LU507883B1 - Textilmaschine mit Strömungskontur - Google Patents

Textilmaschine mit Strömungskontur

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Publication number
LU507883B1
LU507883B1 LU507883A LU507883A LU507883B1 LU 507883 B1 LU507883 B1 LU 507883B1 LU 507883 A LU507883 A LU 507883A LU 507883 A LU507883 A LU 507883A LU 507883 B1 LU507883 B1 LU 507883B1
Authority
LU
Luxembourg
Prior art keywords
roller housing
guide channel
fiber guide
dissolving roller
textile machine
Prior art date
Application number
LU507883A
Other languages
English (en)
Inventor
Florian Keuter
Michael Spitzer
Original Assignee
Saurer Spinning Solutions Gmbh & Co Kg
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Filing date
Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H4/00Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
    • D01H4/38Channels for feeding fibres to the yarn forming region

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

AA0055LU
IP/M3J507883 29.07.2024
Beschreibung
Textilmaschine mit Stromungskontur
Die Erfindung betrifft eine Textiimaschine. Die Erfindung betrifft einen Einsatz. Die Erfindung betrifft ein Verfahren.
Textilmaschinen, insbesondere Spinnmaschinen, weiter insbesondere Rotorspinnmaschinen, sind im Stand der Technik bekannt. Eine Rotorspinnmaschine weist verschiedene Komponenten auf, die zusammenarbeiten, um eine Vielzahl von Fasern aus einem Faserband zu vereinzeln und diese zu einem dauerhaften Faden zu verarbeiten. Die wichtigsten Teile einer
Rotorspinnmaschine sind dabei insbesondere eine Auflôsewalze, die dazu dienen kann, das
Faserband aufzulôsen und die Fasern zu vereinzeln. Die Auflôsewalze kann rotieren und ist insbesondere mit einem geeigneten Material wie Stahl oder Keramik besetzt, um die
Faservereinzelung zu erreichen. Dabei kônnen auch entsprechende Strukturen wie Zähne, Rillen oder Zacken an einer Oberfläche der Auflôsewalze angeordnet sein, um eine entsprechende
Auflösung des Faserbands und eine Vereinzelung der darin angeordneten Fasern zu ermôglichen. Das Auflôsewalzengehäuse hält insbesondere die Auflôsewalze und stellt insbesondere eine Verbindung zum Faserleitkanal her. Es sorgt insbesondere dafür, dass die aufgelôsten Fasern in den Faserleitkanal transportiert werden kônnen. Ein Faserleitkanal dient inspesondere als Kanal dazu, die aufgelôsten, vereinzelten Fasern von der Auflôsewalze zum
Spinnrotor zu führen. Der Faserleitkanal ist insbesondere so angelegt, dass er eine kontinuierliche Faserzufuhr zum Spinnrotor gewährleisten kann. Ein Spinnrotor mit Rotortasse dient insbesondere dazu, die vereinzelten Fasern zu einer dauerhaften, festen und môglichst glatten Faserstruktur, einem Faden bzw. Garn zusammenzuführen. Die Rotortasse ist als Teil des Spinnrotors verantwortlich, durch Rotation die Fasern gleichmäßig, um die Rotormittelachse herumzuführen und diese zu einem dichten Faden zu verbinden.
Die Funktionsweise einer Rotorspinnmaschine, sprich auch ein Verfahren zum Spinnen, kann in folgende Schritte unterteilt werden: Das Faserband wird insbesondere auf die Auflôsewalze gelegt und das Walzengehause wird insbesondere verschlossen. Die Auflôsewalze rotiert und zerrt das Faserband entlang der Rotationsrichtung, wodurch es aufgelôst wird und die Fasern zu vereinzelten Fasern aufgeteilt werden. Dabei kann weiteres Faserband nachgeführt werden, um einen kontinuierlichen Verfahrensablauf zu ermôglichen. Die aufgelôsten Fasern werden insbesondere von der Auflôsewalze zum Faserleitkanal transportiert, wo sie in eine -1-
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IP/M3J507883 29.07.2024 kontinuierliche Faserzufuhr gebracht werden können. Die vereinzelten Fasern werden insbesondere vom Faserleitkanal zum Spinnrotor geleitet, in die Rotortasse überführt und an schrägen Wänden der Rotortasse um den Rotor herumgeführt, wobei sie die schrägen Wände hinabrutschen kônnen, wobei die Fasern weiter gestreckt werden kônnen. Die Rotortasse sammelt die Fasern insbesondere in einer Rotorrille und bringt sie zu einem dichten Faden zusammen, der anschließend aus der Rotortasse abgezogen werden kann, um aufgewickelt und in eine Spulenform gebracht zu werden. Sobald der Faden gewickelt ist, kann er für weitere
Verarbeitungsschritte, wie dem Wirken oder Weben, verwendet werden.
Das StreckungsmaB der vereinzelten Fasern in der Rotortasse, wenn sie sich in einem
Spinnschritt zu einem Faden und/oder Garn zusammenlagern, ist insbesondere von Bedeutung für die Qualität des dadurch entstehenden Fadens und/oder Garns. Die Transporteffizienz ist von
Bedeutung für den Ablauf des Verfahrens, die Handhabbarkeit und den damit verbundenen
Ressourcenaufwand.
Es ist Aufgabe der Erfindung, die Qualität des gesponnenen Fadens bzw. des gesponnenen
Garns zu verbessern, die Handhabbarkeit der Spinnmaschinen zu verbessern und den
Ressourcenaufwand für deren Betrieb zu reduzieren.
Die Aufgabe wird insbesondere durch eine Textilmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelôst. Die Aufgabe wird inspesondere durch einen Einsatz mit den Merkmalen des Anspruchs gelôst. Die Aufgabe wird insbesondere durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelôst. Dabei kann die Textilmaschine durch die Merkmale, Eigenschaften und Vorteile des
Einsatzes und des Verfahrens beschrieben werden. Dies gilt unabhängig von der jeweiligen
Kategorie und über die Kategoriegrenzen - Vorrichtung, System, Verfahren und Verwendung - hinweg. Dies gilt auch entsprechend umgekehrt, so dass das Verfahren und/oder der Einsatz durch die Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der Textilmaschine beschrieben werden kann/kônnen. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Nach einem Aspekt wird die Aufgabe insbesondere durch eine Textilmaschine mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 gelôst.
