AT100735B - Verfahren zur Klärung und Entfärbung von Abwässern der farbenverarbeitenden Betriebe. - Google Patents
Verfahren zur Klärung und Entfärbung von Abwässern der farbenverarbeitenden Betriebe.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Klärung und Entfärbung von Abwässern der farbenverarbeitenden Betriebe. Die Reinigung der Abwässer aus Färbereien, Druckereien und sonstigen farbenverarbeitenden Betrieben bildet ein ungemein wichtiges und bis jetzt noch nicht entsprechend gelöstes Problem. Bisher wurden zu diesem Zweck grosse Klärgruben angelegt, die im Bau an und für sich kostspielig waren, sehr viel Raum beanspruchten und eine verhältnismässig grosse Menge an Chemikalien, wie Ätzkalik und Soda, erforderten. Diese Zusätze schlagen wohl einen grossen Teil der Farbstoffe nieder, hinterlassen jedoch noch immer gefärbte, wenn auch nicht giftige Laugen, die die Anwendbarkeit des so gereinigten Wassers beeinträchtigen. Auch muss bei diesen Verfahren eine sehr geringe Durchlaufsgeschwindigkeit der zu reinigenden Abwässer eingehalten werden, wenn tatsächlich eine halbwegs genügende Klärung vorsichgehen soll. Trotz Anwendung der bisher bekannten Reinigungsverfahren fliessen also aus den oben genannten Betrieben noch häufig gefärbte Abwässer ab, die die Wasserläufe verunreinigen und dadurch häufig zu Beanständungen Anlass geben. Der Zweck des vorliegenden Verfahrens ist nun, die erwähnten Nachteile der bekannten Verfahren zu beseitigen. Das Verfahren ermöglicht es auch unter Beanspruchung eines möglichst geringen Raumes eine weitgehende Entfärbung und Reinigung der Abwässer durchzuführen. Bei Durchführung des Verfahrens wird der Klärprozess in zwei Phasen zerlegt. In der ersten Phase werden die durch Oxydation und Alkalibehandlung fällbaren Farbstoffe samt den in den Abwässern stets vorhandenen, ungelösten Sedimente niedergeschlagen, in der zweiten Phase werden die in obengenannter Weise unausfällbaren Farbstoffe der Flüssigkeit auf eine später zu beschreibende Weise durch Anfärben bestimmter Materialien entzogen. Zwischen die beiden Phasen wird zweckmässig eine Filtration durch ein Sandschn11filter eingeschaltet, welches die mechanische Klärung der mit den ausgefällten Farbstoffen und Sedimenten beladenen Abwässer vornimmt. Bei der in der ersten Phase vorgenommenen EMI1.1 stufen übergeführt und so diese Art von Farbstoffen abgeschieden. Die Oxydation findet zweckmässig in der Weise statt, dass die Abwässer entweder versprüht oder durch eine sogenannte Luftturbine oder Schleuder mit Luft reichlich in Berührung gebracht oder in beliebiger anderer Weise zweckmässig, z. B. durch Berieselung, oxydiert werden. Hierauf wird die Flüssigkeit in ein Klärbassin eingelassen, in welches vorher genau zu bestimmende Mengen von Ätzkalk oder Soda in Lösung eingeführt werden. Bei dieser Gelegenheit wird wieder ein Teil, u. zw. der ganze restliche, durch Alkalien fällbare Anteil an Farbstoffen und sonstigen Verunreinigungen ausgeschieden. Die beiden zuletzt geschilderten Prozesse der Oxydation und Fällung mit Ätzkalk oder Soda können übrigens, ohne das Wesen des Erfindungsgegenstandes zu ändern, auch gleichzeitig oder in umgekehrter Folge vorgenommen werden. Es sind zwar schon mehrfach Verfahren zur Luftbehandlung von Abwässern beschrieben worden (s. z. B. D. R. P. Nr. 355802), doch kommen diese Verfahren bei Beurteilung der Patentierbarkdt des vorliegenden Verfahrens nicht in Betracht, denn bei dem vorliegenden Verfahren wird von der bekannten Massnahme der Luftbehandlung von Abwässern nur zum Zwecke der Oxydation der Leukofarbstoffe zu wasserunlöslichen