DE443583C - Maschine zur Herstellung von Glasfuessen fuer elektrische Gluehlampen - Google Patents
Maschine zur Herstellung von Glasfuessen fuer elektrische GluehlampenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J9/00—Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
- H01J9/24—Manufacture or joining of vessels, leading-in conductors or bases
- H01J9/32—Sealing leading-in conductors
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
- H01K3/00—Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
- H01K3/08—Manufacture of mounts or stems
- H01K3/10—Machines therefor
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- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Manufacture Of Electron Tubes, Discharge Lamp Vessels, Lead-In Wires, And The Like (AREA)
- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
3. MAI 1927
3. MAI 1927
REICHS PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 f GRUPPE
(N 23397 VlII\2iP)
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken in Eindhoven, Holland*).
Maschine zur Herstellung von Glasfüßen für elektrische Glühlampen.
Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung von Glasfüßen für elektrische
Glühbirnen, insbesondere für spitzenlose Lampen.
Es sind bereits Maschinen dieser Art bekannt, bei denen ein drehbarer Tisch mit
einer Anzahl von Trägersystemen zum Halten verschiedener Glasfußteile versehen und
jedes Trägersystem für sich gleichfalls drehbar ausgeführt ist.
Auch hat man bereits vorgeschlagen, die Trägersysteme fest mit dem drehbaren Tische
zu verbinden. Bei dieser bekannten Maschine, die besonders auch zur Herstellung von Glasfüßen
spitzenloser Lampen geeignet ist, sind die zu jedem Trägersysteme gehörigen Zangen
radial in bezug auf die Achse des drehbaren Tisches angeordnet. Diese Anordnung hat
verschiedene Nachteile. Die Trägersysteme erhalten eine verwickelte Bauart. Die Brenner zum Erhitzen gewisser Glasfußteile
müssen auf beweglichen Armen angebracht werden, damit es möglich ist, sie aus der
Bahn der sich vorbewegenden Trägersysteme auszuschwingen. Wird ein Satz von Quetschzangen
zum Bilden des Glasfußes angebracht, so ist es ferner notwendig, auch diese Quetschzangen auf einem beweglichen Arme
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Hendrik de Jong in Eindhoven, Holland.
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anzubringen, damit sie gleichfalls ausgeschwungen werden können.
Zweck der Erfindung ist, diese Schwierigkeiten zu beheben und zu einer einfacheren
und übersichtlicheren Bauart der Trägersysteme zu gelangen.
Die Maschine nach der Erfindung ist in bekannter Weise mit einem drehbaren Tische
mit einer Anzahl von Trägersystemen zum ίο Halten des Tellerrahres, der Zuleitungsdrähte innerhalb des Tellerrohres, eines
Stäbchens in der Verlängerung des Tellerrohres (der sogenannten Mitteltragstütze)
und gegebenenfalls einer Entlüftungsröhre innerhalb des Tellerrohres versehen. Sie ist
dadurch gekennzeichnet, daß die zu jedem Trägersysteme gehörigen Zangen in einer
etwa tangentialen Richtung zu der von den Trägersystemen bei der Umdrehung des
ao Tisches durchlaufenen Kreisbahn angeordnet sind. Weil hierdurch die Glasfußteile in einer
Richtung senkrecht zu der von den Trägern beschriebenen Bahn zugänglich sind, ist es
möglich, die Brenner in derselben Richtung und fest anzuordnen und nebenbei einen
einzigen Satz von Quetschzangen auf einem festen Arme anzubringen.
Zur Befestigung der Trägersysteme an dem drehbaren Tische wird letzterer zweckmäßig
mit zwei oder mehreren zur Achse des Tisches konzentrischen übereinander angeordneten
umlaufenden Ringen versehen. Die Trägersysteme werden an diesen Ringen
mittels senkrecht in den Ringen gelagerter Spindeln befestigt.
Ferner können erfindungsgemäß die zu ^ jedem Träger systeme gehörigen Zangen an
senkrechten Spindeln angebracht sein, die derart zu beiden Seiten der zu bearbeitenden
Glasfußteile angeordnet werden, daß die zu einer Zange gehörigen Zangenarme auf beiden
Seiten der erwähnten Teile ihren Drehpunkt haben, wodurch bei verschiedenen Glasfußabmessungen
die Glasfußteile jeweils genau zentriert werden.
Die beiden Quetschzangen zur Bildung der Quetschstelle können sich bei der Maschine
nach der Erfindung in je einer durch die Achse des drehbaren Tisches gehenden Ebene
bewegen. Die verschiedenen Teile der Maschine werden dann derart gebaut, daß die
oberhalb der Quetschstelle des Glasfußes liegenden Teile des letzteren mit ihren
Trägern frei zwischen den geöffneten Quetschzangen hindurchgehen können.
Zweckmäßig wird die Maschine mit einer Einrichtung versehen, die ein langsam und
mit abnehmender Geschwindigkeit erfolgendes Schließen der Quetschzangen. bewirkt. Erfindungsgemäß
kann dies z. B. dadurch erzielt werden, daß in dem Hebelsysteme zur Übertragung der Bewegung des Fußhebels auf die
Quetschzangen ein Hebel derart angeordnet ist, daß er am Ende der Bewegung zum Schließen
der Quetschzangen einen Totpunkt erreicht.
