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Die Erfindung betrifft eine Kettenwirkmaschine mit einer Einstellvorrichtung für Wirkelemente und ein Verfahren zu deren Einstellen.
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Kettenwirkmaschinen, bei welchen bestimmte Wirkelemente einstellbar sind, sind prinzipiell bekannt. Im Maschinenbau im Allgemeinen und bei Textilmaschinen im Besonderen und insbesondere bei Kettenwirkmaschinen ist es üblich und bekannt, die die textile Ware letztlich erzeugenden Elemente, welche im Fall einer Kettenwirkmaschine die Wirkelemente sind, für unterschiedliche Waren und Qualitäten zueinander einstellbar auszuführen. Wenn beispielsweise auf einer Textilmaschine sich die herzustellende Ware ändert, was hinsichtlich deren Fadendicke, deren Maschengröße oder ähnlichem variiert werden soll, dann erfordern die unterschiedlichen Qualitäten unterschiedliche Einstellungen. Derartige Einstellungen werden in aller Regel auf der Basis "trial and error" durchgeführt, erfordern hohes handwerkliches Können und in der Regel auch relativ viel Zeit, bis die Wirkelemente ihre optimale Stellung zueinander haben. Diese Einstellungen werden in der Praxis von speziell dazu ausgebildeten Fachkräften durchgeführt. Das bedeutet, dass Hersteller der Kettenwirkmaschine im Sinne eines guten Services für ihre Kunden sogenannte Maschineneinrichter zum Abnehmen der Maschine schicken müssen, sodass die Maschine letztlich für den gewünschten Dauerbetrieb optimal eingestellt ist.
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In
DE 2 123 273 ist eine Kettenwirkmaschine mit Spitzennadeln beschrieben, welche das Problem hat, dass das bei einer Raschelmaschine mögliche relative Bewegen von Zungennadeln und Abschlagblech bezüglich der Wirknadel, und zwar in Schwingrichtung, auch auf Spitzennadelmaschinen übertragen werden kann. Dabei wird insbesondere ins Auge gefasst, dass eine derartige Spitzennadelmaschine mit mehreren Legeschienen ausgerüstet sein soll. Dazu sind auf einer Nadelbarrenwelle sowohl Antriebsstößel für eine Lochnadelbarre als auch Steuerhebel gelagert, welche über ein Hebelgetriebe mit dem Antrieb der Platinenbarre in Verbindung stehen. Dadurch wird einerseits erreicht, dass die entgegengesetzt gerichteten Schwingbewegungen der Wirk- und Lochnadelbarren und die zusätzliche Bewegung der Platinenbarre entsprechend der zum Wirken ausgeführten Bewegungen in Einklang gebracht werden, und zum anderen soll dies auch bei der Anwendung von vier Legeschienen oder mehr auf einfache Art erreicht werden. Und zwar wird zur Übertragung dieser drei Bewegungen lediglich die an sich vorhandene Nadelbarrenwelle ausgenutzt. Damit mit einer derartigen Maschine mehrere Legeschienen verwendet werden können, wird einer der Angriffspunkte des mit dem Maschinenantrieb verbundenen Stößels an dem Platinenschwinghebel bezüglich der Hebelarmlänge einstellbar ausgeführt. Für diese Einstellung werden am Schwinghebel exzentrische Büchsen zwischengeschaltet, die aber speziell für unterschiedliche Waren durch entsprechendes Probieren, um die optimale Einstellung zu finden, angepasst werden müssen. Dieser Aufwand zum Einstellen derartiger Maschinen ist mit viel Zeit und nur mit großem Können verbunden.
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In
DE 19 719 125 A1 ist eine Raschelmaschine mit Stechkammbarre und Abschlagkammbarre beschrieben, wobei die Halter der Stechkammbarre um eine Stechkammwelle schwenkbar und die Halter der Abschlagkammbarre durch einen Ausleger gegen Verschwenken gesichert sind. Die Stechkammwelle ist an den Abschlagkammbarrenhaltern gelagert, welche von einer Zusatzwelle getragen sind, die mittels verstellbarer Exzenter relativ zum Maschinengestell verlagerbar ist. Die dadurch ermöglichte gemeinsame Abstandsverstellung von Abschlagkamm und Stechkamm kann auch nur mit großem Können speziell geschulter Monteure über einen "trial and error"-Einstellvorgang realisiert werden. Dies ist ebenfalls zeit- und damit auch kostenaufwendig, zumal derartige bekannte Raschelmaschinen auch Wirkwaren unterschiedlicher Qualität der eingesetzten textilen Ware wirken sollen.
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Des Weiteren sind in
WO 85/01528 A1 ein Antrieb und eine Einrichtung zur Positionierung von Schussstangen an Kettenwirkmaschinen oder Häkelgalonen-Webmaschinen beschrieben. Bei diesem Dokument des Standes der Technik wird beschrieben, dass Stangen, welche aufgeklemmte Schussfaden-Führungen tragen und als Schussstangen bezeichnet werden, neben einer vertikalen oder wippenden Hin- und Herbewegung gleichzeitig eine synchrone axiale Hin- und Herbewegung ausführen, damit die Schussfäden letztlich die Kettfäden umschlingen beziehungsweise die Schussfäden eingelegt werden können. Grundsätzlich bestand der Nachteil bei insbesondere erhöhten Drehzahlen von über 1200 Bewegungen pro Minute darin, dass die Genauigkeit der Bewegungsübertragung an die Schussfaden-Führungen radial zur Wirkstelle beeinträchtigt war, das heißt die Genauigkeit ließ nach, sodass Häkelfehler in Verbindung mit größeren Geräuschen auftraten. Deshalb wurde eine Kniehebeleinrichtung eingesetzt, mittels welcher die gesamte Einrichtung massemäßig leichter zur Realisierung höherer Bewegungsfrequenzen ausgebildet wurde, womit eine verbesserte Einstellbarkeit erreicht wurde. Die beschriebenen Maßnahmen sind auf den Einsatz von Hohlprofilen und die mehrteilige Ausbildung der Schussstangen gerichtet. Auch wenn die vorbeschriebene Einstellung erleichtert wird, verlässt das beschriebene Prinzip jedoch nicht den im Stand der Technik üblichen Weg, dass die Einstellung von geschultem Personal im Wege von "trial and error" durchgeführt werden muss.
