DE2507034C2 - Elektromagnetische Konduktionspumpe für flüssige Metalle schlechter elektrischer Leitfähigkeit - Google Patents

Elektromagnetische Konduktionspumpe für flüssige Metalle schlechter elektrischer Leitfähigkeit

Info

Publication number
DE2507034C2
DE2507034C2 DE2507034A DE2507034A DE2507034C2 DE 2507034 C2 DE2507034 C2 DE 2507034C2 DE 2507034 A DE2507034 A DE 2507034A DE 2507034 A DE2507034 A DE 2507034A DE 2507034 C2 DE2507034 C2 DE 2507034C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air gap
magnetic circuit
pump line
winding
conductive
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2507034A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2507034A1 (de
Inventor
Jean-Paul le Villejuif Frere
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novatome Industries SA
Original Assignee
Novatome Industries SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Novatome Industries SA filed Critical Novatome Industries SA
Publication of DE2507034A1 publication Critical patent/DE2507034A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2507034C2 publication Critical patent/DE2507034C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K44/00Machines in which the dynamo-electric interaction between a plasma or flow of conductive liquid or of fluid-borne conductive or magnetic particles and a coil system or magnetic field converts energy of mass flow into electrical energy or vice versa
    • H02K44/02Electrodynamic pumps
    • H02K44/04Conduction pumps

