Beschreibung
Erdbebensicheres Serverrack
Die Erfindung betrifft ein erdbebensicheres Serverrack mit einem im wesentlichen quaderförmigen Rahmengestell.
Bisher wiesen die meisten Serverracks Rollen zum Transport auf und werden in der Regel über vier Standfüße aufgestellt, wobei über die Standfüße Unebenheiten im Boden durch Ein¬ bzw. Herausschrauben der Standfüße aus dem Rahmengestell aus¬ geglichen werden können.
In das Rahmengestell des Serverracks, welches in der Regel aus Grundrahmen, Ecksäulen und Oberrahmen gebildet ist, wer¬ den Recheneinheiten oder Einschübe eingeschraubt, wobei die Einschübe nach vorne über Teleskopschienen ausziehbar sind.
In der Regel sind Serverracks zirka 2 m hoch, 1 m tief und 70 cm breit.
Durch das Gewicht der aufgenommenen Computerkomponenten, ins¬ besondere wenn die Komponenten vorwiegend in Brust- und Au¬ genhöhe montiert sind, wird das Serverrack zum einen bei ei¬ nem Erdbeben extremen Belastungen unterzogen und zum anderen besteht die Gefahr, dass es kippt und dabei die eingeschraub¬ ten Computereinheiten sowie die Verkabelung unbeschädigt wer¬ den.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein erdbeben¬ sicheres Serverrack aufzuzeigen, welches einfach und kosten¬ günstig herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Serverrack mit Erdbebenrahmen verschraubt ist, welcher am Bo¬ den festlegbar ist.
Die Verschraubung zwischen Erdbebenrahmen und Serverrack er¬ folgt vorzugsweise an der Vorder- und/oder Rückseite des Ser- verracks . Ebenso ist es jedoch auch möglich, die Verschrau¬ bung an einer oder beiden Seitenwandungen anzubringen.
Durch den Erdbebenrahmen wird das Serverrack in seinem Rah¬ mengestell wesentlich versteift.
Hierbei ist es günstig, wenn der Erdbebenrahmen den gleichen Querschnitt wie das Serverrack aufweist, so dass nach einer Verschraubung mit dem Serverrack sich die Tiefe des Server- racks einschließlich Erdbebenrahmen um die die Tiefe des Erd¬ bebensrahmens vergrößert ist.
Die Verschraubungspunkte sind vorzugsweise am gesamten Umfang zwischen Erdbebenrahmen und Serverrack vorgesehen, so dass der gesamte Rahmen des Serverracks gleichmäßig versteift wird.
Eine Festlegung des Erdbebenrahmens am Boden verhindert, dass das gesamte Serverrack einschließlich Erdbebenrahmen bei ei¬ nem Erdbeben kippt.
Der Erdbebenrahmen ist vorzugsweise über Laschen mit dem Bo¬ den verschraubt, kann jedoch auch anderweitig am Boden fest¬ gelegt sein.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Erdbebenrah¬ men an der Rückseite des Serverracks angeordnet und mit dem Serverrack am gesamten Umfang verschraubt.
Bei dieser Ausführungsform ist es vorteilhaft, wenn der Erd¬ bebenrahmen Kabeldurchbrüche für die vertikale und horizonta¬ le Verkabelung aufweist, da dieser dann bereits vorinstal¬ liert werden kann und die Serverschränke bzw. Serverracks le¬ diglich an den Erdbebenrahmen herangeschoben und mit diesem verschraubt werden müssen. Bei mehreren in Reihe angeordneten Serverracks ist es beim Austausch eines Serverracks immer äu¬ ßerst vorteilhaft, wenn die horizontale Verkabelung zwischen den Serverracks nicht durch das Rahmengestell der Serverracks geschlauft wird, sondern wie bei der vorliegenden Erfindung durch die Kabeldurchbrüche in dem Erdbebenrahmen gezogen wer¬ den kann. Auch für eine vertikale Verkabelung von der Decke ist es günstig, im Erdbebenrahmen an der Oberseite einen Ka¬ beldurchbruch vorzusehen.
Vorzugsweise ist der Erdbebenrahmen auch mit Scharnieren zur Aufnahme der Vorder- oder Hintertür des Serverracks vorgese¬ hen, so dass bei der Montage des Serverracks mit dem Erdbe¬ benrahmen lediglich die jeweilige Tür abgenommen und das Ser¬ verrack mit dem Erdbebenrahmen verschraubt werden muss. Die Tür wird dann in den Erdbebenrahmen eingehängt, wodurch wie¬ der ein ansehnlicher optischer Gesamteindruck entsteht und das Serverrack inklusive Erdbebenrahmen eine abgeschlossene Einheit bildet. Um die Standfestigkeit des Serverracks ein¬ schließlich Erdbebenrahmens zu erhöhen, sind vorzugsweise auch im Grundrahmen des Serverracks Bohrungen vorgesehen, welche eine Verschraubung des Rahmengestells des Serverracks mit dem Boden sowohl an der Vorder- als an der Rückseite er¬ lauben.
Weitere Vorteile der Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den ünteransprüchen sowie in der nachfolgenden Figurenbeschreibung offenbart.
Anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbei¬ spieles wird die Erfindung nachfolgend näher erläutert.
Figur 1 zeigt in perspektivischer Darstellung drei neben¬ einander angeordnete Serverracks mit jeweils dahinter ange¬ ordneten Erdbebenrahmen sowie einen Erdbebenrahmen isoliert in gestrichelter Darstellung,
Figur 2 zeigt ein Serverrack mit Erdbebenrahmen in schema- tischer Schnittansicht,
Figur 3 zeigt den Schnitt AA aus Figur 2 und
Figur 4 zeigt den Schnitt BB aus Figur 2.