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Des Weiteren ist in
CN 102 505 330 A eine Kettenwirkmaschine mit einstellbarem Schwenkarm, das heißt mit einer einstellbaren Barre, beschrieben. Die Einstellbarkeit wird dabei über Stellschrauben realisiert, wobei der Maschineneinrichter dies durch Versuche durchführen muss, um waren- und qualitätsabhängige optimale Einstellungen für einen laufenden Betrieb herauszufinden und dann diese durch zahlreiche Versuche auch einzustellen.
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Der Nachteil aller hinsichtlich der Wirkelemente realisierten Einstellbarkeit bei Wirkmaschinen besteht darin, dass die Einstellung von speziell geschulten Fachleuten vorgenommen werden muss, was zeitaufwendig und nur von wenigen Monteuren überhaupt durchgeführt werden kann, welche nicht einfach reproduzierbar sind und von vornherein eine Skalierung nicht ermöglichen. Zwar sind die bekannten Maschinen mit derartigen Verstellmöglichkeiten versehen, können aber selten richtig ausgenutzt werden, sind mit zeitaufwendigen Maschinenstillstandszeiten verbunden und schränken dadurch die Verwendung von Wirkmaschinen ein.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, die Effizienz einer Wirkmaschine, insbesondere einer Kettenwirkmaschine, zu erhöhen. Dies soll mit einer Einstellbarkeit von Wirkelementen, ob nun manuell im Stillstand oder mit Aktoren während des Betriebs der Kettenwirkmaschine, realisiert werden. Jedenfalls soll das die Einstellung der Wirkelemente der Kettenwirkmaschine vornehmende Personal bei der Einstellung gezielt bestimmte Einstellungen vornehmen können, und zwar ohne dass zahlreiche Versuche zum Herausfinden des Optimums für die jeweilige Qualität der eingesetzten Textilware erforderlich sind. Gemäß einem weiteren Aspekt der Aufgabe der Erfindung soll die erfindungsgemäße Einstellung der Wirkelemente auf unterschiedliche Wirkelemente anwendbar und dafür einsetzbar sein.
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Diese Aufgabe wird mit einer Kettenwirkmaschine mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 und mit einem Verfahren zum Einstellen von Wirkwerkzeugen einer Kettenwirkmaschine mit den Merkmalen gemäß Anspruch 15 gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen der Kettenwirkmaschine sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
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Gemäß der Erfindung weist eine Kettenwirkmaschine zumindest eine Leitachse und zumindest eine Einstellvorrichtung für ihre Wirkelemente auf. Die Wirkelemente tragenden Barren sind mittels Hebeln über antriebskrafttragende Bolzen schwenkbar und außerdem antriebsmäßig mit der Leitachse verbunden. Vorzugsweise ist somit beispielsweise für Doppelfonturmaschinen für jede Maschinenhälfte eine Leitachse vorgesehen. Unter Leitachse soll im Zusammenhang mit dieser Erfindung entweder eine mechanische Leitachse verstanden werden, welche in der Regel die Hauptwelle der Maschine ist, von welcher der Antrieb über diverse Getriebe beziehungsweise Getriebeelemente an die jeweiligen Wirkelemente weitergeleitet wird. Oder sie kann aber auch gemäß der vorliegenden Erfindung eine elektronische Achse sein, was bedeutet, dass für den Antrieb einzelner Elemente, insbesondere Wirkelemente, jeweilige eigene elektronische Antriebe vorgesehen sein können, welche so miteinander gekoppelt sind, dass sie quasi von einer elektronischen Leitachse, aber von mehreren Antriebselementen, aber letztlich wie von einer mechanischen Hauptachse angetrieben sind.
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Gemäß der Erfindung ist der antriebskrafttragende Bolzen beziehungsweise sind die antriebskrafttragenden Bolzen als Exzenterbolzen ausgebildet, welche zu beiden Seiten eines Mittelteiles oder nur einseitig davon einen exzentrisch zur Achse des Bolzens angeordneten Zapfen aufweisen, welche mit dem jeweiligen Hebel lösbar verbunden sind. Der Hebel ist jeweils von einem Antriebsstößel angetrieben. In seiner gelösten Stellung ermöglicht der Bolzen mit der an dem zumindest einen Zapfen angebrachten, als Bolzendrehvorrichtung ausgebildeten Einstellvorrichtung eine wertablesbare Einstellung eines Einstellmaßes zumindest zweier Winkellagen, d. h. eines Einstellmaßes aus einer ersten Winkellage in eine zweite Winkellage relativ zum Hebel und/oder dem Antriebsstößel. Unter wertablesbarer Einstellung eines Einstellmaßes soll in diesem Zusammenhang verstanden werden, dass ein für einen bestimmten Betrieb, das heißt für eine bestimmte Ware und Qualität der textilen Ware, erforderliches Einstellmaß für Wirkelemente als konkreter absoluter Wert in einer SI-Einheit bzw. Maßeinheit wie z. B. in Milimeter oder Grad oder als inkrementaler Wert wie z. B. in einer Nominalskala mit I, II, III ... bzw. A, B, C ... ablesbar ist und eingestellt werden kann, sodass während des Einstellvorganges erkennbar ist, welchen Wert das Einstellmaß hat, um bereits proaktiv eine entsprechende Einstellung, sogar eine Feineinstellung der Wirkelemente zueinander, für die zu wirkende Qualität der textilen Ware vorzunehmen.
