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Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf eine neue schlagwerkartige rotierende Schlagmühle, geeignet zur Pulverisierung von Kohle, Erz usw. bis zu einem äusserst feinen Pulverisierungsgrad. Bei dieser Art von Mühlen wird durch eine rotierende Welle ein System von Schlagwerkzeugen mit grosser Geschwindigkeit betätigt, während durch das Gehäuse des Apparates Luft in axialer Richtung durchgeleitet wird. Vorliegende Erfindung ist vorteilhaft in gleicher Weise ausgebildet und die in den Zeichnungen veranschaulichte Ausführungsformen sind zur Pulverisierung und zur unmittelbaren Zuführung von Kohle zu einer Feuerung geeignet, wo dieselbe verbrannt werden soll.
Gegenstand der Erfindung bildet die Schaffung einer leistungsfähigeren und vervollkommten Schlagmühle, die Sicherung einer gleichmässigen und vollständigen Puiverisierung behufs Gewinnung eines Produktes von feiner Qualität ; die Verhinderung des Austrittes nicht vollständig pulverisierter Teile, die Ermöglichung der Erhöhung der Geschwindigkeit und der Ausbeute, die Reduktion des Raumbedarfes und schliesslich die Erhöhung der Dauerhaftigkeit der Maschine.
Die vorliegende Erfindung zeigt eine neue Kombination und Anordnung an Maschinen der obenerwähnten Art und ist insbesondere durch die Anordnung von Elementen bzw. Flügeln an einer oder an mehreren Stellen des Systems gekennzeichnet, die derart ausgebildet sind, dass sie die Wirbelbewegungen
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Aktion vorherrschend ist, in einen Zustand, wo wenig oder keine relative Rotation, sondern bloss eine axiale Fortbewegung stattfindet, führt zu wichtigen Resultaten. Ausser der beträchtlichen Erhöhung der Pulverisierungsleistung, entsteht auch noch eine Wirkung, durch welche alle Teile von namhafterer Grösse zu den rotierenden Schlägern zurückgeführt werden und bloss das allerfeinst pulverisierte Material zur Entladung aus der Mühle gelangt.
Von den verschiedenen möglichen Ausführungsformen der Erfindung sind zwei Beispiele veranschaulich, u. zw. eine horizontale und eine vertikale Maschine.
Fig. 1 ist die Seitenansicht (teilweise zentraler Querschnitt} einer horizontalen Schlagmühle,
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der Fig. 1 entsprechende Ansicht, wobei die Erfindung an einer vertikalen Maschine veranschaulicht ist.
Am Sockel 1 sind die die Wellenlager 2a der Hauptwelle 3 tragenden Ständer 2 angeordnet, wobei die Welle die Riemenscheibe 3a trägt. Das Gehäuse ist in Form einer Trommel ausgebildet und vorzugsweise unbeweglich. Das Gehäuse ist an verschiedenen Teilen seiner Länge mit einer inneren Auskleidung 4a versehen, die an einer Stelle mit Rippen 31 versehen ist, wodurch das einleitende Brechen bzw. Zermalmen der Kohle unterstützt wird. Das Gehäuse ruht auf Trägern 5 am Sockel 1.
Innerhalb des Gehäuses ist eine Reihe vom Kammern bzw. Räumen angeordnet, in denen verschiedene Vorgänge stattfinden. In der ersten Kammer 6 wird das Brechen bzw. Zermalmen der Kohle vorgenommen, worauf die Pulverisierkammer 7 und eine weitere Pulverisierkammer ? e folgen. Das Brennmaterial wird durch den durch die Öffnung 8a führenden Trichter 8 in die Brechkammer 6 eingeführt. In diesem Raum sind die vorteilhaft in Form von Flügeln ausgebildeten rotierenden Schläger 9 an einer Scheibe 10 angeordnet, die mittels ihrer Nabe 11 auf der rotierenden Welle 3 aufgekeilt ist.
Die grosse Geschwindigkeit und Kraft der Flügel sichern ein wirkungsvolles einleitendes Zermalmen, an dem auch die Rippen 31 teilnehmen.
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In der ersten Pulverisierkammer 7 sind zwei Reihen von rotierenden Schlägern in Form von Flügeln 12 veranschaulicht, die auf den durch ihre Nabe auf der Welle befestigten Scheiben sitzen. Die Flügel bzw. Schläger sind, wie veranschaulicht, in die Scheiben eingehängt oder eingebolzt, in einer
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stellung gehalten werden.
Der in der ersten Pulverisierkammer 7 stattfindende Vorgang, der mit den später beschriebenen wirbelhemmenden Bestandteilen zusammenwirkt, kann schon genügen, um eine ausserordentliche Feinheit und Gleichmässigkeit der Pulverisierung zu bewirken. In gewissen Fällen ist noch die Anordnung einer zweiten Pulverisierkammer ? ? zweckentsprechend, die mit ähnlichen Schlagfliigeln 15 an einer mit ihrer Nabe 17 auf der Welle 3 aufgekeilten Scheibe 16 ausgestattet ist.