Dabei kann eine Textilmaschine ein Auflôsewalzengehäuse zur Umhausung einer Auflôsewalze -2-
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IP/M3J507883 29.07.2024 für das Auflôsen eines Faserbandes zu weitestgehend vereinzelten Fasern und einen
Faserleitkanal aufweisen. Der Faserleitkanal ist insbesondere derart an dem
Auflôsewalzengehäuse angeordnet, dass er die weitestgehend vereinzelten Fasern aus dem
Auflôsewalzengehäuse abführt und einem Spinnrotor zuführt. Die Textilmaschine kann als
Rotorspinnmaschine ausgebildet sein. Es kann eine Strômungskontur im Faserleitkanal, dem
Auflôsewalzengehäuse und/oder einem Ubergangsbereich zwischen Faserleitkanal und
Auflôsewalzengehäuse ausgebildet sein, derart, um eine optimierte Luftstrômung im
Faserleitkanal, im Auflôsewalzengehäuse und/oder im Ubergangsbereich zwischen dem
Faserleitkanal und dem Auflôsewalzengehäuse auszubilden.
Bei der Textilmaschine, insbesondere Rotorspinnmaschine handelt es sich insbesondere um eine
Maschine, die zum Zweck des Spinnens von Fasern zu einem Faden verwendet werden kann.
Eine solche Maschine verwendet rotierende Walzen oder Räder, um die Fasern zu vereinzeln, um sie entsprechend in einer Vorrichtung zu einem Faden zusammenzuspinnen, wie an anderer
Stelle hierin beschrieben.
Im Faserleitkanal kann es zu einem Abriss der Faserstrômung kommen. Turbulenzen reduzieren inspesondere die Wirksamkeit der Faserablôsung und den Fasertransport. Durch den Einsatz einer Strômungskontur, etwa in Form einer Bulge, wie es an anderer Stelle hierin noch beschrieben werden wird, kônnen die Turbulenzen auf den wirksamen Volumenstrom addiert werden. Eine verbesserte Ablösung der Fasern kann daraus folgen. Die Strômungskontur kann im Auflôsewalzengehäuse und Faserleitkanal ausgeführt sein oder auch nur im Faserleitkanal oder nur im Auflôsewalzengehäuse. Weiterhin ist es môglich, dass die Strômungskontur als separates Bauteil ausgeführt ist, wie an anderer Stelle hierin im Detail beschrieben. Dabei wird an anderer Stelle hierin ein Einsatz beschrieben, der die Wirksamkeit der Faserablôsung erhôhen kann, indem er eine entsprechende Strômungskontur in einem entsprechenden Bereich einer
Textilmaschine anordnen kann. Die geometrische Anpassung dieser Geometrie, um auf geänderte Spinnunterdricke und/oder Auflôsewalzendrehzahlen zu reagieren, kann dadurch ohne großen Aufwand ermöglicht werden. Eine einfache Wechselbarkeit des Einsatzes ist dadurch môglich. Der Einsatz kann u.a. als Teilkreissegment des Auflôsewalzengehäuses ausgeformt werden und kann sowohl die Geometrie des Gehäuses als auch mindestens zum Teil die des Faserleitkanals und/oder der Strômungskontur, inspesondere der Bulge, aufweisen. Der
Einsatz kann seitlich geführt werden. Die Ausrichtung und Positionierung wird hierbei inspesondere Über einen Formschluss des Einsatzes mit dem Auflôsewalzengehäuse und/oder -3-
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IP/M3J507883 29.07.2024 dem Faserleitkanal realisiert. Aus Toleranzgründen stellt hierbei insbesondere eins der beiden
Bauteile die Basis dar. Um den Einsatz innerhalb seiner Position zu halten, kann ein Kraftschluss mithilfe einer außen angeordneten Blattfeder oder einem innenliegenden Kugel-Feder-Element ausgeführt werden, wie ebenfalls an anderer Stelle hierin beschrieben.
Das Auflôsewalzengehäuse ist insbesondere ein Bauteil der Textilmaschine, das dazu dient, eine
Auflôsewalze zu umhüllen. Die Auflôsewalze wird insbesondere verwendet, um das Faserband in vereinzelte Fasern aufzulôsen. Der Faserleitkanal ist insbesondere ein Teil des Systems bzw. der Textilmaschine, der die aufgelôsten Fasern von der Auflôsewalze zum Spinnrotor befôrdern kann.
Unter dem Begriff der weitestgehend vereinzelten Fasern sind insbesondere Fasern zu verstehen, die nicht in dichten Klumpen oder Büscheln oder einem Faserband vorliegen, sondern einzeln und unabhängig voneinander vorliegen bzw. transportiert werden kônnen. Ein
Faserleitkanal ist insbesondere ein Weg oder eine Rôhre, die dazu dienen kann, den aus dem
Faserband ausgelôsten, vereinzelten Fasern einen Weg zu bieten, damit sie zum Spinnrotor befôrdert werden kônnen. Der Spinnrotor ist vorzugsweise in einem Rotorgehäuse untergebracht.
Das Rotorgehäuse wird vorzugsweise in an sich bekannter Weise zum Spinnen mit einem
Unterdruck beaufschlagt. Der Unterdruck in dem Rotorgehäuse bewirkt außerdem eine
Luftstrômung von dem Auflôsewalzengehäuse Uber den Faserleitkanal bis in das Rotorgehäuse bzw. den Spinnrotor. Die Luftstrômung sorgt dabei für einen Transport der von der Auflôsewalze aufgelôsten Faser in dem Spinnrotor.
