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Transformator mit einer oder mehreren Wicklungen, von denen eine mit Anzapf- punkten versehen ist.
Die Erfindung betrifft Transformatoren, insbesondere solche, die an zwei oder mehrere verschiedene Netzspannungen angeschlossen werden können. Die Erfindung ist in Verbindung mit Verbrauchsgeräten, wie z. B. bei Röntgenanlagen od. dgl., verwendbar, für die eine Primärspannung von bestimmtem Wert nötig ist u. zw. durch Anbringen zweier oder mehrerer Anzapfstellen, so dass man ein ortsbewegliches Verbrauchsgerät an Ortsnetze mit verschiedener Spannung anschliessen kann.
Weisen die Wicklungen solcher Transformatoren der ganzen Länge nach den gleichen Widerstand je Längeneinheit auf, so tritt beim Anlegen verschiedener Primärspannungen ein sehr ungleicher sekundärer Spannungsabfall auf. Die Erfindung gibt ein Mittel an die Hand, um durch die Wahl einer geeigneten Transformatorwicklung diesen Übelstand möglichst zu beheben.
Nach der Erfindung wird ein Transformator mit einer oder mehreren Wicklungen verwendet, von denen eine mit Anzapfpunkten versehen ist, und bei dem der Draht eines oder mehrerer zwischen den Anzapfstellen liegenden Teile dieser Wicklung einen solchen Widerstand je Längeneinheit aufweist und diese Teile derart angeordnet sind, dass beim Anlegen verschiedener Netzspannungen der sekundäre Spannungsabfall möglichst konstant gehalten wird.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an einigen Ausführungsformen beispielsweise näher erläutert.
Fig. 1 zeigt die Wicklung eines Spartransformators. Die Primärspannung kann dabei je nach
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Die Sekundärspannung, die der Primärspannung des zu speisenden Gerätes entspricht, wird den Klemmen 81 und 82 entnommen.
Wird z. B. die Primärspannung an die Klemmen P1 und P2 angelegt, so tritt in dem daran angeschlossenen Teil der Wicklung T ein gewisser Spannungsverlust auf. Wi d aber an die Klemmen P1 und P3 eine der betreffenden Windungszahl entsprechende Primärspannung angelegt, so bleibt bei gleichbleibender Belastung die verfügbare Sekundärcpannung infolge eines anderen induktiven Spannungsverlustes nicht die gleiche.
Nach der Erfindung wird der zwischen den Anzapfpunkten P1 und Pua liegende Teil der Wicklung aus Draht mit kleinerem Widerstand je Längeneinheit hergestellt, so dass der Ohmsche Spannungsverlust in diesem Teil etwas kleiner wird, u. zw. derart, dass sieh der Spannungsverlust zwischen 81 und 82 inde- gesamt nicht verändert.
Es ist einleuchtend, dass der Widerstand je Längeneinheit sowohl durch Anbringen von Drähten aus Material von verschiedenem spezifischen Widerstand als auch von Drähten aus dem gleichen Material aber von verschiedenem Durchmesser verändert werden kann.
Angestellte Versuche haben ergeben, dass die Widerstände der verschiedenen Wicklungsteile derart gewählt werden können, dass der sekundäre Spannungsabfall bei verschiedenen Primärspannungen nahezu konstant bleibt.
Es ist einleuchtend, dass anstatt eines Spartransformators ebensogut ein Transformator verwendet werden kann, dessen Primär- und Sekundärwicklung, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist, getrennt sind.
Mit dem zuerst genannten erzielt man indessen den Vorteil, dass man dem als besonderes Gerät ausge-
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bildeten Transformator sehr geringe Abmessungen geben kann. Selbstverständlich kann die Primärwicklung mit einer beliebigen Anzahl von Anzapfpunkten versehen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Transformator mit einer oder mehreren Wicklungen, von denen eine mit Anzapfpunkten versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht eines oder mehrerer zwischen den Anzapfpunkten liegenden Teile dieser Wicklung einen solchen Widerstand je Längeneinheit aufweist und diese Teile derart angeordnet sind, dass beim Anlegen verschiedener Netzspannungen der Spannungsabfall im Transformator möglichst konstant gehalten wird.