Der drehbare Tisch der Maschine wird wiederholt in je einer bestimmten Stellung
verriegelt, und wenn der Tisch dann wieder vorbewegt werden soll, so ist es daher nötig,
ihn wieder zu entkuppeln. Es ist einleuchtend, daß der Tisch in dem Augenblicke, in
dem die Quetschzangen zur Bildung der Quetschstelle geschlossen sind, nicht bewegt
werden darf, da sich die noch weichen Teile des Füßchens hierdurch deformieren würden.
Die Maschine kann daher mit einer Sperrvorrichtung versehen werden, die den drehbaren
Tisch verriegelt, wenn die Quetschzangen geschlossen sind. Zur Bedienung der Quetschzangen und zum wiederholten Entkuppeln
des drehbaren Tisches wird vorzugsweise nur ein Fußhebel verwendet, und der
Tisch wird erst bei der Aufwärtsbewegung des Fußhebels entkuppelt.
Verschiedene andere neue Kennzeichen der Maschine nach der Erfindung, die sich insbesondere
auf die Bauart der Trägersysteme beziehen, sollen in der nachfolgenden Beschreibung
einer Ausführungsform der Maschine beschrieben werden.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform einer Maschine nach der Erfindung beispielsweise
dargestellt.
Die Drehung der einzelnen Trägersysteme der Maschine in ihre aufeinanderfolgenden
Arbeitsstellungen geschieht in bekannter Weise von Hand.
Die Anzahl der benötigten Trägersysteme ist von der Geschwindigkeit abhängig, mit
der gearbeitet wird, und beträgt bei der dargestellten Maschine acht.
In der Zeichnung ist:
In der Zeichnung ist:
Abb. ι eine Draufsicht auf die Maschine, Abb. 2 ein senkrechter Schnitt nach der
Linie ΠΙ-ΙΠ-Π-ΙΠ in Abb. 1,
Abb. 3 ein Schnitt nach der Linie H-II in
Abb. i,
Abb. 4 eine Vorderansicht des Gesperres, das den Tisch absatzweise verriegelt,
Abb. S eine Vorderansicht eines der Trägersysteme,
Abb. 6 eine Draufsicht darauf, Abb. 7 ein Schnitt nach der Linie VII-VII
in Abb. S,
Abb. 8 ein Schnitt nach Linie VIII-VIII in Abb. 5,
Abb. 9 ein senkrechter Schnitt durch den Block 55 in Abb. 5, während die
Abb. 10 und 11 eine Seitenansicht dieses
Blockes bzw. eine Draufsicht auf ihn darstellen. Die Abb. 9, 10 und 11 sind in
größerem Maßstabe dargestellt.
Abb. 12 ist eine Vorderansicht der Maschine mit den beiden Sätzen von Quetschzangen
und dem Gestänge des Fußhebels, während die anderen Maschinenteile zur besseren Übersichtlichkeit fortgelassen sind.
Ferner sind deutlichkeitshalber die Stühle der Quetschzangen parallel zur Projektionsebene
gedreht dargestellt.
Abb. 13 ist eine Seitenansicht der in ίο Abb. 12 dargestellten Maschinenteile.
Die Abb. 14 und 15 stellen in Vorder- und
Seitenansicht das fertige Füßchen dar.
Die mittels Stützen 3 fest miteinander und durch Arme 4 mit einer Nabe 5 verbundenen
Ringe 1 und 2 (Abb. 2 und 3) sind um eine hohle in der Grundplatte 7 befestigte Säule 6
drehbar. Die Platte 7 ruht auf einem von Füßen 9 und 10 (Abb. 12) unterstützten
Tische.
Die Nabe S ist mittels Kugellager 11 und
12 (Abb. 2 und 3) um die Säule 6 drehbar.
Auf der Grundplatte 7 ist ein Stuhl 13 (Abb. 3) befestigt, der eine Sperrklinke 14
(Abb. 3 und 4) trägt. Die in dem Ringe 2 befestigten Stifte 15 werden nacheinander
von der Sperrklinke 14 festgehalten, so daß die Ringe 1 und 2 jeweils in den zur nacheinander
erfolgenden Bearbeitung der Glasfußteile nötigen einzelnen Stellungen festgehalten
werden können.
Beim Drehen um die Säule 6 können die an den Ringen 1 und 2 befestigten Trägersysteme
A bis einschließlich H jedes für sich in acht aufeinanderfolgenden Stellungen festgehalten
werden.
Die Trägersysteme sind in Abb. 1 in den Stellungen dargestellt, in denen sie nacheinander
festgehalten werden.
In der Stellung A wird das fertige Füßchen von dem Arbeiter, der die Maschine bedient,
aus dem Trägersysteme herausgenommen; dies ist möglich, indem in weiter unten
beschriebener Weise die Backen des Trägersystems mit einer Hand geöffnet werden.
Darauf werden die einzelnen Teile des herzustellenden Füßchens, nämlich das Stäbchen,
das Tellerrohr, die Zuleitungsdrähte und die Entladungsröhre in der in bezug aufeinander
richtigen Lage in die zugehörigen Träger eingesetzt und diese wieder geschlossen.
Hierauf wird die Sperrklinke 14 ausgehoben, worauf die Ringe 1 und 2 um ein
Achtel des Umfanges in der Richtung des Pfeiles in Abb.i weitergedreht werden und
die Sperrklinke 14 wieder in die Verriegelungslage gebracht wird, um die Ringe von
neuem in der nächsten Lage B festzuhalten. Die in die Stellung B gekommenen Füßchenteile
werden von Brennern 100 und 101 (Abb. 1) vor erhitzt. In der eben beschriebenen
Weise werden die Ringe 1 und 2 und mit ihnen die Trägersysteme immer wieder
um ein Achtel einer Umdrehung weitergedreht. In der Stellung C werden die Teile durch Brenner 102 und 103 aneinandergeschmolzen,
was in der Stellung D von Brennern 104 und 105 fortgesetzt wird.