Die Strômungskontur im Faserleitkanal, im Auflôsewalzengehäuse und/oder in einem
Ubergangsbereich zwischen Faserleitkanal und Auflôsewalzengehäuse ist insbesondere eine spezielle Form oder Struktur, die dazu dienen kann, eine optimale Luftstrômung im
Faserleitkanal, im Auflôsewalzengehäuse und/oder im Ubergangsbereich zu erzeugen. Eine
Luftstrômung bezieht sich insbesondere auf den natürlichen oder künstlich erzeugten Zug von
Luft durch das Auflôsewalzengehäuse und/oder den Faserleitkanal. Eine Strômungskontur kann aus verschiedenen Materialien wie Metall, Kunststoff oder Keramik bestehen und ist insbesondere so angeordnet und ausgestaltet, dass sie die Luftstrémung optimiert und die Fasern effizienter transportiert. Eine optimierte Luftstrômung zeichnet sich dabei durch einen möglichst laminaren Fluidstrom und/oder môglichst geringe Turbulenzen bzw. die weitgehende Vermeidung einer turbulenten Strömung aus. Dabei kann die Strômungskontur insbesondere derart -4-
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IP/M3J507883 29.07.2024 ausgebildet sein, dass ihre Oberfläche eine Grenze einer Strömung bildet, die (noch) laminar verläuft, auch wenn keine Strômungskontur vorliegt. Dabei kann die entsprechende Form und/oder Gestalt der Oberfläche der Strémungskontur anhand von Messungen und/oder
Simulationen eines Strômungsverhaltens einer Luftstrômung ermittelt werden, indem die
Bereiche einer turbulenten Strömung durch die Oberfläche der Strémungskontur blockiert werden kônnen. Dabei kann die Strômungskontur als Vollwerkstück ausgebildet sein, also auch einen
Inhalt aufweisen, etwa um eine Vibration zu dämpfen. Dabei kann ein Inhalt granular ausgebildet sein, etwa um die Dämpfung durch die interne Reibung des granularen Inhalts zu ermôglichen.
Alternativ oder zusätzlich kann die Strômungskontur auch als Vollmaterial, insbesondere einstückig, ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Strômungskontur auch hohl ausgebildet sein, etwa wenn Material und/oder Gewicht eingespart werden soll.
Gemäß einem Aspekt kann die Strômungskontur so ausgebildet sein, dass sie einen Bereich ausfüllt, in dem ohne ihre Anwesenheit eine turbulente Strömung entstünde. Eine turbulente
Strômung ist insbesondere eine chaotische Bewegung von Fluid oder Gas, die durch Stôrungen im Fluid- oder Gasmolekülverhalten entstehen kann und zu einer Verunreinigung eines Bereichs des Faserleitkanals und/oder des Auflôsewalzengehäuses führen kann, etwa durch eine
Beeinträchtigung der Transportfähigkeit der vereinzelten Fasern. Die Vermeidung der turbulenten
Strômung verringert insbesondere die Notwendigkeit und den Aufwand im Bereich der Reinigung und Wartung, was den Ressourcenaufwand reduzieren kann. Die Strômungskontur ist insbesondere so gestaltet, dass sie diese turbulenten Strômungen minimiert und eine effizientere und reibungsärmere Luftstromung im Faserleitkanal, im Auflôsewalzengehäuse und/oder im
Ubergangsbereich zwischen dem Faserleitkanal und dem Auflôsewalzengehäuse ermôglicht.
Die Strômungskontur im Faserleitkanal, dem Auflôsewalzengehäuse und/oder einem
Ubergangsbereich zwischen Faserleitkanal und Auflôsewalzengehäuse wird insbesondre angeordnet und ausgebildet, um eine optimierte Luftstrdmung im Faserleitkanal, im
Auflôsewalzengehäuse und/oder im Ubergangsbereich zwischen dem Faserleitkanal und dem
Auflôsewalzengehäuse auszubilden. Eine Luftstrômung weist insbesondere einen Fluidstrom auf, wie etwa aufweisend Raumluft, Trockenluft, Stickstoffgas und/oder andere Gase etwa der
Atmosphäre. Eine Strômungskontur weist insbesondere eine Oberfläche auf, die derart angeordnet und ausgebildet ist, um einen weitestgehend laminaren Fluidstrom einzuhegen, um den Fluidstrom zu lenken oder zu steuern, ohne dabei eine Turbulenz zu ermôglichen, da die
Oberfläche den Bereich abgrenzt, in dem eine solche Turbulenz auftreten würde. -5-
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Dabei kann ein Ubergangsbereich zwischen dem Auflôsewalzengehäuse und dem Faserleitkanal gebildet sein. Dieser kann insbesondere zwischen -10mm (also im Auflôsewalzengehäuse angeordnet bzw. beginnend) bis zu 20mm im Faserleitkanal angeordnet sein. In anderen
Ausführungsformen kann dieser zwischen -5mm und 18mm angeordnet sein, weiter insbesondere zwischen Omm und 15mm, weiter insbesondere zwischen 2mm und 10mm, weiter insbesondere zwischen 4mm und 6mm. Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass der
Ubergangsbereich in einem Bereich der hôchsten Abnutzung des Faserleitkanals angeordnet sein kann. Alternativ oder zusätzlich kann der Ubergangsbereich durch das Auftreten von turbulenten Strömungen (ohne das Vorliegen einer Strômungskontur) definiert sein.
Gemäß einem Aspekt ist die Strômungskontur insbesondere so ausgebildet, dass sie eine Bulge-
Form aufweist. Eine Bulge-Form bezieht sich dabei insbesondere auf eine gewôlbte Form oder
Erhebung an einer Fläche oder einem Bauteil. Die Strômungskontur respektive die Bulge-Form weist insbesondere eine Auswôlbung auf, die einer in dem Auflôsewalzengehäuse angeordneten
Auflôsewalze gegenüberliegend angeordnet ist und die in den Strômungsbereich hineinragt.
