AT101443B - Glasschmelzofen. - Google Patents

Glasschmelzofen.

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AT101443B
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glass
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glass melting
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Leonhard Bock
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Leonhard Bock
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Glasschmelzofen. 



   Die gebräuchlichen, mit Gasfeuerung arbeitenden und für ununterbrochenen Betrieb eingerichteten Wannenöfen der Glasindustrie besitzen sämtlich das gemeinsame Merkmal, dass die Ausarbeitung des Glases an dem der Eintragseite des Rohgemenges entgegengesetzten Ende des Ofens stattfindet. 



   Die Erfindung hat einen Wannenofen mit Regenerativfeuerung zum Gegenstande, bei welchem im Gegensatz zu diesen bekannten Glasschmelzöfen die Ausarbeitung des Glases in der Ofenmitte erfolgt. 



   Diese wird dadurch ermöglicht, dass beiderseits einer zwei Schmelzräume bildenden Wanne und senkrecht dazu je ein Arbeitsraum (Arbeitswanne) angeschlossen ist. Durch zwei gesonderte Gruppen von Regeneratoren und durch mit denselben in Verbindung stehende Brenner wird der Ofen derart beheizt, dass jede Regeneratorengruppe ständig einen der Schmelzräume und beide abwechselnd   dieArbeits-   räume mit Feuergasen versehen. 



   Die Anlage der   Arbeits-und Sehmelzräume   in Kreuzform mit in der Mitte gelegener Ausarbeitungsstelle, die durch die Trennung der Regeneratoren ermöglichte Flammenführung in den Schmelzräumen in solcher Weise, dass die Gase gleichzeitig von wei entgegengesetzten Seiten einströmen, endlich die Beheizung der Arbeitswannen mit wechselnder Benutzung der beiden Regeneratorengruppen hat eine Reihe von wichtigen Vorteilen zur Folge, die später aufgezählt werden sollen. 



   In den Zeichnungen ist ein derartiger vierräumiger Glasofen in beispielsweiser Ausführung, u. zw. im Grundriss, im Querschnitt und im Längsschnitt dargestellt.   Sch1   und Sch2 sind die Schmelzräume an den beiden Enden einer Wanne, deren mittlerer Teil den Läuterraum L bildet. Zu beiden Seiten dieses Raumes L und rechtwinkelig dazu sind die Arbeitsräume   Ar1 und Ar2   angeordnet, die durch Kanäle   K   mit dem Raum L verbunden sind. 



   Die Regenerativfeuerung weist zwei Gruppen von Regeneratoren Rg1 und   Rs   auf, von welchen jede zwei Brennerpaare   B   und zwei B2 bedient ; die Brenner   Bi führen   das Gas den beiden Schmelzräumen, die Brenner B2 den beiden Arbeitsräumen zu. Die Gas-und Luftleitung zu den Regeneratoren und von diesen zu den Brennern ist mit Umschaltventilen bekannter Art ausgestattet, deren Steuerung derart erfolgt, dass die Flamme in die Schmelzwanne immer gleichzeitig aus einem rechts-und linksgelegenen Brenner B1 eintritt, die Wanne der Breite nach durchströmt und auf der entgegengesetzten Seite abzieht. Durch Umschaltung der Ventilstellungen wird Einlass und Abzug gewechselt und die
Strömungsrichtung umgekehrt. 



   Bei grossen Öfen können natürlich für die Schmelzräume auf jeder Ofenseite anstatt eines Brenners auch zwei angeordnet werden. 



   Bei der in der Zeichnung vorgesehenen Stellung der Ventile strömt die Flamme in der Pfeilrichtung 
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 Regeneratorengruppe   RY2   abziehen. Ebenso geht die Flamme aus der Gruppe Rg2 in die Schmelzwanne   Se4 und in   die Arbeitswanne Ara. Die Abgase des Schmelzraumes gehen in die gleiche Gruppe   Zu   jene der Arbeitswanne aber in die Regeneratorengruppe Rg1. Nach dem Umwechseln ist die Strömungsrichtung die entgegengesetzte. 



