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Maschine zur Herstellung von Gluhlampeni'üsschen.
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für spitzenlose Lampen.
Es sind bereits Glasfussmaschinen bekannt, bei denen ein drehbarer Tisch mit einer Anzahl von Trägersystemen zur Halterung verschiedener Glasfussteile versehen ist und bei denen jedes Trägersystem für sich gleichfalls drehbar ausgeführt ist.
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Bei dieser Maschine, die besonders auch zur Herstellung von Glasfuissen spitzenloser Lampen geeignet ist, sind die Trägersysteme in bezug auf die Achse des drehbaren Tisches radial angeordnet. Diese Anordnung hat verschiedene Nachteile. Die Trägersysteme erhalten eine verwickelte Bauart. Die Brenner zum Erhitzen gewisser Glasfl1ssteile müssen auf beweglichen Armen angebracht werden, so dass es möglich ist, sie aus der Bahn der sieh vorbewegcnden Tr : igersysteme zu bringen.
Wird ein Satz von Qdetschzangen zum Bilden des Glasfusses angebracht, so ist es ferner notwendig, auch diese Q. u'tschzMgen auf einem beweglichen Arm anzubringen, damit das Ausschwingen ermöglicht wird.
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sichtlicheren Bauart der Trägersysteme zu gelangen.
Die Maschine nach der Erfindung hat in bekannter Weise einen drehbaren Tisch mit einer Anzahl von Trägersystemen zur Halterung des Tellerrohres, der Zulcitungsdriihte innerhalb des Tellerrohres, eines Stäbchens in der Verlängerung des Tellerrohres und gegebenenfalls einer Entlüftungsrohre innerhalb des Tellerrohres und kennzeichnet sich dadurch, dass die Trägersysteme derart angeordnet sind, dass in jedem Trägersystem die Enden der Träger beim Festgreifen und Loslassen der Lampenfussteile sich anfangs radial oder nahezu radial zu der Bahn bewegen, die die Trägersysteme um die Achse des drehbaren Tisches beschreiben.
Zur Befestigung der Trägersysteme an dem drehbaren Tische wird dieser zweckmässig mit zwei oder mehreren derart übereinander angeordneten Ringen versehen, dass die Achse des Tisches durch den Mittelpunkt jedes der Ringe geht. Die Trägersysteme werden an diesen Ringen mittels lotrecht in den Ringen gelagerter Spindeln befestigt.
Ferner können erfindungsgemäss die zu jedem Trägersystem gehörigen Zangen an lotrechten Spindeln angebracht sein, die derart zu beiden Seiten der zu bearbeitenden Glassfussteile angeordnet sind, dass die zu einer Zange gehörigen Zangenarme auf beiden Seiten der erwähnten Teile ihren Drehpunkt haben.
Die Quetschzangen zur Bildung der Quetschstelle können sich bei dieser Maschine in einer durch die Achse des drehbaren Tisches gehenden Ebene bewegen. Die verschiedenen Teile der Maschine werden' dann derart gebaut, dass die oberhalb der Quetschstelle liegenden Teile des Glasfusses mit ihren Trägern frei zwischen den geöffneten Quetschzangen hindurchgehen können.
Vorzugsweise wird die Maschine mit einer Vorrichtung versehen, mittels deren sich die Quetschzangen zwecks Bildung der Quetschstelle langsam und mit abnehmender Geschwindigkeit schliessen.
Erfindungsgemäss kann dies z. B. dadurch erzielt werden, dass in dem Hebelsystem für die Bewegung-' übertragung des Fusshebels auf die Quetschzangen ein Hebel derart angebracht ist, dass er am Ende der Bewegung zum Schliessen der Quetschzangen einen Totpunkt erreicht.
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Der drehbare Tisch der Maschine wird wiederholt in einer bestimmten Stellung verriegelt, und soll der Tisch wieder vorbewegt werden, so ist es somit nötig, den Tisch zd entkuppeln. Es ist dnlcLchtend, dass der Tisch in dem Augenblick, in dem die Quetschzangen zur Bildung der Quetschstelle geschlossen sind, nicht bewegt werden darf, da sich die noch weichen Teile des Füsschens hiedurch deformieren würden.