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Electromagnetic Pumps, Or The Like (AREA)
  • Casting Support Devices, Ladles, And Melt Control Thereby (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Coating With Molten Metal (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum elektromagnetischen Pumpen schmelzflüssiger Metalle, wobei in einer Pumpieitung der elektromagnetischen Pumpe das flüssige oder schmelzflüssigc Metall zirkuliert und ein Zweig dieser Pumpieitung gleichzeitig von einem elektrischen Strom durchsetzt wird, der in einer Richtung senkrecht zur Pumpleitung orientiert ist und von einem magnetischen Feld durchsetzt wird, das senkrecht gleichzeitig zur Pumpleitung und zum Konduktionsstrom ist, wobei der Konduktionsstrom in einer leitenden Windung entsteht, die durch eine Hülle abgeflachter Form, die mit dem zu pumpenden Metall gefüllt ist, begrenzt ist.
Ein solches Verfahren ist in der DE-OS 22 62 803 beschrieben.
Bei elektromagnetischen Pumpen, insbesondere Wechselstromkonduktionspumpen, erhält man in der leitenden Wicklung sehr leicht sehr hohe Ströme. Es ist notwendig, den Übergangswiderstand durch den Pumpbereich zwischen der leitenden Schleife und dem vom Konduktionsstrom durchflossenen Abschnitt des ge-
bo schmolzenen Metalls zu beschränken. 1st das Pumpmedium gut leitend, so kann dies dadurch geschehen, daß die leitende Schleife aus dem geschmolzenen Metall selbst hergestellt wird und indem in Höhe der leitenden Wicklung eine Öffnung in der Wicklung angebracht
h") wird. Hierdurch wird der durch die leitende Wicklung gebildete Widerstand auf einem sehr geringen Wert gehalten. Es erübrigt sich die Verwendung von mit dem in eier Pumpieitung fließenden schmclzflüssigcn Metall in
Berührung stehenden Elektroden.
Dieses Verfahren verliert aber seine Vorteile, wenn es sich bei dem zu pumpenden Metall nicht um einen guten Leiter wie Aluminium sondern um einen schlechten elektrischen Leiter handelt, da in diesem Falle die Jouleschen Verluste sehr hoch werden. Die freiwerdende Wärme kann zu einer Verdampfung des schmelzflüssigen Metalls führen und die Pumpe beschädigen. Elektromagnetische Konduktionspumpverfahren lassen sich also nicht ohne weiteres für das Pumpen von schlecht leitenden sxhmelzflüssigen Metallen verwenden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine leitende Windung aus dem schmelzflüssigen Metall selbst zur Stromversorgung des aktiven Pumpleitungsabschnitts zu verwenden und gleichzeitig den Widerstand des aus der Schleife gebildeten Stromkreises in annehmbaren Grenzen zu halten.
Erreicht wird dies bei einem Verfahren der eingangs genannten Art überraschend dadurch, daß in diese leitende Windung parallel zu deren beiden großen Seiten ein Band von der gleichen Form wie die der Hülle, jedoch von erheblich geringerer Dicke getaucht wird, das aus einem die Elektrizität seht gut leitenden Material besteht und unempfindlich gegen die chemische Wirkung des flüssigen oder schmelzflüssigen Metalls ist, derart, daß der Kontakt zwischen Band und schmelzflüssigen in der Windung enthaltenem Metall über eine sehr große Fläche im wesentlichen gleich der Fläche der Wandungen der Windung hergestellt wird.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens ist das in die Windung schmelzflüssigen Metalls getauchte Band mindestens einmal in Höhe des Luftspalts des Magnetkreises unterbrochen.
Zur Vermeidung von Störströmen ist die Windung aus schmelzflüssigen Metall in einer Isolierhülle enthalten, die aus Isolierkeramik oder einem synthetischen Material besteht. Eventuell kann sie aus einem leitenden nicht-magnetischen Material wie rostfreiem austenitischen Stahl bestehen, jedoch können sich dann in der Hülle zusätzliche Verluste ergeben. Der in der Windung aus schmelzflüssigem Metall entstehende Induktionsstrom fließt im wesentlichen durch das leitende Band, so daß die auf dem Jouleschen Effekt beruhenden Verluste auf diese Weise auf niedrige Werte gesenkt werden.
Durch die vorzugsweise Unterbrechung des Luftspaltes werden Störströme aufgrund des im Luftspalt vorhandenen Magnetfeldes als auch Störungen im Fließen des schmelzflüssigen Metalls in seiner isolierenden Windung vermieden.