Diese Form der Strômungskontur kann dazu beitragen, Turbulenzen zu reduzieren und einen stabileren Luftstrom im Faserleitkanal, im Auflôsewalzengehäuse und/oder im Übergangsbereich zwischen dem Faserleitkanal und dem Auflôsewalzengehäuse zu ermöglichen. Dabei kann der
Bulge insbesondere einen Strômungsverlauf einhegen, der dabei insbesondere eine laminare
Strömung nachbildet, wenn die Strômungskontur nicht angeordnet ist, wodurch insbesondere ein
Bereich für den Luftstrom nicht zugänglich ist, der insbesondere ohne die Strômungskontur zu einer turbulenten Strômung führen kônnte.
Gemäß einem Aspekt kann die Strômungskontur als separates Bauteil oder als mehrere separate
Bauteile ausgebildet sein. Ein separates Bauteil bezieht sich dabei insbesondere auf eine
Komponente (sprich auch eine Vorrichtung), die separat von anderen Bauteilen oder Gehäusen in der Textiimaschine angebracht werden kann. In diesem Fall kann die Strômungskontur ein separates Bauteil sein, das speziell zur Optimierung der Luftstrémung im Faserleitkanal, im
Auflôsewalzengehäuse und/oder im Ubergangsbereich zwischen dem Faserleitkanal und dem
Auflôsewalzengehäuse entworfen wurde. Durch die Trennung des Bauteils von anderen
Gehäusen oder Komponenten kann es einfacher sein, die Strémungskontur anzupassen und zu warten, um eine optimale Luftstrômung in der Textilmaschine zu ermöglichen. Dies kann inspesondere dadurch ermôglicht werden, da das Tauschen des separaten Bauteils schneller -6-
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IP/M3J507883 29.07.2024 und einfacher môglich ist, insbesondere wie an anderer Stelle hierin im Detail beschrieben.
Alternativ oder zusätzlich kann durch einen modularen Aufbau eine entsprechende Anpassung im Vorfeld des Aufbaus einer Textilmaschine ermöglicht werden, ohne ein großes Bauteil, wie etwa den Faserleitkanal, oder das Auflôsewalzengehäuse zu individualisieren.
Gemäß einem Aspekt kann das separate Bauteil, etwa die Strômungskontur, (mindestens ein)
Teil ein(es) Teilkreissegment(s) des Auflôsewalzengehäuses aufweisen. Ein Teilkreissegment des Auflôsewalzengehäuses bezieht sich hierbei insbesondere auf eine runde, kreisférmige oder halbkreisfôrmige Ausnehmung der runden oder ovalen Gehäusewand des
Auflôsewalzengehäuses. Diese Ausnehmung dient insbesondere dazu, aus dem
Auflôsewalzengehäuse entnommen zu werden, um einen Tausch der entsprechenden
Strômungskontur zu ermöglichen. Die Ausnehmung ist dabei insbesondere ein einstückig gestaltetes Bauteil, das etwa seitich geführt aus dem Auflôsewalzengehäuse entnommen/eingeführt werden kann. Durch die Integration des separaten Bauteils als
Teilkreissegment des Auflôsewalzengehäuses kann eine an die Bedürfnisse der jeweiligen
Verwendungssituation angepasste Verbindung zwischen der Strômungskontur und dem restlichen Auflôsewalzengehäuse hergestellt werden, was zu einer besseren Luftstrômung und einem effizienteren Fasertransport führen kann.
Gemäß einem Aspekt ist das separate Bauteil insbesondere so ausgebildet, dass es einen Teil des Faserleitkanals, einen Teil des Auflôsewalzengehäuses und mindestens einen Teil der
Strômungskontur aufweist. Dadurch wird insbesondere eine optimale Verbindung zwischen dem
Faserleitkanal, dem Auflôsewalzengehäuse und der Strômungskontur hergestellt, was zu einer besseren Luftstromung und effizienterem Fasertransport führen kann. Durch die Integration des separaten Bauteils mit diesen Komponenten der Textilmaschine wird ein stabilerer und reibungsérmerer Luftstrom, insbesondere armer an innerer Reibung, im Faserleitkanal, im
Auflôsewalzengehäuse und/oder im Ubergangsbereich zwischen dem Faserleitkanal und dem
Auflôsewalzengehäuse ermöglicht.
Gemäß einem Aspekt ist das separate Bauteil insbesondere so angeordnet und ausgebildet, dass es als Einsatz seitlich geführt werden kann. Das bedeutet, dass das separate Bauteil von außen seitlich in die Textilmaschine eingeführt werden kann. Alternativ oder zusätzlich kann der Einsatz seitlich geführt werden, was bedeuten kann, dass der Einsatz über Kontakt- und
Führungsstrukturen gehaltert werden kann. Der Einsatz kann seitlich eingeführt werden. Die -7-
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Ausrichtung und Positionierung wird hierbei insbesondere Uber einen Formschluss vom Einsatz mit dem Auflôsewalzengehäuse und/oder dem Faserleitkanal realisiert. Aus Toleranzgründen stellt hierbei insbesondere eins der beiden Bauteile die Basis dar. Um den Einsatz innerhalb seiner Position zu halten, kann ein Kraftschluss beispielsweise mithilfe einer, insbesondere außen angeordneten, Blattfeder oder einem innenliegenden Kugel-Feder-Element ausgeführt werden. Der Einsatz dient insbesondere dazu, eine optimale Verbindung zwischen dem
Faserleitkanal, dem Auflôsewalzengehäuse und der Strômungskontur herzustellen und gleichzeitig Turbulenzen zu reduzieren. Durch die seitliche Führung und/oder die seitliche
Anordnung des separaten Bauteils als Einsatz kônnen Reparatur- und Wartungsarbeiten einfacher durchgeführt werden, da das Bauteil von außen zugänglich sein kann.