Beim Herunterdrücken eines Fußhebels 180, mit dem die Sperrklinke 14 verbunden ist,
schließen sich die Zangenarme 16 und 17 (Abb. 2 und 13). Hierdurch wird in an
sich bekannter Weise die sogenannte »Quetschstelle« gebildet, und die aneinandergeschmolzenen
Teile werden innig mit den Zuleitungsdrähten verbunden, so daß ein luftdichter Verschluß um die Zuleitungsdrähte
herum erhalten wird.
In der Stellung E (Abb. 1) wird die öffnung
123 (Abb. 14 und 15) in das Füßchen eingeblasen, wobei Brenner 106 und 107
(Abb. 1) dazu dienen, das Glas weich zu halten.
In der Stellung F wird das gelochte Füßchen nacherhitzt, um ein Zerspringen der
Quetschstelle zu \rerhüten; zu diesem Zwecke
sind Brenner 108 und 109 vorgesehen. Auch prägen in dieser Stellung mit dem Fußhebel
180 verbundene Zangenarme 18 und 19 (Abb. ι und 12) beim Herunterdrücken
dieses Fußhebels in üblicher Weise ein Zeichen in die Quetschstelle des Füßchens
ein.
Es ist nötig, nach dem Quetschen das zusammengeschmolzene Glas derart umzugestalten,
daß die Übergänge zwischen dem Glase des Füßchens und dem der Entlüftungsröhre abgerundet werden. Dies wird durch
eine weiter unten beschriebene Vorrichtung erzielt, mittels deren die Entlüftungsröhre
ein wenig aufwärts gezogen wird, während das Stäbchen durch einen Halter verhindert
wird, sich mit aufwärts zu bewegen. Die Folge ist, daß sich das Glas an der weichsten
Stelle dehnt. Es wird dafür Sorge getragen, daß das Glas dort am weichsten ist, wo das
Ausziehen gewünscht wird. Dieses Ausziehen erfolgt, wenn das betreffende Trägersystem
von der Stellung F zur Stellung G bewegt wird.
In den Stellungen G und H hat das Füßchen no
Gelegenheit, sich so weit abzukühlen, daß es ohne Gefahr einer Formänderung aus den
Trägern herausgenommen werden kann.
Die Brenner 100, 101, 102 und 103 sind
an Ringen 110 und 111 (Abb. 1) befestigt,
die durch Bügel 112 und 113 miteinander
verbunden sind und auf Säulen 114, 115 und
116 ruhen. Die Brenner werden in üblicher Weise mit einem durch Leitungen 130, 131,
*32> X33 und 134 zugeleiteten Gemische von
Gas und Luft gespeist.
Nachdem vorstehend kurz eine Beschrei-
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bung der Arbeitsweise der Maschine gegeben worden ist, sollen jetzt einige Maschinenteile
ausführlicher beschrieben werden.
Ein Trägersystem ist in größerem Maßstäbe in den Abb. 5 bis einschließlich 11 dargestellt
und folgendermaßen zusammengesetzt:
In den Ringen 1 und 2 (Abb. 5 und 6) sind Spindeln 20 und 21 drehbar angebracht;
auf diesen Spindeln sitzen Backen 22 und 23, die den Glasfuß 25 auf der für ihn bestimmten
Stelle festzuhalten haben.
Die Backen 22 und 23 sind durch Stützen 30 und 31 mit um die Spindeln 20 und 21
drehbaren Hebeln 32 und 33 verbunden, die ihrerseits durch eine verstellbare Kuppelstange
34 derart miteinander verbunden sind, daß die Backen gleichzeitig und in entgegengesetzter
Richtung bewegt werden können 20" und sich dabei um die Spindeln 20 und 21
drehen.
Durch eine richtige Wahl der Längen der Hebel 32 und 33 ist es möglich, Füßchen von
verschiedenem Durchmesser mit ihrer Mittellinie auf derselben Stelle in den Backen festzuhalten.
An der Stütze 30 ist ferner ein als Handhebel dienender Hebel 35 angebracht, mittels dessen die Backen 22 und 23 entgegen
der Wirkung der ihr Schließen bewirkenden Feder 36 geöffnet werden können.
Zwei Backen 37 und 38 zum Halten der Entlüftungsröhre 27 sind fest mit den
Spindeln 20 und 21 verbunden. Die Spindeln 20 und 21 sind durch eine Kuppelstange 39
und durch auf 20 und 21 befestigte Hebel 40 und 41 derart miteinander verbunden, daß
sie sich gleichzeitig und in derselben Richtung drehen können.
Der Hebel 40 trägt ferner einen Handhebel 42, mittels dessen die Backen 37 und 38 entgegen
der Wirkung einer das Schließen der Backen bewirkenden Feder 43 geöffnet werden können. Die Längen der Hebel 40 und 41
sind derart gewählt, daß die Mittellinie der Entlüftungsröhre unabhängig von deren
Durchmesser stets mit der Mittellinie eines in den Backen 22 und 23 festgeklemmten
Fußröhrchens zusammenfällt.