Die Maschine kann auch mit einer Vorrichtung versehen werden, durch die es unmöglich ist, den drehbaren Tisch zu entkuppeln, wenn die Quetsehzangen geschlossen sind. Zur Bedienung der Quetschzangen und zum wiederholten Entkuppeln des Tisches wird vorzugsweise nur ein Fusshebel verwendet und der Tisch wird erst bei diesem Aufwärtsbewegen entkuppelt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer solchen Maschine dargestellt.
Diese Maschine wird von Hand bedient, wobei sie je nach dem Fortgang der verschiedenen Bearbeitungen der Füsschen immer wieder in eine andere Stellung gebracht wird.
Die Anzahl der nötigen Tragvorrichtungen (in der dargestellten Maschine 8) hängt von der
Geschwindigkeit ab, mit der gearbeitet wird.
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Draufsicht auf die Maschine. Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie Il-Il
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während die Fig. 10 und 11 eine Seitenansicht dieses Blockes bzw. eine Draufsicht auf ihn darstellen.
Die Fig. 9,10 und 11 sind in grösserem Massstabe dargestellt. Fig. 12 ist eine Vorderansicht der Maschine mit den beiden Stützen von Quetsehzangen und dem Mechanismus des Fusshebels, während die andern Maschinenteile zur besseren Übersicht fortgelassen sind. Ferner sind deutlichkeitshalber die Träger der Quetsehzangen parallel zur Projektionsebene gedreht. Fig. 13 ist eine Seitenansicht der in Fig. 12 dargestellten Maschinenteile und die Fig. 14 und 15 stellen in Vorder-und Seitenansicht das fertige Füsschen dar.
Die mittels Stützen 3 fest miteinander und durch Arme 4 mit einer Nabe 5 verbundenen Ringe 1 und 2 (Fig. 2 und 3) sind um eine hohle, in der Grundplatte 7 befestigte Säule 6 drehbar. Die Platte 7 ruht auf einem von Füssen 9 und 10 (Fig. 21) unterstützten Tisch.
Die Nabe 5 ist mittels Kegellager 11 und 12 (Fig. 2) um die Büchse 6 drehbar.
Auf der Grundplatte 7 ist ein Träger 13 (Fig. 3) befestigt, der eine Sperrklinke 14 trägt. Die in dem Ringe 2 befestigten Stifte 15 werden abwechselnd von der Sperrklinke festgehalten, so dass die Ringe 1 und x in jener Lage festgehalten werden, die nötig ist, damit die Glasfssteile nacheinander den erforderlichen Bearbeitungen unterworfen werden.
Beim Drehen um die Säule 6 können die an den Ringen 1 und 2 befestigten Trägersysteme. A bis einschliesslich H jedes für sich in 8 aufeinanderfolgenden Stellungen festgehalten werden.
Die Trägersysteme sind in Fig. 1 in den Stellungen dargestellt, in denen sie nacheinander festgehalten werden können.
In der Stellung A wird das fertige Füsschen vom Arbeiter aus dem Trägersystem herausgenommen ; dies ist möglich, indem die Backen des Trägersystemes, wie später beschrieben, mit einer Hand geöffnet werden. Darauf werden die Teile der herzustellenden Füsschen, nämlich das Stäbchen, das Tellerrohr, die Zuleitungsdrähte und die Entlüftungsröhre in der richtigen gegenseitigen Lage in die zugehörigen Träger eingesetzt und diese wieder geschlossen.
Hierauf wird die Sperrklinke 14 ausgehoben, worauf die Ringe 1 und 2 um ein Achtel des Umfanges in die Richtung des Pfeiles in Fig. 1 weitergedreht werden und die Sperrklinke 14 wieder in die Verriegelungslage gebracht wird, um den Ring von neuem in der nächsten Lage B festzuhalten. Die in die Stellung B gekommenen Füsschenteile werden von Brennern 100 und 101 (Fig. 1) vorerhitzt. In der beschriebenen Weise werden die Ringe 1 und 2 und mit ihnen die Trägersysteme immer wieder um ein Achtel eines Umlaufes weitergedreht. In der Stellung 0 werden die Teile durch Brenner 102 und 103 aneinander geschmolzen, was in der Stellung D von Brennern 104 und 105 fortgesetzt wird. Beim Herunterdrücken des Fusshebels 180 mit dem die Sperrklinke 14 verbunden ist, schliessen sich Zangenarme 16 und 17 (Fig. 2 und 13).