Da das Band mit dem schmelzflüssigen Metall über eine große Oberfläche in elektrischem Kontakt steht, ist der Übergangswiderstand sehr gering, so daß der einzige Widerstand, aus dem sich die erwähnten Verluste ergeben, der sich im Inneren der Leitung im aktiven Abschnitt des schmelzflüssigen Metalls ergebende Widerstand ist. Die dabei entstehende Wärme wird fortlaufend mit dem gepumpten Metall abgeführt, so daß sie nicht zu einer unannehmbaren Erhöhung der Temperatur des aktiven Abschnittes führt.
Vorzugsweise verfügt eine elektromagnetische Pumpe zur Durchführung dieses Verfahrens über einen ersten im Luftspalt ein Magnetfeld erzeugenden Magnetkreis, wobei die Achse der Puinpleitung senkrecht /um Magnetfeld ausgelichtet ist und mit einem /weiten geschlossenen Magnelkreis verschen ist, der mindestens eine Induktionsspule aufweis! und von dem ein Schenkel von der leitenden Windung schmelzflüssigen Metalls umgeben ist. Wichtig ist. daß der crsle Mugnelkreis und der zweite Magnetkreis eines gemeinsamen Schenkel, um den die leitende Windung gewickelt iscr aufweist. Da das Band eine sehr große Kontaktfläche mit dem schmelzflüssigen Metall aufweist, wird der Kontaktwiderstand auf einen sehr geringen Wert zurückgeführt. Im Gegensatz zu der Förderung von Flüssigmetallen guter Leifähigkeit geht es im vorliegenden Falle um das Pumpen flüssiger Metalle schlechter Leitfähigkeit, da hier evtl. Störströme überhaupt nicht brachtet werden.
ίο Die Maßnahme nach der Erfindung eignet sich hervorragend für das Pumpen flüssiger Metalle mäßiger oder mittlerer elektrischer Leitfähigkeit.
Hierzu war aus der eingangs diskutierten DE-OS 22 62 803 bekannt, daß die leitenden Windung über ihre gesamte Länge hinweg eine abgeflachte Form beibehält und zweimal durch den Luftspalt des ersten Magnetkreises geführt ist, wobei die Pumpleitung nur einmal durch den Luftspalt geführt ist.
Weiterhin ist bekannt (US-PS 29 88 997) die - nicht aus schmelzflüssigem Metall bestehende — leitende Windung sowie die Pumpleitung jeweils zweimal durch einen Luftspalt des den Magnetfluß erzeugenden Magnetkreises zu führen, wobei die Pumpleitung eine außerhalb des Luftspaltes liegende Halbschleife bildet und in der Nähe des Luftspaltes abgeflacht ist.
Weiterhin ist aus der DE-PS 8 37 579 eine elektromagnetische Pumpe bekannt, deren das Magnetfeld im Luftspalt erzeugender Magnetkreis und deren geschlossener Magnetkreis einen gemeinsamen Schenkel aufweisen, um den die leitende Windung schmelzflüssigen Metalls und eine Primärwindung gewickelt ist.
Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung sollen nun mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert werden. In diesen zeigt
F i g. 1 den prinzipiellen Aufbau einer Pumpe nach der Erfindung mit einer leitenden Windung, die einmal durch den Luftspalt des ersten Magnetkreises geführt ist;
Fig.2a und 2b eine Alternative einer Ausführungsform, bei der die leitende Windung zweimal durch den Luftspalt geführt wird;
F i g. 3a und 3b eine Konstruktion, bei der lediglich eine einzige Magnetspule eingesetzt wird.
Es ist bekannt, daß Quecksilber ein relativ schlechter Leiter ist, da sein spezifischer Widerstand bei 100°C etwa 100 Mikroohm pro Zentimeter beträgt. Außerdem benetzt es ziemlich schwer die Stoffe, mit denen es in Berührung tritt, so daß es aus diesem Grund einen hohen Übergangswiderstand aufweist. Das Pumpen dieses flüssigen Metalls mit einer bekannten Pumpe mit einer aus einem flüssigen Metall gebildeten leitenden Schleife führt zu einer Temperaturerhöhung des Quecksilbers, das in der Schleife enthalten ist, wobei sehr rasch unzulässige Werte erreicht werden. Die nachfolgend beschriebene Anordnung dagegen hat bei Langzeitversuchen von mehreren 100 Stunden zur vollen Zufriedenheit gearbeitet.
F i g. 1 zeigt perspektivisch eine erfindungsgemäße Konduktionspumpe, die für das Pumpen von Quecksilber erprobt wurde. Ein erster Magnetkreis 1 mit einem Luftspalt 2 wird von einem magnetischen Fluß durchströmt, der in einer von einem Wechselstrom mit industrieüblichcr Frequenz durchflossencn Spule 3 erzeugt wird. Durch diesen Luftspalt wird die Pumpleitung 5
tii geführt, die in der Nähe dieses l.uftspalts in einer Richtung erweitert und in seiner senkrecht dazu verlaufenden Richtung verengt ist, so daß der Abschnitt 6 der Puinpleitung im Luftspalt stark abgeflacht ist; in dieser
