DE331703C - Kanalofen mit umsteuerbarer Regenerativgasheizung - Google Patents
Kanalofen mit umsteuerbarer RegenerativgasheizungInfo
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- C21D9/70—Furnaces for ingots, i.e. soaking pits
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Description
- Kanalofen mit umsteuerbarer Regenerativgasheizung. Die Erfindung betrifft eine nach Art der Kanalöfen betriebene Ofenanlage, bei der das i zu erwärmende Gut in steter Folge an dem einen Ende in den Heizraum eintritt, um ihn, i auf die erforderliche Temperatur gebracht, am i anderen Ende wieder zu verlassen, wie dies beim Brennen feuerfester Steine, zum Anwärmen von Eisen- oder Stahlblöcken oder i -knüppeln an sich üblich ist. Im vorliegenden Falle soll die Beheizung eines derartigen Ofens mit '\j'ärmerückgewinnung durch Wärmespeicher in der Weise ermöglicht werden, daß jeweilig das zu erhitzende Gut vor seinem Austritt aus dem Ofen gerade mit der heißesten . Flamme in Berührung kommt, um so eine vollständige Ausnutzung der entwickelten Wärme zu erzielen. Zu diesem Zwecke wird die Ofen- . anlage in Gestalt zweier parallel liegender, in der Brennzone durch eine. Mittelwand getrennter Kammern oder Tunnels ausgeführt. die mit dem zu erwärmenden Gute gleichmäßig beschickt werden und die derart mit einer Wärmespeicheranlage in Verbindung stehen, däß jeweilig die Verbrennungsstoffe, Gas und Luft, aus der Wärmespeicheranlage am Austrittsende der anzuwärmenden Körper in den eil-entlichen Heizraum eintreten, um im Gegenstrom zu ihnen an ihrem Eintrittsende in die Bretitizone um die mittlere Trennwand der 1)(-ideii parallelen Räume herum in den zweiten Raum überzutreten und von hier in die Abwärmespeicher zu gehen; mit der Zugumkehr kehrt sich dann auch die Strömungsrichtung der Gase durch die beiden Heizräume entsprcchen(1l tim. Damit wird die höchste \@':irnii# ain =\iiarittsende der zti erhitzenden hürlxr enti@irkelt, wobei der Umstand, daß in der parallel liegenden Kammer die abziehenden Gase bereits kälter sind, insofern diese Wirkung nicht be-. einträchtigt, als die Abgase hier zwar nicht mehr so heiß sind, um das für die Wärmeabgabe nötige Gefälle zu besitzen, aber noch nicht sd weit abgekühlt sind, um eine Abkühlung der von der vorherigen Betriebsstufe her erhitzten Körper zu bewirken.
- In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in Fig. z im Längsschnitt, in Fig. 2 im Querschnitt durch die Brennzone, und in Fig. 3 im Grundriß wiedergegeben.
- Der eigentliche Heizraum besteht aus zwei parallel liegenden Räumen a, die durch eine mittlere Trennwand b getrennt sind, und in die die anzuwärmenden Körper, z. B. zu erhitzende Knüppel, bei c eintreten, um den Heizraum a bei d wieder zu verlassen. Über den Heizräumen a sind die Wärmespeicher e und f angeordnet, die durch den Kanal g hintereinander geschaltet sind und durch zaen Kanal h mit dem Heizraum a in Verbindung stehen; für jeden Heizraum sind dabei zwei solcher Wärmespeicherpaare vorgesehen, die zur Vorwärmung von Gas und Luft dienen. Das Heizgas wird dabei durch Leitung i und Anschlüsse k den zugehörigen Wärmespeichern zugeführt, während die Luft durch Leitung L und Anschlüsse nc eintritt. Sämtliche Anschlüsse 1c und in sind durch Ventile n an die zum Kamin führende Leitung o angeschlossen.
- In der einen Betriebsstufe treten beispielsweise durch die in Fig. a links liegenden Wärme-,-#peicher Gas und Luft ein, wärmen sich an dem heißen Gitterwerk der Wärmespeicher c und f entsprechend vor, um durch die Kanäle lt in den rechts liegenden Raum ca einzutreten und hier zu verbrennen. Die sich entwickelnde Flamme streicht über die auf der Sohle liegen-, den Knüppel hinweg, kehrt bei c um die mittlere Trennwand b um und strömt durch den zweiten Heizraum a, in die jetzt an die Leitung o angeschlossenen Wärmespeicher c und f, dir die überschießende Wärme in sich aufnehmen. Nach einer bestimmten Zeit (etwa einer halben Stunde) werden die sämtlichen Anschlüsse gewechselt, so daß jetzt Gas und Luft auf der anderen Seite eintreten und im umgekehrten Sinne durch die Anlage hindurchströmen. Dabei ist ersichtlich, daß imrrier an dem Austrittsende der zu erhitzenden Körper die höchste Temperatur entwickelt wird, während im übrigen ein gewisser Gegenstrom zu dem Gute erzielt wird.
