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AblegevorrichtungfürTiefdruck-Rotationsmaschinen.
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12 und 13 zeigen den Bogenzuführungsmechanismus und seine Antriebsvorrichtung, welche die Kraft von einem Schwinghebel14 und Kurvenscheiben 15 erhält, die sich auf der Welle des Formzylinders befinden.
Die Ablegevorrichtung umfasst eine Aufwinderolle 16 und eine Speise- oder Abwickelrolle 17 für ein fortlaufendes Band 18, welches für Luft und Feuchtigkeit undurchlässig ist.
Zwischen den Rollen 16 und 17 befinden sich feste Führungswalzen 19 und 20 sowie eine bewegliche Ausgleichwalze 21, die in Lagerschlitzen 22 läuft. Die Aufwinderolle wird durch an ihren Enden befindliche Reibscheiben 23 und 24 angetrieben, die auf Rillenräder 25 und 26 bzw. 27 und 28 zu beiden Seiten der Maschine ruhen. Die Rolle 16 besitzt zur Verzögerung ihrer Bewegung eine Bremstrommel nebst zugehörigem Bremsband 29.
Auf den Achsen der Räder 25 und 26 sitzen Zahnräder 30 bzw. 31, die mit einem Zahnrad 32 kämmen, das zeitweise durch ein mit ihm verbundenes Sperrad 33 und eine belastete Klinke 34, welche an einem Schwinghebel 35 angebracht ist, betätigt wird. Die Schwingbewegung erhält dieser Hebel durch eine Verbindungsstange 36, die einerseits an diesem Hebel, anderseits an dem einen Arm 37 eines Winkelhebels angelenkt ist, dessen anderer Arm 38 mit einer Stange 39 verbunden ist. Letztere sitzt auf der Welle eines Kettenrades 40, das sich in Übereinstimmung mit dem Formzylinder 10 dreht.
Die Abwickelrolle 17 liegt in Lagerschlitzen 41 und ruht auf zwei Reibtrommeln 42 und 43, auf deren Wellen sich Stirnräder 44 und 45 befinden, die mit dem Antriebsrad 46 kämmen. Auf der gleichen Welle wie letzteres ist der Winkelhebel 37-38 lose angeordnet. Das Rad 46 wird zeitweise durch eine belastete Klinke 47 betätigt, welche sich auf dem Arm 38 befindet und mit einem auf der Zahnradwelle sitzenden Sperrad 48 zusammenarbeitet.
Die Stange 39 ist radial verstellbar mit dem Kurbelarm 49 auf der Welle des Kettenrades 40 verbunden.
Der Antrieb des Kettenrades 40 erfolgt dauernd durch das auf dem Formzylinder angeordnete Zahnrad 50 und mittels eines Zwischenrades 58 durch auf den Wellen 51 oder 52 befindlichen Kettenräder 53 bzw. 54, die in die Ketten 55 eingreifen. Auf der Welle 51 sitzt ein Zahnrad 56 und auf der Welle 52 ein Zahnrad 57, von denen das eine oder das andere mittels des Zahnrades 58 vom Zahnrad 50 aus angetrieben werden kann, je nachdem, ob sich eine oder zwei Platten auf dem Zylinder 10 befinden.
Die Wellen 51 und 52 sitzen auf einem Schwingrahmen 59, dessen Drehpunkt der Zapfen 60 bildet und an dem ferner ein Ausgleichkettenrad 61 angebracht ist. Der Kettentrieb 62 dient zum Antrieb der Zuführungsvorrichtung.
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und der Streifen 18 wird bei jeder Umdrehung um einen Betrag vorgeschoben, der ausreicht, um zwei Druckblätter aufzunehmen. Die Länge jeder Platte beträgt ungefähr ein Viertel des Zylinderumfanges.
