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Geblätterter Eisenkörper im Induktionszähler.
Die Erfindung bezweckt bei Elektrizitätszählern den magnetischen'Widerstand des Stromeisens auf einen ganz bestimmten Wert einstellen zu können, um eine günstige Fehlerkurve der Zähler zu erreichen.
Um einen bestimmten magnetischen Widerstand der Stromeisen zu erzielen, werden diese häufig mit Luftspalten versehen, deren Grösse in der Regel experimentell im Laboratorium bestimmt wird.
Auf Grund dieser Bestimmung wird dabei im allgemeinen auch die Herstellung des Luftspaltes in der Massenfabrikation vorgenommen. Man hat nun erkannt, dass es auf diesem Wege oft unmöglich ist den gewünschten magnetischen Widerstand der Zähler zu erreichen, weil die verwendeten Eisensorten häufig verschiedene magnetische Eigenschaften aufweisen. Infolgedessen wird es bei der Massenfabrikation von Zählern häufig erforderlich, noch eine Veränderung des magnetischen Widerstandes durch irgendwelche Mittel herbeizuführen.
Man kann dies beispielsweise dadurch erzielen, dass man nachträglich die Grösse des Luftspaltes verändert, oder dass man von vornherein neben dem eine bestimmte Grösse besitzenden Luftspalt magnetische Nebenschlüsse anordnet, die gegenüber dem Luftspalt so verschoben werden können, dass der magnetische Widerstand des Stromeisens verändert wird.
Derartige Einrichtungen sind verhältnismässig kompliziert und erfordern in jedem einzelnen Falle eine Einstellung des magnetischen Widerstandes des Stromeisens.
Bei der Erfindung ist ein anderer Weg beschritten, der es ermöglicht in der Massenfabrikation von Zählern unter Beibehaltung der einmal festgelegten Abmessungen der Bleche des Stromeisens gewisse Veränderungen in dem magnetischen Widerstand zu erzielen, um die Fehlerkurve zu erhalten.
Erfindungsgemäss geschieht dies dadurch, dass die Luftspalte in den verschiedenen, aus mehreren Blechlagen bestehenden Schichten des Stromeisens versetzt werden und dass je nach Bedarf die Anzahl der in den einzelnen Schichten liegenden Blechlagen verändert wird.
Man geht dann beispielsweise bei der Fabrikation derartig vor, dass jedesmal, wenn eine Blechsorte oder Blechlieferung verwendet wird, der magnetische Widerstand eines probeweise aufgebauten Stromeisens untersucht wird und darauf die Anzahl der in den einzelnen Schichten erforderlichen Blechlagen erneut festgelegt wird.
Im folgenden soll die Erfindung näher an Hand eines Ausführungsbeispiels, das sich auf einen Induktionszähler bezieht, erläutert werden. Fig. 1 zeigt eine Ansicht auf den Eisenkörper eines gemäss der Erfindung ausgebildeten Induktionszählers, Fig. 2 einen Grundriss des Eisenkerns. 4 bedeutet den vollkommen geschlossenen Eisenkörper, der aus einzelnen Blechen zusammengesetzt ist. Die Bleche sind aus dem Vollen ausgestanzt, so dass sie die erforderlichen magnetischen Pfade aufweisen. 6 bedeutet
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schenkel bezeichnet, mit 10 die Serienpole. Zwischen den Serienpolen 10 einerseits und dem Nebenschlusspol 6 sowie den Seitenschenkeln 8 anderseits liegt der Luftspalt 12 in dem die Zählerscheibe in bekannter Weise angeordnet ist. Zwischen den beiden Serienschenkeln 10 ist noch ein magnetischer Nebenschluss-M vorgesehen.
In dem zwischen den beiden Serienpolen 10 liegenden Teil des Eisenkörpers sind Luftspalte 16 angeordnet, die gruppenweise in den einzelnen Blechen gegeneinander versetzt sind. Dabei liegen abwechselnd die Luftspalte von je vier Blechen des Eisenkörpers zur Rechten bzw. zur Linken der Mittel-
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achse X. Der Eisenkörper kann dabei aus vollkommen symmetrischen Blechen zusammengesetzt sein, die in Gruppen übereinandergeschichtet und gruppenweise um 1800 gedreht sind.
Durch Veränderung der Anzahl der den einzelnen Gruppen zugeordneten Bleche kann der magnetische Widerstand in dem zwischen den Serienpolen 10 liegenden Teile des Eisenkörpers beliebig ver- ändert werden. Der Abstand der Luftspalte in den einzelnen Blechen von der Mittelachse kann so gross gewählt werden, dass magnetische Querpfade zwischen den einzelnen Gruppen der Bleche des Eisenkörpers entstehen. Der magnetische Widerstand dieser Querpfade hängt im hohen Masse von der Anzahl der die einzelnen Blechgruppen des Eisenpaketes bildenden Bleche ab. Auch durch die Veränderung der Breite der Luftspalte in der Längsrichtung der Bleche kann der magnetische Widerstand in dem Eisenkörper beliebig verändert werden.
Durch die Anwendung von Luftspalten gemäss der Erfindung in dem Eisenkörper von Zählern kann eine wesentliche Verbesserung der Fehlerkurve erzielt werden.
Fig. 3 zeigt die Fehlerkurve eines gewöhnlichen Zählers, der mit einem Eisenkern gemäss Fig. 1 versehen ist, bei dem jedoch die Luftspalte 16 nicht vorgesehen sind.
Fig. 4 zeigt die Fehlerkurve für den gleichen Zähler nach dem die Luftspalte 16 vorgesehen sind.
Man erkennt ohne weiteres, dass die Genauigkeit des Zählers bei niedriger Belastung wesentlich grösser geworden ist.
Die Fig. 5 und 6 zeigen die Anordnung von Luftspalten gemäss der Erfindung in ähnlicher Weise wie in der. Fig. 2 dargestellt ist. Bei Ausbildung der Luftspalte gemäss Fig. 5 und 6 ergeben sich die in den Fig. 7 und 8 dargestellten Fehlerkurven.
Fig. 9 und 10 zeigen andere Ausführungsformen der Erfindung, bei denen der durch Eisen verlaufende magnetische Querpfad einen sehr geringen Querschnitt erhält oder überhaupt nicht mehr vorhanden ist.
Unter Umständen können die Luftspalte in den Blechen des Eisenkörpers auch mit einem magnetisch nicht leitenden Material angefüllt sein.
Die Erfindung bezieht sich in erster Linie auf Zähler, kann jedoch auch bei Messinstrumenten oder ähnlichen elektrischen Apparaten, bei denen eine Erhöhung des magnetischen Widerstands erstrebt wird, Anwendung finden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Geblätterter Eisenkörper, insbesondere Stromeisen für Induktionszähler mit durch Luftspalte erhöhtem magnetischem Widerstand, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftspalte in den mehrlagigen Schichten des Eisenkörpers gegeneinander versetzt sind, wobei bei seiner Herstellung die Anzahl der zu den Schichten gehörigen Blechlagen beliebig zwecks Veränderung des magnetischen Widerstandes verändert werden kann.