<Desc/Clms Page number 1>
Achsbüchse für Eisenbahnfahrzeuge.
Die Erfindung betrifft eine Achsbüchse für Eisenbahnfahrzeuge mit einem den unteren Teil des Achszapfens umgebenden, aus mehreren Lagen von Faserwerk bestehenden Körper, aus welchem Streifen in den Ölbehälter herabhängen, wobei der Faserstoffkörper federnd an den Zapfen gedrückt wird.
Erfindungsgemäss ist die Lagerschale mit Vertiefungen versehen, die mit Faserwerk gefüllt Ölspeicher bilden, wobei in der Lagerfläche der Lagerschale aus den Vertiefungen nach beiden Seiten der Lagerschale tangential ausgehende Nuten angeordnet sind, in welche das 01 vom rotierenden Achszapfen hineingetrieben wird.
In der Zeichnung ist eine Ausführung des Erfindungsgegenstandes für elektrische Bahnwagen veranschaulicht. Fig. 1 ist ein Längsschnitt, Fig. 2 ein Querschnitt nach der Linie 2-2 in Fig. 1, Fig. 3 ist die Unteransicht der Lagerschale.
In der mit dem Wagengestell in bekannter Weise verbundenen Achsbüchse 16 üblicher Bauart ist
EMI1.1
mässig grossen Fläche des Achszapfens 10 in Kontakt. Das untere Ende der Federn stützt sich auf einen Rahmen, der aus Längsstreifen 40 und aus Querstreifen 42 besteht. Der Rahmen liegt auf dem gekrümmten Boden des Ölbehälters 18. Der unterste Filzlappen 30 ist aus zwei Stücken 45, 46 zusammengesetzt, deren freie Enden durch einen Mittelschlitz der Pfanne 32 hindurchgeführt sind und auf dem Rahmen 40, 42 ruhend (Fig. 2) im Behälter 18 ins Öl tauchen. Die Endteile des obersten FiMappens 30 sind abwärts umgebogen (Fig. 1), so dass auch diese in das 01 tauchen.
Durch die in das Öl tauchenden Teile der Filzlappen wird, wie durch einen Docht, reines gefiltertes 01 in die den Achszapfen 10 berührende Filzmasse hinaufgesaugt, so dass das 01 dem rotierenden Achszapfen fortwährend reichlich zugeführt wird.
Der Achszapfen fördert dann das Öl aufwärts zur Lagerfläche der Lagerschale 14, wo es durch zweckmässig angeordnete Nuten gründlich verteilt wird. In der Lagerfläche der Lagerschale 14 sind Vertiefungen 50 ausgebildet, welche mit Faserwerk gefüllt, Ölspeicher bilden. Die Vertiefungen 50 sind in zwei Reihen angeordnet (Fig. 2). Dabei sind in der Lagerfläche der Lagerschale Nuten ausgebildet. Zwei Reihen 55 und 56 dieser Nuten verbinden je eine Reihe der Vertiefungen 50 mit je einem Rand der Lagerschale und eine dritte Reihe von Nuten 57 verbindet je zwei Vertiefungen 50 miteinander (Fig. 3). Die Nuten gehen von den Vertiefungen 50 tangential aus und verteilen das in diesen Vertiefungen aufgespeichert Öl auf die ganze Lagerfläche.
Zufolge dieser Ausbildung des Lagers und der Schmiervorrichtung wird dem rotierenden Achszapfen gefiltertes Öl fortwährend in reichen Mengen zugeführt. Der Achszapfen fördert dann das Öl aufwärts in die gleichmässig verteilten Nuten und Aushöhlungen der Lagerschale. Da nur gefiltertes Öl hinaufkommt, ist eine Verstopfung der Nuten nicht zu befürchten.
Erfahrungsgemäss kann ein im Sinne der Erfindung ausgeführtes Lager ohne Aufsicht und ohne Reparatur lange Zeit laufen, wobei der Ölbedarf nur einen Bruchteil der bisher erforderten Ölmenge beträgt.
<Desc/Clms Page number 2>
Die Schmiervorrichtung, welche das 01 aus dem Behälter zu dem Achszapfen führt, kann in die derzeit bei Eisenbahnen mit elektrischem oder Dampfbetrieb vorhandenen Lagertypen ohne weiteres
EMI2.1
den Achszapfen angebracht werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Achsbüchse für Eisenbahnfahrzeuge mit einem den unteren Teil des Achszapfens umgebenden, aus mehreren Lagen von Faserwerk bestehenden Körper, aus weichem Streifen in den Ölbehälter herabhängen, wobei der Faserstoffkörper federnd an den Achszapfen gedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerschale (14) mit Vertiefungen (50) versehen ist, die mit Faserwerk gefüllt Ölspeicher bilden,
EMI2.2
hineingetrieben wird.