Daher ist der Durchmesser des Rades 40 ungefähr gleich dem halben Durchmesser des Rades 50 und das Übersetzungsverhältnis der Zahnräder 56 und 58 ist derart ; dass die Räder 40 und 50 gleiche Umfangsgeschwindigkeit besitzen. Das Band 18 erhält demnach bei jeder Umdrehung des Zylinders 10 zwei Vorschübe, zwischen denen eine kurze Pause stattfindet, u. zw. infolge der Kurbel-und Stangenverbindung zwischen dem Rad 40 und der Vorrichtung, die von diesem die Abwickel-und Aufwinderolle treibenden Rad so betätigt wird, dass das Band entsprechend dem Zeitraum zwischen zwei Drucken zeitweilig nicht vorgeschoben wird, während es bei jeder Vorschubbewegung um ein Stück vorrückt, das annähernd ein Viertel des Umfangs des Zylinders 10 beträgt.
Unter obiger Bedingung wird das Rad 40 durch die Kette 55 und das auf der Welle 51 befindliche Kettenrad 53, sowie durch die Zahnräder 56 und 58 angetrieben. Veränderungen in der Länge des Bandes erfolgen durch Verstellung der Stange 39 längs der Kurbel 49.
Die Schwingbewegung des Winkelhebels 37-38 wird mittels des Gelenkes 36 auf dem Schwinghebel 35 übertragen.
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und 45 und der Reibtrommeln 42 und 43 die Abwickelrolle 17 antreibt, wodurch der Streifen 18ungeachtet der allmählichen Abnahme des Durchmessers der Rolle 17 von dieser abgewickelt wird. Die Lagerschlitze 41 ermöglichen der Rolle 17 selbsttätig so zu sinken, dass sie stets mit den Reibtrommeln in Berührung steht.
Die Aufwinderolle 16 wird gleichzeitig mit der Abwickelrolle 77 durch die Klinke 34, das Sperrad 33, die Zahnräder 32,30 und 31 und die Reibräder 25 und 26 bzw. 27 und 28 gedreht, die mit den Reibscheiben 23 bzw. 24 zusammenarbeiten, wodurch jedes Lockern des Bandes, das durch den Antrieb der Abwickelrolle entstehen könnte, fast vollständig aufgehoben wird. Irgendwelcher Unterschied in der Länge des Bandes, das von der Rolle 17 abgegeben und auf die Rolle 16 aufgewunden ist, wird durch Steigen oder Fallen der Walzen 21 in ihrem Rahmen 22 ausgeglichen.
Der Antrieb der Rolle 16 und 17 erfolgt nur während der Bewegung der Kurbel 49 durch die unteren 1800 ihrer Kreishhn ; während die Kurbel die übrigen 1800 durchläuft, laufen die Klinkpn 34 und 47 auf ihren entsprechenden stillstehenden Sperrädern leer zurück.
Die Führung 19 und 20 sowie die Walze 21 halten das Band während seines Durchganges durch die Maschine glatt, wobei die Walze 21 auf sämtliche zwischen den Rollen 16 und 17 befindlichen Teile eine gleichförmige Spannung ausübt, ohne das Band zu hohen Zugbeanspruchungen zu unterwerfen.
Wenn durch irgendwelchen fehlerhaften Gang der Maschine, wie z. B. durch Gleiten einer Klinke oder durch eine Ungenauigkeit der Vorrichtung, die den Antrieb der Aufwinderolle mit zunehmender Menge aufgewundenen Bandes regelt, entweder die Aufwinderolle 16 oder die Abwickelrolle 17 weniger vorgeschaltet wird, als es der volle Betrag erfordert, passt sich die Walze 21 selbst durch ihr Steigen und Fallen den Verschiedenheiten in der Länge des zwischen den Rollen 16 und 17 befindlichen Bandes an und schafft einen Ausgleich für diese Lage, die jedoch sehr selten eintritt.