Hiedurch wird die sogenannte"Quetschstelle"gebildet und die aneinandergeschmolzenen Teile werden innig mit den Zuleitungsdrähten verbunden, so dass ein luftdichter Verschluss um die Zuleitungsdrähte herum erhalten wird.
In der Stellung E (Fig. 1) wird eine Öffnung 123 (Fig. 14 und 15) in dem Füsschen geblasen, wobei
Brenner 106 und 107 (gig. 1) dazu dienen, das Glas weich zu halten.
In der Stellung F wird das gelochte Füsschen nacherhitzt, wodurch ein Zerspringen der Quetsch- stelle verhütet wird ; zu diesem Zwecke sind Brenner 108 und 109 vorgesehen. Auch prägen in dieser
Stellung mit einem Fusshebel 180 verbundene Zangenarme 18 und 19 (Fig. l und 12) beim Herunterdrücken dieses Fusshebels ein Zeichen in die Quetschstelle des Füsschens ein.
Es ist nötig, das zusammengeschmolzene Glas nach dem Quetschen derart umzugestalten, dass die Übergänge zwischen dem Glas des Füssehens und dem der Entlüftungsröhre abgerundet werden.
Dies wird durch eine weiter unten beschriebene Vorrichtung erzielt, mittels deren die Entlüftungsröhre
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um ein wenig aufwärts gezogen wird, während das Stäbchen durch einen Halter verhindert wird, sich mit aufwärts zu bewegen. Die Folge ist, dass sich das Glas an der weichsten Stelle dehnt. Es wird dafür Sorge getragen, dass das Glas am weichsten ist, wo das Ausziehen gewünscht wird. Dieses Ausziehen erfolgt, wenn das betreffende Trägersystem von der Stellung F zur Stellung G bewegt wird.
In den Stellungen G und H hat das Füsschen Gelegenheit, sich so weit abzukühlen, dass es ohne
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einem durch Leitungen 130, 131, 132, 133 und 134 zugeleiteten Gemisch von Gas und Luft gespeist.
In den Fig. 5-11 ist ein Trägersystem in grösserem Massstabe dargestellt : In den Ringen t und 2 (Fig. 5 und 6) sind Spindeln 20 und 21 drehbar angebracht ; lose um diese Spindeln sind Backen 22 und 23 geschoben, die einen Glasfuss 2. 5 an der für ihn bestimmten Stelle festzuhalten haben.
Die Backen 22 und 23 sind durch Stützen 30 und 31 mit um die Spindeln 20 und 21 drehbaren Hebeln 32 und 33 verbunden, die durch dne verstellbare Kuppelstange 34 derart miteinander verbunden sind, dass die Backen gleichzeitig und in entgegengesetzter Richtung bewegt werden können, und sich dabei um die Spindeln 20 und 21 drehen.
Durch richtige Wahl der Längen der Hebel 32 und 33 ist es möglich, Füsschen von verschiedenen Durchmessern, mit ihrer Mittellinie auf derselben Stelle in den Backen festzuhalten. An der Stütze 30 ist ferner ein als Handhebel dienender Hebel 35 angebracht, mittels dessen die Backen 22 und 23 entgegen der Feder 36 geöffnet werden können.
Backen 37 und 38 zum Halten einer Entlüftungsrohre 27 sind fest mit den Spindeln 20 und 21 verbunden, welche durch eine Kuppelstange 39 und auf 20 und 21 befestigte Hebel 40 und 41 derart miteinander verbunden sind, dass sie sieh gleichzeitig und in derselben Richtung drehen können.