Pumpleitung fließt das aus einem Behälter gepumpte Metall, in den der untere Teil der Pumpleitung 5 eingetaucht ist. Ein zweiter Magnetkreis 7 weist keinen Luftspalt auf. Sein Schenkel 8 trägt eine Primärwicklung 10. Eine leitende Windung 12 umgibt diesen Schenkel 8. Diese leitende Windung 12 besteht im wesentlichen aus einer flachen, bandähnlichen Hülle 13, wobei die Stärke dieser leitenden Windung gleich der Stärke der Pumpleitung 5 im Luftspalt ist. Die leitende Windung wird durch auf beiden Seiten der Pumpleiung 5 angebrachte Öffnungen durch die Pumpleitung geführt. Die Hülle 13 der leitenden Windung besteht aus einem isolierenden Synthetikmaterial. Ein flaches Band 14 aus Kupfer ist in die Windung eingeführt und in das Quecksilber 9, das in der leitenden Windung 12 enthalten ist. eingetaucht. Die Dicke dieses Bandes 14 ist in Abhängigkeit von der Stromstärke berechnet, die man durch die Windung fließen lassen will. Unter Berücksichtigung der spezifischen Widerstände des Kupfers und des Quecksilbers ist es günstig, wenn man dem Band 14 einen Querschnitt verleiht, der gleich dem des flüssigen Metalls in der Windung ist; dann ist das Verhältnis der Widerstände etwa 2 :100 und der durch das Quecksilber fließende Strom beträgt nur ein 50zigstel des durch das Band 14 fließenden Stroms. Die durch den Joule'schen Effekt bedingten Verluste im Quecksilber sind proportional zum Quadrat des Stroms, der darin fließt, und können so auf einem vernachlässigbar geringen Wert gehalten werden.
In Höhe des Luftspalts ist das Band 14 aus Kupfer unterbrochen. Da jedoch dieses Band 14 vollkommen im Quecksilber eingetaucht ist, erstreckt sich der Bereich, in dem der Strom das Band 14 verläßt, um so das flüssige Metall zu durchqueren, über eine ziemlich große Oberfläche, so daß auch die auf den Übergangswiderstand zurückzuführenden Joule'schen Verluste auf einen Mindestwert beschränkt werden können. Die so entstehende Wärme wird mit dem gepumpten Quecksilber abgeführt.
Am Ausgang des Luftspahs 2 ist die leitende Windung 12 mehrfach um 90° gekrümmt, damit sie um den aktiven Schenke! 15 des Magnetkreises 1 herumgeführt werden kann. Anschließend wird die leitende Windung 12 noch einmal um 90° gekrümmt, damit sie wieder parallel zum Luftspalt verläuft.
Wenn die Pumpleitung 5 mit Quecksilber versorgt wird, so füllt dieses die gesamte Windung aus. Der zweite geschlossene Magnetkreis, der mit der Primärwicklung 10 versehen ist, induziert in der leitenden Windung 12 gemäß dem Transformatorprinzip einen starken Wechselstrom mit derselben Frequenz, wie sie das Magnetfeld aufweist. Die Versorgung der Primärwicklungen 3 und 10 wird so durchgeführt, daß der in der leitenden Windung 12 erzeugte Strom mit dem im Luftspalt 2 erregten Magnetfeld phasengleich liegt.
Die oben beschriebene Pumpe kann im Rahmen der Erfindung auf verschiedene Weise verändert werden.
Eine erste vorteilhafte Variante besteht darin, die leitende Windung 12 um eine zur Luftspaltebene parallele Achse zu falten und sie erneut durch den Luftspalt zu führen.
Wenn auch die Herstellung der leitenden Windung 12 so vereinfacht wird, so erhöht man andererseits stark den Magnetwiderstand des Luftspahs; jedoch bringt die zweite Durchführung der leitenden Schleife eine Ausgieichswirkung mit sich, durch die die tendenziell vorhandene Ausbildung eines magnetischen Störfeldes verhindert wird; andererseits spielt das Band 14 aus Kupfer zum Teil die Rolle einer Abschirmung gegenüber dem Magnetfeld, und zwar aufgrund der Foucaultschen Ströme, die sich in Höhe des Luftspahs im Band 14 ausbilden.
Eine andere Variante, bei der die leitende Windung 12 wie oben zweimal durch den Luftspalt geführt wird, ermöglicht es, den durch das Band 14 im Luftspalt erzeugten Abschirmeffekt auszuschalten; es wird hier einfach das Band 14 im Luftspalt wie im aktiven Abschnitt unterbrochen.
κι Dann begrenzt zwar die geringe Leitfähigkeit des Quecksilbers die Ausbildung von Foucaullschen Strömen, jedoch erhöht sich der Widerstand in der Windung in einem Bereich wo die aufgrund des Joule'schen Effekts entstehende Wärmemenge nicht abgeleitet wird.
Diese zweite Variante weist also nur dann Vorteile auf, wenn die Stromstärke in der leitenden Windung 12 auf ziemlich niedrigen Werten gehalten wird. Es muß jedoch darauf hingewiesen werden, daß die in diesem Bereich der Windung entstehende gegensinnige Pumpwirkung nicht die im Nutzbereich erzeugten Pumpkräfte beeinträchtigt, da zwischen diesen beiden Bereichen die leitende Windung das Band 14 aus Kupfer aufweist, der jeder Bewegung des Quecksilbers entgegensteht.
