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Glasschmelzofen.
Die gebräuchlichen, mit Gasfeuerung arbeitenden und für ununterbrochenen Betrieb eingerichteten Wannenöfen der Glasindustrie besitzen sämtlich das gemeinsame Merkmal, dass die Ausarbeitung des Glases an dem der Eintragseite des Rohgemenges entgegengesetzten Ende des Ofens stattfindet.
Die Erfindung hat einen Wannenofen mit Regenerativfeuerung zum Gegenstande, bei welchem im Gegensatz zu diesen bekannten Glasschmelzöfen die Ausarbeitung des Glases in der Ofenmitte erfolgt.
Diese wird dadurch ermöglicht, dass beiderseits einer zwei Schmelzräume bildenden Wanne und senkrecht dazu je ein Arbeitsraum (Arbeitswanne) angeschlossen ist. Durch zwei gesonderte Gruppen von Regeneratoren und durch mit denselben in Verbindung stehende Brenner wird der Ofen derart beheizt, dass jede Regeneratorengruppe ständig einen der Schmelzräume und beide abwechselnd dieArbeits- räume mit Feuergasen versehen.
Die Anlage der Arbeits-und Sehmelzräume in Kreuzform mit in der Mitte gelegener Ausarbeitungsstelle, die durch die Trennung der Regeneratoren ermöglichte Flammenführung in den Schmelzräumen in solcher Weise, dass die Gase gleichzeitig von wei entgegengesetzten Seiten einströmen, endlich die Beheizung der Arbeitswannen mit wechselnder Benutzung der beiden Regeneratorengruppen hat eine Reihe von wichtigen Vorteilen zur Folge, die später aufgezählt werden sollen.
In den Zeichnungen ist ein derartiger vierräumiger Glasofen in beispielsweiser Ausführung, u. zw. im Grundriss, im Querschnitt und im Längsschnitt dargestellt. Sch1 und Sch2 sind die Schmelzräume an den beiden Enden einer Wanne, deren mittlerer Teil den Läuterraum L bildet. Zu beiden Seiten dieses Raumes L und rechtwinkelig dazu sind die Arbeitsräume Ar1 und Ar2 angeordnet, die durch Kanäle K mit dem Raum L verbunden sind.
Die Regenerativfeuerung weist zwei Gruppen von Regeneratoren Rg1 und Rs auf, von welchen jede zwei Brennerpaare B und zwei B2 bedient ; die Brenner Bi führen das Gas den beiden Schmelzräumen, die Brenner B2 den beiden Arbeitsräumen zu. Die Gas-und Luftleitung zu den Regeneratoren und von diesen zu den Brennern ist mit Umschaltventilen bekannter Art ausgestattet, deren Steuerung derart erfolgt, dass die Flamme in die Schmelzwanne immer gleichzeitig aus einem rechts-und linksgelegenen Brenner B1 eintritt, die Wanne der Breite nach durchströmt und auf der entgegengesetzten Seite abzieht. Durch Umschaltung der Ventilstellungen wird Einlass und Abzug gewechselt und die
Strömungsrichtung umgekehrt.
Bei grossen Öfen können natürlich für die Schmelzräume auf jeder Ofenseite anstatt eines Brenners auch zwei angeordnet werden.
Bei der in der Zeichnung vorgesehenen Stellung der Ventile strömt die Flamme in der Pfeilrichtung
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Regeneratorengruppe RY2 abziehen. Ebenso geht die Flamme aus der Gruppe Rg2 in die Schmelzwanne Se4 und in die Arbeitswanne Ara. Die Abgase des Schmelzraumes gehen in die gleiche Gruppe Zu jene der Arbeitswanne aber in die Regeneratorengruppe Rg1. Nach dem Umwechseln ist die Strömungsrichtung die entgegengesetzte.
Während auf diese Weise die Regeneratorengruppe Ru immer mit dem Schmelzraume Sek und die Gruppe Rye mit dem Schmelzraume Sch2 verbunden ist, werden die Arbeitsöfen abwechselnd von beiden Regeneratorengruppen gespeist. Auf diese Weise ist die Heizung der Arbeitswannen ohne besondere Feuerungsanlage und dadurch die Anordnung der Arbeitsräume in der Ofenmitte erst möglich geworden.
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..-Das Das'Rohgemenge wird in'die Schmelzräume S'c und Sc durch zwei an den Stirnseiten gelegene Öffnungen E eingetragen. Nach erfolgter Schmelzung fliesst es unterhalb zweier schwimmender Brücken in den Läuterraum L und gelangt von da durch die gleichfalls mit Schwimmern geschützten Kanäle in die Arbeitsräume Arl und Ar,.
Die Arbeitsräume können in ihrer Form und Ausgestaltung jeder Art der Glaserzeugung angepasst werden. Beispielsweise zeigt der Arbeitsraum Ar, die Einrichtung für Hohlglasarbeit mit 15 Werkstellen, während der Arbeitsraum Ar, für die Erzeugung von Tafelglas mit vier Trommeln eingerichtet ist. Bei entsprechender Änderung der Grössenverhältnisse kann die Einrichtung auch für selbsttätige Flaschenmaschinen oder für. das Tafelglasziehverfahren geeignet gemacht werden.
Die Brenneranordnung und die Flammenführung für die Arbeitsräume kann je nach Bedarf entweder in der Rückwand wibei oder seitlich wie bei. durchgeführt werden. Die Brenner erhalten in den aufsteigenden Gas- und Luftschächten Schieber S, mittels welcher die Temperatur in den Arbeiträumen geregelt werden kann.
Die Vorteile dieses Glasschmelzofens gegenüber allen bisher bekannten sind : 1. Bei gleichen Grössenverhältnissen wird infolge der rascheren zweiseitigen Schmelzung und der günstigen Flammenführung eine grössere Ausbeute an geschmolzenem Glase erzielt ; 2. wegen des bedeutend grösseren Umfanges des Arbeitsplatzes kann der Ofen mit einer zwei-bis dreimal so grossen Zahl von Arbeitern besetzt werden ; 3. zufolge der Regelbarkeit der Temperatur in den Arbeitswannen können besondere Trommel-
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Erzeugnissen mit verschiedener Verarbeitungstemperatur an einem Glasschmelzofen gegeben, indem z. B. in der einen Arbeitswanne Hohlglas, in der anderen Tafelglas oder einerseits handgeblasenes, anderseits Maschinglas hergestellt werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Glasschmelzofen mit Regenerativgasfeuerung, gekennzeichnet durch eine in Kreuzform geteilte Wanne, bei der die Schmelzung des Glases von zwei Enden des Schmelzraumes gegen die Mitte zu erfolgt und das geschmolzene Glas von der Mitte aus in die rechtwinkelig und beiderseits angeordneten Arbeiträume behufs Ausarbeitung abfliesst.