Der Hebel 40 trägt ferner einen Handhebel 42, mittels dessen die Backen 37 und 38 entgegen einer Feder 43 geöffnet werden können. Die Längen der Hebel 40 und 41 sind derart gewählt, dass unabhängig von dem Durchmesser der Entlüftungsröhre, letztere mit seiner Mittellinie stets mit der Mittellinie eines in den Backen 22 und 23 geklemmten Fusses zusammenfällt.
Zwischen auf den Spindeln 20 und 21 befestigten Ringen 47 und 48 und an dem Ring 2 liegenden Trägern 49 und JO eingesehlossene Federn 45 und 46 suchen die Spindeln 20 und 21 herunterzudrücken. Die unterste Lage der Spindeln 20 und 21 wird dadurch bestimmt, dass die Schultern an den Hebeln 40 und 41 und dem Ringe 2 ruhen. Das Stäbchen 26 (Fig. 5) und die Zuleitungsdrähte 28 und 29 werden durch einen Block 55 (Fig. 5,9 und 10) hindurch gesteckt und ruhen beziehungsweise auf einer Stütze 56 und einem auf ihm verstellbaren Aufsatz 57 (Fig. 5).
Die Stütze 56 selbst ist in dem Ringe 2 in der Höhenrichtung verstellbar, so dass Stäbchen und Zuleitungsdrähte jeder Länge verarbeitet werden können.
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die Zuleitungsdrähte und ein Loch 60 für das Stäbchen gebohrt. Diese Löcher haben mit Rücksicht auf das bequeme Einstecken der Zuleitungsdrähte und des Stäbchens einen zu grossen Durchmesser, um diese genügend einzuschliessen. Das Stäbchen 26 und die Zuleitungsdrähte 27 und 28 werden daher durch zu diesem Zwecke bestimmte Finger an ihre Stelle gedrückt. Um das Stäbehen an seine Stelle zu drücken und beim weiter unten beschriebenen Ausziehen zu halten, ist ein Arm 61 (Fig. 8) mit einem Finger 62 vorgesehen. Der Arm 61 ist fest mit einer in den Ringen 1 und 2 gelagerten Spindel 63 verbunden.
Ferner ist an der Spindel 63 ein Handhebel 64 befestigt, der es ermöglicht, den Arm 61 mit Finger 62 aus dem Block 55 gegen eine Feder 65 herauszuziehen, die die Spindel 63 derart zu drehen sucht, dass der Finger 62 das Stäbchen 26 festklemmt. Infolge der Auswärtsbewegung des Armes 61 schiebt sich eine auf 61 befestigte keilförmige Nase 66 zwischen im Ringe 2 schwingbar eingeschlossene, durch eine Feder 69 zusammengehaltene Arme 67 und 68, an diesen befestigte Stifte 70 und 71 werden hiedurch so weit durch für sie bestimmte Löcher 72 und 73 hinausgezogen, dass die Löcher 58 und 59 frei sind, die Zuleitungsdrahte durchzulassen.
Die mit ihrer Verlängerung als Spindeln durch Ring 2 gestreckten Arme 67 und 68 (Fig. 5 und 7), wo sie durch Stellringe aufgeschlossen sind, tragen an der inneren Seite des Ringes 2 Federn 74 bzw. 75 (Fig. 6). Diese Federn 74 und 75 machen also die Bewegung des Armes 67 bzw. 68 mit.
Beim Füllen der Träger werden die drei Handhebel 35,42 und 64 mit der linken Hand gleichzeitig nach links gezogen, wodurch sich alle Tragbaeken und Klemmfinger lösen bzw. öffnen. Man kann selbstverständlich gewünschtenfalls die Zangen zur Bedienung mit der rechten Hand betätigen. Nach dem Einsetzen des Tellerrohres 25 wird der Handhebel3510sgelasstll, wodurch die Feder 36 die Backen 22 und 23 schliesst, die das Tellerrohr 25 in die richtige Richtung und an die richtige Stelle bringen.
