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Stromungsanzeiger für geförderte Flüssigkeiten, besonders Öl in Schmierleitungen.
Um erkennen zu können, ob die einzelnen Schmierstellen einer Maschine durch die Anschluss- leitungen auch Öl bekommen, wird in die Leitungen ein Schauglas mit Tropfenfall eingeschaltet, oder man lässt das Öl durch eine Lösung steigen. Zu demselben Zweck werden solche Schaugläser eingeschaltet, an denen eine Anzeigevorrichtung, z. B. ein Kolben oder eine Feder, durch den Öldruck entlang bewegt wird, so dass durch deren Bewegung ersichtlich ist, ob Öl durch die Leitung geht. Schliesslich wird auch an der Ölabnahme im Vorratsgefäss ermittelt, ob Schmierung stattfindet. Alle diese Einrichtungen
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Vorratsgefäss lässt beispielsweise nicht erkennen, ob jede einzelne Schmierleitung Öl erhält, wenn mehrere von ihnen vorhanden sind.
Bei am Schauglas entlang bewegten Anzeigevorrichtungen tritt leicht eine Verschmutzung des Schaug'Iases ein, da die geförderten Ölmengen ausserordentlich gering sind und deshalb auch die Bewegung des Kolbens nur sehr klein ausfällt. Geht der Kolben oder die Anzeigevorrichtung nicht dicht im Glase, dann sind sie infolge seiner Verschmutzung. nicht mehr sichtbar.
Dickflüssiges Öl erschwert ausserdem die Bewegung der Anzeigevorrichtung und vermindert damit ihren möglichen Ausschlag. Störend ist bei allen bekannten Strömungsanzeigern ihre verhältnismässig grosse Bauart.
Die Erfindung gestattet eine ausserordentlich einfache und sichere Beobachtung, ob in einer Leitung Öl und wieviel gefördert wird. Dies wird dadurch erreicht, dass der Kolben quer zum Schauglas geführt ist und dieses ihm bei seinem Hub als Anschlag dient. Dabei wird der Ölweg zweckmässig so eingerichtet, dass das öl beim Abdrücken des Kolbens vom Schauglas zwischen beiden hindurchstreichen muss. Der zweckmässig unter Federdruck stehende Kolben wird dann beim Nachlassen des Druckes gegen das Glas gepresst und ist sichtbar, verschwindet aber bei einsetzendem Öldruck. Das zwischen Kolben und Glas vorbeiströmende Öl beseitigt alle etwa vorhandenen Unreinlichkeiten, so dass die sichere Wirkung des Strömungsanzeigers mit Gewissheit aufrechterhalten wird.
Schliesslich kann die Bewegung des Kolbens dazu ausgenutzt werden, den Strom zwischen zwei isolierten Kontakten zu schliessen, um damit eine Fernanzeige der Wirksamkeit herbeizuführen.
Die Zeichnung stellt vier Ausführungsbeispiele der Erfindung in Fig. 1-4 im Längsschnitt dar.
Das Gehäuse a des Strömungsanzeigers hat den Zuleitungs stutzen b und den Ableitungsstutzen c.
Im Gehäuse ist ein unter der Wirkung einer Feder e stehender Kolben d geführt, der durch die Feder e mit seiner vorderen Stirnfläche gegen das das Gehäuse a abschliessende Schauglas t gepresst wird. Der Kolben d ist auf seinem vorderen Ende abgeschrägt (Fig. 1) oder abgesetzt (Fig. 2), so dass eine Drosselstelle und zugleich eine Druckfläche für das zutretende 01 entsteht. Beim Einsetzen des Öldrucks wird der Kolben d entgegen der Feder e zurüekgepresst und verschwindet vom Schauglas. Das Öl wird zwischen Schauglas und Kolben und durch den Kolben d zum Ableitungsstutzen c gepresst. Beim Nachlassen des Öldrucks presst die Feder e den Kolben d wieder an das Schauglas, so dass er sichtbar wird.
Diese Hubbewegung des Kolbens lässt sich zu einer elektrischen Anzeigevorrichtung benutzen.
Zu diesem Zweck greifen durch das Schauglas t bis an den Kolben d heran zwei Kontakte g, g' (Fig. 1), von denen Leitungen zu einer beliebigen Anzeigevorrichtung mit und ohne Schreibwerk, einer elektrischen Glocke od. dgl. führen, so dass jede Unterbrechung des Stromkreises beim Abdrücken des Kolbens d vom Schauglas t angezeigt wird. Es könnte der Kontakt auch so eingerichtet sein, dass er durch den auf
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das Schauglas t treffenden Kolben d unterbrochen wird. Zu diesem Zweck könnte im Schauglas t in einer öldichten Büchse ein Stift geführt sein, der den Stromkreis öffnet.
In den beschriebenen Beispielen muss sich das Öl zwischen Kolben und Schauglas hindurchzwängen.
Bei dickflüssigem Öl wird der Kolben genügend weit zurückgedrückt, um ihn unsichtbarwerden zu lassen. Werden dagegen dünnflüssige Öle verwendet, dann ist der Hub des Kolbens etwas zu gering, und es tritt nur eine leichte weniger auffällige Trübung der Sichtbarkeit ein. Um ein grösseres Abheben des Kolbens zu erzielen, ist es zweckmässig, in diesem Fall noch eine zweite Drosselstelle dll anzuordnen (Fig. 3). Das sich zwischen Kolben und Schauglas vorbeizwängende Öl muss dann den Kolben noch weiter zurück- drücken, damit es über die zweite Drosselstelle d"abfliessen kann.
Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel nach dem der Durchfluss des Öls entgegengesetzt wie nach Fig. 1-3 stattfindet. Der Kolben verdeckt beim Anliegen die Abflussöffnung und wird durch den Öldruck zurückgedrängt. Nun kann das Öl zwischen Kolben und Schauglas abfliessen.
Da sich genau bestimmen lässt, wieviel Öl bei jedem Hub des Kolbens hindurchläuft, so lässt sich aus der Anzahl der Hübe die Menge des durchfliessenden Öls bestimmen und mittels der elektrischen Anzeigevorrichtung genau aufzeichnen. Das Anzeigen könnte auch mechanisch geschehen, wenn statt elektrischer Kontakte ein durch den Kolben d bei seinem Rückhub bewegter Stift benutzt wird, ein mechanisches Zeichen auszulösen.
Es ist demnach eine genaue Überwachung und Beobachtung der Schmierung möglich. Da der Kolben nur einen schmalen Sitz hat, mit dem er ständig gegen das Schauglas schlägt, nach Fig. l und 2 aber das Öl zwischen Sitz und Glas hindurchfliessen muss, so tritt eine selbsttätige Reinigung des Glases ein, wodurch die ständige Sichtbarkeit des Kolbens gewährleistet ist.
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1. Strömungsanzeiger für geförderte Flüssigkeiten, besonders Öl in Schmierleitungen, mittels eines vom Öldruck hinter einem Schauglas, bewegten Kolbens, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (d) quer zum Schauglas (1) geführt ist und dieses ihm als Anschlag dient.