Das Gewicht der Walze 21 veranlasst des weiteren ein so straffes Aufwinden des Bandes auf die Rolle 16, dass alle Luft zwischen zwei aufeinanderfolgende Windungen desselben herausgepresst und somit von den dazwischenliegenden Blättern ferngehalten wird wodurch die Verdunstung der zum Anfeuchten der Blätter benutzten Flüssigkeit auf ein Mindestmass herabgesetzt wird. Ferner veranlasst die Rolle 21 ein Erfassen der Blätter durch das Band unter einem so geringen Druck, dass zwar ein Abdruck vermieden wird, aber dennoch ein leichtes Anhaften der Druckblätter am Bande stattfindet, so dass die Entfernung der Blätter vom Bande und gegebenenfalls ihre Aufstapelung für einen zweiten Druck bequem vonstatten geht.
Die Führungsrolle 20 sichert die Lage des Bandes 18 an der Stelle, wo es sich der Rolle 16 nähert ; das Band liegt hier etwas schräg, so dass jedes abgegebene Blatt, das von deren Bändern 79 und 83 zugeführt wird, von selbst das Bestreben hat, längs dieses Teils des Bandes zu gleiten.
Wenn die Teile so, wie in Fig. 1 dargestellt, eingestellt werden, soll die Vorschubpause des Bandes mit der Zuführung des Blattes, d. h. mit seinem Weg vom Speisezylinder 71 zur Führungswalze 78 zusammenfallen. Wenn indes die Maschine nur eine einzige Druckplatte besitzt, kann man durch Ver- änderung der relativen Durchgangsgeschwindigkeit des Druckblattes und des Bandes die Vorschubpause ausser Betracht lassen.
Wenn der Zylinder 10 zwei Platten besitzt, werden die Druckblätter sich auf den Zuführungsbändern, wenn sie dem Band 18 zugeführt werden sollen, in grösserem Abstande voneinander befinden als die Länge eines Blattes beträgt. Der Aufenthalt zwischen zwei Vorschüben des Bandes ermöglicht es jedoch, die Blätter auf dem Band eng zusammenzubringen, da die Zuführungsbänder eine ununterbrochene Bewegung besitzen, während das Band 18 absatzweise bewegt wird.
Wenn Platten verschiedener Grösse auf dem Zylinder 10 angebracht werden, kann die Kurbel 49 radial zum Rad 40 so verstellt werden, dass sich die Vorschubbewegung der Abwickel-und Aufwinderolle ändert und das Band um eine Strecke vorwärtsschreitet, die der Grösse des Druckblattes entspricht,
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wobei die Blätter einzeln, olmc sich gegenseitig zu überdecken oder zu weit voneinander entfernt zu sein, aufgewunden werden.
Die Bandbremsen 29 und 70 verhindern nur ein Überholen der Reibtrommeln 42 und 43 und die Bremsseheiben 23 ermöglichen demnach der Vorschubbewegung des Bundes, durch die Antriebsvorrichtung dieser Rollen allein betätigt zu werden.
Wenn der Zylinder 10 nur eine Platte besitzt, wird das Zahnrad 56 ausser und das Zahnrad 57 in Eingriff mit dem Zwischenrad 58 gebracht, indem man den Rahmen 59 um den Zapfen 60 schwenkt. Das Zahnrad 57 besitzt den doppelten Durchmesser des Rades 56, während die Kettenräder 53 und 54 gleich gross sind, so. dass die Geschwindigkeit der Kette 55 und des Rades 40 die Hälfte der ursprünglichen, vor der Umschaltung vorhandenen Geschwindigkeit beträgt. Das am Rahmen 59 befestigte Kettenrad 51 nimmt den Durchhang der Kette auf, der sonst durch die Bewegung dieses Rahmens verursacht werden würde.
Jede Umdrehung des Reibrades 26 veranlasst den Schaltfinger 68, das Sternrad 67 um einen Zahn weiterzudrelien ; dies verursachte eine Teildrehung der Schaltschraube 66 und zeitweise eine Abwärtsbewegung der Kulisse 65, wodurch die Haube 64 allmählich in der Richtung der Vorschubbewegung der Klinke 34 vorrückt.