Darauf werden das Stäbchen 26 und die Zuleitungsdrähte 28 und 29 eingesetzt (Fig. 5), wonach die Entlüftungsröhre an ihre Stelle gebracht wird. Jetzt wird der Handhebel 42 losgelassen und die Backen 37 und 38 schliessen sich unter der Wirkung der Feder 43, wobei sie die Entlüftungsröhrc M ausrichten und festklemmen. Dann erst wird der Handhebel 64 losgelassen, wodurch die Feder 65, die Spindel 63 in Umdrehung versetzt und damit den Finger 62 am Arm 61 gegen das Stäbchen 26 legt,
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so dass letzteres während der weiteren Bearbeitung an seiner Stelle gehalten wird.
Infolge des Rückganges der mit dem Arme 61 verbundenen Nase 66 können sich die Arme 67 und 68 unter der Wirkung der Feder 69 nacheinander hin bewegen, bis die Stifte 70 und 71 die Zuleitungsdrähte gegen die innere Seite der Löcher 58 und 59 drücken, wodurch die Zuleitungsdrähte ausgerichtet und festgeklemmt werden. Infolge derselben Bewegung der Arme 67 und 68 bewegen sich auch die Federn 74 und 75 nacheinander hin und schliessen sich die oberen Enden der Zuleitungsdrähte möglichst dicht an die Entlüftungsröhre an, wodurch die Zuleitungsdrähte an der Stelle, wo die Quetschstelle kommen soll, die richtige Richtung erhalten.
Das Trägersystem ist jetzt gefüllt und bereit, in die Stellung B gebracht zu werden ; zu diesem Zwecke wird die Sperrklinke 14 durch Herunterdrücken des Fusshebels, den man darauf wieder zurück- schwingen lässt, zeitweise ausgehoben, kurz vor Erreichen der Stellung B freigegeben und im gegebenen Augenblick neuerdings verriegelt.
In der Stellung B werden die Fussteile durch die Brenner 100 und 101 (Fig. 1) vorerhitzt. Gleichzeitig wird das Trägersystem, das dann die Stellung A erreicht hat, gegebenenfalls nach der Fortnahme eines fertigen Füssehens wieder von neuem gefüllt. In. ähnlicher Weise wird die Maschine nach dem Füllen des Trägersystems wieder in eine folgende Stellung gedreht und kommen die Teile des zuerst betrachteten Füsschens von der Stellung B in die Stellung C.
In der Stellung 0 befinden sich die Brenner 102 und 10.'3, die mit spitzen Flammen das Glas von Füsschen, Stäbchen und Entlüftungsröhre an der beabsichtigten Quetschstelle zum Schmelzen bringen.
Nachdem das Füsschen von der Stellung 0 in die Stellung D gebracht worden ist, wird es an der
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Sperrklinke stattfindet, wird durch Backen 150 und 151 (Fig. 2 und 13) der Zangen arme 16 und 17 die
Quetschstelle gebildet. Es ist zum Erhalten eines guten Ergebnisses notwendig, dass das Quetschen der Quetschstelle verhältnismässig langsam vor sich geht, da sonst das Glas die Zuleitungsdrähte 28 und 29 zu stark mit sich nimmt. Ein schlechter Verschluss rings um die Zuleitungsdrähte und das Entstehen eines Sprunges in der Quetschstelle wären die Folgen. Zur Sicherung eines Q, letschens der Zangenarme 16 und 17 mit ziemlich geringer Geschwindigkeit ist der Antrieb der Backen und Zangenarme folgendermassen angeordnet (Fig. 2, 12 und 13).
An einem auf der Fussplatte 7 befestigten Träger 152 sind die Zangenarme 16 und 17 schwingbar um einen exzentrischen Schulterbolzen 153 aufgehängt. Der Zangenarm 17 trägt ein um den Stift 154 gelenkiges Joch 155 mit zwei vorspringenden Stiften 156, die als Anschläge gegen die Backe 150 dienen, wodurch die Dicke der Quetschstelle des Füsschen bestimmt wird. Durch eine Feder 168 wird das
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und 163 mittels des als Gelenk dienenden Bolzens 166 an den Hebel 160 gekuppelt. Der Bolzen 166 ist fest in den Hebel 766 gedrückt, so dass kein störender Spielraum entsteht.
