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Einphasendrosselspule.
Der Gegenstand der Erfindung betrifft eine besondere Form einer Einphasendrosselspule, welche einerseits an die beiden Leiter des Netzes, anderseits an Erde geschaltet wird und welche zur Lochung des Erdschlussstromes verwendet werden kann. Doch kann diese Drosselspule, in anderer Dimensionierung,
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oder auch zum Kapazitätsunsymmetricausgleich verwendet werden.
Die Drosselspule gemäss der Erfindung (Fig. l) besteht a ts einem Kern, mit zwei Ha'tptschenkeln, auf welchen die beiden gegengeschalteten Baiptwicklungen geringer Windungszahl 7 und 77 angeordnet sind, sowie aus einem zusätzlichen Schenkel kleineren Querschnittes mit einer Wicklung hoher Windungs- zahl, der "Spannungsspule" III, die zwischen die Eauptwicklungen in Serie geschaltet und deren Mittel-
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im Erdschlussfalle ein kräftiger induktiver Strom zur Erde gelangt, der aif die Grösse des Erdschlussstromes in bekannter Weise abgestimmt werden kann.
Sowohl bei den Hauptschenkeln als a, ich beim Kern der Spannungsspule kann die Anordnung von Luftspalten notwendig sein.
Die Spannung 2 E', welche an der Spannungsspule liegt, ist, wie im folgenden gezeigt werden soll, bei jedem Betriebszustand (sowohl bei normalem Betrieb als auch bei Erdschluss) ein konstanter Bruchteil der verketteten Leitungsspannung E. Bezeichnen wir nämlich die Windungszahl der Spannungs-
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zeigt Fig. 2 die Spannungsverteilung. Der Kraftfluss@3 teilt sich ähnlich wie bei einem Manteltransformator zu gleichen Teilen in @1 und @2. Da hier also für den Magnetisierungsstrom die Summe der Windungszahlen der beiden Hauptwicklungen und der Spannungsspule in Betracht kommt, ist der auftretende Magnetisierungsstrom gering.
Tritt ein Erdschluss ein (z. B. auf Phase 2), so ergibt sich die in Fig. 3 dargestellte Spannungsverteilung, wieder unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Spannung an der Spannungsspule konstant und deren Mittelpunkt geerdet ist. Das Feld (D, ist nun von allen Feldern das grösste, da es in den aN-Windungen des Schenkels I die Spannung von 100-45'5= 54'5 ka erzeugen muss. Es teilt sich
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es verbleibt also nur, wie oben erwähnt, eine Kerndrosselspule mit der geringen Windungszahl der Hauptwicklungen, deren Induktivität daher gering ist. Der zur Erde fliessende induktive Strom J1+J2 ist also bedeutend stärker als der Malnetisierungsstrom.
Er ka1. n bei entsprechender Dimensionierung der Einrichtung auf bekannte Weise zlr Löschung des Erdschlussstromes des Leitungsnetzes verwendet werden.
Um die Induktivität der Drosselspule veränderlich zu machen bzw. um eine Anpassung an eine eventuell vorhandene Kapazitätsunsymmetrie des Netzes vorzunehmen, kann man an den Halpt- wicklungen 1 und II bzw. an der SpaTnungsspule 11I in beka@nter Weise Anzapfungen anbringen, wobei a@ich regellcare Ohmsche Widerstände und S3lbstindnktionen entweder einzeln oder gemeinsam, in Serie oder parallel zu den Wicklungen oder der Erdverbindmg gessshaltet werden können. Ist mit einer annähernd konstanten Kapazit tsunsymmetrie za rechnen, so wird man den Anschluss der Erdverbindung an die Spannungsspule nicht in der Mitte, sondern entsprechend unsymmetrisch anbringen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einphasendrosselspule, gekennzeichnet durch zwei Hauptschenkel mit gegengeschalteten Wicklungen geringer Windungszahl und einem zusätzlichen Schenkel mit einer Wicklung hoher Windungszahl, die zwischen die beiden Hauptwicklungen in Serie geschaltet ist, wobei der Mittelpunkt der am zusätzlichen Schenkel befindlichen Wicklung geerdet ist, zum Zwecke, dass bei geringem Leerla : lfstrom im normalen Betrieb, im Erdschlussfa. Ue ein im Vergleich zu diesem Leerlanfstrom grosser induktiver Strom gegen Erde gelangt, der in an sich bekannter Weise auf die Grösse des Erdschlussstromes abgestimmt werden kann.