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Spaltmaschine für Häute und Leder.
Die gebräuchliche,, Union''-Spaltmasehine mit feststehendem Messer eignet sich lediglich zum Spalten von vollkommen gegerbtem Leder, so dass der Gerbung selbst ungespaltene Häute zugeführt werden müssen und sich die Gerbdauer dadurch nicht verkürzen lässt. Die Bandmesserspaltmaschine, die mit einem über Rollen laufenden beweglichen Bandmesser arbeitet, hat allerdings den Vorteil, durch Spalten von Blössen Teile von geringerer Dicke zur rascheren Gerbung zu bringen und die Gerbdauer dadurch abzukürzen, erfordert aber ein grösseres Bedienungspersonal und ist die Aufstellung derselben mit höheren Anschaffungskosten verbunden.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Spaltmaschine, auf welcher die Häute sowohl im einfach geäscherten Zustande, als auch als bereits fertiges Leder gespalten werden können. Zu diesem Zwecke wird gemäss Fig. 1 und 4 an einer Spaltmaschine mit feststehendem Messer 8 das Werkstück 9 (Leder oder Haut) unter einer in einem drehbaren Querhaupte 2 gelagerten Druckrolle 6 mittels einer Durch-
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wirkenden und später erörterten Spannhölzer H auf die Walze 10 aufgewickelt.
Der Antrieb dieser Durchziehwalze erfolgt durch ein mit derselben verbundenes Stirnrad 12, welches mit dem auf der Antriebswelle 18 der Maschine sitzenden Stirnrade 13 durch die Hebelkombination 15, 17 und 22 in und ausser Eingriff gebracht werden kann. Dieser Antrieb wird durch einen von der Rückseite der Maschine aus zu betätigenden Trethebel 20 mit Trittbrett 30 gesteuert, indem das am vorderen Ende dieses Hebels angeordnete Trittbrett 30 durch Niederdrücken desselben auf den Arm 28 eines in Fusskonsolen 26 gelagerten Winkelhebels 28, 29 einwirkt und mittels der Hebel 20 und 22 die Abschaltung des Antriebes bewirkt,
während das Einschalten der Maschine durch den an seinem oberen Teile gleichfalls mit einem Trittbrett versehenen Arm 29 des oberwähnten Winkelhebels beim Niederdrücken dieses Armes erfolgt.
Um nun bei stark gequollenen Häuten die Druckrolle 6 auch jederzeit in ihrer richtigen Lage mit Bezug auf das Spaltmesser einstellen und auch erhalten zu können, wird an dem Querhaupte 2 ein Arm. 31 befestigt, welcher durch eine an der Vorderseite der Maschine angeordnete Stange 32 mit dem Trittbrett 3. 3 verbunden ist, so dass durch Niederdrücken des Brettes 33 ein Ausweichen der Rolle 6 beim Spalten der Häute verhindert werden kann.
Da die Durchziehwalze 10 einen konstanten Durchmesser hat, so wird die gespaltene Haut bzw. das gespaltene Leder zufolge der ungleichmässigen Stärke auf dieser Walze mehr oder minder straff aufgezogen, wodurch einerseits Zerreissungen eintreten könnenund anderseits aber wieder gegen die Maschine zu Falten gebildet werden, welche bis zum Spaltmesser zurückreichend ein Zerschneiden der Häute oder des Leders zur Folge haben können. Um nun diese schädliche namentlich bei geäscherten Sehweinshäuetn eintretende Faltenbildung hintanzuhalten, werden die in die Nut der Durehziehwalze eingezogenen Enden der Haut oder des Leders durch Spannhölzer 11, wie sie in, der Fig. 2 und 3 ersichtlich gemacht sind, verklemmt.
Diese Spannhölzer besitzen einen ungefähr dreieckigen Querschnitt und werden je zwei derselben in jeder Nut gemäss Fig. 2 oder 3 eingelegt. Diese Spannhölzer ragen etwas über den äusseren Umfang der Durchziehwalze 10 hervor und bedingen in der Anordnung der Fig. 2 ein strafferes faltenloses Anziehen der Häute in der Mitte der Einzugstelle, während in der Anordnung nach Fig. 3 die seitlichen Enden der Haut gespannt und faltenlos gerichtet werden.
Das Einlegen der Spannhölzer nach Fig. 2 oder 3 mit ihrer Verstärkung in derMitte oder am äusseren Rande richtet sich je nach der Beschaffenheit der
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Haut, und werden durch diese Hölzer die in der Mitte entstehenden Falten durch Anordnung nach Fig. 2 infolge der grösseren Anspannung der Haut beseitigt, während in der Anordnung Fig. 3 die seitwärts entstehenden Falten nach auswärts gestrichen und geglättet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spaltmaschine für Häute und Leder, mit feststehendem Spaltmesser, gegen welches das Werkstück mittels einer Durchziehwalze gezogen wird und deren Antrieb durch einen von der Rückseite der Maschine aus betätigbaren Trethebel gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Trethebel (24) über seinen Drehpunkt (23) hinaus gegen die Vorderseite der Maschine zu verlängert ist und dort ein
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den verlängerten Trethebel (20) greifender an seinem andern Ende gleichfalls mit einem Trittbrett (29) versehener in einer Konsole drehbarer (27) Winkelhebel (28) dient.