Durch Drehen der exzentrischen Bolzen 153 und 161 ist es möglich den Treffpunkt der Backen 150 und 151 und somit die Quetschstelle des Füsschens genau in die Mitte des Füsschens zu bringen sowie diese Stelle etwas höher oder tiefer einzustellen, was nötig sein kann, wenn die obere Seite des Blockes 55 nach einiger Benutzung ausgebessert worden ist. Der Hebel 160 wird von einer am Träger 152 aufgehängten Feder 168 aufwärts gezogen, so dass die Zangenarme 16 und 17 in der Ruhelage geöffnet sind.
Unter der Fussplatte 7 ist ein Träger 169 befestigt (Fig. 12 und 13), an dem ein um eine Spindel drehbares Glied 171 befestigt ist ; dieses ist mittels eines Schulterbolzens 172 drehbar mit einer Kuppelstange 173 verbunden, deren anderes Ende mittels eines Bolzens 174 drehbar mit dem Hebel 160 verbunden
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in einer geraden Linie liegen. Das Glied 171 ist ferner mittels des Bolzens 172 mit einer Kuppelstange 176 drehbar verbunden, deren anderes Ende mittels eines Bolzens 178 mit einem Ohr 179 des Fusshebels 180 drehbar verbunden ist. Der Fusshebel 180 ist um Stifte 181 und-752 (Fig. 12) in an der Platte 7 befestigten Trägern 183 und 184 drehbar.
Mittels einer an einem Ende an dem Gliede 171 und am andern Ende an einem Träger 187 befestigten Feder 186 wird der Fusshebel 180 stets zum Arbeiter hingezogen, während das Glied 171 in eine derartige Lage gebracht wird, dass die Zangenarme 16 und 17 geöffnet sind. Indem man den Fusshebel mit dem Fusse von sich tritt, was gewöhnlich mit zunehmender Geschwindigkeit stattfindet, wird das Glied 171 in die bereits erörterte Lage, bei der die drei Drehpunkte 174, 170 und 172 in einer geraden Linie liegen, gebracht. Um zu verhüten, dass der Fusshebel 180 zu weit getreten wird, ist ein Anschlag 188 (Fig. 12) vorgesehen.
Durch diese Einrichtung werden die Zangenarme zunächst mit beliebiger, während des letzten Teiles ihresWeges, jedoch mit abnehmender Geschwindigkeit einander genähert, so dass in dem Augenblick,
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in dem die Anschläge 156 gegen die Backe 150 kommen und die Quetschstelle gebildet wird, die Geschwindigkeit praktisch Null ist. Die Feder 156, die die Backen auseinander zu halten sucht, hält ausserdem den Spielraum aus dem Komplex von Hebeln und Kuppelstangen, so dass die Backen keine Gelegenheit haben, vermöge ihrer lebendigen Kraft am Ende ihres Weges eine zu grosse Geschwindigkeit zu behalten.
Wenn die Backen 150 und 151 die Quetschstelle in dem Füsschen bilden, darf die Sperrklinke 14 (Fig. 3 und 13) noch nicht entkuppelt sein, da sonst infolge unwillkürlicher Bewegungen des Arbeiters, die Ringe 1 und 2 (Fig. 2 und 3) in Bewegung versetzt werden können, so dass das Füsschen sich deformieren und die Träger mit ihren Spindeln beschädigt werden könnten. Um diesen Anforderungen zu genügen, kann man einen zweiten Fusshebel vorsehen, der nur die Sperrklinke bedient. Dies macht jedoch zwei getrennte Fussbewegungen des Arbeiters notwendig, die nacheinander in der einmal vorgeschriebenen Reihenfolge stattzufinden haben, und die zu Irrtümern führen können. Auch wird hiedurch die Arbeitsgeschwindigkeit herabgesetzt.
Bei der dargestellten Maschine bedient ein Fusshebel sowohl die Zangenarme wie die Sperrklinke.