Das separate Bauteil ist inspesondere so angeordnet/anordenbar und ausgebildet, dass es als
Strémungskontur im Faserleitkanal, im Auflôèsewalzengehäuse und/oder im Übergangsbereich zwischen Faserleitkanal und Auflôsewalzengehäuse dienen kann. Das separate Bauteil kann die
Strômungskontur ausbilden. Es wird insbesondere seitlich geführt, kann also mit entsprechenden
Strukturen am Bereich des Auflôsewalzengehäuses angeordnet werden und dient insbesondere dazu, die Luftstômung im Ubergangsbereich zwischen = Faserleitkanal und
Auflôsewalzengehäuse zu optimieren. Insbesondere ermöglicht die Verwendung eines separaten
Bauteils als Einsatz, insbesondere seitlich geführt, die Anpassbarkeit des Systems an geänderte
Strémungsbedingungen und/oder Betriebszustände.
Gemäß einem Aspekt ist das separate Bauteil insbesondere als Einsatz über einen Formschluss in Ausrichtung und Positionierung mit mindestens einem von dem Auflôsewalzengehäuse und/oder dem Faserleitkanal anordenbar. Ein Formschluss bezieht sich hierbei insbesondere auf eine mechanische Verbindung oder Verbindungseinheit, die dazu dienen kann, die Ausrichtung und Positionierung des separaten Bauteils in Bezug auf das Auflôsewalzengehäuse und/oder den Faserleitkanal zu ermôglichen. Durch diesen Formschluss kann das separate Bauteil eindeutig an seine richtige Position auf der Textilmaschine angeschlossen werden, um eine optimale, feste Verbindung zwischen dem Faserleitkanal, dem Auflôsewalzengehäuse und der
Strômungskontur herzustellen.
Gemäß einem Aspekt ist das separate Bauteil insbesondere als Einsatz über eine insbesondere außen angeordnete Blattfeder oder ein insbesondere innenliegendes Kugel-Feder-Element in seiner Position gehalten. Eine außen angeordnete Blattfeder bezieht sich hierbei auf eine Feder, -8-
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IP/M3J507883 29.07.2024 die außen am Auflôsewalzengehäuse und/oder dem Faserleitkanal angebracht ist, um das separate Bauteil in seiner Position zu halten. Ein innenliegendes Kugel-Feder-Element hingegen bezieht sich auf eine Feder, die im Inneren des Auflôsewalzengehäuses und/oder des
Faserleitkanals angeordnet ist, um die gleiche Funktion zu erfüllen. Beide Arten von Federn ermôglichen es, das separate Bauteil in seiner Position zu halten und eine optimale Verbindung zwischen dem Faserleitkanal, dem Auflôsewalzengehäuse und der Strémungskontur herzustellen, insbesondere auch im Betrieb und bei einer Ubertragung von Vibrationen und/oder
Schwingungen durch den Betrieb.
Gemäß einem unabhängigen Aspekt kann ein Einsatz für eine Textilmaschine ausgebildet sein, bei dem die Strômungskontur so ausgeführt und angeordnet ist, dass sie in einem Faserleitkanal, einem Auflôsewalzengehäuse und/oder einem Ubergangsbereich zwischen Faserleitkanal und
Auflôsewalzengehäuse einer Textilmaschine, wie sie an anderer Stelle hierin beschrieben worden ist, angeordnet werden kann. Der Einsatz ist inspesondere so konzipiert, dass er die
Strômungskontur aufnehmen (und/oder aufweisen) und in eine Position bringen kann, in der sie eine optimale Luftsttômung im Faserleitkanal, im Auflôsewalzengehäuse und/oder im
Ubergangsbereich zwischen dem Faserleitkanal und dem Auflôsewalzengehäuse erzeugen kann, wie an anderer Stelle hierin beschrieben. Dadurch wird die Effizienz der Textilmaschine gesteigert und die Qualität des produzierten Garns und/oder Fadens verbessert.
Der Einsatz kann dabei durch die Merkmale, Vorteile und Eigenschaften der Textilmaschine und/oder des Verfahrens beschrieben werden. Dies gilt entsprechend auch umgekehrt, weshalb die Textilmaschine und/oder das Verfahren durch die Merkmale, Vorteile und Eigenschaften des
Einsatzes beschrieben werden kann. Dies gilt insbesondere Uber die Kategoriegrenzen -
Vorrichtung, System, Verfahren und Verwendung - hinweg. Auf eine Wiederholung all dieser
Ausführungen wird aus Gründen der Kompaktheit und Leserlichkeit verzichtet.
Gemäß einem unabhängigen Aspekt ist ein Verfahren zur Optimierung der Luftstrômung in einer
Textilmaschine ausgebildet, das den Schritt eines Messens einer Luftstrômung in Abwesenheit einer Strômungskontur aufweist. Alternativ oder zusätzlich kann das Verfahren den Schritt eines
Simulierens einer Luftstrômung in Abwesenheit einer Strômungskontur aufweisen. Das Verfahren kann den Schritt eines Anordnens der Strômungskontur in einem bestimmten Bereich der
Textilmaschine aufweisen, insbesondere wie an anderer Stelle hierin beschrieben. Dabei werden insbesondere verschiedene Parameter wie Geometrie, Größe und Position der Strömung -9-
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IP/M3J507883 29.07.2024 untersucht, um eine Strômungskontur entsprechend an diese Strömung anzupassen, um eine optimale Luftstromung zu erreichen. Das Verfahren kann dabei helfen, die Effizienz der
Textilmaschine zu steigern, den Energieverbrauch sowie den Wartungsaufwand zu reduzieren und die Lebensdauer der Komponenten zu verlängern.
In einem Schritt kann das Verfahren ein Entwerfen einer Strômungskontur aufweisen. Dabei wird insbesondere eine Strômungskontur entsprechend an die ermittelte Strömung angepasst, um bestimmte Bereiche zu blockieren, um eine turbulente Strömung zu unterbinden. Dabei kann ein digitaler Zwilling einer Strômungskontur, insbesondere des entsprechenden Einsatzes, vorgelegt werden und/oder in einer Speichereinrichtung gehalten werden, wie etwa auf einer SSD, einer
HHD, in einem Prozessor - insbesondere als elektronisches Signal - oder in ähnlichen Strukturen, um dadurch in einem Herstellungsverfahren mittels eines Computerprogrammprodukts maschinenlesbare Arbeitsanweisungen bereitstellen zu können, um dadurch einen Einsatz entsprechend ausbilden zu können, um diesen in einer Textilmaschine einsetzen zu können.
