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Die Erfindung betrifft einen Kinematographenapparat, bei dem eine bequeme Handhabung der Betriebsteile erzielt und das Bildband gegen Entziindung in weitestgehender Weise gesichert wird.
Der Kinematograph gemäss der Erfindung bewirkt eine kräftige Kühlung des Bildbandes, indem die Luft auf der Bildbandseite des Verschlusses abgesaugt und in die Lampenkammer hineingeblasen wird, wodurch auch diese gekühlt wird. er verhindert selbsttätig eine Bestrahlung des Bildbandes bei dessen Stillstand, verhindert ein unbefugtes oder fahrlässiges Entfernen des Feuerschutzes der Bildbandrolle und verhindert endlich Schleifenbildungen des Bildbandes vor der Aufwickeltrommel, die sich an oder in der Lampenkammer entzünden könnten. Ferner ist die Einrichtung getroffen, dass bei Schadhaft- werden des Schaltwerkes dessen schnelle und einfache Auswechslung stattfinden kann.
Die Halte-und Auswechselvorriehtung ist dabei in eigenartiger Weise mit der Bildverstellvorrichtung verbunden, so dass die Konstruktion vereinfacht und übersichtlich wird und beim Einstellen des Bildstreifens nur das Filmsehaltwerk bewegt zu werden braucht.
In der Zeichnung ist der neue Kinematograph in verschiedenen Ansichten und Schnitten dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht und Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie 2-2 ; Fig. 3 zeigt in grösserem Massstabe eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt ; Fig. 4 eine Vorderansicht des Verschlusses im Schnitt
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bandführungsrollen und dem (nicht geschnittenen) Objektiv ; Fig. 6 ist ein weiterer Teilschnitt durch den Verschluss nach Linie 6-6 ; Fig. 7 und 8 zeigen eine Ansicht und einen Querschnitt nach Linie 8-8 des Schaltwerkes.
Auf dem Ständer 1 sitzt schwingend verstellbar Tisch 2 und auf diesem, in einem Schlitten 47 verschiebbar, Lampenkasten 3 mit Linsenkondensor 4, ferner Verschlussgehäuse 6 und Objektiv 5.
In dem geschlossenen ausgebildeten Verschlussgehäuse 6 ist die als Ventilator ausgebildete Ver- schlussseheibe 7 zentrisch gelagert. Das Gehäuse 6 hat fiir den Durchgang des Lichtkegels eine Öffnung 5 mit Klappe 9, die sich unter Wirkung des Luftdruckes öffnet, wenn die Verschlussscheibe 7 rotiert. Die Luft strömt dann um den mit einer durchsichtigen Schutzscheibe 10 versehenen Kondensor 4 innerhalb des Gehäuses 11 ins Innere des Lampenkastens 3 und kühlt diesen. Infolge der Schutzscheibe 10 wird die Gefahr des Zerspringens des erhitzten Kondensors durch das verhinderte unmittelbare Auftreffen der KÜhlluft auf diesen beseitigt. Die offene Klappe 9 lässt den Lichtkegel durch eine weitere Öffnung 48 des Gehäuses 6 auf das dahinter befindliche Bildband 49 durchgehen.
Der angesaugte Luftstrom verhindert die Erhitzung des Bildbandes. Die Luft kann auch durch das Bildfenster angesaugt werden.
Der dargestellte Apparat ist ein sogenannter Stillstandskinematograph, dessen Verschlussscheibe 7 von einem (nicht dargestellten) Motor angetrieben wird, wobei das Schaltwerk durch eine elektromagnetische Kupplung mitgenommen wird. Auf der Welle 12 der Scheibe 7 sitzt lose eine mit der Verschluss- scheibe 7 fest verbundene, vom Motor angetriebene Seilscheibe 13. Jeder Ventilatorflügel der Scheibe 7 trägt einen Magnetkern 14, die alle durch Schleifkontakte 15 Strom zugeführt erhalten und die an einem Ring 16sitzen, in dem sich eine mit der Welle 12 fest verbundene Büchse 17 befindet, in der Eisenkontakte 18 in gleichen Winkelabständen wie die Magnete 14 angeordnet sind. Wird der Strom eingeschaltet, so nehmen die Magnetkern M die Büehse 17 mit, wodurch das Filmwerk seinen Antrieb erhält.