   Während auf diese Weise die Regeneratorengruppe Ru immer mit dem Schmelzraume   Sek   und die Gruppe   Rye mit   dem Schmelzraume Sch2 verbunden ist, werden die Arbeitsöfen abwechselnd von beiden Regeneratorengruppen gespeist. Auf diese Weise ist die Heizung der Arbeitswannen ohne besondere Feuerungsanlage und dadurch die Anordnung der Arbeitsräume in der Ofenmitte erst möglich geworden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



      ..-Das   Das'Rohgemenge wird   in'die Schmelzräume S'c und Sc durch   zwei an den Stirnseiten gelegene Öffnungen E eingetragen. Nach erfolgter Schmelzung fliesst es unterhalb zweier schwimmender Brücken in den Läuterraum L und gelangt von da durch die gleichfalls mit Schwimmern geschützten   Kanäle   in die Arbeitsräume   Arl   und    Ar,.   



   Die Arbeitsräume können in ihrer Form und Ausgestaltung jeder Art der Glaserzeugung angepasst werden. Beispielsweise zeigt der Arbeitsraum   Ar,   die Einrichtung für Hohlglasarbeit mit 15   Werkstellen,   während der Arbeitsraum Ar, für die Erzeugung von Tafelglas mit vier Trommeln eingerichtet ist. Bei entsprechender Änderung der Grössenverhältnisse kann die Einrichtung auch für selbsttätige Flaschenmaschinen oder für. das Tafelglasziehverfahren geeignet gemacht werden. 



   Die Brenneranordnung und die Flammenführung für die Arbeitsräume kann je nach Bedarf entweder in der   Rückwand wibei   oder seitlich wie   bei. durchgeführt werden.   Die Brenner erhalten in den aufsteigenden Gas- und Luftschächten Schieber S, mittels welcher die Temperatur in den Arbeiträumen geregelt werden kann. 



   Die Vorteile dieses Glasschmelzofens gegenüber allen bisher bekannten sind : 1. Bei gleichen Grössenverhältnissen wird infolge der rascheren zweiseitigen Schmelzung und der günstigen Flammenführung eine grössere Ausbeute an geschmolzenem Glase erzielt ; 2. wegen des bedeutend grösseren Umfanges des Arbeitsplatzes kann der Ofen mit einer zwei-bis dreimal so grossen Zahl von Arbeitern besetzt werden ; 3. zufolge der Regelbarkeit der Temperatur in den Arbeitswannen können besondere Trommel- 
 EMI2.1 
 Erzeugnissen mit verschiedener Verarbeitungstemperatur an einem Glasschmelzofen gegeben, indem z. B. in der einen Arbeitswanne Hohlglas, in der anderen Tafelglas oder einerseits handgeblasenes, anderseits Maschinglas hergestellt werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Glasschmelzofen mit Regenerativgasfeuerung, gekennzeichnet durch eine in Kreuzform geteilte Wanne, bei der die Schmelzung des Glases von zwei Enden des Schmelzraumes gegen die Mitte zu erfolgt und das geschmolzene Glas von der Mitte aus in die rechtwinkelig und beiderseits angeordneten Arbeiträume behufs Ausarbeitung abfliesst.

Claims (1)

  1. 2. Glasschmelzofen nach Anspruch 1, daduch gekennzeichnet, dass die Flammenführung in der Weise erfolgt, dass die Heizgase in die beiden Schmelzräume gleichzeitig jedoch von entgegengesetzter Seite eintreten und ebenso an den den Einströmstellen gegenüberliegenden Seiten abziehen.
    3. Glasschmelzofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Arbeitswannen abwechselnd mit der einen oder anderen Regeneratorengruppe verbunden sind, so dass die Beheizung und demgemäss auch der Abzug in jeder Weehselperlode durch eine andere Gruppe besorgt wird.
AT101443D 1924-09-26 1924-09-26 Glasschmelzofen. AT101443B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1018594B (de) * 1953-08-03 1957-10-31 Owens Corning Fiberglass Corp Vorrichtung zur Herstellung von Glasfasern

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1018594B (de) * 1953-08-03 1957-10-31 Owens Corning Fiberglass Corp Vorrichtung zur Herstellung von Glasfasern

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