An der Spindel 182 (Fig. 12) des Fusshebels 180 ist vin mittels eines Bolzens 191 mit einer Kuppelstange 192 gelenkig verbundener Arm 190 (Fig. 13) befestigt. Das andere Ende der Kuppelstange 192 ist mittels eines Bolzens 193 drehbar mit einem um einen in dem Träger 13 befestigten Bolzen 196 drehbaren Hebel 194 verbunden (Fig. 4). Der Träger 13 ist fest auf der Fussplatte 7 aufgesetzt. An dem Hebel 194 ist ein um einen Stift 197 drehbarer Zuhaltungshaken 198 aufgehängt, der unter dem Einfluss einer mit einem Ende am Hebell94 und mit dem anderen Ende an dem erwähnten Zuhaltungshaken 198 befestigten Feder 199 bestrebt ist, einen als Haken dienenden Stift 200 längs einer Nase des Sperrhebels 14 zu bewegen.
Der Sperrhebel 14 ist um einen Stift 196 drehbar. Ferner sind der Sperrhebel14 und der. Hebel 194 durch eine Zugfeder 202 gekuppelt. In dem Augenblick, in dem der Fusshebel 180 weggedrückt wird, um mit 150 und jf. H eine Quetschstelle an dem Füsschen zu bilden, liegt der Sperrhebel14 an dem im
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und 4) wird nun das untere Ende des Hebels 194 (Fi. g 4) nach rechts bewegt, wobei die Zugfeder 202 gespannt wird. In einem bestimmten Augenblick schnappt der von der Feder 199 mit dem Hebel 194 mitgezogene Zuhaltungshaken ? mit dem Stift 200 über die Nase 201 am Hebel 14 und bewegt sich noch etwas weiter, bis die Anschläge 156 auf die Backe- stossen.
Beim Rückgang des Fusshebels 180
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in der Richtung des Pfeiles in Fig. 1 weitergedreht haben, dass der Stift 15 auf den Zuhaltungshaken 198 stösst und diesen abwärts drückt. Die Form des Zuhaltungshakens 198 (Fig. 4) ist so gewählt, dass der Stift 200 von der Nase 201 abschnellt, wodurch der Sperrhebel 14 freigegeben wird und dieser, indem er sich um den Stift 196 dreht, unter der Wirkung der Feder 202 in die Höhe schnellt.
Der Stift 15, der so die Sperrldinke 14 freigemacht hat, streift jetzt über den Rücken 203 des Sperrhebels 14 bis er in einer Aussparung 204 festgehalten wird, wodurch die Bewegung gehemmt und die Ringe 1 und 2 in der richtigen Stellung festgehalten werden.
In der Stellung E, in der das Trägersystem dann angekommen ist, befinden sich Brenner jazz und 107, deren Flammen das Füsschen bei der Quetschstelle und dicht über derselben so erweichen, dass die durch eine Düse 117 in das Stäbchen eingeblasene Luft die Entlüftungsröhro 27 bei 118 (Fig. 15) etwas aufblasen kann und bei fortgesetztem Blasen eine Öffnung 123 durch die zusammengeschmolzenen Wände der
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über das Luftzulieutngsrohr 119 geschobenen Gummischlauch 118 aufgehängt. Mittels eines federnden, mit Flügeln versehenen Plättchens 120 wird die Düse an die richtige Stelle gebracht (Fig. 2).
Eine Düse 121 ermöglicht es, Luft zwischen das Stäbchen und das Füsschen zu blasen, wodurch in dem ringförmigen Raum 122 (Fig. 15) ein geringer Überdruck entsteht ; dieser verhütet den Zusammensturz der Wand des Tellerrohres 25, was grosse Gefahr des Zerspringens des Glases nach dem Abkühlen des Füsschens ergeben würde. In ähnlicher Weise wie für die vorhergehenden Stellungen wird das Trägersystem jetzt nach Stellung F gebracht.
Hier befinden sich Brenner 108 und 109, deren Flammen die scharfen Kanten der in Stellung E geblasenen Öffnung 123 wegzuschmelzen und die Qd tschstdle derart erhitzen sollen, dass das Zeichen, das sich auf einer der Backen oder Zangenarme 18 und 19 oder auf beiden befindet, ohne Schaden ins Glas geprägt werden kann. Die Zangenarme 18 und 19 (Fig. 1) sind an darm auf der Fussplatte 7 befestigten Träger 210 (Fig. 12) aufgehängt.