Zwischen auf den Spindeln 20 und 21 befestigten Ringen 47 und 48 und an dem
Ringe 2 sitzenden Stühlen 49 und 50 eingeschlossene Federn 45 und 46 suchen die
Spindeln 20 und 21 herunterzuziehen. Die unterste Lage der Spindeln 20 und 21 wird
dadurch bestimmt, daß die Schultern der, wie bereits erwähnt, fest mit 20 und 21 verbundenen
Hebel 40 und 41 auf dem Ringe 2 ruhen. Die Mitteltragstütze 26 und die Zuleitungsdrähte
28 und 29 (Abb. 5) werden durch einen Block 55 (Abb. 5, 9 und 10) hindurchgesteckt
und ruhen auf einem verstellbaren Aufsatze 57 einer Stütze 56 (Abb. 5).
Die Stütze 56 selbst ist ebenfalls in dem Ringe 2 in der Höhenrichtung verstellbar,
so daß Mitteltragstutzen und Zuleitungsdrähte von jeder gewünschten Länge verarbeitet
werden können.
Der Block 55 dient zum Zentrieren der Mitteltragstütze und der Zuleitungsdrähte
und zum Schütze der Zuleitungsdrähte vor Verbrennung. Zu diesem Zwecke sind in den
Block 55 Kanäle 58 und 59 für die Zuleitungsdrähte und ein Kanal 60 für die Mitteltragstütze gebohrt. Diese Kanäle haben
zwecks Erleichterung des Einführens der Zuleitungsdrähte und der Mitteltragstütze einen
verhältnismäßig großen Durchmesser. Die Mitteltragstütze 26 und die Zuleitungsdrähte
27 und 28 werden deshalb durch zu diesem Zwecke bestimmte Finger in ihre richtige
Lage gedrückt. Um die Mitteltragstütze in ihre richtige Lage zu drücken und bei dem
weiter unten beschriebenen Ausziehen in ihr zu erhalten, ist ein Arm 61 (Abb. 8) mit
einem Finger 62 vorgesehen. Der Arm 61 ist an einer in den Ringen 1 und 2 gelagerten
Spindel 63 befestigt. Ferner ist an der Spindel 63 noch ein Handhebel 64 befestigt, der
es ermöglicht, den Arm 61 mit Finger 62 aus dem Blocke 55 entgegen der Wirkung einer
Feder 65 herauszudrehen, die die Spindel 63 derart zu drehen sucht, daß der Finger 62
die Mitteltragstütze 26 festklemmt. Bei der Auswärtsbewegung des Armes 61 schiebt
sich eine auf 61 befestigte keilförmige Nase 66 zwischen im Ringe 2 schwingbar gelagerte,
durch eine Feder 69 zusammengehaltene Arme 67 und 68. An den Armen 67 und 68
befestigte Stifte 70 und 71 werden infolge dieses Vorganges so weit aus ihren Führungskanälen
72 und 73 herausgezogen, daß die Kanäle 58 und 59 für die Hindurchführung der Zuleitung frei werden.
Die Arme 67 und 68, deren umgebogene Enden als Spindeln durch den Ring 2 gesteckt
sind (Abb. 5 und 7), wo sie durch Stellringe befestigt sind, tragen an der inneren Seite
des Ringes 2 Federn 74 bzw. 75 (Abb. 6). Diese Federn 74 und 75 machen also die Bewegung
der Arme 67 und 68 mit.
Beim Beschicken der Trägersysteme werden die drei Handhebel 35, 42 und 64 mit der
linken Hand gleichzeitig nach links gezogen, wodurch sich alle Tragbacken und Klemmfinger
lösen bzw. öffnen. Man kann selbstverständlich gewünschtenfalls die Bedienung
der Zangen auch mit der rechten Hand ausführen. Nach dem Einsetzen des Tellerrohres
wird der Handhebel 35 losgelassen, wodurch die Feder 36 die Backen 22 und 23 schließt, die das Tellerrohr 25 in die richtige
Richtung und an die richtige Stelle bringen.
Darauf werden die Mitteltragstütze 26 und die Zuleitungsdrähte 28 und 29 eingesetzt
(Abb. 5), wonach die Entlüftungsröhre 27 an ihre Stelle gebracht wird. Jetzt
wird der Handhebel 42 losgelassen, so daß sich die Backen 37 und 38 unter der Wirkung
der Feder 43 schließen, wobei sie die Entlüftungsröhre 27 ausrichten und festklemmen.
Dann erst wird der Handhebel 64 losgelassen, so daß die Feder 65 die Spindel 63
' dreht und durch den Finger 62 des Armes 61 gegen die Mitteltragstütze 26 preßt, so
daß letztere während der weiteren Bearbeitung an ihrer Stelle gehalten wird. Infolge des
Rückganges der mit dem Arme 61 \'erbundenen Nase 66 bewegen sich die Arme 6y
und 68 unter der Wirkung der Feder 69 aufeinander zu, bis die Stifte 70 und 71 die Zuleitungsdrähte
gegen die Innenwand der Kanäle 58 und 59 drücken, wodurch die Zuleitungsdrähte ausgerichtet und festgeklemmt
werden. Infolge derselben Bewegung der Arme 67 und 68 bewegen sich auch die Federn 74 und 75 aufeinander zu, infolge
wovon sich die oberen Enden der Zuleitungsdrähte dicht an die Entlüftungsröhre anlegen,
so daß sie sich an der Stelle, wo später die Quetschung gebildet werden soll, in der
richtigen Lage befinden.