Die F i g. 2a sowie die F i g. 2b, die einen Schnitt entlang A, A durch die in 2a gezeigte Anordnung darstellt, betreffen den Fall, bei dem die leitende Schleife wie in den obigen Beispielen zweimal durch den Luftspalt geführt wird, jedoch die oben angeführten Nachteile vermieden sind.
Zur Vereinfachung der Beschreibung dieser Anordnung wurden dieselben Referenzen verwendet, soweit es sich um identische Bauteile handelt.
Ein magnetischer Hauptkreis 1 trägt zwei Primärwicklungen 3 und 4 und besitzt einen Luftspalt 2. durch den die leitende Windung 12 geführt ist, die den Schenkel 8 des geschlossenen, durch eine Primärwicklung 10 gespeisten Magnetkreises umgibt. Die Pumpleitung 5 für das flüssige Metall weist wie zuvor zu einem flachen Abschnitt 6 auf. Jedoch ist diesmal die abgeflachte Pumpleitung in Form eines Streifens gemäß einer abgerundeten Halbschleife 16 gefaltet und zweimal durch den Luftspalt durchgeführt worden, so daß das flüssige Metall in Höhe des Luftspalts im oberen Durchgang (Abschnitt 6) der Pumpleitung gegensinnig zum im unteren Durchgang (Abschnitt 6') fließenden flüssigen Metall strömt. Da in beiden Fällen die Richtung des Magnetfeldes dieselbe bleibt, genügt es, den Konduktionssirom in den beiden Durchgängen gegensinnig fließen zu lassen, damit die Laplaceschen Kräfte sich addieren und eine größere Arbeit liefern.
Die in ihrer Ebene entlang einer in der Ebene des Luftspaits 2 liegenden Achse gefaltete leitende Wändung 12 dringt zweimal in die Pumpleitung 5 in Höhe der Abschnitte 6 und 6' ein und erzeugt so Kräfte, die sich in der Pumpleitung, durch die das flüssige Metall strömt, addieren. Es ist zu bemerken, daß die Störströmung des in der leitenden Windung 12 vorhandenen Metalls durch das Vorhandensein des leitenden Bandes 14 insbesondere in der Halbschleife 17 gebremst wird.
Die Fig.3a und 3b, wobei letztere einen Schnitt durch die in Fig.3a gezeigte Anordnung entlang BB darstellt, entspricht einer Pumpvorrichtung, in der die beiden Magnetkreise 1 und 7 ein in einer Ebene liegendes Ganzes bilden. Dieses Ganze besteht also aus einem Magnelkreis 1 mit einem Luftspalt und einem geschlossenen Magnetkreis 7, um den die leitende Windung 12 gewickelt ist Die Primärwicklung 10 umgibt den gemeinsamen Schenkel 8, und liegt in der Nähe der leiten-
den Windung 12. Diese leitende Windung 12 läßt im in der abgeflachten Pumpleitung (bei 6) vorhandenen flüssigen Metall einen elektrischen Strom fließen, der senkrecht zum im Luftspalt des Magnetkreises gebildeten Magnetfeld verläuft.
Aufgrund des Aufbaus der beiden Magnetkreise ist die Pumpleitung 5 in Höhe des oberen Bereichs des Magnetkreises 1 abgewinkelt, wie es schematisch in Fi g. 3b gezeigt wird.
Eine Variante dieser Ausführung besteht darin, im in oberen Zweig des Magnelkreises 1 eine Öffnung anzubringen, damit das Abwinkein der Pumpleitung 5 vermieden werden kann.
Man kann auch die Lage der Primärwicklungen der Vorrichtung gemäß den Fig. 3a und 3b verändern, in- r, dem die Primärwicklung 10 vollkommen fortgelassen und durch eine Primärwicklung ersetzi wurde, die auf dem Magnetkreis 7 angeordnet wird.
Will man höchste Pumpleistungen erzielen, bringt man auf dem Magnetkreis 7 sowie auf dem mittleren Schenkel 8 eine Primärwicklung an.
Die verschiedenen oben beschriebenen Anordnungen sind in Versuchen erprobt und dann zum Pumpen von verschiedenen schmelzflüssigen Metallen wie beispielsweise Quecksilber und Blei verwendet worden, die einen Widerstand von etwa 100 Mikroohm pro cm bei den Verwendungstemperaturen aufweisen.
Falls das zu pumpende schmelzflüssige Metall auf das in der Windung mit dem schmelzflüssigen Metall eingetauchten Metallband chemisch einwirkt, kann auf ihn eine Molybdän- oder Nickelschutzschicht aufgebracht werden, falls es nicht vorteilhafter ist, einen Nickelstab zu verwenden, wie beispielsweise im Falle von schmelzflüssigem Natrium.
Unter bestimmten Einsatzbedingungen, bei denen es »5 nicht auf einen hohen Reinheitsgrad des schmelzflüssigen Metalls ankommt, kann sogar eine gewisse beschränkte chemische Einwirkung in Kauf genommen werden, die zu einem leichten Materialverlust des eingetauchten leitenden Metallbandes führen würde, der bei- w spielsweise etwa alle 1000 Betriebsstunden ersetzt werden müßte.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
45
50