Oxydationsstufen Gebrauch gemacht. Nach dieser sich entweder in zwei oder auch in einem Arbeitsgange abspielenden Phase werden EMI1.2 Die ablaufende Flüssigkeit ist nun klar, aber noch immer gefärbt, u. zw. durch Lösung von Farbstoffanteilen, die sich weder durch die Oxydation noch durch die Alkalifällung entfernen lassen. Diese <Desc/Clms Page number 2> letzten Anteile von Farbstoffen werden auf ganz billige Materialien, die diese Anteile schnell aufnehmen, gleichsam aufgefärbt. Dies wird beispielsweise in der Weise durchgeführt, dass die Abwässer die in Türmen od. dgl. aufgeschichteten Materialien langsam beim Durchtritt durchtränken und anfärben. Auch können die Abwässer durch Umrühren in Holländern usw. mit den Materialien in enge Berührung gebracht werden. Als solche Materialien kommen hauptsächlich Sägespäne, Häcksel, Holzbriketts, Stroh oder Strohabfälle, Gräser od. dgl. billige, überall leicht zugängliche Abfallmaterialien in Betracht, die die Eigenschaft besitzen, aus den verschiedensten Farbstofflösungen bei geeigneter Behandlung die Farbe aufzunehmen. Es ist nun allerdings bekannt, über die verschiedensten Materialien zu filtrieren. Das sogenannte Piefke'sche Schnellfilter verwendet z. B. Zellulose, doch wird dieses Material hier als Filtermasse d. h. zur Zurückhaltung unlöslicher Teilchen verwendet, nicht aber wie beim vorliegenden Verfahren zur Entfernung von Farbstoffen. Der Erfindungscharakter des vorliegenden Verfahrens, welches zum Teil eine Kombination von bei der Reinigung von Abwässern schon angewendeten, an sich bereits bekannten Massnahmen darstellt, erscheint also vor allem dadurch begründet, dass es gestattet, in rascherer, einfacherer und dabei wirkungvollerer Weise als die bekannten Verfahren die so schwer zu klärenden Färbereiabwässer zufriedenstellend zu reinigen. Eine Vorrichtung zur Durchführung des oben beschriebenen. Verfahrens ist aus der beiliegenden, sehmatisehen Zeichnung zu ersehen. Die Abwässer werden durch eine Spritzvorrichtung A in das Bassin B eingespritzt, wo sich die oxydierten Leukofarbstoffe neben andern Verunreinigungen ausscheiden und absetzen. Hierauf gelangen die Abwässer in ein zweites Bassin C, in welches aus einem Reservoir D die Alkalilösungen zugeführt werden. Durch eine Röhrenleitung E fliessen die Abwässer nunmehr durch das Sandschnellfilter F und verlassen dieses als klare, schwach gefärbte Lösung, worauf sie in den Turm G, der die früher erwähnten Entfärbungsmaterialien in einzelnen zu durchfliessenden Schichten enthält, gelangen. Hier wird endlich die weitestgehende Entfärbung und Reinigung erzielt. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Klärung und Entfärbung von Abwässern der farbenverarbeitenden Betriebe, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwässer zwecks Entfernung der Farbstoffe zuerst einer ausgiebigen EMI2.1
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden erstgenannten Massnahmen nämlich die Oxydation und die Ausfällung bzw. Aussalzung, in einen Arbeitsgang zusammengezogen werden.3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein mit einer Spritzvorrichtung (A) versehenes Bassin (B), in welchem die Oxydation der in den Abwässern enthaltenen Farbstoffe vorsichgeht, ein mit demselben in Verbindung stehendes Bassin (C), in welchem die Ausfällung bzw. Aussalzung der Farbstoffe durch Alkalizusatz erfolgt und von welchem die Abwässer einem Schnellfilter (F) mit Rückspülvorrichtung und endlich einem Entfärbungsmaterialien enthaltenden Turm (G) zur vollständigen Entfärbung zugeführt werden.
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