Zuges die isolierte Schiene J., so wird der Stromkreis des Streckenrelais 7 unterbrochen, der Anker fällt ab und schliesst den Kontakt 5.
Gelangt der Zug nun an das Ende der Blockstrecke, so wird der Stromkreis des Streckenrelais 2
EMI1.3
<Desc/Clms Page number 2>
deb S1reckelll'elais ; 2 angezogen. Er schliesst den Kontakt 6, die hintereinander geschalteten Blockrelais. 3 und 4 erhalten Strom und ziehen ihre Anker an. Das Blookrelais 3 schliesst somit den Kontakt 9 und den Stromkreis für das Sperrelais 10. Dieses zieht seinen Anker an und gibt den Signalhebel frei.
Nachdem die letzte Achse des Zuges die isolierte Schiene verlassen hat, wird der Stromkreis des Streckenrelais 2 unterbrochen, der Anker fällt ab und unterbricht den Kontakt 6, wodurch der Anfangsund Ruhezustand wiederhergestellt ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Streckenblockung mit Selbstbetätigung am Anfang und Ende einer Blockstrecke, dadurch gekennzeichnet, dass ein am Anfang der Strecke liegender Kontakt (5), der gewöhnlich geschlossen und nur nach Einfahrt eines Zuges in die Strecke kurzzeitig geöffnet wird (Ruhekontakt), ein am Ende der Strecke liegender Kontakt (6), der gewöhnlich geöffnet und nur nach Ausfahrt des Zuges aus der Strecke kurzzeitig geschlossen wird (Arbeitskontakt), sowie je ein am Anfang und Ende der Blockstrecke befindliches, mit Ruhestrom arbeitendes Blockrelais (.
3 und 4) in einen Stromkreis hintereinander geschaltet sind und das Bloekrelais (3) am Anfang der Strecke beim Abfallen das zugehörige Haltesignal (11) sperrt, wobei das Blockrelais (4) am Ende der Strecke einen bei stromlosem Relais offenen Kontakt ( besitzt, der parallel zu dem am Ende der Strecke liegenden Arbeitskontakt (6) angeordnet ist.