Claims (13)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum elektromagnetischen Pumpen schmelzflüssiger Metalle, wobei in einer Pumpleitung (5) der elektromagnetischen Pumpen das flüssige oder schmelzflüssige Metall zirkuliert und ein Zweig dieser Pumpieitung gleichzeitig von einem elektrischen Strom durchsetzt wird, der in einer Richtung senkrecht zur Pumpleitung orientiert ist und von einem magnetischen Feld durchsetzt wird, das senkrecht gleichzeitig zur Pumpleitung und zum Konduktionsstrom ist, und wobei der Konduktionsstrom in einer leitenden Windung (12) entsteht, die durch eine Hülle (13) abgeflachter Form, din mit dem zu pumpenden Metall gefüllt ist, begrenzt ist, d a durch gekennzeichnet, daß in diese leitende Windung (12) parallel zu deren beiden großen Seiten ein Band (14) von der gleichen Form wie die der Hülle (13), jedoch von erheblich geringerer Dicke getaucht wird, das aus einem die Elektrizität sehr gut leitenden Material besteht und unempfindlich gegen die chemische Wirkung des flüssigen oder schmelzflüssigen Metalls ist, derart, daß der Kontakt zwischen Band und schmelzflüssigen in der Windung enthaltenem Metall über eine sehr große Fläche im wesentlichen gleich der Fläche der Wandungen der Windung hergestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in die Windung (12) schmelzflüssigen Metalls getauchte Band (14) mindestens einmal in Höhe des Luftspalts des Magnetkreises unterbrochen ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpleitung (5) für das schmelzflüssige Metall in der Nähe des Luftspaltes (2) abgeflacht ist, während die !eilende Windung (12) über ihre gesamte Länge hinweg eine abgeflachte Form beibehält.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die leitende Windung (12) genau einmal durch den Luftspalt (2) des ersten Magnetkreises (1) geführt ist und daß der erste Magnetkreis mindestens über eine in der Nähe des Luftspaltes angeordnete Primärwicklung (3) verfügt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die leitenden Windung (3) zweimal durch den Luftspalt (2) des ersten Magnetkreises (1) geführt ist, während die das gepumpte schmelzflüssige Metall führende Pumpleitung (5) nur einmal durch den Luftspalt geführt ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stelle der zweiten Durchführung durch den Luftspalt (2) das Band (14) ein zweites Mal unterbrochen ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die leitende Windung (12) und die das gepumpte flüssige Metall führende Pumpleitung (5) jeweils zweimal durch den Luftspalt (2) geführt werden, wobei die Pumpleitung eine außerhalb des Luftspaltes liegende Halbschlcife (16) bildet.
8. Verfahren nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, daß im Luftspalt (2) die leitende Windung (12) einmal von der I lalbschleife (io) der Pumpieitung (5) und einmal nach der I lalbschleifc der Pumpleitung mit ihren entsprechenden Abschnitten in die·
se Pumpleilung eingeführt wird.
9. Elektromagnetische Pumpe zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, mit einem ersten im Luftspalt (2) ein Magnetfeld erzeugenden Magnetkreis (1), wobei die Achse der Pumpleitung (5) senkrecht zum Magnetfeld ausgerichtet ist und mit einem zweiten geschlossenen Magnetkreis (7), der mindestens eine Primärwicklung (10) aufweist, und von dem ein Schenkel (8) von der leitenden Windung schmelzflüssigen Metalls umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Magnetkreis (1) oder der zweite Magnetkreis (7) einen gemeinsamen Schenkel (8), um den die leitende Windung (12) gewickelt ist, aufweist.
10. Pumpe nach Anspruch 9 gekennzeichnet durch eine Primärwicklung (10) auf dem gemeinsamen Schenkel (8).
11. Pumpe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Primärwicklung auf dem dem zweiten Magnetkreis (7) zugehörenden Schenkel angeordnet ist und ein Induktionskreis auf dem zum ersten Magnetkreis (1) gehörenden Schenkel und eine Primärwicklung (10) auf dem gemeinsamen Schenkel (8) angeordnet ist.
12. Pumpe nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die das gepumpte schmelzflüssige Metall führende Wirkung (5) in Höhe des oberen Schenkels des Magnetkreises (1) abgewinkelt ist.
13. Pumpe nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Schenkel des Magnetkreises (1) einen Durchlaß für die das schmclzflüssige gepumpte Metall führende Pumpleitung (5) aufweist.
DE2507034A 1974-02-21 1975-02-19 Elektromagnetische Konduktionspumpe für flüssige Metalle schlechter elektrischer Leitfähigkeit Expired DE2507034C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR7405958A FR2262437B1 (de) 1974-02-21 1974-02-21