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Indem das Einstellmaß ablesbar und einstellbar und damit die Kettenwirkmaschine auf die zu wirkenden jeweils unterschiedlichen Bedingungen gezielt eingestellt werden kann, wird deren Effizienz also damit deutlich verbessert, da über eine Getriebestruktur mit einem einstellbaren Exzenter, einer Skala zum Ablesen des Einstellwertes und einer Maßverkörperung konkrete Einstellwerte mit der Maschine eingehalten werden können. Anstelle der Getriebestruktur sind auch jeweilige einzelne Antriebe für die Hebel beziehungsweise Exzenterbolzen möglich. Das erfordert zwar einen höheren steuerungstechnischen Aufwand, um die entsprechenden einzelnen Antriebe bei Bedarf auch synchron zueinander verstellen zu können, um die elektronische Leitachse einzuhalten, dafür ist aber eine deutlich vereinfachte mechanische Komplexität des Antriebs und der gezielten Einstellung der Abstände der jeweiligen miteinander zusammenwirkenden Wirkelemente möglich.
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Vorzugsweise sind als einstellbare Wirkelemente Einschließplatinen, Schieber und Stechkämme und/oder maschenbildende Schiebernadeln vorgesehen. Es versteht sich, dass auch andere miteinander zusammenwirkende Wirkelemente bezüglich ihres Abstandes zueinander einstellbar sind. Einschließplatinen und Schieber sind für Trikotmaschinen und Schieber und Stechkämme für Raschelmaschinen relevant.
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Weiter vorzugsweise erfolgt die Winkeleinstellbarkeit über Skalen am Hebel und/oder am Exzenterbolzen und/oder an der Bolzendrehvorrichtung, wo diese Skalen entsprechend jeweils ablesbar sind. Dabei versteht es sich, dass nicht an allen Elementen, das heißt den Hebeln, den Exzenterbolzen und den Bolzendrehvorrichtungen entsprechende Skalen vorhanden sein müssen, entscheidend ist, dass Skalen für ein voreinstellbares und ablesbares Einstellen der entsprechenden Winkelverstellungen möglich sind. Indem die Skalen ablesbar sind, können sie einerseits gezielt auf ein gewünschtes Maß eingestellt werden, ohne dass zahlreiche Einstellversuche vorgenommen werden müssen, es können aber auch bei veränderter textiler Ware oder bei Feststellen während des Betriebes, dass die Qualitätsparameter an der hergestellten Wirkware nicht erreicht werden, entsprechende Nachjustierungen vorgenommen werden.
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Vorzugsweise muss beispielsweise die Bolzendrehvorrichtung selbst keine Skala aufweisen; es ist vielmehr ausreichend, dass der Bolzen selbst in Relation zu einer Skala am Hebel eine Skala haben kann, welche entsprechend ablesbar ist. Jedenfalls sind vorzugsweise Markierungen der Skalen am Hebel derart in Relation zu Markierungen der Skalen am Bolzen oder an der Bolzendrehvorrichtung angeordnet, dass das Einstellmaß der Wirkelemente zueinander angezeigt und entsprechend gezielt verändert werden kann. Vorzugsweise sind die Skalen so ausgebildet und angeordnet und sind dazu die mechanischen Getriebeglieder wie auch die elektronischen Koppelglieder entsprechend steuerungsmäßig so ausgebildet und angeordnet, dass alle Skalen bei gleichen Einstellmaßen gleiche Skalenwerte an unterschiedlichen Exzenterbolzen aufweisen. Dies ist von besonderer Bedeutung, da ansonsten die Gleichmäßigkeit der hergestellten Textilware nicht gewährleistet werden könnte.
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Einerseits ist es möglich, dass die Einstellungen der einzelnen Elemente mit Ablesbarkeit an ihren jeweiligen Skalen stufenlos erfolgen können. Vorzugsweise ist es jedoch auch möglich, dass die Einstellung der Exzenterbolzen für unterschiedliche Winkellagen durch entsprechende Skalen über eine entsprechende Indexierung der Bolzendrehvorrichtung gegenüber dem Hebel erfolgt. Unter Indexierung soll im Rahmen dieser Erfindung ein stufenweises Verstellen der jeweiligen Winkellagen beziehungsweise der Abstände der jeweiligen Wirkelemente zueinander verstanden werden.
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Vorzugsweise weist die Einstellvorrichtung am Umfang Abflachungen oder axiale Nuten, welche sich am Umfang in axialer Richtung der Einstellvorrichtung erstrecken, oder die vorstehend genannten Indexierungen an ihrer Stirnfläche oder formschlüssige Rastpositionen auf. Die Abflachungen oder Nuten wirken mit am Hebel entsprechend vorhandenen Oberflächengestaltungen mit Indexstiften formschlüssig zusammen. Das heißt sie rasten in die entsprechenden Ausnehmungen wie beispielsweise auch eine Verzahnung ein, sodass eine stufenweise Einstellung möglich ist. Gegenüber einer stufenlosen Einstellung besteht zumindest ein Vorteil einer gestuften Skalierung darin, dass durch die Indexierungen exakte Positionen sauber reproduzierbar eingestellt und eingehalten werden können. Bei einer absoluten Anzeige wäre beispielsweise das Einstellmaß mit E=0,1 mm; 0,15 mm ... anzugeben. Bei einer relativen Skalierung wäre beispielsweise für das Einstellmaß ΔE=±0; +0,05 mm; +0,1 mm anzugeben. Eine Nominalskalierung müsste beispielsweise durch eine Tabelle angegeben werden.