Das Verfahren kann dabei durch die Merkmale, Vorteile und Eigenschaften der Textilmaschine und/oder des Einsatzes beschrieben werden. Dies gilt entsprechend auch umgekehrt, weshalb die Textilmaschine und/oder der Einsatz durch die Merkmale, Vorteile und Eigenschaften des
Verfahrens beschrieben werden kann. Dies gilt insbesondere über die Kategoriegrenzen -
Vorrichtung, System, Verfahren und Verwendung - hinweg. Auf eine Wiederholung all dieser
Ausführungen wird aus Gründen der Kompaktheit und Leserlichkeit verzichtet.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf Figuren näher beschrieben, dabei zeigen schematisch und beispielhaft:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer exemplarischen Ausführungsform einer
Textilmaschine;
Fig. 2A eine Schnittansicht einer exemplarischen Ausführungsform eines
Auflösewalzengehäuses mit angekoppeltem Faserleitkanal und Strömungskontur;
Fig. 2B eine schematische Darstellung eines Strömungsprofils in einer exemplarischen
Ausführungsform eines Auflösewalzengehäuses mit angekoppeltem
Faserleitkanal ohne Strömungskontur;
Fig. 3 eine Ansicht einer exemplarischen Ausführungsform eines gesonderten Bauteils;
Fig. 4A eine Ansicht einer exemplarischen Ausführungsform eines -10 -
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Auflôsewalzengehäuses mit Einsatz in schrag-oben Aufsicht; und
Fig. 4B eine Ansicht einer exemplarischen Ausführungsform eines
Auflôsewalzengehäuses mit Einsatz in schräger Seitenansicht;
Fig. 4C eine Ansicht einer exemplarischen Ausführungsform eines
Auflôsewalzengehäuses mit Einsatz in einer Seitenansicht; und
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer exemplarischen Ausführungsform eines
Verfahrens.
Für gleichwirkende und/oder gleichartige Elemente und Strukturen werden die gleichen
Bezugszeichen verwendet.
Fig.1 zeigt eine schematische Darstellung einer exemplarischen Ausführungsform einer
Textilmaschine 100, die als Rotorspinnmaschine 200 ausgebildet sein kann.
Rotorspinnmaschinen 200 weisen dabei einen Spinnrotor 10 auf, der aus einer Rotortasse 30 gebildet werden kann, in die Uber einen Faserleitkanal 7 vereinzelte Fasern 11 zugeführt werden kônnen. Der Spinnrotor 10 wird dabei rotatorisch angetrieben, etwa durch einen Einzelmotor (nicht gezeigt) oder Uber einen Antriebsriemen (nicht gezeigt), etwa zusammen mit anderen
Komponenten der Rotorspinnmaschine 200.
Die vereinzelten Fasern 11 kénnen dabei in die Rotortasse 30 eingebracht werden, etwa Uber einen Kanalplattenadapter 12, der an einen Adapterkanal 8 angeschlossen sein kann, durch den sich vereinzelte Fasern 11 bewegen kônnen. Uber das Wandern der Fasern 11 im Faserleitkanal 7 und im Adapterkanal 8 kénnen die Fasern gestreckt werden, wie rein schematisch und exemplarisch angedeutet. Die Bewegung der Fasern im Faserleitkanal 7 und im Adapterkanal 8 kann durch den Unterdruck in der Rotortasse 30 ermöglicht werden, alternativ oder zusätzlich auch durch das Anlegen von Druckluft. Die Fasern 11 werden dabei insbesondere an den schraglaufenden Wanden 32 der Rotortasse 30 weiter gestreckt, bis sie eine Rotorrille 13 erreichen kônnen, in der sie sich zu einem Faden (nicht gezeigt) zusammenlagern kônnen, der
Uber einen Fadenabzug aus der Rotortasse 30 abgezogen werden kann, was hier aus
Ubersichtlichkeitsgriinden nicht gezeigt ist.
Die Fasern 11 werden insbesondere zunächst mittels eines Faserbandes (nicht gezeigt) einer
Auflôsewalze (nicht gezeigt) zugeführt, durch die sie entsprechend aus dem Faserband herausgelôst und damit vereinzelt werden kônnen. Diese vereinzelten Fasern 11 kônnen -11 -
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IP/M3J507883 29.07.2024 anschlieBend in einem Auflôsewalzengehäuse 6 transportiert werden, wie in Fig. 2B gezeigt. Die
Fasern 11 sollen insbesondere Uber einen Faserleitkanal 7 (und ggf. Über einen Adapterkanal 8) einer Rotortasse 30 zugeführt werden, wie an anderer Stelle hierin beschrieben. Dort werden sie zu einem Faden bzw. Garn gesponnen, welches aus der Rotortasse über einen Fadenabzug abgezogen werden kann, was hier aus Gründen der Ubersichtlichkeit nicht dargestellt ist.
Fig. 2A zeigt eine Schnittansicht einer exemplarischen Ausführungsform eines
Auflôsewalzengehäuses © mit angekoppeltem Faserleitkanal 7 als Stecksatz 59 und
Strémungskontur 40 als gesondertes Bauteil 3, wie dies im Detail in der Fig. 3 dargestellt und diesbezüglich beschrieben ist. Die Strômungskontur 40 ist dabei insbesondere als eine Bulge-
Form 41 ausgebildet, um eine laminare Luftstromung 52, wie sie in Fig. 2B im Zusammenhang mit einer schematischen Darstellung eines Strômungsprofils in einer exemplarischen
Ausführungsform eines Auflôsewalzengehäuses 6 mit angekoppeltem Faserleitkanal 7, jedoch ohne Strémungskontur 40, vorliegen kann. Diesbezüglich kann eine Grenzstrômung 51 vorliegen, von der in einer Richtung nach außen, insbesondere entlang eines Gradienten der
Strômungsstärke, eine turbulente Strömung 50 ausgebildet werden kann. Diese kann in einem
Ubergangsbereich 31 vorliegen, wenn keine Strémungskontur 40 vorgesehen ist. Daher kann das Einfügen der Strémungskontur 40, die insbesondere an der Form des laminaren
Strômungsverlaufs 52 entlang mit einer Oberfläche ausgebildet ist, das Auftreten turbulenter
Strömungen 50 begrenzen, wenn nicht gar ganz verhindern. Die laminare Strömung 52 im
Auflôsewalzengehäuse 6 kann dabei auch auf eine Gegenstrdmung 54 aus dem
Auflôsewalzengehäuse 6 treffen, wodurch eine Strômungsabbremsung 53 erfolgen kann.
