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Bremse.
Die Erfindung betrifft eine Bremse für ortsfeste Antriebe, bei der die Bremsfläche gewöhnlich durch eine regelbare, aber unter Umständen versagende Kraft, den sogenannten Manövriermotor, aneinandergepresst werden und bei der ausserdem eine nicht versagende Kraft, z. B. ein Gewicht oder Dampf einer Kesselbatterie, deren Kessel niemals sämtlich ohne Druck sind, vorgesehen ist, welche dazu dient, beim gänzlichen oder teilweisen Versagen der regelbaren Kraft die Bremsfläehen aneinanderzu- drücken. Das Auslösen der nicht versagenden Kraft erfolgte bisher von Hand, indem diese mittels eines Hebels gewöhnlich zwei um feste Punkte drehbare Klinken ausser Eingriff mit einem zur Abstützung der nicht versagenden Kraft dienenden Zahn brachte.
Nach der Erfindung tritt die nicht versagende Kraft, z. B. das Gewicht selbsttätig in Wirkung, sobald während des Arbeitens mit dem Manovriermotor der diesen speisende Energieträger, z. B. elektrischer Strom, Druckluft oder Druckflüssigkeit die Wirkung versagt. Dieses Versagen kann infolge Ausbleiben des Energieträger, aber auch infolge einer Beschädigung des Motors, in dem er tätig sein soll, eintreten.
Infolge des Versagens des Energieträgers verliert erfindungsgemäss die nicht versagende Kraft die erwähnte Unterstützung, so dass sie nun ihrerseits die Bremse anziehen kann.
Die Zeichnung veranschaulicht schematisch eine Anzahl Ausführungsbeispiele der Erfindung, die nachstehend einzeln beschrieben werden. Bei den Ausführungsformen nach den Fig. 1-4 ist eine Druckflüssigkeit und bei den Ausführungsformen nach Fig. 5 und 6 Elektrizität als Energieträger gewählt.
Sowohl für den Manövriermotor als auch zum Gespannterhalten der nicht versagenden Kraft findet in jeder dieser beiden als Beispiele angegebenen Gruppen der gleiche Energieträger im gleichen Zustande Verwendung.
In Fig. 1 wirken der Manövriermotor 3, 3a und das als nicht versagende Kraft dienende Gewicht 7 auf voneinander unabhängige Bremsklötze 2 bzw. 2a ein. Die von dem Motor 3, 3ageäusserte B'emskraft kann durch entsprechendes Einstellen des Reglers 8 mittels Hebels 15 zwischen Null und einem Höchstwerte geändelt werden. Der Regler ist an die allgemeine Druckmittelzuleitung 6 angeschlossen. Mit derselben Leitung steht in dauernd offener Verbindung der durch den Zylinder 4 und Kolben 4b gebildete Motor, der dazu dient, das Gewicht 7 schwebend zu erhalten. Es geht aus der Figur ohne weiteres hervor, dass, sobald in der Leitung 6 der Druck in unzulässigem Grade sinkt, z.
B. wegen aussergewöhnlicher Druckmittelentnahme, Bruches in der Leitung 6 oder Versagen der das Treibmittelunter Druck setzenden Pumpe, die Bremswirkung des Bremsklotzes 2 aufhört, dagegen das Gewicht 7 fällt und den Bremsklotz 2a auf die Bremsscheibe 1 presst. Die Fläche des Kolbens 4b ist nur so gross, dass sie beim Vorhandensein desjenigen Druckes in der Leitung 6, der für die gewünschte Höchstleistung des Motors 3,3a nötig ist oder eines höheren Druckes, das Gewicht 7 in der Schwebestellung erhalten kann, der Bremsklotz 2a die Bremsscheibe J ! also nicht berührt.
Die höchste Bremsleistung ist auch nach teilweisem Sinken des Druckes in der Leitung 6 erreichbar, weil sich die durch den Kolben 3a erzeugte Bremskraft und die durch das Gewicht 7 erzeugte bei jedem in der Leitung 6 herrschenden Druck gegenseitig ergänzen.
Bei der Ausführung nach Fig. 2 arbeiten das Gewicht 7 und der Motor 3, 3a an einem gemeinschaftlichen Hebel 9. Der Drehbolzen 10 des Hebels 9 ist mit dem Kolben des Manövriermotors ver-
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bunden, der dazu dient, das Gewicht 7 nach seinem Fallen wieder zu heben und dann in der Schwebe zu erhalten. Durch Stange 1. 2 ist der Kolben 4 b mit dem Gewicht 7 verbunden. Der ka se Arm des Hebels 9 ist durch eine Stange 13 mit dem Winkelhebel M verbunden, der zum Anziehen der Bremse , 2 dient.
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und stellt dadurch eine Verbindung des Innenraumes des Zylinders 4 mit der Aussenluft her.
Zwischen dem Rohr 6 und dem Hahn 18 kann ein Rückschlagventil liegen, welches den Zufluss von Druckmittel zum Zylinder 4 absperrt, wenn das Ventil 192 infolge unzulässigen Fallens des auf die Kolben 4b und 19 einwirkenden Druckes geöffnet worden ist. Die Leitung 6 kann sich daher durch das Organ 192 nicht ganz entleeren, wenn der Druck in. ihr nur teilweise sinkt.
