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Durch Guss hergestellte Walze iür Walzenstühle.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine durch Guss hergestellte Walze für Walzenstühle, insbesondere der Müllerei und der Hartzerkleinerung, die mit einer Einrichtung zum Massenausgleich versehen ist. Bei derartigen Walzen ist es wesentlich, dass ihr Massenschwerpunkt möglichst genau mit ihrem geometrischen Schwerpunkt zusammenfällt. Wegen der Ungleichmässigkeit der Dichte des Gusses und unvermeidlicher Abweichungen in den Wandstärken von hohlen Walzen ist das nicht ohne weiteres der Fall. Liegen die beiden genannten Schwerpunkte aber nicht zusammen, so laufen die Stühle unruhig.
Deshalb ist die Walze, die den Gegenstand der Erfindung bildet, an Stellen, die mittels beliebiger Untersuchungsarten ermittelt worden sind, mit Ausgleichsgewichten versehen. Da diese aber einerseits an den Aussenseiten der Walzen nicht, auch an den Stirnseiten nicht ohne weiteres, anbringbar sind, weil die Walzen nach keiner Seite hin Vorsprünge haben dürfen, anderseits auch ein Anbohren der fast stets aus Hartguss bestehenden Walzen zum Zwecke des Anbringens von Zusatzgewichten schwierig und zeitraubend ist, so sind nach der Erfindung, von der die Zeichnung ein Ausführungsbehpiel darstellt, in die Wand der Walze Niete a eingegossen, die auf der Innenseite radial hervorragen. Im gezeichneten Beispiel sind zwei Kränze von je 6 Stück angenommen.
Wenn dann durch geeignete Versuche ermittelt ist, auf welcher Seite der Mittelachse der Walze eine Gewichtserhöhung stattzufinden hat und wie gross diese sein muss, wird durch die für den Achsendurchtritt freien Öffnungen b hindurch ein entsprechend schweres, je nach seiner Grösse mit einer oder mehreren Durchbohrungen versehenes Gewichtstück c an der betreffenden Seite derart eingelegt, dass die Nieten durch die Durchbohrungen treten, wie es die Zeichnung darstellt.
Hierauf wird eine feste Verbindung zwischen dem Ausgleichsgewicht c und den Nieten a hergestellt, was durch Umnieten der herausragenden Nietenenden geschehen könnte, besser aber, wegen der schweren Zugänglichkeit, durch Verschweissen geschieht.
Sind auf diese Weise alle Gewichtseinflüsse, die das stabile Gleichgewicht der Walze stören würden, ausgeglichen, d. h. liegt die Walze auf einer genauen wagrechten Unterlage in jeder Lage ruhig, ohne eine Drehung anzunehmen, so können trotzdem noch Unregelmässigkeiten in der Massenverteilung obwalten, die erst beim Umlauf der Walze in die Erscheinung treten. Das ist der Fall, wenn einer Massenanhäufung auf einer Seite der Achse zwar eine entsprechende auf der andern Seite gegenüberliegt, diese beiden aber nicht der gleichen Querschnittsebene angehören. Es tritt dann beim Walzenumlauf ein rotierendes Kräftepaar auf, das die Walze um eine sieb ständig ändernde Querachse zu drehen bestrebt ist.
Ist ein solcher Fehler sowie seine Grösse und Lage an der mit ihrer Achse versehenen Walze durch geeignete Untersuchungsmethoden festgestellt, so wird er gemäss der Erfindung durch ein ähnliches Mittel, wie beschrieben, beseitigt. Zu diesem Zweck werden auf den Stirnseiten der Walze ebenfalls Niete d eingegossen, deren Enden axial hervorragen. Damit der erforderliche dichte Anschluss des Randes der Stirnseite an die Wände des Walzengehäuses nicht gestört wird, versieht man zweckmässigerweise diese Stirnseiten mit Vertiefungen e, aus deren Boden die Nieten d hervorragen, ohne über den Rand dieser Vertiefungen hervorzutreten. Auf diese Niete werden dann sektoren-, segment-oder bogenförmige Gewichts- stücke/ (Fig. 3) gesteckt, deren Befestigung hier, da die Stellen zugängig sind, durch Vernieten geschehen kann.
Die überflüssigen Nieten können nach Belieben weggeschlagen werden oder stehen bleiben, und je nachdem muss die Masse der innerhalb des Gewichtsstückes befindlichen Niete zu dessen bla-, se hinzg- gerechnet werden oder niehtf.