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2507034A1 DE2507034A1 (de) 1975-08-28
DE2507034C2 true DE2507034C2 (de) 1984-07-12

Family

ID=9135271

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2507034A Expired DE2507034C2 (de) 1974-02-21 1975-02-19 Elektromagnetische Konduktionspumpe für flüssige Metalle schlechter elektrischer Leitfähigkeit

Country Status (9)

Country Link
US (1) US3973878A (de)
JP (1) JPS5745148B2 (de)
BE (1) BE824677A (de)
DE (1) DE2507034C2 (de)
FR (1) FR2262437B1 (de)
GB (1) GB1494559A (de)
IT (1) IT1027483B (de)
NL (1) NL7502139A (de)
SU (1) SU625645A3 (de)

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2441946A1 (fr) * 1978-11-15 1980-06-13 Novatome Ind Pompe a conduction pour metal liquide
US4392786A (en) * 1980-10-16 1983-07-12 Merenkov Jury F Electromagnetic induction pump
US4824329A (en) * 1985-07-05 1989-04-25 Hitachi, Ltd. Method and apparatus for controlling liquid metal flow
US5675306A (en) 1995-05-18 1997-10-07 Diaz; Rodolfo E. Resonant electromagnetic field amplifier utilizing a magnetic LRC resonant circuit

