AT100564B - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten.

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  Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten. 



   Es wurde gefunden, dass durch die Verwendung von Thioaldehyden anstatt von   gewöhnlichen   Aldehyden bei der Kondensation mit Phenolen, aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Terpentin, Benzolabkömmlingen und deren Substitutionsprodukten, wie Chlorprodukten, Sulfosäuren, Aminen u. a. sowie den entsprechenden Homologen des Benzols, harzartige, wachsartige, gerbstoffartige, gummiartige und   ähnliche   Körper entstehen, die durch eine sehr helle Farbe und gleichzeitig sehr bedeutende 
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   Es ist zwar in der englischen Patentschrift Nr. 28491/1910 ein Verfahren beschrieben, um Kon- densationsprodukte aus Phenolen und Formaldehyd, durch wässerige   Sehwefelwasserstofflösung   in
Gegenwart von   überschüssigem     Ammoniak,   infolge dessen reduzierender Wirkung auf die begleitenden färbenden Verunreinigungen lichtbeständiger zu machen, doch wurden bei diesem Verfahren nur so geringe Mengen Schwefelwasserstoff verwendet, dass eine Umwandlung des vorhandenen Formaldehyds in Thioaldehyd nicht möglich ist, während es das Wesentliche des vorliegenden Patentes darstellt, dass statt Aldehyd, Thioaldehyd in Reaktion mit Phenolen u. dgl.

   gebracht wird, wodurch eben eine voll- ständige Lichtechtheit der gebildeten Kondensationsprodukte erreicht wird, während bei dem früheren
Verfahren nur eine vorübergehende Lichtechtheit erreicht wurde. 



   Da die Thioaldehyde bzw : deren Polymere technisch leicht zugängliche Körper sind, bildet deren
Verwendung einen bedeutenden technischen Vorteil. Es ist nun nicht immer notwendig, die Thioaldehyde gesondert herzustellen, sondern sie können gleichzeitig während der Kondensation mit den obgenannten
Körpern hergestellt werden, was unter gewissen Umständen den Vorteil vereinfachter Herstellung sowie kräftigerer Wirkung hat, da die Thioaldehyde dann im statu   nascendi   zur Wirkung gelangen. 



   Die Darstellung der Kondensationsprodukte geschieht in der sonst üblichen Weise, nur dass man eben an Stelle des Formaldehyds die äquivalente Menge Thioaldehyd gebraucht. 



   Es ist bekannt, dass man Thioaldehyd aus Hexamethylentetramin und Schwefelwasserstoff erzeugen kann. Es hat sich nun ergeben, dass man auf elegante. und einfache Weise Thioaldehyd durch Vermischen äquivalenter Teile Formaldehyd und Ammoniumhydrosulfid in wässeriger Lösung erhalten kann. 



   Es können auch die höheren Thioaldehyde und Thioketone, wie Thioazetaldehyd, Thioazeton u. a. verwendet werden. 



   Beispiel I : Man vermischt 2 Gewichtsteile krystallisiertes Phenol oder eine der obgenannten
Verbindungen mit einem Gewichtsteil des Thioaldehydes mit oder ohne Kondensationsmittel unter
Erwärmen auf 100  C, wobei sich ein gelber, harzartiger Körper bildet, der dann durch weiteres Erhitzen auf   160  in   der üblichen Weise auf Kunstharz verarbeitet wird. 



   Beispiel II : Man bringt die äquivalenten Mengen Phenol oder eine der   obgenannten   Verbindungen,   Ammoniumhydrosulfid   und Formaldehyd in einen Autoklaven und erhitzt nach und nach auf zirka   180    während   G   Stunden oder mehr. Es scheidet sich dann das Harz oder der gewünschte Körper in fester
Form ab, während die überstehende Flüssigkeit leicht entfernt werden kann. Das so erhaltene Produkt erfährt dann die weitere übliche Behandlung. Das   überschüssige     Ammoniak   vom   Ammoniumhydro-   sulfid wird durch die entsprechende Menge Formaldehyd zu Hexamethylentetramin umgewandelt und für sich gewonnen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten, dadurch gekennzeichnet, dass man an Stelle von Aldehyden, Thioaldehyde mit Phenolen und deren Substitutionsprodukten in der Wärme in Reaktion bringt und das erhaltene Produkt in der gewöhnlichen Weise auf   Kunstmassen   weiterverarbeitet. 

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Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Herstellung der Thioaldehyde während der Kondensation mit Phenolen oder deren Substitutionsprodukten vornimmt und die erhaltenen Produkte dann in gewöhnlicher Weise auf Kunstmassen weiterverarbeitet. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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