Gleichzeitig mit dem Bewegen des in der Zeichnung in der Ruhelage dargestellten Hebels 15 in
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Zylinder 4 führenden Abzweigrohr angeordnet ist, geschlossen ; der Zylinder 4 wird also beim Anlassen des Manövriermotors auch dann von der Leitung 6 abgesperrt, wenn in dieser der vorgeschriebene Druck herrscht. Diese Absperrung erfolgt auf dem ersten Teil der Bewegung des Hebels 15, z. B. schon ehe
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der Druckin der Leitung 6 unter den vorgeschriebenen, aber nicht ganz sinkt, ein Fall, der z. B. bei starker anderweitiger Druekmittelentnahme eintreten kann, so tritt doch infolge des Öffnens des Ventils die volle Wirkung des Gewichtes 7 an dem Hebel 9 ein.
Statt durch das Absperrolgan-M kann der Druckmittelzutritt zu dem Zylinder 4 auch durch den Kolben 3 gesteuert werden, wie Fig. 3 zeigt. Die Unterkante der Ringnut 8'des Kolbens 3 sperrt hier gleich bei Beginn der Aufwärtsbewegung des Kolbens die zu dem Zylinder 4 führende Leitung-3-3 ab.
Um im GefahrfaJIe, z. B. wenn nach dem Anlegen der Bremsklötze das Druckmittel in der Leitung 6 infolge Rohrbruches oder durch andere Gründe seine Spannung nicht ganz plötzlich aber doch erkennbar verliert, das unter dem Kolben 4b befindliche Druckmittel rasch vollständig ins Freie abströmen lassen zu können, kann das Ventil 192 mittels des Handhebels 20 geöffnet werden.
Um zu verhüten, dass das Druckmittel aus dem Zylinder-3 zurückströmt, wenn während des Bremsens der Druck in der Leitung 6 sinkt, ist, wie Fig. 3 im grösseren Massstabe zeigt, am Boden des Zylinders 3 ein Rückschlagventil 21 vorgesehen. Ein solches kann auch in der vom Regler 8 zu dem
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Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei welchem das Druckmittel das Gewicht 7 mittelbar in der Schwebe erhält, so lange in der Hauptleitung 6 ein genügender Druck herrscht. Das Gewicht 7 wird hie" dutch die Zahnstange 30 und das Zahnrad 31 gehoben.
Der nicht gezeichnete Motor, der das Rad 31 dreht, ist nicht selbstsperrend, so dass das Gewicht 7 sofort fallen kann, wenn infolge des Sinkens des Druckes in der Leitung 6 das Druckmittel aus dem kleinen Zylinder 32 entweicht, der durch die Leitung. 33 mit der Hauptleitung 6 in dauernd offener Verbindung steht. Auch bei dieser Ausführung können die
Organe 18 und 192 Anwendung finden ; das letztere Organ ist in Fig. 4 fortgelassen ; es steht durch die Öffnung 321 und eine nicht gezeichnete Leitung mit dem Raum unter dem Ventil 192 in Verbindung.
Die beiden, die Zugstange 30 unterstützenden und miteinander gekuppelten Klinken 34 werden, sobald der Druck aus dem Zylinder 32 entweicht, durch das Gewicht 35 so gedreht, dass sie die Zahnstange 30 und demgemäss das durch das Glied 30a mit dem Hebel 9 verbundene Gewicht 7 freigeben.
Der übrige Teil der Fig. 4 ist ohne weiteres verständlich.
In den Fig. 5 und 6 presst der Elektromotor 36 mit Hilfe einer nicht selbsthemmenden Spindel 87 den Bremsklotz 2 gegen die Scheibe 1 an. Der andere Bremsklotz 2a kann bei diesen Ausführungen durch ein Gewicht 7 gegen die Scheibe 1 angedrückt werden. Zum Tragen diee'Gewichte-dient, so lange die elektrische Hauptleitung 39 unter einer noch als ausreichend für die Motoren 36 erachteten Spannung steht, dienichtselbsthemmende Spindel 40, die durch einen Elektromotor 41 zwecks Hebens des Gewichtes 7 gedreht werden kann. Dieser Motor, oder eine ihn am Umlauf hindernde elektromagnetische Bremse steht unter Spannung, wenn der Motor 36 den Bremsklotz 2 gegen die Scheibe 1 andrückt.
Verschwindet die Spannung in der Hauptleitung 39 ganz oder zum Teil, so wird der Motor 41 oder der Elektromagnet entsprechend spannungslos und das Gewicht 7 sinkt soweit herab, dass sich der Bremsklotz 2a mit einem, von dem Grade der Spannungssenkung abhängigen Druck an die Scheibe 1 anlegt.
In Fig. 6 wird der Motor 41 ausgeschaltet, sobald er das Gewicht 7 gehoben hat ; gleichzeitig greift eine Klinke 42 unter der Wirkung eines Elektromagneten 44, der dauernd-an der Hauptleitung 39 liegt, unter den das Gewicht 7 tragenden Hebel 43. Wenn, während der Motor 36 arbeitet, die Leitung 39
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