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Damit ein sicheres Einrasten eines Raststiftes am Hebel erfolgen kann, wird das temporäre oder dauerhafte Verstellen der Winkellagen des Exzenterbolzens mittels federnd gelagerter Raststifte realisiert. Bei entsprechender Ausbildung der Spitze eines derartigen Raststiftes ist es also möglich, die Winkellagen des Exzenterbolzens durch dessen Verdrehen zu verstellen. Dabei verlässt die Spitze des Raststiftes über entsprechende Schrägen oder Fasen die Einrastungsstelle und gleitet in Berührung an der zwischen benachbarten Rastvertiefungen vorhandenen Oberfläche entlang, um in die nächste oder gegebenenfalls auch übernächste Rastvertiefung einzurasten, sodass durch den Federdruck der Einrastvorgang sicher gestaltet und im eingerasteten Zustand auch der Verbleib des Raststiftes gewährleistet ist. Gemäß einer weiteren Weiterbildung der Einstellvorrichtung ist diese als Innen- oder Außenvielkant mit regelmäßiger oder unregelmäßiger Anordnung von am Umfang oder an den Stirnseiten angeordneter Verzahnung ausgebildet. Je nach Zahnabstand und Winkel der Raststiftspitze können mit einer entsprechenden Verzahnung auch kleinere Abstände von einer Rastposition zur benachbarten realisiert werden.
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Weiter vorzugsweise ist die Einstellvorrichtung so ausgebildet, dass eine Verstellung des Einstellmaßes in gleichgroßen Schritten realisiert wird. Es versteht sich, dass die Einrastabstände, ebenso wie bei einer stufenlosen Verstellung die jeweiligen benachbarten Einstellmaße auch unterschiedliche Abstände aufweisen können.
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Vorzugsweise stellt die Bolzendrehvorrichtung jeden Hebel separat oder gemäß einer anderen Weiterbildung mehrere Hebel synchron gleichzeitig ein. Dies ist vor allen Dingen dann erforderlich, wenn mehrere Hebel im Einsatz sind, um eine Barrenverstellung mit erhöhter Steifigkeit hinsichtlich ihrer Winkelverstellung zu realisieren.
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Insbesondere für den Betrieb der Kettenwirkmaschine mit einer elektronischen Achse sowie auch für einen jeweiligen elektronischen Antrieb der einzelnen Elemente der Einstellvorrichtung erfolgt die Einstellung des gewünschten Einstellmaßes während des Betriebs der Kettenwirkmaschine mittels Aktoren, die vorzugsweise steuerungstechnisch hinsichtlich ihrer Antriebswirkung aufeinander abgestimmt sind.
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Weiter vorzugsweise weist der Hebel mehrere Positionen für die Aufnahme des Exzenterbolzens sowie mehrere Skalen und mehrere Indexsätze auf.
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Gemäß einem zweiten Aspekt umfasst die Erfindung ein Verfahren zum Einstellen von Wirkwerkzeugen einer Kettenwirkmaschine zueinander, bei welchem mittels einer als Bolzendrehvorrichtung ausgebildeten Einstellvorrichtung ein Abstand der Wirkwerkzeuge zueinander eingestellt werden kann. Diese Einstellung erfolgt mittels eines Exzenters, wobei mit diesem Exzenter ein Einstellmaß eingestellt wird, welches einen jeweiligen Abstand der zueinander einzustellenden Wirkwerkzeuge realisiert. Dieser Abstand beziehungsweise das Einstellmaß wird mittels einer Skala abgelesen. Der gewünschte Abstand der Wirkwerkzeuge zueinander wird mittels zumindest eines Aktors während des Betriebs eingestellt, und zwar unter Bezug auf zumindest eine Leitachse der Kettenwirkmaschine.
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Vorzugsweise ist dieses Verfahren auch auf Doppelfontur-Kettenwirkmaschinen anwendbar, sodass jede Maschinenhälfte, die eine Fontur aufweist, eine eigene Leitachse hat, bezüglich welcher der gewünschte Abstand der entsprechenden Wirkwerkzeuge zueinander eingestellt wird.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung werden nun anhand von mehreren Ausführungsbeispielen in der beigefügten Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- das Einstellmaß E zwischen Rücken einer maschenbildenden Schiebernadel und Kehlengrund einer Einschließplatine als Beispiel für Einstellbarkeit von zwei Wirkelementen gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
- Figur 2
- ein prinzipielles Kräfte-, Bewegungs- und Positionsdiagramm der Einstellvorrichtung, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit Schiebernadel und Schieber weggelassen sind;
- Figur 3
- einen Hebel mit Exzenterbolzen mit jeweiliger Skala und Stößel gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
- Figur 4
- einen Hebel mit daran angebrachter Skala und aufgesetzter Lehre zum Drehen des Exzenterbolzens und Ablesemöglichkeit des Einstellwinkels;
- Figur 5
- Detailansichten eines Exzenterbolzens (a)), eine Detailansicht der Lehre gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Indexierung durch Anlageflächen an einer Umfangsfläche und einem Index-Raststift (b)), und eine Detailansicht der Lehre gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel mit Indexierung durch axiale Kerben auf der Umfangsfläche mit Index-Raststift (c));
- Figur 6
- drei verschiedene Ausführungsvarianten für eine Wirkelementbarre schwenkende Hebel als drei Doppelhebel (a)), als ein Doppelhebel und zwei nicht angetriebene Hebel (b)) und drei nicht angetriebene Hebel sowie ein angetriebener einseitiger Hebel (c)).