Das Trägersystem ist jetzt beschickt und fertig, in die Stellung 5 gebracht zu werden;
zu diesem Zwecke wird die Sperrklinke 14 durch Herunterdrücken des Fußhebels 180,
den man darauf wieder zurückgehen läßt,
35· zeitweise ausgehoben; kurz vor Erreichen der Stellung B wird die Sperrklinke 14 freigegeben
und dadurch die Maschine im gegebenen Augenblicke von neuem verriegelt.
In der Stellung B werden die Füßchenteile durch die Brenner 100 und 101 (Abb. 1) vorerhitzt.
In der gleichen Zeit wird das Trägersystem, das dann die Stellung Λ erreicht hat,
gegebenenfalls nach der Fortnahme eines fertigen Füßchens, wieder von neuem beschickt.
In ähnlicher Weise, wie eben beschrieben, wird nach dem Beschicken des Trägersystems die Maschine in die nächste j
Stellung gedreht, so daß die Teile des zuerst erwähnten Füßchens von der Stellung/? in
die Stellung C kommen.
In der Stellung C befinden sich die Brenner 102 und 103, die das Glas des Füßchens, der j
Mitteltragstütze und der Entlüftungsröhre an der Stelle, wo -die Quetschstelle gebildet
werden soll, zum Schmelzen bringen.
Nachdem das Füßchen von der Stellung C
in die Stellung D gebracht worden ist, wird es an der später zu bildenden Quetsclistelle
durch die Flammen der Brenner 104 und 105 weiter erhitzt, und in dem Augenblicke, wo
durch das Herunterdrücken des Fußhebels der erste Vorgang zum Ausheben der Sperrklinke
stattfindet, wird durch Backen 150 und 151 (Abb. 2 und 13) der Zangenarme 16 und 6g
17 die Quetschstelle gebildet. Es ist zum Erhalten eines guten Erzeugnisses notwendig,
daß das Quetschen der Ouetschstelle verhältnismäßig langsam vor sich geht, da sonst das
Glas der Quetschstelle und die Zuleitungsdrähte
28 und 29 nach außen gepreßt werden. Ein schlechter Verschluß rings um die Zuleitungsdrähte
und das Entstehen eines Sprunges in der Quetschstelle würden dann die Folgen sein können. Zur Sicherung einer
entsprechenden Bewegung der Zangenarme 16 und 17 ist der Antrieb der Backen und
Zangenarme folgendermaßen eingerichtet (Abb. 2, 12 und 13):
An einem auf der Fußplatte 7 befestigten Stuhle 152 sind die Zangenarme 16 und 17
um einen exzentrischen Schulterbolzen 153 schwingbar aufgehängt. Der Zangenarm 17
trägt ein um einen Stift 154 schwingbares Joch 155 mit zwei vorspringenden Stiften
156 (Abb. 2 und 13), die als Anschläge für die Backe 150 dienen, wodurch die Dicke der
Quetschstelle des Füßchens bestimmt wird. Durch eine Feder 158 wird das Joch 155 zurückgehalten,
während die gewünschte Lage durch eine Schraube 159 eingestellt und
durch eine Gegenmutter 195 festgelegt werden kann. Ein Hebel 160 ist, um einen
exzentrischen Schulterbolzen 161 schwingbar, gleichfalls an dem Stuhle 152 befestigt.
Die Zangenarme 16 und 17 sind durch um
Schulterbolzen 164 und 165 drehbare Kuppelstangen 162 und 163 mittels des als Gelenk
dienenden Bolzens 166 mit dem Hebel 160 verbunden. Der Schaft des Bolzens 166 ist
dem inneren Durchmesser seines Lagers in dem Hebel 160 so genau angepaßt, daß möglichst
keine Störung durch Spielraum eintritt. Durch entsprechendes Verstellen der exzentrischen Bolzen 153 und 161 ist es mög-Hch,
den Treffpunkt der Backen 150 und 151
und somit die Ouetschstelle des Füßchens genau in die Mitte des Füßchens zu bringen
sowie diese Stelle etwas höher oder tiefer einzustellen, was unter Umständen nötig sein
kann, beispielsweise wenn die Stirnfläche des Blockes 55 abgenutzt ist oder aus irgendeinem
anderen Grunde nicht genau paßt. Der Hebel 160 steht unter der Einwirkung
einer am Stuhle 152 aufgehängten Zugfeder 168, so daß die Zangenarme 16 und 17 in der
Ruhelage stets geöffnet sind.
Unter der Grundplatte 7 ist ein Lager 169 befestigt (Abb. 12 und 13), an dem ein um
eine Spindel 170 drehbarer Hebel 171 gelagert
ist. Dieser Hebel 171 ist mittels eines Schulterbolzens 172 drehbar mit einer
448583
Kuppelstange 173 verbunden, deren anderes
Ende mittels eines Bolzens 174 drehbar mit dem Hebel 160 verbunden ist. Die Länge der
Stange 173 ist durch eine zu diesem Zwecke an sich übliche Schraubvorrichtung 175 verstellbar
gemacht.
Durch richtige Einstellung der Länge der Stange 173 ist es möglich, die Zangenarme 16
und 17 genau in dem Augenblicke zusammentreffen zu lassen, in dem die Drehpunkte 174,
170 und 172 (Abb. 13) auf einer geraden
Linie liegen. Der Hebel 171 ist ferner mittels des Bolzens 172 drehbar mit einer Kuppelstange
176 verbunden, deren anderes Ende mittels eines Bolzens 178 drehbar an einem
Ansätze 179 des Fußhebels 180 befestigt ist.
