<Desc/Clms Page number 1>
Mit einer Krarnpl1iiIle versehene Leiter.
Es ist seit Tramp bekannt, dass sich die Selbstinduktion von Leitungen durch Umspannung mit Draht oder Band in zweckmässiger Weise erhöhen lässt. Um die Wirkung der magnetischen Schicht auf die Selbstinduktion und auf Widerstands erhöhung rechnerisch zu verfolgen, wird im allgemeinen angenommen (vergl. z. B. Larsen, Elektrotechnische Zeitschrift 1908, S. 1030), dass sich alle magnetischen Induktionslinien nach einem Umlauf um den Leiter schliessen, indem der Luftspalt, der bei dem schraubenartigen Aufbau der magnetischen Hülle vorhanden ist, überbrückt wird.
Eine eingehendere Untersuchung des magnetischen Feldes zeigt jedoch, dass es sehr viel verwickelter zusammengesetzt ist und dass insbesondere eine von der Schraubenstruktur der magnetischen Hülle herrührende Komponente der magnetischen Induktion in Richtung der Leiterachse vorhanden ist. Diese Komponente muss auf einen den Leiter umschliessenden elektrisch leitenden Kreis, auch wenn dessen Ebene senkrecht zur Leiterachse steht, induzierendwirken ; wenn also in dem mit KrarupumspinnungversehenenLeiter Wechselstrom fliesst, wird auch in dem umhüllenden Kreis Wechselstrom fliessen. Diese theoretischen Betrachtungen, die auch
EMI1.1
Weise vergrössern.
Zweitens können infolge dieser Komponente zusätzliche Widerstandserhöhungen auftreten, falls nämlich irgendwelche elektrisch leitende, den Leiter umgebende Schichten vorhanden sind, die dann wie Kurzschlusswindungen an einem Transformator wirken. Letztere Bedingung ist bei einadrigen Kabeln fast stets erfüllt ; als solche Schichten kommen sowohl das Seewasser, ein Mantel zum mechanischen Schutz als auch das bei Guttaperchakabeln zum Schutz hemmgelegte Messingband in Betracht.
Die Richtung der schädlichen magnetischen Komponente hat entgegengesetztes Vorzeichen, je nachdem ob die Krampumspinnung eine Rechts-oder Linkssehraube darstellt. Zur Vermeidung der genannten Nachteile wird daher auf Grund vorliegender Erfindung vorgeschlagen, zwei oder mehr Krarupumspinnungen mit entgegengesetzter Drehrichtung um den Leiter zu legen und die einzelnen Lagen so zu bemessen, dass die über alle L'1gen erstreckte Summe der magnetischen Induktion in Richtung der Leiterachse ganz oder angenähert gleichNull ist. Man hat auch früher schon aus mechanischen und anderen Gründen mehrere Lagen von Krarupumspinnungen verwendet, die aber im allgemeinen gleiche Abmessungen erhielten.
Nun ist aber bei den hochwertigen Krarupumspinnungen die Permeabilität des magnetischen Materials sehr stark von der Wärmebehandlung abhängig, die nach Umspinnung des Leiters vorgenommen wird. Wegen der verschiedenen Abkühlungsge. schwindigkeit der Einzellagen werden sie daher eine verschiedene Permeabilität besitzen, und demgemäss wird auch die Längsinduktion verschieden sein. Das Ziel der Erfindung wird also durch derartige zufällig gewählte Anordnung nicht erreicht. Die Stärke der Längsinduktion hängt ausser von der Permeabilität, von der Dicke der Krarupschiebt, der Breite des Bandes oder Drahtes und der Breite des Luftspaltes ab.
Es ist notwendig, alle diese Grössen so aufeinander abzustimmen, dass die Summe der Längsinduktion Null wird, das kann mit Hilfe von Versuchen oder durch Rechnung geschehen.
Die Messung der Längsinduktion geschieht in der Weise, dass über den Krarupleiter eine Spule geschoben wird, so, dass die Achse der Spule mit der \ehse des Leiters zusammenfällt. Die in der Spule
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Gleichstrom mit dem ballistischen Galvanometer oder beiWechselstrom mit einem Kompensationsverfahren gemessen werden. Durch Messung an Probestücken von verschieden bewickelten Krarupleitungen lässt sich so die günstigste Konstruktion feststellen.
EMI2.2
EMI2.3
EMI2.4
Radius der Umspinnung ist ; dabei ist vorausgesetzt, dass der magnetische Widerstand des Luftspaltes gross gegen den Widerstand des magnetischen Materials ist, beide genommen für einen ringförmig den Leiter umgebenden Induktionsfluss.
Letztere Bedingung ist bei allen praktisch vorkommenden Fällen mit
EMI2.5
EMI2.6
EMI2.7
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mit einer Kraniphülle versehener Leiter, bei dem zwei oder mehr Krarupumwielungen mit entgegengesetzter Drehrichtung um den Leiter gelegt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Permeabilität, die Dicke und Breite des magnetischen Bandes oder Drahtes und die Anzahl der Umwindungen pro Längeneinheit in den verschiedenen Schichten so aufeinander abgestimmt sind, dass die über alle Schichten erstreckte Summe der magnetischen Induktionen in Richtung der Leiterachse ganz oder nahezu gleich Null ist.