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In Figur 1 ist die prinzipielle Einstellgröße E, welche als Einschließmaß E bezeichnet und dargestellt ist, gezeigt, welche das Maß zwischen Rücken einer maschenbildenden Schiebernadel 2.2 und Kehlengrund einer Einschließplatine 2.1 darstellt. Die Einstellbarkeit des Einstellmaßes E wird bei diesem Ausführungsbeispiel über eine Getriebestruktur mit einem einstellbaren Exzenter, einer Skala und einer Maßverkörperung realisiert. Das Einschließmaß E beschreibt den maximalen Abstand zwischen dem Nadelrücken der maschenbildenden Wirknadel, insbesondere einer Schiebernadel 2.2, und der Kehle der Einschließplatine 2.1, das heißt zwischen den beiden Wirkelementen 2 der Schiebernadel 2.2 und der Einschließplatine 2.1.
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Figur 2 stellt in vereinfachter prinzipieller Darstellung dar, dass das Einschließmaß E eine Funktion der von der Winkelstellung abhängigen Stößelkraft P ist. Je nach entsprechender Stößelkraft P1, P2, P3 ... Pn ergibt sich ein Drehwinkel α des Bolzens 4 und wegen der Exzentrizität e des Exzenterbolzens die entsprechenden Positionen des an einem Gestellpunkt 20 angelenkten Hebels, das heißt des Einschließmaßes E1, E2, E3 ... En. Bei der prinzipiellen Darstellung gemäß Figur 2 handelt es sich um ein Ausführungsbeispiel, bei welchem der Antrieb des als Exzenterbolzen ausgebildeten Bolzens 4 (siehe Figur 3) über eine mechanische Getriebestruktur erfolgt, wobei der verstellbare Exzenterbolzen ein variables Getriebeglied darstellt und eine veränderbare Lage aufweist. Der Zusammenhang zwischen der bei unterschiedlichen Winkellagen α der Exzentrizität zum Einschließplatinenhebel 12 verwirklichten, durch die Stößelkraft 18 bewirkten Positionen P1, P2, P3 ... Pn und den Einstellmaßen E1, E2, E3 ... En ist schematisch in Figur 2 dargestellt. Der besseren Übersichtlichkeit halber sind die Schiebernadel 2.2 mit ihrem Schieber nicht wiedergegeben. Denn ihre Position wird durch die Verstellung des Exzenters nicht beeinflusst, jedoch wird die relative Lage zwischen der Einschließplatine 2.1 und der Schiebernadel 2.2, das heißt deren Rücken, verändert. Schematisch sind der Einschließplatinenhebel 12 und ein Gestellpunkt 20 dargestellt.
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In den Figuren 3, 4, und 5a), 5b) und 5c) sind entsprechende Ausführungsbeispiele der unmittelbaren konstruktiven Umsetzung von Teilelementen der Einstellvorrichtung 1 dargestellt. Figur 3 zeigt beispielhaft einen als Einschließplatinenhebel 12 ausgebildeten Hebel 5 mit daran angebrachter Skala 5.1, dem als Exzenterbolzen ausgebildeten Bolzen 4 ebenfalls mit Skala 4.1 und am unteren Teil den Ansatz des Antriebsstößels 7. Der Antriebsstößel 7 ist über ein Gelenkauge für den Bolzen 3 an dem Einschließplatinenhebel 12 angelenkt. In Figur 4 ist gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Hebel 5 mit einer Skala 5.1 sowie eine aufgesetzte Lehre zum Drehen des Exzenterbolzens dargestellt, wobei die Markierungen auf der Lehre bezüglich der Skala 5.1 auf dem Einschließplatinenhebel 12 die Größe des Einstellmaßes definieren.
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In Figur 3 ist ein Hebel 5 gezeigt, welcher eine Einstellvorrichtung 1 aufweist. Der Hebel 5 verbindet eine nicht dargestellte Barre 3, wobei der Hebel 5 an der Barre 3 mit dem auf der linken Seite dargestellten Lagerauge und an der dazu gegenüberliegenden Seite ein Antriebsstößel 7 mit einem Bolzen 4 mit dem Hebel 5 verbunden ist. An der Seite des Hebels 5, an welcher der Antriebsstößel 7 angelenkt ist, ist eine Skala 5.1 direkt am Hebel 5 im Bereich des Bolzens 4 angeordnet, über welchen die Schwenkbarkeit der Barre 3 realisiert wird. Im Bereich des Bolzens 4 ist eine Skala 4.1 vorgesehen, welche der Skala 5.1 am Hebel 5 gegenüberliegt. Beide Skalen 4.1 und 5.1 dienen der Einstellung des Schwenkwinkels α für die Barre 3. Über den einstellbaren Schwenkwinkel α mittels der Skalen 4.1 und 5.1 ablesbaren (nicht eingezeichnet) können die Abstände der Wirkelemente 2 zueinander, im speziellen Ausführungsbeispiel hier der Einschließplatine 2.1 und der Schiebernadel 2.2 (siehe Figur 1), eingestellt werden, und zwar auf Basis des über die Skalen 4.1 und 5.1 ablesbaren Winkelwertes α.
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Der Bolzen 4 ist als Exzenterbolzen ausgebildet und weist in seiner axialen Richtung zylindrische Bereiche unterschiedlich großen Durchmessers auf. Der Exzenterbolzen weist einen ersten zylindrischen Bereich relativ größeren Durchmessers auf, welcher im Lenkauge des Hebels 5 aufgenommen ist. In axialer Richtung weist der Exzenterbolzen zu beiden Seiten oder nur auf der einen axialen Seite des relativ größeren Durchmessers einen zweiten zylindrischen Bereich, und auf der dazu gegenüberliegenden Seite des größeren Durchmessers vorzugsweise einen dritten zylindrischen Bereich auf, wobei der zweite und der dritte zylindrische Bereich jeweils einen kleineren Durchmesser als der erste Bereich mit relativ größerem Durchmesser aufweisen und der zweite und der dritte Bereich einen gleichgroßen Durchmesser aufweisen. Der zweite und der dritte Bereich sind co-axial zueinander angeordnet, das heißt ihre Achsen fluchten zueinander, wohingegen dieser zweite und dritte Bereich mit seinen jeweiligen Achsen axial zur Längsachse des ersten zylindrischen Bereiches des größeren Durchmessers ausgerichtet sind, das heißt die Achse des ersten zylindrischen Bereiches und die Achsen des zweiten und dritten Bereiches sind parallel zueinander angeordnet, weisen also einen axialen Versatz zueinander auf. Dieser axiale Versatz stellt die Exzentrizität e dar, welche in Figur 2 gezeigt ist.