Der Fußhebel 180 ist um Bolzen 181 und 182
(Abb. 12) drehbar in an der Grundplatte 7 befestigten Lagern 183 und 184 gelagert.
Mittels einer mit ihrem einen Ende an dem Hebel 171 und mit ihrem anderen Ende an
einem Lager 187 befestigten Feder 186 wird der Fußhebel 180 stets zu dem Arbeiter, der
die Maschine bedient, hingezogen, während der Hebel 171 in solche Lage gebracht wird,
daß die Zangenarme 16 und 17 geöffnet sind.
Indem man den Fußhebel mit dem Fuße von sich stößt, was gewöhnlich mit zunehmender
Geschwindigkeit stattfindet, wird der Hebel 171 in die bereits erörterte Lage gebracht,
bei der die drei Drehpunkte 174, 170 und 172
auf einer geraden Linie liegen, Um zu verhüten, daß der Fußhebel 180 zu weit gestoßen
werden kann, ist ein Anschlag 188 (Abb. 12) ,
vorgesehen.
Es ist einleuchtend, daß die Zangenarme durch diese Einrichtung zunächst mit willkürlicher,
während des letzten Teiles ihres Weges jedoch mit abnehmender Geschwindigkeit,
gegeneinander bewegt werden, so daß in dem Augenblicke, wo die Anschläge 156 auf die Backe 150 treffen und die
Ouetschstelle gebildet wird, die Geschwindigkeit praktisch fast Null ist. Die Feder 168,
die die Backen voneinander zu entfernen sucht, schließt außerdem freies Spiel in der
Bewegung von Hebeln und Kuppelstangen aus, so daß die Backen keine Gelegenheit haben, vermöge ihrer lebendigen Kraft am
Ende ihres Weges zu viel Geschwindigkeit zu behalten.
Wenn die Backen 150 und 151 die Quetschstelle
in dem Füßchen bilden, darf die Sperrklinke 14 (Abb. 4 und 13) noch nicht entkuppelt
sein, da sonst infolge unwillkürlicher Bewegungen des Arbeiters die Ringe 1 und 2
(Abb. 2 und 3) in Bewegung gesetzt werden können, so daß eine Formveränderung des
Fiißchens und eine Beschädigung der Träger mit ihren Spindeln eintreten könnte.
Um diesen Anforderungen zu genügen, kann man einen zweiten Fußhebel vorsehen,
der nur die Sperrklinke bedient. Dies macht jedoch zwei getrennte Fußbewegungen des
Arbeiters notwendig, die nacheinander in der einmal vorgeschriebenen Reihenfolge stattzufinden
haben und die zu Irrtümern führen können. Auch wird hierdurch die Arbeitsgeschwindigkeit herabgesetzt.
Bei der dargestellten Maschine bedient ein einziger Fußhebel sowohl die Zangenarme
wie die Sperrklinke.
An der Spindel 182 (Abb. 12) des Fußhebels
180 ist ein mittels eines Bolzens 191 gelenkig mit einer Kuppelstange 192 verbundener
Arm 190 (Abb. 13) befestigt. Das andere Ende der Kuppelstange 192 ist mittels
eines Bolzens 193 drehbar mit einem um einen in dem Stuhle 13 befestigten Bolzen
196 drehbaren Hebel 194 verbunden (Abb. 4).
Der Stuhl 13 sitzt fest auf der Fußplatte 7. An dem Hebel 194 ist ein um einen Bolzen
197 drehbarer Sperrhaken 198 aufgehängt,
der unter dem Einflüsse einer mit ihrem einen Ende am Hebel 194 und mit ihrem
anderen Ende an dem erwähnten Sperrhaken
198 befestigten Feder 199 das Bestreben hat,
einen als Riegel dienenden Stift 200 an einer Nase 201 des Sperrhebels 14 entlang zu
bewegen.
Der Sperrhebel 14 ist um einen Bolzen 196
drehbar. Ferner sind der Sperrhebel 14 und der Hebel 194 durch eine Zugfeder 202 miteinander
gekuppelt. In dem Augenblicke, in dem der Fußhebel 180 zwecks Bildung einer
Ouetschstelle bewegt wird, hält der Sperr- hebel 14 den im Ringe 2 (Abb. 3) befestigten
betreffenden Stift 15 fest. Mittels des Hebels 190 (Abb. 12) und der Kuppelstange 192
(Abb. 3, 4 und 12) wird nun das untere Ende
des Hebels 194 (Abb. 4) nach rechts bewegt, wobei die Zugfeder 202 gespannt wird. In
einem gewissen Augenblicke schnappt der von der Feder 199 mit dem Hebel 194 mitgezogene
Sperrhaken 198 mit seinem Stifte 200 über die Nase 201 des Hebels 14 und bewegt
sich noch etwas weiter, bis die Anschläge 156 auf die Backe 150 stoßen, wie
vorher erwähnt. Bei dem Rückgange des Fußhebels 180 gehen die Backen 150 und 151
wieder auseinander, und wenn der Stift 200 auf die Nase 201 des Sperrhebels 14 stößt
und darauf der Sperrhebel 14 mitgenommen wird, sind diese Backen bereits so weit geöffnet,
daß sich das betreffende Trägersystem frei weiter drehen kann. Der Sperrhebel 14
wird dann so lange in der untersten (ausgelösten) Lage festgehalten, bis die Ringe 1
und 2 und mit ihnen die Trägersysteme sich so weit in der Richtung des Pfeiles in 120
Abb. ι weitergedreht haben, daß der Stift 15
auf den Sperrhaken 198 stößt und diesen
nach unten drückt. Die Form des Sperrhakens 198 (Abb. 4) ist derart gewählt
. worden, daß der Stift 200 sodann von der -Vase 201 abgleitet, wodurch der Sperrhebel
14 freigegeben wird und dieser, indem er sich um den Bolzen 196 dreht, unter der Wirkung
der Feder 202 in die Höhe schnellt.