Der Raum zwischen den einzelnen Reihen, der Sehlagflügel kann als Entladungskammer angesehen werden und wird, wie weiter unten beschrieben, als Hemmungsraum ausgenützt. Die Entladung der Kammer 7 findet durch den Raum bzw. die Kammer 18 statt. Diese führt zur Pulverisierkammer 7a, die einen Entladungsraum 18a besitzt, der in das Ventilatorgehäuse 19 führt. Der Saugventilator ist am Ende der Reihe angeordnet. Der Ventilator besteht aus einer Reihe von Flügeln 20, die miteinander durch ringförmige Platten bzw. Ringe 20a verbunden sind. Die Ventilatorflügel sitzen an der auf die Welle 3 aufgeteilten Scheibe 20b.
Das Ventilatorgehäuse besitzt eine spiralförmige Erweiterung 19a" durch welche das wirbelnde Material durch die Entladungsöffnung M peripheriseh nach aussen geschleudert wird. Es kann für Verbrennungszwecke die zusätzliche Zulassung von Luft erforderlich sein und ist zu diesem Zwecke an der hinteren Stirnwand des Gehäuses eine Öffnung 22 vorgesehen, die mit einem die an dieser Stelle in das Ventilatorgehäuse gelangende Luftmenge regulierenden Verschluss 23 versehen ist. Mittels der Einsteflsehraube 24 kann das gegenseitige Verhältnis von Brennmaterial und Luft geregelt werden.
Zwischen der Zermalmungskammer 6 und der Pulverisierkammer 7 befindet sich eine ringförmige Platte 25, deren Öffnung 26 von dem einen Raum in den nächsten führt. Diese Öffnung ist von geringerem
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Raum 18a sind zwischen der Pulverisierkammer ?' ? und dem Ventilatorgehäuse. ? N Flügel 28 angeordnet. In Verbindung mit dem Raum 18 sind zwei peripherische ringförmige Wände 29 veranschaulicht, die
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der Kammer 7 a, die andere zwischen ihr und dem Ventilatorraum angeordnet ist.
Obwohl die wirbelhemmenden Elemente gemäss dtr Zeichnung in Form von Flügeln ausgebildet sind, beschränkt sich die Erfindung nicht auf die veranschaulichte Bauart oder Dimensionen. Unt : r Flügel ist ein beliebiger plattenförmiger bzw. relativ dünner Bestandteil von wesentlicher Breite bzw. axialer Ausdehnung gedacht. Gemäss der Erfindung sind die platte nförmig (n Flügd dem Wesen nach rechtwinkelig zur Mühlenwelle und in der axialen Fortbewfgungsrichtung der Luft angeordnet, doch können dieselben ohne Beeinflussung der Wirkung etwas schräg angebracht werden.
Die Flügel sind im Verhältnis zur Rotation der Schläger dem Wesen nach feststehend dargestellt, doch schliesst dies keinesfalls dne langsame oder entgegengesetzte Rotation der Flügel aus. Durch diese Flügel wird die Wirbelbewegung, welche von grosser Geschwindigkeit ist. plötzlich gehemmt. Sind die Flügd feststehend, wie veranschaulicht, so wird die Wirbelbewegung der Luft sofort gänzlich aufgehoben und
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gänge zwischen den Flügeln sind nicht ringförmig und die Flügel können verschiedenartig angeordnet sein, sie sind jedoch der Einfachheit halber radial veranschaulicht.
Die Flügel sind an ihren äusseren Enden am Gehäuse oder demselben nahegelegene ortsfeste Teile befestigt und reichen in entsprechendem Masse gegen den Mittelpunkt, um ihre Wirkung auf die durch die vordringende Luft mitgerissenen festen Teile ausüben zu können. Gemäss der veranschaulichten Ausführungsform reichen sie dem Wesen nach bis zur Welle, die ihnen grössere Starrheit verleiht. Die Flügel können statt radial und gerade ausgebildet auch in anderer Richtung verlaufen oder gebogen sein. Es können noch verschiedene andere Änderungen vorgenommen werden, insoweit nur dir vorteilhafte Wirkung derselben nicht bednträehtigt wird.
Jede Reihe der wirbelhemmenden Flügel ist in einem Raum bzw. Durchgang hinter der Pulveriser- kammer angebracht, welche die rasch rotierenden Schläger enthält. Wenn zwei Pulverisierkammern angeordnet sind, ist es vorteilhaft nach jeder derselben eine Wirbelhemmungskammer anzuordnen, die letzte vor dem Ventilatorraum. Wie bereits erwähnt, müssen sich die wirbelnden Materialteile plötzlich den durch die wirbelhemmenden Flügel geschaffenen Bedingungen anpassen. Die wirbelnde Rotation wird im Wesen aufgehoben. Die Luft. dringt in die nächste Kammer vor. Die Materialteile aber stossenan die Seitenflächen der Flügel mit ausserordentlielh gross r Kraft, was eine wirkungsvolle Pulverisation ergibt.
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