Figur 1 zeigt in perspektivischer Darstellung drei Server¬ racks 1, welche nebeneinander angeordnet sind und an der Rückseite mit einem Erdbebenrahmen 2 verbunden sind.
Hinter dem ersten Serverrack 1 ist der Erdbebenrahmen 2 noch¬ mals gestrichelt dargestellt. Der Erdbebenrahmen 2 ist im Querschnitt als ein nach unten offenes U ausgebildet, welches von hinten an das Serverrack 1 angeschraubt werden kann. Hierzu weist der Erdbebenrahmen 2 entsprechende Bohrungen 3 auf, welche mit entsprechenden Bohrungen 4 an der Rückseite des Serverracks 1 fluchten.
Der Erdbebenrahmen 2 ist bezüglich Material und Steifigkeit so ausgebildet, dass er nach einer Verschraubung mit dem Ser- verrack 1 dieses wesentlich versteift und somit gegen die Einflüsse durch ein Erdbeben stabiler und unempfindlicher macht. Hierzu ist der Erdbebenrahmen 2 vorzugsweise einstü¬ ckig aus Stahl ausgebildet.
Zur Erleichterung einer horizontalen Verkabelung zwischen den Serverracks sowie auch für eine leichte Kabelzuführung von oben weist der Erdbebenrahmen Kabeldurchbrüche 5 sowohl an den Seiten- als auch an dem oberen Mittelteil auf. Die Aus¬ bildung der Kabeldurchbrüche 5 hat den Vorteil, dass der Erd¬ bebenrahmen vormontiert werden kann und vorab die horizontale Verkabelung bereits verlegt werden kann und erst im nachfol¬ genden Schritt das Serverrack gegen den Erdbebenrahmen 2 ge¬ schoben wird und mit diesem über die Bohrungen 3, 4 ver¬ schraubt wird.
Zur Festlegung am Boden sind am Erdbebenrahmen Laschen 6 aus¬ gebildet, welche eine Verschraubung des Erdbebenrahmens 2 mit dem Boden erlauben. Die Serverracks 1 weisen in der Regel ei¬ ne Fronttür 7 sowie eine rückseitige Tür 8 auf.
Vor der Verschraubung des Erdbebenrahmens 2 mit dem Server¬ rack muss lediglich die entsprechende Tür abgenommen werden, welche dann wieder in entsprechende Scharniere am Erdbeben¬ rahmen 2 eingehängt werden kann. Im dargestellten Ausfüh¬ rungsbeispiel ist dies die rückseitige Tür 8.
Werden Serverracks unterschiedlicher Fabrikate mit einer un¬ terschiedlichen Tiefe verwendet, so kann auch über unter¬ schiedliche Tiefen der Erdbebenrahmen eine Anpassung der Ge-
samttiefe X der Serverracks 1 einschließlich Erdbebenrahmen 2 untereinander vorgenommen werden.
Figur 2 zeigt ein Serverrack 1 mit dahinter angeordneten Erd¬ bebenrahmen 2 in einer schematisierten Schnittansicht.
Das Serverrack weist ein quaderförmiges Rahmengestell mit ei¬ nem im wesentlichen rechteckigen Grundrahmen 9 auf. Zusätz¬ lich zum Erdbebenrahmen sind im Grundrahmen 9 ebenfalls Boh¬ rungen 10 vorgesehen, über welche das Serverrack über Schwer¬ lastanker mit dem Boden verschraubt wird. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind sowohl an der Vorderseite als auch an der Rückseite des Serverracks im Grundrahmen 9 jeweils drei Bohrungen 10 für die Verschraubung mit dem Boden vorge¬ sehen. Der Erdbebenrahmen 2 weist in den Laschen 6 ebenfalls Bohrungen auf, über welche der Erdbebenrahmen 2 ebenfalls ü- ber Schwerlastanker mit dem Boden verschraubt wird.
Eine alleinige Verschraubung des Serverracks mit dem Boden genügt für die Erdbebensicherung in den meisten Fällen nicht, da das Serverrack eine zu geringe Steifigkeit aufweist und sich bei einem geringen Erdbeben bereits so stark verformen würde, dass das Rahmengestell des Serverracks beschädigt bzw. knicken würde.
Figur 3 zeigt den Schnitt AA durch Figur 2 wobei auch ein Teil des Bodens 12 dargestellt ist. Der Grundrahmen 9 sowie der Erdbebenrahmen 2 sind über Schwerlastanker 11 mit dem Bo¬ den 12 verschraubt. Das Serverrack 1 steht normalerweise auf Rollen 13 und oder Standfüßen. Durch die Rollen 13 kann es leicht an den vormontierten Erdbebenrahmen 2 zu Montagezwe¬ cken herangeschoben werden. Um bei einer Verschraubung über die Schwerlastanker 11 insbesondere bei der Verschraubung ü-
ber die Bohrungen 10 im Grundrahmen 9 keine zu hohe Belastung auf die Rollen 13 auszuüben, ist zwischen Grundrahmen 9 und Boden 12 jeweils als Abstandshalter 14 ein Vierkantrohr vor¬ gesehen.
Figur 4 zeigt den Schnitt BB durch Figur 2. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Grundrahmen 9 an drei Stellen mit dem Boden 12 über die Schwerlastanker 11 verschraubt.
Bezugszeichenliste
1 Serverrack
2 Erdbebenrahmen
3 Bohrungen
4 Bohrungen
5 Kabeldurchbrüche
6 Laschen
7 Fronttür
8 rückseitige Tür
9 Grundrahmen
10 Bohrung
11 Schwerlastanker
12 Boden
13 Rollen
14 Abstandshalter