Der Stift 15, der so die Sperrklinke 14
frei gemacht hat, streift jetzt über den Rücken 203 des Sperrhebels 14, bis er in einer Aussparung
204 festgehalten wird, wodurch die Bewegung der Maschine gehemmt wird und die Ringe 1 und 2 in der richtigen Stellung
festgehalten werden.
in der Stellung E, in der das Trägersystem dann angekommen ist, befinden sich Brenner
106 und 107, deren Flammen das Füßchen bei der Quetschstelle und dicht darüber so
erweichen, daß die durch eine Düse 117 in das .Stäbchen eingeblasene Luft die Entlüftungsrohre
27 in bekannter Weise bei 118 (Abb. 15) zunächst etwas aufblasen und
dann bei fortgesetztem Blasen in den zusammengeschmolzenen Wänden der Entlüftungsriihre
27 und de? Füßchens 25 eine Öffnung 123 erzeugen kann. Die Düse 117 (Abb. 2)
ist beweglich an einem über das Luftzuleitungsfdhr χ 19 geschobenen Gummischlauch
118 aufgehängt. Mittels einer Arretierplatte 120 wird die Düse an die richtige Stelle gebracht
(Abb. 2).
Eine Düse 121 ermöglicht es, in an sich
ebenfalls bekannter Weise Luft zwischen die Mitteltragstütze und das Füßchen zu blasen,
wodurch in dem ringförmigen Räume 122 j (Abb. 15) ein geringer Überdruck entsteht; ,
dieser überdruck verhütet ein Eindrücken der Wand des Tellerrohres 25, das ein Zerspringen
des Glases nach der Abkühlung des Füßcliens zur Folge haben würde. In ähnlicher
Weise, wie vorher für die vorhergehenden Stellungen erwähnt, wird das Träger- ] system jetzt in die Stellung F gebracht. Hier j
befinden sich Brenner 108 und 109, deren j
Flammen die scharfen Kanten der in der I Stellung E geblasenen Öffnung 123 weg- j
schmelzen und die Quetschstelle derart erhitzen sollen, daß das übliche Zeichen, das
sich auf einer der Backen oder Zangenarme χ8 und 19 oder auf beiden befindet, ohne
Schaden in das Glas geprägt werden kann. Die hierzu dienenden Zangenarme 18 und 19
(Abb. i) sind an einem auf der Fußplatte 7 befestigten Stuhle 210 (Abb. 12) aufgehängt.
Der Antrieb der Zangenarme 18 und 19 findet in ganz ähnlicher Weise wie der der
Zangenarme 16 und 17 statt. Ein Ohr 211
ist zu diesem Zwecke am Fußhebel 180 befestigt.
Aus dem Vorhergehenden folgt, daß sowohl das eigentliche Quetschen in Stellung D
wie das Stempeln in Stellung F mittels eines und desselben Fußhebels gleichzeitig beim
Herunterdrücken des Hebels erfolgt.
Bei der Bewegung des Trägersystems von Stellung F nach Stellung G berühren die Enden
212 und 213 (Abb. 5) der Spindeln 20 und 2i schräg auflaufende Flächen 214 und
215 (Abb. 3) einer fest auf der Fußplatte 7 sitzenden Bahn 216.
Wie aus den Abb. 1 und 3 ersichtlich ist, werden die Spindeln 20 und 21 jetzt gezwungen,
sich entgegen der Wirkung der Federn 45 und 46 aufwärts zu bewegen; sie gleiten dabei durch ihre Führungen in den Ringen 1
und 2 und durch die das Tellerrohr 25 haltenden Backen 22 und 23 (Abb. 5) nach oben.
Infolge der Aufwärtsbewegung der Spindeln 20 und 21 und der mit ihnen verbundenen,
das Entlüftungsrohr 27 haltenden Backen 37 und 38 wird das von diesen Backen 37 und
38 gehaltene noch weiche Ende des Entlüftungsrohres 27 mit aufwärts genommen und
infolgedessen das noch weiche untere Ende der Entlüftungsrohre 27 und ein noch weicher
Teil der Quetschstelle 124 des Füßchens ausgezogen. Dieses Ausziehen bezweckt bekanntlich
die Abrundung der Übergänge der Wand des Füßchens zu derjenigen der Evakuierröhre, um ein Zerspringen des abgekühl-
ten Füßchens zu verhindern. In Stellung G ist die Bahn 216 bereits flach. Dadurch wird
dem Füßchen Gelegenheit gegeben, sich abzukühlen, ebenso wie in Stellung H, in die
das Füßchen bei dem nächsten Schritt der Bewegung gelangt. Bei der Bewegung von Stellung H nach Stellung A läuft ein Finger
217 des Stellringes 48 (Abb. 1) gegen eine
fest auf der Fußplatte sitzende Bahn 218. Diese Bahn 218 zwingt den Finger 217, die
Spindel 21 zu drehen, infolge wovon sich die auf den Spindeln 20 und 21 befestigten
Backen 37 und 38 öffnen. Die Spindeln 20 und 21 sind, wie vorher beschrieben, mittels
der Hebel 40 und 41 an die Kuppelstange 39 gekuppelt.