Wenn die Haube vorrückt, liegt die Klinke 34 während eines Teiles ihrer Vorschubbewegung aussen auf ihr auf, statt in die Zähne des Sperrades 33 einzugreifen, wodurch die Vorschubbewegung des Zahnrades 32 bei jeder Betätigung des Schwinghebels 35 allmählich und die Geschwindigkeit der Aufwinderolle 16 in angenähert proportionalem Verhältnis zur Zunahme des Rollen durchmessers vermindert wird, wobei die Walze 21 jede Verschiedenheit in diesem Verhältnis ausgleicht,
Wenn der Druckzylinder 11 durch die Betätigung der Zahnstange 87 und der Kupplung 85 aus- gerückt wird, verstellt das Gestänge 93 mittels des Hebearmes 92 und des zweiarmigen Hebels 95 die Auslösehebel 91 bzw.
94 so, dass die Klinken 47 und 34, ungeachtet ihrer Stellung zur Zeit der Betätigung dieser Hebel, ausser Eingriff mit ihren entsprechenden Sperrädern gelangen. Gswöhnlieh berührt der andere Fuss (d. h. der über dem Drehpunkt hinaus verlängerte Teil) jeder Klinke den anliegenden Rand der Auslösehebel, die einen konzentrischen Bogen zur Bewegungsbahn der Klinken bilden. Wenn die Hebel jedoch geschwenkt werden, liagt dieser Rand konzentrisch innerhalb der Bewegungsbahn der Klinkenfüsse und hält dadurch die Klinken ausser oder in Eingriff mit den Sperrädern.
Die Art und Weise der Verbindung des zweiarmigen Hebels 95 mit dem Arm 92 ermöglicht eine gleichzeitige Auslösung beider Klinken.
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bänder, sondern stellt nur die Herstellung von Drucken ein, wodurch ein verhältnismässig grosser Zwischenraum zwischen den auf diesen Bändern befindlichen Druckblättern entsteht. Dies würde einen nutzlosen Verbrauch des Bandes 15 ergeben, wären nicht Vorkehrungen getroffen, welche veranlassen, dass die Anzahl der wirksamen, a. if dieses Band ausgeübten Vorsohubstosse mit der Anzahl der wirklich hergestellten Druck zusammenfiel.
Die oben beschriebene Einrichtung ist dem bedienenden Arbeiter leicht zugänglich und wird gewöhnlich nur benutzt, wenn infolge irgendeines Versehens bei der Zuführung eines Blattes zum Druckwalzenpaar ein Fehler unterlaufen ist ; nur unter dieser Bedingung ist ihre Wirkung auf die Bandvorschubeinrichtung von Bedeutung.
Wenn durch die dauernde Ablieferung von Blättern auf das Band 18 mittels der Zufi. ihrungsbänder die Blätter das Bestreben zeigen, sich auf diesem Bande anzuhäufen, können sie von Hand so entfernt und dem Band zugeführt werden, dass sie die Lücken ausfüllen, welche zufällig durch Aussetzen der Blattzuführung zum Druckwalzenpaar entstanden sind.
Die auf den Druckblättern vorhandene Farbe hat Gelegenheit, vor der Ablieferung der Blätter auf das Band 18 zum Teil zu oxydieren und zu trocknen, obwohl. die Beschaffenheit des Bandes ein Abdrucken der teilweise gedruckten Farbe verhindert. Die den Druck tragende Seite des Blattes wird nach oben gekehrt dem Bande zugeführt, so dass ein Verwischen infolge der Relativbewegung zwischen Blatt und Band nicht eintritt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ablegevorrichtung für Tiefdruck-Rotationsmaschiuen mit Förderbändern für bedruckte Bogen, gekennzeichnet durch ein für Luft oder Feuchtigkeit undurchlässiges und für Druckfarbe unempfindliches Band (18), das von einer zeitweise in Drehung versetzten Abwickelrolle (17) einer zeitweise sich drehenden Aufwickelrolle (16) zugeführt wird, wobei zwischen beiden Rollen befindliche Führungswalzen (19, 20) so angeordnet sind, dass die Druckblatter mittels der Fördereinrichtung (72, 79, 83), u. zw. mit der Druckseite nach oben auf das Band (18) abgegeben und auf die Aufwickelrolle (16) gebracht werden.