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE837579C (de) * 1949-09-27 1952-04-28 Ver Leichtmetall Werke Ges Mit Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Druecken in Metallschmelzen, insbesondere zum Pumpen von Metallschmelzen
US2756678A (en) * 1954-11-22 1956-07-31 Gen Electric Electromagnetic pump
US2988997A (en) * 1955-03-22 1961-06-20 Babcock & Wilcox Co Electromagnetic pump
NO140023C (no) * 1971-03-16 1979-06-20 Alsacienne Atom Anordning for konduksjonspumpe for flytende metaller
FR2131087A5 (de) * 1971-03-31 1972-11-10 Alsacienne Atom
FR2186960A5 (de) * 1971-12-22 1974-01-11 Alsacienne Atom
FR2164493B1 (de) * 1971-12-22 1975-02-21 Activite Atom Avance

Also Published As

Publication number Publication date
DE2507034A1 (de) 1975-08-28
JPS5745148B2 (de) 1982-09-25
FR2262437B1 (de) 1983-06-24
BE824677A (fr) 1975-07-23
US3973878A (en) 1976-08-10
GB1494559A (en) 1977-12-07
FR2262437A1 (de) 1975-09-19
JPS50119308A (de) 1975-09-18
SU625645A3 (ru) 1978-09-25
NL7502139A (nl) 1975-08-25
IT1027483B (it) 1978-11-20

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1212626B (de) Abschirmvorrichtung fuer Transformatoren, Drosselspulen od. dgl.
DE3029416C2 (de) Starkstromtransformator oder -drossel
CH649862A5 (de) Starkstromtransformator oder drossel mit bandfoermigem wicklungsleiter.
DE2507034C2 (de) Elektromagnetische Konduktionspumpe für flüssige Metalle schlechter elektrischer Leitfähigkeit
DE1538250A1 (de) Transformatorkerne mit Streujoch
DE68914851T2 (de) Litzenartiger elektrischer leiter mit einem flachen drahtkern.
DE1488422A1 (de) Kommutatormaschine
DE2262803A1 (de) Stromleitungspumpe fuer fluessigmetall
DE2122420C3 (de) Magnetometer
DE2041234B2 (de) Vorrichtung zur induktiven erwaermung von gegenstaenden wie transportrohren
DE747776C (de) Durch einen Messwandler beheizter Bimetallausloeser
DE872593C (de) Entstoerdrosselspule
DE3531322C2 (de)
DE1483039A1 (de) Fortlaufend arbeitendes Waermebehandlungsverfahren und Vorrichtung zu seiner Durchfuehrung
DE1923071A1 (de) Induktives Durchfluss-Messgeraet
DE642338C (de) Dampfentladungsapparat, insbesondere Metalldampfstromrichter, mit in der Kathode befindlichem Einsatzkoerper und in die Kathode eintauchender, aus Widerstandswerkstoff bestehender Zuendelektrode
DE473614C (de) Stromwandler zur Messung der Summe mehrerer Stroeme
DE2131096C3 (de) Band- oder folienartiger Stromleiter für Wicklungen von Transformatoren, Drosselspulen, Wandlern u.dgl
DE700930C (de) cher Hochspannungsmaschinen
AT103159B (de) Läufer für Asynchronmotoren mit zwei getrennten Käfigwicklungen.
DE893525C (de) Wechselstromleiter aus Eisen
DE408597C (de) Faltleiter mit erhoehtem Wechselstromwiderstand
DE530062C (de) Transformator, insbesondere zur Lichtbogenschweissung
DE1541012B1 (de) Permanentmagnetische Anordnung zur Erzeugung eines zumindest angenaehert homogenen Magnetfeldes fuer eine mit gekreuzten elektrischen und magnetischen Feldern arbeitende Laufzeitroehre
DE1514788A1 (de) Elektromagnetisches Relais mit in Schutzrohren angeordneten Ankerkontakten

Legal Events

Date Code Title Description
OGA New person/name/address of the applicant
OD Request for examination
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee