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Verfahren und Vorrichtuug zum Trocknen kopierter Briefschaften.
In grossen kaufmännischen Betrieben mit umfangreicher Korrespondenz macht das Trocknen der Briefkopien Schwierigkeiten. Wird bei Zimmertemperatur getrocknet, so müssen die Briefe einzeln nebeneinander gelegt oder in kleinen Bündeln aufgehängt werden, damit die Luft leicht Zutritt erhält und ein Abdrücken der Schrift vermieden wird. Dieser Vorgang ist überaus umständlich und zeitraubend, er macht grosse Trockenräume erforderlich und hat zur Folge, dass die Korrespondenz in Unordnung gerät. Man hat auch versucht, mit künstlicher Trocknung zu arbeiten und Kopiermaschine gebaut, welche die ablaufenden nassen Papiere im Vorbeistreichen erhitzen. Der Erfolg war nicht zufriedenstellend, weil bei der kurzen Dauer der Einwirkung intensive Hitze notwendig ist, die ein Werfen des Papiers zur Folge hat und Feuersgefahr mit sich bringt.
Zwecks Lösung der gestellten Aufgabe sind Versuche unternommen worden, um zu erproben, ob nasse Briefkopien ohne Gefahr des Aneinanderklebens und Abdruckens der Schrift in Stapeln getrocknet werden können. Das Ergebnis dieser Versuche war die Feststellung, dass Schäden irgendwelcher Art nicht auftreten, sobald Temperaturen von etwa 80-900 angewendet werden, und dass der Trocknungvorgang in etwa einer halben Stunde beendet ist, selbst wenn die Kopien bis zu 50 Stück aufeinandergestapelt sind. Auf Grund dieser Versuchsergebnisse ist die Möglichkeit geboten, als Vorrichtung zum Trocknen von Briefschaften einen heizbaren Schrank zu verwenden, wie er für andere Zweige der Technik bereits in Benutzung steht.
Ein besonderer Vorteil, der sich aus der Anwendbarkeit verhältnismässig niedriger Temperaturen ergibt, besteht darin, dass Feuersgefahr vollkommen vermieden ist ; dies insbesonders dann, wenn die Erhitzung mit warmer Luft durchgeführt wird. Im Sinne einer Ausführungsform der Erfindung geschieht dies in der Weise, dass die Schubfächer zur Aufnahme der Briefschaften als Roste ausgebildet sind, die gleichzeitig die Decke von Kammern bilden, in welchen elektrische Heizkörper untergebracht sind. Die Kammern sind mit Öffnungen zur Zuführung frischer Luft ausgestattet, die durch die Heizkörper erhitzt wird, den Briefstapel durchstreicht und schliesslich durch die aus perforiertem Blech od. dgl. bestehende Kastentür abzieht.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Heizschrankes im Längenschnitt und in Ansicht dargestellt.
1 ist ein Schrank aus Blech od. dgl., der gegegebenenfalls mit einer Wärmeschutzhülle umgeben sein kann und durch eine Gittertür 2 verschliessbar ist. Eine Zwischenwand 3 unterteilt den Schrank in den Raum 4 zur Unterbringung der ausziehbaren Schubfächer 5 und den Kanal 6, der durch Schlitze 7 und 8 im Boden und an der Rückwand mit der Aussenluft in Verbindung steht. Die Schubfächer 5 sind als Roste ausgebildet und beispielsweise aus perforiertem Blech hergestellt ; sie tragen vorne als Handgriff eine Leiste 9, die zur Aufnahme einer Aufschrift eingerichtet sein kann, welche das Ordnen der Briefe
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Da jeder Rost mit einer eigenen Heizvorrichtung ausgestattet ist, geht das Trocknen auf allen Rosten durchaus gleichmässig vor sich. Eine Erhitzung der zur Trocknung verwendeten Luft auf etwa 80-90'erscheint vollkommen ausreichend, um den Vorgang in etwa einer halben Stunde zu beenden.
Die Einhaltung der Temperatur kann durch Anwendung eines selbsttätigen Ausschalters 13 erleichtert werden, der den elektrischen Strom abschaltet, wenn die Temperatur im Kasten die gewünschte Höhe überschreitet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Trocknen kopierter Briefschaften, dadurch gekennzeichnet, dass sie in Stapeln in einen heizbaren Schrank eingelegt werden.