Durch die Anordnung der Magnetkern an den Flügeln der Verschlussscheibe wird die Schwungkraft dieser Flügel erhöht und dadurch ein besonderes Schwungrad für das Triebwerk erspart.
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11m das Bild in richtige Lage zum Bildfenster zu bringen, ist eine Stellvorrichtung vorgesehen, die beim Auf-und Abstellen des Bildbandes nur eine Bewegung des Schaltwerkes mit der Filmsehaltrolle
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der Welle 22 bewegt, die durch Kegelradgetriebe 23 von der Welle 12 angetrieben wird. (S. Fig. 5.) Auch der Antrieb des Vor- und Nachwicklers 24 bzw. 25 erfolgt mittels Schraubenräderpaare 26 bzw. 27 durch die Welle 22.
Das mit dem Schraubenradgetriebe 20, 21 verbundene Malteserradgetriebe 28, 29 zum Bewegen der Sc. haltrolle 19 sitzt an einem Schlitten 30, der durch Zahnstange 32 und Zahnrad 32 vom Handrad 33 in den Grenzen der Anschläge 34 und 35 bewegt werden kann. Die Schraubenräder 20, 21 gestatten eine Auf-und Abbewegung des Schaltwerkes während des Laufens, so dass jederzeit eine Berich- tigung der Bildlage vorgenommen werden kann.
Soll das ganze Schaltwerk mit der Schaltrolle ausgegewechselt werden, so wird der Anschlagstift 36 für die Ansehläge 34, 35 entfernt, worauf der Schlitten 30 soweit nach oben verschoben werden kann, dass die geteilten Prismenführungen des Schlittens und der Schlittenführungen 37 ausser Eingriff miteinander kommen und der Schlitten mit dem Schaltwerk ohne weiteres abgenommen werden kann. Zu diesem Zwecke besitzen die beiderseitigen Prismenführungen entsprechende Ausschnitte 50, so dass sie schon nach einer Teilbewegung des Schlittens 30 ausser Eingriff kommen.
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des Ständers gebracht, wo sie an einem Hängelager 41 leicht drehbar befestigt wird.
Das ablaufende Trum des Bildbandes der über dem Verschluss gelagerten Bildbandablauftrommel 42 läuft in der beschriebenen Weise über die angetriebenen Rollen 24,25 und die Führungsröllchen nach der Aufwickeltrommel 40, die durch Friktionsscheiben 44, 45 von der Welle 22 angetrieben wird. Die Übertragung des Antriebes der nach unten durchgeführten Welle 22 auf die Welle der Friktionsrolle 45 kann in nicht dargestellter Weise durch Zahn-oder Kettengetriebe od. dgl. erfolgen. Die Achse 46, auf der die Trommel 40 und die angetriebene Friktionsscheibe 44 sitzen, kann sich vertikal frei verschieben, so dass die Scheibe 44 auf der antreibenden Friktionsscheibe 45 ruht.
Je weiter sich nun das Bildband aufwickelt, um so schwerer wird die Trommel 40 und um so stärker wird der Druck der Scheibe 14 auf die Scheibe 45. Infolgedessen erfolgt der Antrieb der Aufwickeltrommel bis zum Ende ohne Gleiten der Friktionsräder und ohne eine Schleifenbildung oberhalb der Leitröllchen 43, so dass eine Berührung des Filmbandes mit der Lampenkammer oder gar ein Eindringen in diese sicher verhindert wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kinematograph, dadurch gekennzeichnet, dass das einen zusammenhängenden Körper bildende Schaltwerk während des Betriebes unabhängig vom Triebwerk auf-und abbewegt und bei Schadhaftwerden schnell und ebenfalls unabhängig vom Triebwerk ausgewechselt werden kann.