Die Bahn 216, auf die sich die Spindeln 20 und 21 unter dem Einflüsse der Federn 45
und 46 stützen, beginnt, nachdem die Bahn 218'die Backen 37 und 38 geöffnet hat, zu
sinken, wodurch die Spindeln sich wieder abwärts bewegen und mit den Schultern der
Hebel 40 und 41 auf dem Ringe 2 zur Auflage kommen (Abb. 5). Kurz bevor die Stellung
A erreicht wird, endigt die Bahn 218 mit einer geringen Neigung nach der Mitte
der Maschine; der Finger 217 wird infolgedessen wieder freigegeben, und die Backen
37 und 38 werden unter der Wirkung der Feder 43 geschlossen. In Stellung A kann
das fertige Füßchen aus der Maschine herausgenommen und die Backen können von
neuem mit den Teilen eines neu anzuferti genden Füßchens beschickt werden. Hiermit
ist die Reihenfolge der Bearbeitungen und Vorgänge für ein Trägersystem beschrieben;
es ist einleuchtend, daß dies für alle Träger gleich ist.
Claims (12)
- Patentansprüche:i. Maschine zur Herstellung von Glasfußen für elektrische Glühlampen, mit einem drehbaren Tische, der mit einer Anzahl von Trägersystemen zum Halten und Führen der miteinander zu verschmelzenden einzelnen Teile des Glasfußes (des x5 Tellerrohres, der Stromzuleitungsdrähte, der Mitteltragstütze und gegebenenfalls der Entlüftungsröhre) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltezangen der Trägersysteme in einer etwa tangentialen Richtung zu der bei der Umdrehung des Tisches von den Trägersystemen durchlaufenen Bahn angeordnet sind.
- 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Tisch durch konzentrisch zu seiner Drehachse übereinander angeordnete Ringe (1, 2) gebildet wird, an denen die Trägersysteme mittels senkrechter, in den Ringen (1, 2) gelagerter Spindeln (20, .21) befestigtsind. .
- 3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zu jedem Trägersystem gehörigen Zangen (37, 38 und 22, 23) drehbar mit ihren Schenkeln an den auf beiden Seiten der zusammenzuschmelzenden Glasfußteile angebrachten Spindeln (20 und 21) befestigt sind.
- 4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrechten Spindein (20 und 21) jedes Trägersystems in senkrechter Richtung in den Ringen (1, 2) auf und ab beweglich gelagert sind.
- 5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Enden (212 und 213) der durch Federwirkung (45, 46) abwärts gedrückt gehaltenen Spindeln (20, 21) auf einer unebenen, segmentförmigen Bahn (216) liegen, so daß die Spindeln (20, 21) bei jeder Umdrehung der Maschine eine Hinundherbewegung in ihrer Längsrichtung ausführen müssen.
- 6. Maschine nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Trägersystem mit einem in achsialer Richtung mit Längsbohrungen (58, 59, 60) zur Führung der Mitteltragstütze (26) und der Stromzuführungsdrähte (28, 29) ausgestatteten Blocke (55) sowie mit einem an einem drehbaren Hebel (61) befestigten Stifte (62) zum Festhalten der Mitteltragstütze (26) in der Längsbohrung (60) des Blockes (55) ausgestattet ist.
- 7. Maschine nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch zwei federnde, in zwei einander gegenüberliegenden radialen Bohrungen (72, 73) des Blockes (55) hin und her bewegliche Haltestifte (70, 71) für die in den Block (55) eingesteckten Stromzuführungsdrähte (28, 29).
- 8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Haltestifte (70, 71) für die Stromzuleitungsdrähte _ (28, 29) an dem Ende je eines unter der Einwirkung einer Feder (74 oder 75) stehenden Hebels (6γ, 68) befestigt sind.
- 9. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Arme (16, 17) der zur Bildung der Quetschstelle (124) des Glasfußes dienenden Ouetschzange in einer durch die Drehachse (150, 151) des drehbaren Tisches gehenden Ebene schwingbar gelagert sind, so daß während der Drehung der Maschine die oberhalb der Quetschstelle (124) liegenden Teile des Glasfußes mit ihren Trägern frei zwischen den geöffneten Quetschzangen hindurchgehen können.
- 10. Maschine nach Anspruch 9 mit go einem Fußhebel zur Bedienung der Quetschzangen, dadurch gekennzeichnet, daß in den Antrieb (176, 173, 160) für die Bewegungsübertragung des Fußhebels (180) auf die Ouetschzangen (150, 151) ein Hebel (171) eingeschaltet ist, der am Ende der Schließbewegung der Quetschzangen (150, 151) einen Totpunkt erreicht, so daß- bei der Bildung der Quetschstelle die Quetschzangen langsam und mit abnehmender Geschwindigkeit geschlossen werden.
- 11. Maschine nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine mittels eines Fußhebels (180) zu bedienende Sperrvorrichtung (14, 198, 203, 15) zum Verriegeln des Tisches während der Dauer jedes Quetschvorganges.
- 12. Maschine nach Anspruch 11, -dadurch gekennzeichnet, daß an den zur Bewegung der Ouetschzangenarme (16, 17) dienenden Fußhebel (180) mittels eines Hebelsystems (190, 192, 194) die Einrichtung zur Kupplung und Entkupplung (14, 15) des drehbaren Tisches angeschlossen ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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Family Applications (1)
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