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Der Hebel 5 ist an der Seite des Antriebsstößels 7 beziehungsweise des Bolzens 4 gabelförmig ausgebildet, sodass auf jeder Gabelseite eine Aufnahme für die jeweils als Zapfen 6 ausgebildeten zweiten und dritten Bereiche kleineren Durchmessers vorgesehen ist. Die Gabel des Hebels 5 ist nun so ausgebildet, dass jeder Zapfen 6 auf jeder Gabelseite eine Aufnahme für diesen Teil des Bolzens 4 für eine Montage und eine Einstellung des Getriebes aufweist. Die Aufnahme kann geöffnet und für den Betrieb des Getriebes wieder geschlossen werden, indem beispielsweise lösbare Verschraubungen vorgesehen sind. Es ist allerdings auch möglich, dass der Exzenterbolzen nur einen Zapfen 6 aufweist und somit mit diesem Zapfen 6 auf einer Seite der Gabel gelagert ist. Für die Übertragung höherer Kräfte ist es jedoch von Vorteil, wenn der Bolzen 4 zwei Zapfen 6 aufweist und auf jeder Seite der Gabel entsprechend gelagert ist.
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Es ist also wenigstens ein Zapfen 6 des Bolzens 4 derartig ausgebildet, dass eine Vorrichtung zum Drehen des gelösten Bolzens Kraft- und/oder Drehmoment übertragend an diesem angebracht und der Bolzen 4 temporär und handhabungssicher gedreht werden kann. Durch das Drehen des Bolzens 4 bei Berücksichtigung der Exzentrizität e des Zapfens 6 beziehungsweise der Zapfen 6 bezüglich des ersten Bereiches größeren Durchmessers des Exzenterbolzens kann der Bolzen 4 unter Ablesung des Winkels α kontrolliert von einer ersten in eine zweite Winkellage relativ zum Hebel 5 und/oder dem Antriebsstößel 7 gebracht werden.
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Wie in Figur 3 dargestellt, ist am Hebel 5 an dessen oberer Seite im Bereich der Anbringung des Antriebsstößels 7 direkt oder indirekt eine Skala 5.1 mit wenigstens einer Skalenmarkierung angebracht. Am Hebel 5 ist eine Referenz angebracht, relativ zu welcher die Skala 5.1 abgelesen wird. Sind am Hebel 5 mehrere Bohrungen für unterschiedliche Bolzenpositionen vorhanden, ist für jede Bohrung, d. h. für jede Bolzenposition, eine Referenz erforderlich. Eine oder mehrere dieser Referenzen bilden die Skala 5.1. Diese Skala 5.1 unterscheidet sich insofern von der Skala 4.1, welche das Ablesen des Einstellmaßes in Relation zur Referenz der Skala 5.1 ermöglicht. Ebenso ist im Bereich des Bolzens 4 direkt oder indirekt eine Skala 4.1 mit ebenfalls wenigstens einer Skalenmarkierung angebracht. An der nicht dargestellten Vorrichtung zum Drehen des Bolzens ist in gleicher Weise eine Skala mit wenigstens zwei Skalenmarkierungen vorgesehen. Sofern bei Anwendung der Vorrichtung zum Drehen des Bolzens, welche am Bolzen 4 angreift und dessen Drehbewegung in gewünschtem Maße ausführt, die Skala 4.1 am Bolzen 4 in Relation zur Skala 5.1 am Hebel 5 in ihrer jeweiligen Stellung zueinander ablesbar ist, ist eine Skala zusätzlich an der Vorrichtung zum Drehen des Bolzens entbehrlich. Aus der Lage der Skalenmarkierungen am Hebel 5 in Relation zu den Skalenmarkierungen am Bolzen 4 beziehungsweise der Vorrichtung zum Drehen des Bolzens kann der Benutzer die Einstellung des Einstellmaßes der Einschließplatine 2.1 ablesen. Ein Umwandeln der Ablesewerte beziehungsweise Dekodierung der Skalen in entsprechende Absolutwerte des Einstellmaßes erfolgt entweder über eine Skalenbeschriftung, welche in den Figuren 3 und 4 nicht eingetragen ist, aber prinzipiell vorgesehen sein kann, oder kann mit Hilfe eines Datenblattes aus diesem tabellarisch ermittelt werden. Es versteht sich, dass eine Vorrichtung zum Verstellen mehrerer Exzenterbolzen einer Wirkelement-Verstelleinrichtung einer Kettenwirkmaschine nun so ausgeführt ist, dass alle Skalen bei gewünschtem, tatsächlich gleichem Einstellmaß auch gleiche Skalenwerte anzeigen.
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In Figur 4 ist ein Hebel 5 gezeigt, welcher dem Grundaufbau dem gemäß Figur 3 entspricht, wobei am Bolzen 4 eine Vorrichtung 19 zum Drehen des Exzenterbolzens, welche auch als Lehre zum Drehen des Exzenterbolzens bezeichnet werden kann, mit einer daran angebrachten Skala 4.2 gezeigt. Die Lehre zum Drehen des Exzenterbolzens ist formschlüssig zum Bolzen 4 ausgebildet, sodass ein Drehen der Vorrichtung 19 zum Drehen des Bolzens auch ein Anordnen der an der Vorrichtung 19 zum Drehen des Exzenterbolzens angebrachten Skala 4.2 diese sich hinsichtlich der am Hebel 5 angebrachten Skala 5.1 verdreht, sodass das gewünschte Einstellmaß auch tatsächlich einstellbar und ablesbar ist.