Fig. 3 zeigt eine Ansicht einer exemplarischen Ausführungsform einer Strômungskontur 40, die als Bulge-Form 41 in einem gesonderten Bauteil 3 ausgebildet ist, das als vereinzeltes Stück in einen Einsatz 55 eingesetzt werden kann, wie in Fig. 4A-4C gezeigt, oder direkt in das
Auslôsewalzengehäuse 6 und/oder in den Faserleitkanal 7, wie dies in der Fig. 2A gezeigt und diesbezüglich beschrieben ist. Dabei weist die Strômungskontur 40 insbesondere eine Länge zwischen 10mm und 30mm, hier von weitestgehend genau 28mm auf. Diese Länge kann ebenfalls den Übergangsbereich 31 darstellen, der insbesondere ab einem Einsteckbereich 57 gemessen werden kann, wie er in Fig. 4 dargestellt und beschrieben ist. Die Strömungskontur 40 kann darüber hinaus auch eine Breite von 5mm bis 20mm aufweisen, hier von weitestgehend genau 17mm. Die Strömungskontur 40 kann über Steckfüßchen 44 in einen Einsatz 55 (siehe
Fig. 4) eingesetzt werden. In anderen Ausführungsformen kann die Strömungskontur 40 als Teil -12-
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Die Strômungskontur 40 kann in einem Bereich eine Konkavform 42 in einer Breitenrichtung B aufweisen. Dadurch können sich Flügel 43 ausbilden, die sich an die Wände eines
Faserleitkanals 7, eines Übergangsbereichs 31 und/oder eines Auflôsewalzengehäuses 6 anlegen können, um dort einen Übergang in der Luftstrômung zwischen einem Bereich mit der
Strômungskontur 40 und ohne Strômungskontur 40 zu verbessern, sprich insbesondere zwischen einem Bereich des Faserleitkanals 7 (siehe Fig. 1), dem Übergangsbereich 31 und/oder dem Auflôsewalzengehäuse 6 und einem Bereich der Strémungskontur 40. In einer
Längenrichtung L kann die Bulge-Form 41 durch eine Konvexform 45 ausgebildet werden.
Figs. 4A bis 4C zeigen eine exemplarische Ausführungsform eines Einsatzes 55 aus verschiedenen Blickrichtungen auf ein Gehäuse 2 eines Auflôsewalzengehäuses 6. Dabei ist ein
Einsatz 55 Uber eine seitliche Führung 56 eingesetzt, wobei der Einsatz 55 ein Teilkreissegment 58 des Auflôsewalzengehäuses 6 ausbilden kann. Dabei kann auch vorgesehen sein, dass ein
Einsteckbereich 57 ausgebildet ist, um einen Faserleitkanal 7 (hier nicht dargestellt) in diesen
Einsteckbereich 57 einzustecken. Dadurch kann der Einsatz 55 über die seitliche Führung 56 formschlüssig in das Gehäuse 2 eingeschoben werden. Dadurch kann das
Auflôsewalzengehäuse 6 in einer Umlaufrichtung der Auflôsewalze (nicht gezeigt) komplettiert werden. Anschließend kann ein Teil des Faserleitkanals 7 in den Einsteckbereich 57 eingesteckt werden, um diesen mit dem Auflôsewalzengehäuse 6 verbinden zu kénnen.
Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung einer exemplarischen Ausführungsform eines
Verfahrens 300 zur Optimierung der Luftstrômung in einer Textilmaschine 100. Dieses weist insbesondere den Schritt 310a eines Messens einer Luftstrémung in Abwesenheit einer
Strômungskontur 40 auf. Alternativ oder zusétzlich kann das Verfahren 300 den Schritt eines
Simulierens 310b einer Luftstrdmung in Abwesenheit einer Strômungskontur 40 aufweisen. Das
Verfahren 300 kann den Schritt eines Anordnens 340 der Strômungskontur in einem bestimmten
Bereich der Textilmaschine 100 aufweisen, insbesondere wie an anderer Stelle hierin im Detail beschrieben. Dabei werden insbesondere verschiedene Parameter wie Geometrie, Größe und
Position der Strömung untersucht, um eine Strömungskontur 40 entsprechend an diese Strömung anzupassen 320, um eine optimale Luftströmung durch den Einsatz der Strömungskontur 40 erreichen zu können. Diesbezüglich kann der Schritt eines Simulierens 310b auch das Simulieren 310b einer Strömung mit einem digitalen Einsatz 55 in einer Strömungskontur 40 als digitalem -13-
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Zwilling vorgesehen sein. Das Verfahren 300 kann dabei helfen, die Effizienz der Textilmaschine 100 zu steigern, den Energieverbrauch und den Wartungsaufwand zu reduzieren und die
Lebensdauer der Komponenten zu verlängern.
In einem Schritt kann das Verfahren ein Entwerfen 330 einer Strômungskontur 40 aufweisen.