- Wichtig ist der Umstand, däß hier einmal die Wärmespeicher über dem Heizraum angeordnet sind, wodurch eine Behinderung für Ein- und Austritt des Gutes vermieden ist und sich auch baulich eine Vereinfachung ergibt. Von besonderer Bedeutung ist es dabei, daß die Wärmespeicher e und f von den zu erwärmenden Stoffen von unten nach oben, von der abzukühlenden Abwärme dagegen von oben nach unten durchströmt werden, weil bekanntlich auf diese Weise die beste Beaufschlagung von Wärmespeichern erzielt wird und die feuerfeste Steinfüllung gleichmäßig erwärmt und ebenso gleichmäßig abgekühlt wird. Da bei einem sich einheitlich über die Länge des Heizraumes ca erstreckenden und damit im V#rhältnis zur Höhe sehr langen Wärmespeicher sich diagonale Strömungen herausbilden könnten, so sind die Wärmespeicher in die beiden in der gekennzeichneten Weise hintereinander ge,;chalteten Abteile e und f aufgelöst, wodurch diagonale Strömungen verhütet werden.
- Die beschriebene Bauart bietet noch Gelegenheit für eine Weiterbildung einer: an sich bekannten, in der Patentschrift 196532 des Erfinders beschriebenen Betriebsweise, indem an das Eintrittsende der Heizräume a ein Vorwärmer p angeschlossen wird, der dann ohne mittlere Trennwand durchgeführt werden kann und in den durch die vordere Tür q die kalten, vorzuwärmenden Körper eingeführt werden. Indem nun am vorderen Ende. des Raumes p besondere Füchse r, die ebenfalls an einen Kamin angeschlossen sind, vorgesehen sind, kann man durch entsprechende Einstellung dieser einen Teil der bei c umkehrenden Flamme oder heißen Gase abzweigen und über die vorzuwärmenden Körper abziehen, womit man eine wieder im Gegenstrom vor sich gehende natürliche Vorwärmun g erhält, ohne daß dadurch der Wirkungsgrad der eigentlichen Beheizung irgendwie beeinträchtigt wird. Wenn auch diese MTeiterbildung keine Notwendigkeit ist, so ist sie überall ohne weiteres anwendbar, wo das Bedürfnis nach einer derartigen V orwärmung besteht.
Claims (3)
- PATENT-ANspRÜcHE: z. Kanalofen mit umsteuerbarer Regenerativgasheizung, dadurch gekennzeichnet, daß unter an sich bekannter Verwendung zweier parallel nebeneinander liegender 'Ofenkanäle die vorgewärmten Verbrennungsstoffe, Gas und Luft, an dem Austrittsende des zu erhitzenden Gutes jeweilig in den einen Ofenkanal im Gegenstrom zum Gute eingeführt werden, um am Eintrittsende der Brennzone um die die beiden Heizräume trennende Wand herum in den zweitem Heizkanal und aus diesem im Gleichstrom in die Abwärmespeicher überzutreten.
- 2. Ofen nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmespeicher für C,a > und Luft oberhalb der Ofenkanüle in der Längsrichtung angeordnet sind.
- 3. Ofen nach Anspruch i und 2, dadurch (#kerrnzeiclrrret, c1<<(3 die Vinulnen Wärmenpeicher jeweilig derart in zwei durch einen mittleren Kanal (g) in Verbindung stehende Abteile (e und f) zerlegt sind, daß sie hintereinander von den vorzuwärmenden Verbrennungsstoffen von unten nach oben, von der Abwärme von oben nach unten durchströmt werden. .f. Ofen nach Anspruch t bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Wendestelle der Flamme um die mittlere Trennwand (b) ein Teil der heißen Gase abgezogen wird und durch einen hier unmittelbar anschließenden -#,orwärmeratrm (P) abzezogcn wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1918331703D Expired DE331703C (de) | 1918-09-14 | 1918-09-14 | Kanalofen mit umsteuerbarer Regenerativgasheizung |
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- 1918-09-14 DE DE1918331703D patent/DE331703C/de not_active Expired
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