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Die Einstellung des Exzenterbolzens so, dass mehrere, wenigstens zwei unterschiedliche definierte Winkellagen einstellbar sind, erfolgt nun durch eine der Skala 4.2 entsprechende Indexierung der Vorrichtung 19 zum Drehen des Bolzens gegenüber dem Hebel 5.
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In Figur 5a), b) und c) sind Ausgestaltungen der Einstellvorrichtung 1 in konkreten Ausführungsbeispielen dargestellt. In Figur 5a) ist eine Detailansicht des Exzenterbolzens mit einer Umfangsabflachung 8 gezeigt, welche dem spielfreien Ansetzen der Lehre zur Einstellung dient, wobei der Exzenterbolzen eine seitlich eingezeichnete Skala 4.1 aufweist und mittels eines Sicherungselementes 13 axial gesichert und damit in seiner Position fixiert ist. So weist die Einstellvorrichtung 1 diverse geometrische Merkmale auf, welche es ermöglichen, dass auf Basis von formschlüssigem Zusammenwirken der Einstellvorrichtung 1 mit dem Bolzen 4 zu dessen Drehen zum Beispiel Abflachungen 8 des Umfangs (Figur 5a)), axiale Nuten 9 entlang des Umfangs der Einstellvorrichtung 1 (Figur 5c)) oder Abflachungen beziehungsweise Nuten entlang einer Stirnfläche beziehungsweise Seitenfläche wie zum Beispiel der Abflachung 8 am Umfang oder der Indexierung 10 an Stirnflächen oder Einkerbungen entlang des Umfangs, welche mit einem Raststift 11, welcher federbelastet ist, zusammenwirken und der Abstand von Einschließplatine 2.1 und Schiebernadel 2.2 eingestellt wird. Mit diesen zusammenwirkenden, formschlüssig ineinandergreifenden Ausgestaltungen der Einstellvorrichtung 1 in Zusammenwirken mit den Merkmalen des Hebels 5 beziehungsweise Bolzens 4 für das Verstellen und Sichern einer einzustellenden beziehungsweise eingestellten Winkellage des Exzenterbolzens wird zeitweilig eine bestimmte Winkellage, welche anhand der vorhandenen Skalen 4.1, 4.2, 5.1 dann auch abgelesen und anhand der jeweiligen Skalenwerte auch eingestellt werden kann, vorgegeben. Entsprechend ist zumindest temporär für den Vorgang des Verstellens der Winkellage des Exzenterbolzens ein Hilfselement am Hebel 5 befestigt, das die formschlüssigen Merkmale, wie zuvor beschrieben, aufweist. Neben den formschlüssigen Merkmalen, wie sie in Figur 5a), b) und c) dargestellt sind, ist es auch möglich, dass beispielsweise durch Innen- beziehungsweise Außenvielkante in regelmäßiger wie auch unregelmäßiger Anordnung dieser polygonartig angeordneter Kanten als formschlüssige Realisierung das Einstellen und das Drehen des Bolzens 4 mittels der Einstellvorrichtung 1 möglich sind. Dabei versteht es sich, dass die zusammenwirkenden Konstruktionselemente zwischen Lehre beziehungsweise Einstellvorrichtung 1 und Hebel 5 vertauscht werden.
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In Figur 5b) ist eine Detailansicht der Lehre mit der erfindungsgemäßen Ausführung einer Indexierung 10 durch abgeflachte Anlageflächen an der Umfangsfläche sowie einem Index-Raststift 11 mit federnd gelagerter Kugel.
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In Figur 5c) ist eine Detailansicht der Lehre mit der erfindungsgemäßen Ausführung der Indexierung 10 durch axiale Kerben auf der Umfangsfläche und einem Index-Raststift 11 mit federnd gelagerter Kugel (rechte Abbildung) gezeigt.
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Bei Verwendung von Raststiften 11, welche beispielsweise mittels einer Rastkugel in definierte Ausnehmungen eingreifen, weist die Einstellvorrichtung 1 zum Drehen des Bolzens 4 axial an ihrem Umfang verlaufende zylindrische Nuten 9 auf, in welche beispielsweise am Umfang verlaufende sphärische Vertiefungen eingebracht sind, in welche ein Raststift 11 beispielsweise mit einer Rastkugel zur Festlegung der gewünschten Winkellage bestimmend eingreift.
