LU84165A1 - Koppelanordnung fuer ein digitales vermittlungssystem - Google Patents
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Description
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Koppelanordnung für ein digitales Vermittlungssystem
Die Erfindung betrifft eine KoppelanOrdnung für ein digitales Vermittlungssystem, insbesondere Fernmeldevermittlungssystem unter Verwendung des Puls-Code-Modulations-Verfahrens.
5 Koppelanordnungen für digitale Vermittlungssysteme sind be-* kannt. Diese dienen der gleichzeitigen Verwendung einer An zahl von Einrichtungen, z. B. Leitungen von Fernmeldeanlagen, die digitale Signale weiterleiten, wie Daten und/oder digitalisierte Sprachinformationen nach dem Puls-Code-10 Modulations-Verfahren (PCM). In der PCM-Vermittlimgstechnik ^ werden dabei zwei Vermittlungsarten unterschieden: das
Zeit- und das Eaumlagenvielfach. Bei der Vermittlung im Zeitlagenvielfach werden einer Einrichtung für die Dauer einer Verbindung feste Zeitschlitze für das Senden und das 15 Empfangen von Informationen innerhalb eines periodisch wiederkehrenden Zeitrahmens zugeordnet. Bei der Vermittlung im Raumlagenvielfach wird der Einrichtung dagegen für die Dauer der Verbindung der Zeitrahmen eines von mehreren Leitungspaaren zugeordnet. Da die Anzahl der Zeitschlitze 20 innerhalb eines Zeitrahmens beschränkt ist, werden bei größeren Koppelanordnungen beide Ketzstrukturen miteinander kombiniert, wobei z. B. eine Zeit-Raum-Raum-Zeit-Struktur für digitale Vermittlimgssysteme mittlerer Größe bevorzugt wird.
25 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Koppelanordnung der genannten Struktur ziyschaffen, die für verschieden große VenaittlungsSysteme eine volle Erreichbarkeit und eine gesicherte zeitunkritische Datenübermittlung zwischen Zeit- und Raumstufe sowie eine wirtschaftliche 30 Fertigung durch Verringerung der Baugruppenvielfalt und eine einfache modulare Erweiterung zu gewährleisten.
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Diese Aufgabe ist durch, die Erfindung gelöst, wie sie im Kennzeichnungsteil des ersten Patentanspruches dargelegt ist. Die UnteranSprüche zeigen weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung.
5 Anhand einer aus drei Figuren bestehenden Zeichnung wird die Erfindung am Beispiel eines Fernmeldevermittlungs- *
Systems nachfolgend näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen die
Fig. 1 das Blockschaltbild eines Teilnehmersatzes, die 10 Fig· 2 schematisch die Taktversorgung und die
Fig. 3 das Beispiel einer Verbindung zwischen zwei Sätzen.
Die Koppelanordnung ist als ein verteiltes Koppelnetz ausgebildet. Das bedeutet, daß das digitale Vermittlungssystem Ί5 keine gesonderte zentrale ein- oder mehrstufige Koppelanordnung aufweist. Jeder vermittlungstechnischen Baugruppe, wie z. B. dem Teilnehmersatz, Amtssatz, Wahlsatz usw., sind sämtliche zur Datenweg-Durchschaltung, d. h. die zum Sprechweg und zum Steuerweg des Verbindungsaufbaus benötigten 20 Teile des Koppelnetzes räumlich zugeordnet. Hierzu werden, wie in Fig. 1 dargestellt, mehrere Funktionseinheiten, z. B. vier Teilnehmeranschlußeinheiten 0...3 zu einem «
Satz zusammengefaßt und einer gemeinsamen Koppelmatrix KK zugeführt. Jede Teilnehmeranschlußeinheit setzt sich aus 25 einer Einheit SLIC, die u. a. eine Zwei/Vier-Drahtumsetzung» die Speisung, die Euf-,Ton-, Gebührenimpulseinspeisung, eine komplexe Leitungsnachbildung und die Schleifenüberwachung beinhaltet, Filter FI und einem Analog-Digital/ Digital-Analog-Wandler COD zusammen. Die Wandler CQD 30 bilden die Zeitstufen in der Zeit-Eaum-Kaum-Zeit-Struktur des Vermittlungssystems.
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Das Raumlagenvielfach des Systems stellen die Koppel-matrizen EM dar· Im gezeigten Beispiel ist jeweils eine Koppelmatrix KM für vier Teilnehmeranschlußeinheiten 0...3 vorgesehen. Eine Koppelmatrix KM "besteht im wesentlichen 5 aus einem Adreßspeicher ADS für die zu schaltenden Koppel-elemente, einem Zwischenspeicher ZS, einem Demultiplexer DMX als Koppelelement in Senderichtung, einem Multiplexer KUX als Koppelelement in Empfangsrichtung, Treiberausgängen TS und Empfängerstufen ST, vorzugsweise Schmitt-Trigger.
10 Mit dieser Anordnung ist eine wahlfreie Verknüpfung der Sendeausgänge der vier Digital-Analog-Wandler COD mit acht uni direkt! onal en Sendeleitungen SL und der vier Empfangseingänge mit acht unidirektionalen Empfangsleitungen EL ermöglicht. Innerhalb eines Baugruppenrahmens, 15 der z. B. sechzehn solcher beschriebener vermittlungstechnischer Baugruppen aufnimmt, werden die Empfangs- und Sendedatenwege unidirektional, d. h. getrennt, als Sammelleitung (BUS-System, SL, EL) geführt. Am physikalischen Ende der Baugruppenrahmen, die die unidirektionalen Lei-20 tungen mit Sende- lind Empfangsbausteinen, sogenannten
Transceiver, zusammenfassen, zwischen den Versorgungsbaugruppen VL, werden die Datenwege auf birektionale PCK-Leitungen geführt.