Dabei wird eine Strômungskontur 40 entsprechend an die ermittelte Strômung angepasst 320, um bestimmte Bereiche zu blockieren, um eine turbulente Strömung 50 zu unterbinden. Dabei kann ein digitaler Zwilling einer Strômungskontur 40, insbesondere des entsprechenden
Einsatzes 55, vorgelegt werden und/oder in einer Speichereinrichtung (nicht gezeigt) gehalten werden, wie etwa auf einer SSD, einer HHD, in einem Prozessor - insbesondere als elektronisches Signal - oder in ähnlichen Strukturen, um dadurch in einem Herstellungsverfahren mittels eines Computerprogrammprodukts (nicht gezeigt) maschinenlesbare Arbeitsanweisungen bereitstellen zu kénnen, um dadurch einen Einsatz 55 entsprechend ausbilden zu kénnen, um diesen in einer Textimaschine 100 einsetzen zu können, wie an anderer Stelle hierin beschrieben.
Mit „kann“ sind insbesondere optionale Merkmale der Erfindung bezeichnet. Demzufolge gibt es auch Weiterbildungen und/oder Ausführungsbeispiele der Erfindung, die zusätzlich oder alternativ das jeweilige Merkmal oder die jeweiligen Merkmale aufweisen.
Aus den vorliegend offenbarten Merkmalskombinationen können bedarfsweise auch isolierte
Merkmale herausgegriffen und unter Auflösung eines zwischen den Merkmalen gegebenenfalls bestehenden strukturellen und/oder funktionellen Zusammenhangs in Kombination mit anderen
Merkmalen zur Abgrenzung des Anspruchsgegenstands verwendet werden. -14 -
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Bezugszeichenliste 2 Gehäuse 52 laminare Strömung 3 Bauteil 53 Strômungsabbremsung 6 Auflôsewalzengehäuse 54 Gegenstrômung 7 Faserleitkanal 55 Einsatz 8 Adapterkanal 56 seitliche Führung 9 Luftstrémungshauptrichtung 57 Einsteckbereich für einen Teil des
Spinnrotor Faserleitkanals 11 vereinzelte Fasern 58 Teilkreissegment 12 Kanalplattenadapter 59 Stecksatz 13 Rotorrille 100 Textilmaschine
Rotortasse 200 Rotorspinnmaschine 31 Ubergangsbereich 300 Verfahren 32 schräge Wände des Spinnrotors 310a Messen einer Luftstrdbmung in
Strômungskontur Abwesenheit einer Strômungskontur 41 Bulge-Form 310b Simulieren einer Luftstrémung in 42 Konkavform in Breitenrichtung Abwesenheit einer Strômungskontur 43 Flügel 320 — Anpassen einer Strômungskontur 44 SteckfüBe 330 Entwerfen einer Strémungskontur
Konvexform in Längenrichtung 340 Anordnen einer Strômungskontur turbulente Strömung B Breitenrichtung 51 Grenzstrômung L Längenrichtung -15-

Claims (11)

AAO055LU P/MS)507883 29.07.2024 Patentansprüche
1. Textilmaschine (100), insbesondere Rotorspinnmaschine (200), aufweisend ein Auflôsewalzengehäuse (6) zur Umhausung einer Auflôsewalze für das Auflôsen eines Faserbandes zu weitestgehend vereinzelten Fasern (11) und einen Faserleitkanal (7), wobei der Faserleitkanal (7) an dem Auflôsewalzengehäuse (6) derart angeordnet ist, um die weitestgehend vereinzelten Fasern (11) aus dem Auflôsewalzengehäuse (6) abzuführen und einem Spinnrotor (10) zuzuführen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Strômungskontur (40) im Faserleitkanal (7), dem Auflôsewalzengehäuse (7) und/oder einem Übergangsbereich (31) zwischen Faserleitkanal (6) und Auflôsewalzengehäuse (7) ausgebildet ist, derart, um eine optimierte Luftstrômung im Faserleitkanal (7), im Auflôsewalzengehäuse (6) und/oder im Ubergangsbereich (31) zwischen dem Faserleitkanal (7) und dem Auflôsewalzengehäuse (6) auszubilden.
2. Textilmaschine (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strômungskontur (40) ausgebildet ist, um einen Bereich auszufüllen, in dem ohne die Strômungskontur (40) eine turbulente Strömung (50) ausgebildet würde.
3. Textilmaschine (100) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Strômungskontur (40) eine Bulge-Form (41) aufweist.
4. Textilmaschine (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strômungskontur (40) als mindestens ein separates Bauteil (3) ausgebildet ist.
5. Textilmaschine (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das separate Bauteil (3) ein Teilkreissegment (58) des Auflôsewalzengehäuses (6) aufweist.
6. Textilmaschine (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das separate Bauteil (3) einen Teil des Faserleitkanals (7), einen Teil des Auflôsewalzengehäuses (6) und mindestens einen Teil der Strômungskontur (40) aufweist.
7. Textilmaschine (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das separate Bauteil (3) derart angeordnet und ausgebildet ist, Um als Einsatz (55) - 16 -
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8. Textilmaschine (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das separate Bauteil (3) als Einsatz (55) über einen Formschluss in Ausrichtung und Positionierung mit mindestens einem von dem Auflôsewalzengehäuse (6) und/oder dem Faserleitkanal (7) anordenbar ist.
9. Textilmaschine (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das separate Bauteil (3) als Einsatz (55) Uber eine, insbesondere außen angeordneten, Blattfeder oder einem, insbesondere innenliegenden Kugel-Feder-Element in seiner Position gehaltert wird.
10. Einsatz (55) für eine Textilmaschine nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Strômungskontur (40) aufweist, die ausgebildet und angeordnet ist, um in einem Faserleitkanal (7), einem Auflôsewalzengehäuse (6) und/oder einem Ubergangsbereich (31) zwischen Faserleitkanal (7) und Auflôsewalzengehäuse (6) einer Textilmaschine (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche angeordnet zu werden.
11. Verfahren (300), aufweisend die Schritte: - eines Messens (310a) und/oder Simulierens (310b) einer Luftstrémung in Abwesenheit einer Strômungskontur (40); - eines Anordnens (340) einer Strômungskontur (40) derart, um eine Luftstrômung zu optimieren. -17 -
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