AT103580B - Elektrischer Lichtbogenofen. - Google Patents

Elektrischer Lichtbogenofen.

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AT103580B
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  Elektrischer Lichtbogenofen. 



   Bei elektrisch geheizten Öfen kann die Übertragung der von der elektrischen Wärmequelle, z. B. dem Lichtbogen, entwickelten Wärmemengen auf das zu erhitzende oder zu brennende Beschickungmaterial entweder durch unmittelbare Bestrahlung oder durch Vermittlung der erhitzten, in Bewegung befindlichen Luft im   Ofeninnern   erfolgen. 



   Die Wärmezufuhr auf die erste Art wird bei   Lichtbogenöfen   dann in Frage kommen, wenn es sich um Erhitzung einer einheitlichen Masse, z. B. zwecks Schmelzens handelt, wobei innerhalb des Materiales (Metalles) infolge dessen hoher Wärmeleitfähigkeit ein lebhafter Wärmeausgleich erfolgt. 



   Die zweite Art der   Wärmeübertragung   wird dagegen in solchen Fällen anzuwenden sein, in denen es auf völlig gleichmässige Erhitzung z. B. eines Beschickungsmateriales von geringer eigener Wärmeleitfähigkeit ankommt, wie das z. B. beim Brennen keramischer Körper der Fall ist. 



   In diesen Fällen muss bereits die Zufuhr der Wärme in so gleichmässiger Verteilung erfolgen, dass alle   Beschickungskörper   vom Beginn bis zum Ende des   Erhitzungs-oder   Brennprozesses sich jederzeit auf gleicher Temperatur befinden. 



   Bei elektrisch geheizten Öfen der letzteren Art, um die es sich bei der vorliegenden Erfindung handelt, und die in ihrer Ausführung dem öst. Patent Nr. 92845 entsprechen, wird man daher das Beschickungsmaterial vor der Einwirkung der z. B.-vom Lichtbogen ausgehenden Wärmestrahlen sogar schützen, weil diese Bestrahlung zu ungleichen Temperaturen der einzelnen, vom Lichtbogen verschieden weit entfernten Körper führen würde. 



   Wenn sich nun auch die erhitzte Luft, in einem derartigen Ofen ohne dass besondere Massnahmen getroffen werden, selbsttätig in Bewegung setzt und dem Beschickungsmaterial Wärme zuführt, so stellt sich dabei infolge von Wirbelbewegungen   USIY. doch nicht   die erforderliche Bewegungsgeschwindigkeit ein, es besteht vielmehr in der Umgebung des Lichtbogens infolge zu grosser Wärmestauung Gefahr für das   Ofenmal1. erwerk,   anderseits wird aber auch dem Beschickungsmaterial die Wärme langsamer wie   erwünscht   zugeführt und der Brennprozess verzögert. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine Einrichtung bei Ofen, z. B. gemäss unserem Patent Nr. 92845, bei welcher die   Umlaufsgeschwindigkeit   der erhitzten Luft (oder Gase) durch Zufuhr von Bewegungsenergie künstlich gesteigert wird. 



   Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel für eine solche Einrichtung dar. b ist der Brennraum des Ofens, g das Beschickungsmaterial, z. B. Porzellangegenstände od.   dgl.,   das auf dem Rost r aufgeschichtet ist. Der Brennraum ist durch feuerfeste Wände w von der Elektrodenkammer k mit den Elektroden c so   abgeschlossen,   dass eine Bestrahlung des   Brenngutes   nicht stattfindet, sondern dass die   WärmeÜbertragung nur durch die in   der Pfeilrichtung kreisende Gase erfolgt. 



   Die   künstliche   Erhöhung der Bewegungsgeschwindigkeit dieser Gase geschieht nun gemäss der Erfindung unter Vermittlung von Düsen d, z. B. nach Art der   Lavaldüsen,   durch welche verhältnismässig sehr kleine unter hohem Druck stehende Gas-oder Luftmengen mit grosser Geschwindigkeit in den kreisenden Gasstrom eingepresst werden. Man hat es durch Wahl des Druckes, unter dem diese Gase eingepresst werden, in der Hand, ihnen bei geringerer Menge eine bedeutende potentielle Energie zu erteilen. Beim Austritt aus den Düsen erfolgt die Umwandlung dieser Energie in hohe Geschwindigkeit, wodurch Mitreissen der vom Lichtbogen erhitzten Gase in dcr   Ansströmrichtung   und damit der Wärmetransport zum Beschickungsgut bewirkt wird. 

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     - Ein- ökonomischer Betrieb des Ofens   erfordert es, die pro Zeiteinheit eingepresste Luft oder Gasmenge so weit wie möglich zu   beschränken, da dieselbe durch   den Lichtbogen mit erwärmt werden und den Ofen in voller Temperatur wieder verlassen muss, wodurch ein   dau ernder Wärmeverlust verursacht wird.   



   Eine Beschränkung der zugeführten   Luftmenge. -   ist auch erforderlich, weil durch ihren Gehalt 
 EMI2.1 
 für den vorbeschriebenen Zweck möglichst sauerstoffarme Gase zu verwenden. Hiezu eignen sich daher unter Umständen besonders die aus der Austrittsöffnung t austretenden Gase,    die.der Menge nach   den 
 EMI2.2 
 einheiten nicht verloren.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Elektrischer Lichtbogenofen nach Patent Nr. 92845, bei welchem die im Ofen eingeschlossenen Gase zufolge ihres Temperaturunterschiedes in den einzelnen Zügen zirkulieren, dadurch gekennzeichnet, dass die Zirkulationsgeschwindigkeit der Gase durch geringe Mengen mit hoher Geschwindigkeit in den Ofen eingeführter Luft oder Gase vergrössert wird. EMI2.3
AT103580D 1920-07-02 1923-01-20 Elektrischer Lichtbogenofen. AT103580B (de)

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