AT101674B - Matter photographischer Film und Verfahren zur Herstellung seiner Mattierung. - Google Patents
Matter photographischer Film und Verfahren zur Herstellung seiner Mattierung.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Matter photographischer Film und Verfahren zur Herstellung seiner Mattierung. Beim Kopieren von Kinofilms pflegt schon nach Herstellung von einer geringen Zahl von Kopien ein Verschrammen des Negativs einzutreten, welches nachteilig auf die Qualität der Kopien wirkt. Die Folge davon ist, dass hei der Projektion der Positivfilme die Erscheinung des Verregnens auftritt. Die gleiche Erscheinung stellt sich auch bei zunehmendem Verschrammen eines ursprünglich tadellosen Positivfilms ein. Man hat bereits versucht, diese Mängel dadurch zu beheben, dass man den Film, sei es das Negativ, sei es das Positiv, einer Mattierung unterwarf. Die üblichen Mittel der Mattierung, nämlich die Anwendung eines Sandstrahlgebläses und eines Abschleifens. führen jedoch nicht zu befriedigenden Ergebnissen. Gemäss vorliegender Erfindung wird der Zweck einer den Mangel der Regenerscheinung an dem Projektionsbilde beseitigenden Mattierung dadurch erreicht, dass man die zu mattierende Flächeeiner Lackbestäubung unterwirft. Das kann so geschehen, dass man einen geeigneten durchsichtigen Lack vermittels einer Lackspritze aufstäubt, wobei man durch entsprechende Wahl der Düsengrösse und des Pressdrucks'für den zerstäubenden Luftstrahl sowie der Konzentration der Lösung die Möglichkeit hat, die Grösse der Lackstäubchen so zu regeln, dass das gewünschte feine Korn für die Mattierung zustande kommt. Die Mattierung, welche man auf die angegebene Weise erzielen kann, ist so fein, dass sie sogar die Möglichkeit bietet, ein zu grobes Korn des fertigen Negativs, welches in verschiedenen Umständen seine Ursache hat, zu verdecken. Es genügt im allgemeinen, wenn die Mattierung auf die blanke Seite des emulsionierten Films oder auf eine Seite der zur Herstellung des Films dienenden Folie aufbringt. Es steht aber nichts im Wege, statt der Blankseite die emulsionierte Fläche des Films oder sogar beide Seiten des Films bzw. der nicht emulsionierten Folie in der angegebenen Weise zu mattieren. Im allgemeinen empfiehlt es sich, den fertigen Negativfilm auf seiner Glanzseite zu mattieren, und zwar vorzugsweise erst dann, wenn Verschrammungen anfangen, sich störend auf den Kopien bemerkbar zu machen. Unter Umständen hat es aber auch Wert, den NegativRohfilm bzw. die Folie für einen solchen zu mattieren, besonders dann, wenn der Film zur Herstellung zarter Negative dienen soll. Ebenso ist es ratsam, einen zarte Negative tragenden Film schon vor Beginn des Kopierens, also noch vor Auftreten von Verschrammungen, zu mattieren, weil dadurch die Lichtwirkung in den Lichtern des Negativs abgeschwächt wird. Die Mattierung empfiehlt sich auch bei Positivfilms, wenn diese eine solche Verschrammung aufweisen, dass die projizierten Bilder die bekannte Regenerscheinung zeigen. Als zu zerstäubendes Lackmaterial benutzt man zweckmässig eine Zellulosederivatlösung) z. B. eine etwa l"/,) ige Nitrozelluloselösung in Äther-Alkohol 1 : 1, und stäubt diese mit einer Lackspritze auf, deren Düsenöffnung 0'4 MM beträgt und welche mit einem Betriebsüberdruck von 1-2 Atm. betrieben wird. Die Lackaufstäubung kann zugleich zur Anfärbung des Films benutzt werden, indem man dem durchsichtigen Lack einen geeigneten Farbstoff zusetzt. Es empfiehlt sich in der Regel, dem Lack auch noch ein darin lösliches Metallsalz zuzusetzen, <Desc/Clms Page number 2> z. B. Chlorkalzium, in einer Menge von etwa 1 % des Gehalts der Lacklösung an Nitrozellulose. Um die Mattierung möglichst vor Beschädigung zu schützen, kann man die Lackstäubchen- schicht mit einer dünnen Schutzschicht aus gehärteter Gelatine oder einem sonstigen geeigneten Filmmaterial versehen, welche die Wirkung der Lackstäubehenschicht nicht aufhebt. Damit die letztgenannte Bedingung erfüllt wird, ist es im allgemeinen erforderlich, dass das Lichtbrechungsvermögen des Materials, aus welchem die Schutzschicht besteht, verschieden von dem des Lackstäubchenmaterials ist, wie es bei Gelatine tatsächlich der Fall ist. Eine geeignete Gelatinelösung hat beispielsweise folgende Zusammensetzung : 15 q Gelatine 935 g Wasser 50 g Eisessig 2 g Chromalaun mit oder ohne einem kleinen Zusatz von Lithiumchlorid. Durch einen Schutzüberzug der genannten Art wird die rauhe mattierte Fläche völlig glatt, ohne ihre mattierende Wirkung einzubüssen. Die glatte Schutzschicht einer stark ge- härteten Gelatine, welche wegen der grossen Dünne, die für die Erreichung des Zweckes hinreichend ist, unbedenklich auf den Film aufgebracht werden kann, ist wenig geneigt, Staub festzuhalten und bietet noch den besonderen Vorteil, dass sie die elektrische Erregbarkeit des Films, welche bei einem Zelluloidfilm auch bei Anwendung der Lackbestäubung stark bemerkbar ist, herabsetzt und sogar annähernd vollständig beseitigt. Der erwähnte Schutzüberzug ist in seiner Anwendung nicht auf fertige Bildfilms beschränkt, sondern er kann auch bei Rohfilms vorgesehen werden, da eine hauchdünne, stark gehärtete Gelatineschicht bei den in Frage kommenden Temperaturen praktisch nicht quillt und demzufolge auch selbst in feuchtem Zustande nicht klebt. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Mattieren photographischer Films bzw. Folien für solche, dadurch gekennzeichnet, dass die zu mattierende Fläche einer Lackbestäubung unterworfen wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mattierung unter Benutzung von Zellulosederivatlösung als aufzustäubender Lack erfolgt.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der auf die zu mattierende Fläche aufzustäubenden Lacklosung ein darin lösliches Metallsalz zugesetzt wird.4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf die mit der Lackbestäubung versehene Filmf1äche ein dünner, durchsichtiger Überzug von gehärteter Gelatine od. dgl. aufgebracht wird.5. Ein-oder beiderseitig mattierter photographischer, mit Emulsion versehener'Film bzw. die emulsionsfreie Folie für einen solchen Film, dadurch gekennzeichnet, dass die matte Seite desselben eine aufgestäubte Schicht eines durchsichtigen Lackes trägt.6. Film nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass seine Lackstäubchenschicht von einem dünnen, durchsichtigen Schutzüberzug aus gehärteter Gelatine od. dgl. die Wirkung der Lackstäubchenschicht nicht aufhebenden Material überdeckt ist.
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