Der Antrieb der Zangenarme 18 und 19 findet ganz ähnlich wie jener der Zangenarme 16 und 7 statt. Ein Ohr 211 ist zu diesem Zwecke am Fusshebel 180 befestigt.
Aus dem Vorhergehenden folgt, dass sowohl das eigentliche Quetschen in Stellung D wie das Stempeln in Stellung F mittels eines und desselben Fusshebels, gleichzeitig beim Heruntertreten des Hebels erfolgt.
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platte 7 aufgesetzten Bahn 216.
Wie aus Fig. 1 und 3 ersichtlich, werden die Spindeln 20 und 21 jetzt gezwungen, sich entgegen der Wirkung der Federn 45 und 46 aufwärts zu bewegen ; sie gleiten dabei durch ihre Führungen in den Ringen 1 land 2 und durch die das Tellerrohr 25 haltenden Backen 22 und 23 (Fig. 5). Infolge der Aufwärtsbewegung der Spindeln 20 und 21 und der mit ihnen verbundenen, die Entluftungsröhre 27 haltenden Backen 37 und 38 wird das von diesen gehaltene, noch weiche Ende der Entlüftungsröhre 27 mit aufwärtsgenommen und infolgedessen das noch weiche untere Ende der Entlüftungsröhre 27 und ein noch weicher Teil der Quetschstelle 124 des Füsschens, ausgezogen.
Dieses Ausziehen bezweckt die Abrundung der Übergänge der Wand des Füssehens in die der Evakuierröhre. Durch die Abrundung dieser Übergänge wird die Gefahr des Zerspringens des abgekühlten Füsschen geringer. In der Stellung G ist die Bahn 216 bereits flach und wird dem Füsschen Gelegenheit gegeben, sich abzukühlen, ebenso wie in der Stellung H, in die das Füsschen bei der nächsten absatzweisen Bewegung gebracht wird. Bei der
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auf der Fussplatte aufgesetzte Bahn 218 ; diese zwingt den Finger 217, die Spindel 21 zu drehen, und infolgedessen öffnen sich die auf den Spindeln 20 und 21 befestigten Backen 37 und 38. Diu Spindeln 20 und 21 sind, wie vorher beschrieben, mittels der Hebel 40 und 41 an die Kuppelstangen 39 gekuppelt.
Die Bahn 216, gegen die sich die Spindeln 20 und 21 unter dem Einfluss der Federn 45 und 46 stützen, beginnt, nachdem die Bahn 218 die Backen 37 und 38 geöffnet hat, zu sinken, wodurch die
Spindeln sich wieder abwärts bewegen und mit den Schultern der Hebel 40 und 41 auf den Ring 2 zu ruhen kommen (Fig. 5). Knapp vor Erreichen der Stellung A endigt die Bahn 218 mit einer geringen Neigung nach der Mitte der Maschine ; der Finger 217 wird infolgedessen wieder freigegeben und die Backen 37 und 38 werden unter den Wirkungen der Feder 43 geschlossen. In der Stellung A kann das fertige Füsschen aus der Maschine herausgenommen werden und die Backen können von neuem mit den Teilen eines neu anzufertigenden Füsschens gefüllt werden.
Hiemit ist die Reihenfolge der Bearbeitungen und Vorgänge für ein Trägersystem beschrieben, die für alle Träger gleich ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zur Herstellung von Glühlampenfüsschen mit einem drehbaren Tisch, der mit einer Anzahl von Trägern für das Tellerrohr, die Stromzuleitungsdrähte innerhalb des Tellerrohres, ein Stäbchen in der Verlängerung des Tellerrohres und gegebenenfalls eine Entlüftungsröhre innerhalb des Tellerrohres versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger derart angeordnet sind, dass in jedem Trägersystem die Enden der Träger beim Ergreifen und Loslassen der Lampenfussteile sich anfangs radial oder nahezu radial zu der Bahn bewegen, die die Trägersysteme um die Achse des drehbaren Tisches beschreiben.