AT101304B - Verfahren zur Herstellung von Fällungsbleiweiß. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Fällungsbleiweiß.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Fällungsbleiweiss. Dem Fällungsbleiweiss wird im allgemeinen der Vorwuif gemacht, dass es leichter sei als Kammerbleiweiss und infolgedessen Nachteile zeige, wie grössere Ölaufnahme und geringere Deckkraft. Es sind eine Reihe Vorschläge gemacht worden, diesem Nachteil abzuhelfen, wie z. B. durch Erhitzen des gefällten Bleiweisses in wässeriger Suspension (Genthe D. R. P. Nr. 236331), oder Fällen mit Kohlensäure unter Druck (Wallner und Sniffin, Gentle, Lehrbuch der Farbenfabrikation, S. 70), oder durch wiederholtes Fällen frischer Lösungen auf ein und demselben alten Niederschlag (Gentele, S. 71, Verfahren von Sanderson). Der Erfolg blieb aber in der Praxis aus, dem Fällungsbleiweiss haften heute noch die gleichen Nachteile an. Der Gedanke, in der Stärke der Konzentration der Fällungslaugen ein Mittel zu suchen, die Dichte des Bleiweisses zu erhöhen, findet sich in der Literatur nicht, und wenn, nur im negativen Sinne, d. h. in der Verdünnung. In Zerr-Rübencamp, Handbuch der Farbenfabrikation, findet man zwar eine Stelle, S. 148, wo von einer,, gesättigten Lösung des fällenden Bleiacetats"gesprochen wird, aber der Sinn der Sättigung wird S. 149 dahin erklärt, dass die wässerige. Lösung von neutralem Acetat so lange mit Bleiglätte zu kochen sei, bis sie basisch, d. h. vollkommen an Bleioxyd gesättigt sei. Also über die Höhe der Konzentration von basischem Acetat in der Fä11ungslauge ist hiemit nichts gesagt. In Rose, Die Mineralfarben, S. 316, ist bei der Beschreibung des alten französischen Verfahrens ein Prozentgehalt der Fällungslauge angeführt. Dasselbe Verfahren ist in Genteles Lehrbuch, S. 64, beschrieben, und auch hier ist der Prozentgehalt angegeben, aber wesentlich niedriger als bei Rose. Man sieht hieraus, dass man die Bedeutung der Konzentration der Fällungslaugen nicht erkannte. Im Gegenteil findet man zahlreiche Angaben in der Bleiweissliteratur, wie man durch Verdünnung der Laugen das Ziel der gewünschten Dichte erreichen könne. Zerr-Rübencamp, S. 158, führt darüber aus, dass die geringere Dichte des französischen Bleiweisses auf den geringeren Gehalt an Bleihydrat gegen- über demkammerbleiweiss zurückzuführen sei. In Gentele findet man dann S. 70 die Stelle : die Menge des ausgefällten Bleihydrokarbonats hängt von dem Grade der Verdünnung der Lösung des basischen Acetats ab, und je grösser die Verdünnung, desto grösser ist der Prozentsatz an Bleihydrokarbonat." Rose führt S. 325 unter Bezugnahme auf Altmann an, dass bei Fällung kalter konzentrierter Laugen durch Kohlensäure neutrales Salz gefällt werde, während aus verdünnter Lauge selbst nahe beim Siedepunkt nur basisches ausfalle. Es wurde nun gefunden, dass man ein erheblich schwereres Bleiweiss als das gewöhnliche Fällungsbleiweiss erhält, wenn man hochkonzentrierte basische Bleiacetatlaugen mit Kohlensäure fällt, und dass die Befürchtung, der Gehalt an Bleihydrat werde hiebei zurückgehen, nicht zutrifft. Man kann beispielsweise die Fällung mit einer etwa 32-34 Bé starken Lauge beginnen und die Ausfällung bei einer Kon- zentration von etwa 17-180 Bé beendigen. - Es wurde weiter gefunden, dass eine Erhitzung der Fällungslaugen, wie man sie bisher für vorteilhaft hielt, nicht nötig ist, dass vielmehr niedrigere Temperaturen als gewöhnlich, ja bis Null und unter Null Grad, die Dichte des Fällungsbleiweisses günstig beeinflussen. Man erhält auf diese Weise ein Bleiweiss, welches erheblich dichter ist, als das gewöhnliche Fällungsbleiweiss, was sich am augenscheinlichsten darin zeigt, dass man in ein Gefäss, z. B. Fass, in welches ein bestimmtes Gewicht Kammerbleiweiss normalerweise verpackt wird, das gleiche Gewicht des auf obigem Wege erhaltenen schwereren Fällungsbleiweisses in gleicher Weise verpacken kann, während vom gewöhnlichen leichteren Fällungsbleiweiss nur 85-90% an Gewicht hineingehen.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Fällungsbleiweiss höherer Dichte, dadurch gekennzeichnet, dass die Fällung mittels Kohlensäure in hoch konzentrierten basischen Bleiacetatlaugen (Laugendiehte bei Beginn der Fällung etwa 32-34 Bé, bei Beendigung etwa 17-18 Bé) bei niederer Temperatur (bei oder unter 0 ) vorgenommen wird.
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