Zur Steuerung des Zeitlagenvielfachs und des Raumlagen-.25 vielfacns einer vermittlungstechnischen Baugruppe ist jeweils ein dezentraler Mikroprozessor DKP vorgesehen, der u. a. ein einmaliges serielles Laden der Zeitschlitzinformationen in den Wandler COD bzw. ein einmaliges Durcn-schalten der benötigten Eoppelpunkte in der Baun stufe zu 3C Beginn des Verbindungsaufbaus veranlaßt.
Die Verbindung zwischen einem sendenden und einem empfangenden Satz ist in der Big. 3 dargestellt. Die zentrale Taktversorgung ist schematisch in der Big. 2 angedeutet.
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Die in bekannter Weise von einem Quarz abgenommene Frequenz wird einem Frequenzteiler FT in verschiedene, untereinander in festem Verhältnis stehende Zeittakte unterteilt. Weitere Bausteine TE, SYN dienen der Erzeugung des 5 PCM-Taktes CL, der Synchronisierzeichen FE, FX und der
Fixierung ihrer zeitlichen Zuordnung. Aus Lauf zeit gründen in der Koppelanordnung wird das Empfangs-Synchronisierzeichen FE um ein Taktintervall nacheilend gegen das Sende-Synchronisierzeichen FX versetzt. Der PCM-Takt CL 10 und die Synchronisierzeichen FE, FX werden über Treiber SM sternförmig zu den Baugruppenrahmen über die Ver-sorgungsbaugruppen VL verteilt, die ihrerseits die Zeichen BUS-förmig weitergeben.
Der PCM-Datenweg verläuft über uni- und bidirektionale 15 Leitungen. Die Versorgungsbaugruppen VL liegen an den
Schnittstellen zwischen den uni- und bidirektionalen Leitungen. Dadurch ergibt sich eine Verbindung von einem Teilnehmer des Satzes H zu einem Teilnehmer des Satzes M, wie er in der Fig. 3 schematisch gezeigt ist.
20 Aus der Fig. 1 ist ersichtlich, daß zwischen den Sendeausgängen der Wandler COD und dem Demultiplexer DMX der Koppelmatrix KM ein Zwischenspeicher ZS geschaltet ist. Dieser Zwischenspeicher ZS, vorzugsweise eine bistabile Kippstufe (D-Flip-Flop), wird direkt mit der fallenden 25 Flanke des PCK-Taktes CL gesteuert. Die fallende Flanke liegt in einem Zeitintervall, in dem der Wandler COD das Datenbit an seinen Sendeausgang legt. Da der Zwischenspeicher ZS erst mit der nächsten fallenden Flanke des PCK-Taktes CL erneut angesteuert wird, liegt das Datenbit 30 unabhängig von den Toleranzen des Wandlers COD genügend lange am Demultiplexer DMX an. Die Verlängerung ist er- forderlich, um die Laufzeiten und deren Toleranzen zwiscnen . \ m · · ~ 5 - sendenden und empfangenden Wandler COD auszugleichen, damit der empfangende Wandler COD mit der nächsten fallenden Taktflanke das zwischengespeicherte Datehbit übernehmen kann. Gleichzeitig übernimmt die Koppel-5 matrix KM das nächste Datenbit des sendenden Wandlers COD wie zuvor beschrieben.
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Claims (5)
1. Koppelanordnung für ein digitales VermittlungsSystem, insbesondere Fernmeldevermittlungssystem, unter Verwendung des Puls-Code-Modulations-Verfahrens (PCM), 5 mit gemischter Zeit-Raum-Raum-Zeit-Struktur, dadurch . gekennzeichnet, daß jeder vermittlungstechnischen Bau gruppe die zur Durchschaltung der Datenwege erforder-. liehen Teile des Koppelnetzes räumlich zugeordnet . sind, indem mehrere Punktionseinheiten (0...3) mit 10 einer Koppelmatrix (KM) verbunden sind, die eine paar weise Durchschaltung der Koppelpunkte der Raumstufen gleichadressiger Sende- und Empfangsleitungen gestattet, wobei Elemente (COD, FI, SLIC) der Funktionseinheiten (0...3) und die Koppelmatrix (KM) von einem fest zuge-13 ordneten dezentralen Mikroprozessor (DMP) gesteuert werden, daß zum Laufzeitausgleich auf den digitalen Datenwegen das Empfangs-Synchronisierzeichen (FR) um ein Taktintervall des die KoppelanOrdnung steuernden Taktes (GL) gegen das Sende-Synchronisierzeichen (Fl) 20 nacheilend versetzt ist und daß zwischen den Sende ausgängen der Funktionseinheiten (0...3) und der Koppelmatrix (KM) ein Zwischenspeicher (ZS) geschaltet ist, der durch die fallende Flanke des Taktes (CL) gesteuert ist.
2. Koppelanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Funktionseinheiten (0...3) die Zeitstufen und die Koppelmatrizen (KM) die Raumstufen des Systems ·' darstellen. » ‘ • « » - 7
- 3« Koppelanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere vermittlvuigstechnische Baugruppen in Baugruppenrahmen zusammengefaßt und iîber Versorgungshaugruppen (VL, Sende-Empfangsbausteiüe) 5 gekoppelt sind.
. 4. Koppelanordnung nach Anspruch 1 bis 3t dadurch gekenn zeichnet, daß innerhalb eines Baugruppenrahmens die Sende- und Empfangsleitungen (SL, EL) uni direkt! onal geführt sind. X / ^ 10
5- Koppelanordnung nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekenn zeichnet, daß zur Verbindung der Baugrupp enrahmen mehrere bidirektionale Sammelleitungen vorgesehen sind. / ''.....1 i i | • · ·
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