AT102938B - Verfahren zur Verbesserung des Zeugdruckes. - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung des Zeugdruckes.

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  Verfahren znr   Verbesserung   des   Zeugdruckes.   



   Beim Maschinenzeugdruck mit tief gravierten Walzen, bei denen die   überschüssige   Farbe durch Rackeln abgenommen wird, tritt in überaus störender Weise ziemlich häufig die Erscheinung des sogenannten Anreissens der Walzen ein, das sich dadurch ausdrückt, dass plötzlich in der Walze den Walzenumfang umfassende Schramme oder Rillen auftreten, die mitdrucken und dadurch den Druckeffekt verderben. Diese Störungen, die sich dadurch unangenehm bemerkbar machen, dass man die Maschinen stillsetzen, Walzen, Rakeln, Farbbehälter reinigen, mitunter auch neue Farben benutzen muss, sind noch heute in ihren Ursachen ziemlich unaufgeklärt. Diese Störungen sind stets aufgetreten. 



  Von der Reaktion der Druckfarbe scheinen sie anscheinend nicht beeinflusst zu werden, denn sie treten sowohl bei sauren Druckfarben als auch in gleicher Weise bei alkalischen, z. B. Indanthrendruckfarben auf. Die Tatsache, dass saure und noch mehr alkalische Druckfarben   Raekeln   und Walzen angreifen, kann allein das plötzliche und unerwartete Auftreten der Störungen, das Anreissen der Walzen und das sogenannte Kupfermahlen nicht erklären, zumal der gleiche Übelstand auch bei den allgemeinen verwendeten neutralen Druckfarben auftritt. Ebenso nützt es nichts, wenn dafür gesorgt wird, dass die Druckfarben frei von unlöslichen oder harten Partikelchen sind.

   Man hat auch schon die Vermutung ausgesprochen, dass hier elektrische Ströme eine Rolle spielen oder auch, dass während des Druckes die Druckfarbe durch Hitze, steigende Konzentration u. dgl. verändert wird und kristallinische Ausscheidungen auftreten. Man hat aber weder für die eine noch für die andere Annahme einen Beweis ihrer Richtigkeit erbracht. Es wurde nun gefunden, dass der Übelstand restlos oder weitgehend beseitigt werden kann, wenn den Zeugdruckfarben, die mit wasserhaltigen Verdickungen hergestellt werden, Zusätze von gewissen, in den wässerigen Druckfarben unlöslichen organischen Körpern beigefügt werden, die ein hohes Molekulargewicht mit hoher Viskosität   odersalbenartigerbeschaffenheitverbinden unddiebeigewöhnlichertemperatur   bzw. bei der Temperatur, bei der sie benutzt werden sollen, flüssig oder weich sind. 



   Als derartige Zusätze eignen sich beispielsweise die höchsten Fraktionen der Mineralöldestillation bzw. auch die   Rückstandsteere,   soweit sie noch flüssig oder weich sind. Das gleiche gilt für die entsprechend viskosen Fraktionen der Teeröle bzw. der Teere. Als Beispiel für derartig geeignete Produkte können beispielsweise Vaseline für Arbeiten in warmer Jahreszeit und Nassdampfzylinderöle für Arbeiten bei gewöhnlicher Zimmertemperatur dienen. Die Wirkung dieser der Hauptsache nach aus Kohlenwasserstoffen bestehenden Körper kann im allgemeinen dadurch erhöht werden, dass darin andere, ihre Viskosität oder salbenartige Beschaffenheit noch weiter erhöhende Substanzen aufgelöst werden, wie beispielsweise Paraffine, Wachse verschiedener Herkunft. 



   Bei alkalischen Farben werden vorzugsweise unangreifbare mineralische Wachse, Zeresin u. a., bei sauren Farben auch unbedenklich tierische und pflanzliche Wachse verwendet. Insbesondere bei sauren Druckfarben, die mit   Stärkeverdickung   arbeiten, ist es   zweckmässig,   in den zuzusetzenden viskosen Körpern noch hochmolekulare Fettsäuren, z. B. Ölsäure, aufzulösen bzw. mit ihnen zu mischen.

   Die Zusätze unterstützen einerseits die gleichmässige Verteilung der zuzusetzenden hochmolekularen   Stotfe   in der Druckfarbe, anderseits dienen sie dazu beim Erhitzen, wie es bei   der späteren Entwicklung,   Fixierung 
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Es ist an sich bekannt, Öle den Druckfarben zuzusetzen, teils damit diese bei der Farblackbildung mitwirken, teils auch lediglich, um die Geschmeidigkeit der Druckfarbe zu erhöhen. Die Praxis hat hiebei pflanzliche Öle verwendet, die aber beim Druckverfahren sowohl von sauren wie von alkalischen Farben in kurzer Zeit verändert wurden und damit ihre Wirkung einbüssten.

   Im Gegensatz dazu bestehen die Zusätze nach der vorliegenden Erfindung aus hochviskosen, hochmolekularen Substanzen, die vorzugsweise den Kohlenwasserstoffreihen angehören, die aber in allen Fällen gegen den Einfluss der Druckfarben sich passiv verhalten müssen. 



   Man hat bereits allerlei hochviskese organische Verbindungen, wie Kautschuk,   Harzöl   und fettartige Substanzen in Lösungen von Leinölfirnis, Terpentin, Benzin oder ähnlichen Lösungsmitteln für Steindruckfarben, Wachsreserven zum   Wasserdichtmachen   von Stoffen verwendet, aber nicht mit   wässerigen Verdickungen für   den Zeugdruek. Weiter ist es unter Umständen zweckmässig, den Druck- 
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 setzen, um für die Homogenität der in die Druckelemente eingetragenen Farbe Gewähr zu leisten. Zu diesem Zweck kann in bekannter Weise Schwerbenzin od. dgl. verwendet werden. 



   Beispiele :
Zusätze :
I. 1   leg   Paraffin auflösen in 6 kg hochviskosem Mineralöl und 3 kg Schwerbenzol. 
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   Man setzt bei Verkochen der üblichen   Stärketragantverdickung auf   je 1 kg Verdickung 35 g Zusatz I zu. 



   Farbe 2. 20 Basischer Farbstoff, 50 g Essigsäure   60 Bé, 40 gAzetin,   100 g Tanninlösung in Essigsäure   l : l,   mit essigsaurer   Stärkeverdickung   auf 1000 g stellen. 
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 zahllose Zusätze und Druckfarben in der Praxis. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Verfahren zur Verbesserung des Zeugdruckes mittels gravierter Walzen und mit Druckfarben, die mit wasserhaltigen Verdickungen hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass den Farben, zwecks Vermeidung von   Walzen-und Rackelbeschädigungen, hoehviskose Mineralöl-oder   Teerbestandteile und gegebenenfalls noch viskositätserhöhende Stoffe, wie Wachse, Paraffine, zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. 2.-Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Druckpasten verwendet, denen hochviskose, hochmolekulare organische Säuren zugesetzt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Druckpasten verwendet, denen ein Schaumbildung verhinderndes Mittel, wie Schwerbenzin, zugesetzt ist.
AT102938D 1923-12-14 1924-09-15 Verfahren zur Verbesserung des Zeugdruckes. AT102938B (de)

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