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Mit den vorstehend genannten Ausführungsbeispielen ist es möglich, das Einstellmaß E, E1, E2, E3 ... En mit einer Genauigkeit von 0,05 mm einzustellen, jedenfalls nicht ungenauer als 0,1 mm. Der Verstellweg des Einstellmaßes E, E1, E2, E3 ... En beträgt dabei zumindest 0,5 mm und erreicht maximal zumindest 1,5 mm. Die Einstellvorrichtung 1, welche gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel für die Einschließplatine 2.1 und die Schiebernadel 2.2 beschrieben ist, ist auch für andere Wirkelemente einsetzbar, bei denen beispielsweise der Verstellweg auch maximal 0,5 mm bei Einstellschritten von 0,1 mm beträgt. Vorzugsweise ist die Skaleneinteilung beziehungsweise die Skala als solche für die Verstellung des Einstellmaßes indexierend ausgebildet, das heißt sie erfolgt in bestimmten Schritten, vorzugsweise in gleichgroßen Schrittintervallen. Beispielsweise kann eine Verstellung um jeweils 0,25 mm vorgesehen werden. Das Getriebe ist dabei so angeordnet, dass gleiche Verstellintervalle des Einstellmaßes nicht gleichen Winkelintervallen der Verdrehung des Exzenterbolzens entsprechen müssen. Um die vorstehend genannte Messgenauigkeit einzuhalten, erfolgt die Übertragung der Drehung des Bolzens 4 mittels der Einstellvorrichtung 1 zur Verstellung des Einstellmaßes E, E1, E2, E3 ... En vorzugsweise spielfrei, wobei je nach Wirkelement 2 durchaus auch ein geringes Spielmaß in Kauf genommen werden kann. Die vorstehend genannten Werte sind lediglich als beispielhaft zu verstehen. Wie vorstehend bereits erwähnt, kann für jeden Hebel 5 oder aber für mehrere Hebel gleichzeitig mit einer geeigneten Synchronisierungsvorrichtung eine manuelle Verstellung gleichzeitig vorgenommen werden. Dabei erfolgt die manuelle Verstellung im Stillstand der Maschine.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel zum Verstellen der Exzenterbolzen ist eine Aktorik vorgesehen, mittels welcher eine Änderung des Einstellmaßes E, E1, E2, E3 ... En auch während des Betriebs der Kettenwirkmaschine erfolgen kann. Die Einstellung kann beispielsweise auch in Abhängigkeit von wenigstens einem für den Betrieb der Kettenwirkmaschine relevanten, veränderbaren oder veränderlichen Parameter vorgenommen werden. Ein solcher Parameter ist beispielsweise die Musterung des zu fertigenden Textilproduktes. Die in den Figuren dargestellten Hebel 5 beziehungsweise Doppelhebel 14 können beispielsweise so ausgebildet sein, dass auch mehrere Aufnahmebereiche beziehungsweise Aufnahmepositionen eines Exzenterbolzens vorgesehen werden können. Ebenso ist es möglich, dass mehr als eine Skala und mehr als ein Indexsatz angeordnet sind.
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Und schließlich ist in Figur 6 die Befestigung einer Einschließplatinenbarre 3 mittels mehrerer parallel zueinander angeordneter Einschließplatinenhebel 12 gezeigt, welche als Doppelhebel 14 ausgebildet und co-axial am Maschinenrahmengestell drehbar gelagert sind (siehe Figur 2). Die Hebel 5 sind über eine Schwenkachse 15 beziehungsweise Schwenkwelle schwenkbar gelagert und weisen an ihrem jeweiligen entgegengesetzten Hebelende jeweils einen nicht eingezeichneten Antriebsstößel auf, dessen Stößelkraft 18 die Antriebskräfte und Antriebsmomente aus einem mit der Leitwelle der Kettenwirkmaschine verbundenen Getriebe auf den jeweiligen Einschließplatinenhebel 12 überträgt.
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In Figur 6a), b) und c) sind jeweilige Anordnungen gezeigt, welche verschiedene Ausführungsbeispiele hinsichtlich der Art uns Anzahl der Hebel 5 zum Bewegen einer Barre 3 darstellen. So ist in Figur 6a) eine Anordnung gezeigt, bei welcher zumindest drei Doppelhebel 14 zum Antrieb beziehungsweise zum Schwenken einer Barre 3 vorgesehen sind, welche sämtlich um eine Schwenkachse 15 schwenkbar sind. Angedeutet ist mit dem Pfeil 18 am jeweiligen vorderen Ende des jeweiligen Doppelhebels 14 die zum Verschwenken eingeleitete Stößelkraft 18. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist die Barre 3 mittels dreier angetriebener Doppelhebel 14 gelagert. Die Anzahl dieser Doppelhebel 14 richtet sich nach der Länge der Barre 3, wobei eine höhere Anzahl von Doppelhebeln 14 eine höhere Steifigkeit der damit verschwenkbar ausgebildeten Barre 3 gewährleistet.
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In Figur 6b) ist die Anordnung der Hebel 14, 16 zur Bewegung der Barre 3 dahingehend geändert, dass ein Doppelhebel 14 vorgesehen ist, über welchen die Stößelkraft 18 zum Schwenken der Barre 3 um die Schwenkachse 15 vorgesehen sind. Des Weiteren sind zwei nicht-angetriebene Hebel 16 an der Barre 3 befestigt und ebenfalls um die Schwenkachse 15 zusammen mit dem Doppelhebel 14 schwenkbar, sodass die Barre 3 in solchen Abständen von den Hebeln 14, 16 gestützt ist, dass trotz der Tatsache, dass nur ein angetriebener Doppelhebel 14 vorgesehen ist, eine Torsion der Barre 3 weitestgehend ausgeschlossen.
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Und schließlich ist in Figur 6c) noch eine weitere Modifikation dargestellt, bei welcher für die Barre 3 nicht-angetriebene Hebel 16 in der Art, wie sie in Figur 6b) bereits gezeigt und beschrieben worden sind, und zusätzlich ein einseitiger Hebel 17 vorgesehen sind, welcher angetrieben ist, das heißt in welchen die Stößelkraft 18 eingeleitet wird, sodass die eigentliche Schwenkbewegung aller Hebel 14, 16, 17 über die Schwenkachse 15 an die Barre 3 nur über den einseitigen Hebel 17 eingeleitet wird und die nicht-angetriebenen Hebel 16 an der Barre 3 befestigt sind und diese bei entsprechender Antriebskraft über die Stößelkraft 18 winkelmäßig verschwenkt werden kann.
Bezugszeichenliste
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- 1
- Einstellvorrichtung
- 2
- Wirkelemente
- 2.1
- Einschließplatine
- 2.2
- Schiebernadel
- 3
- Barre
- 4
- Bolzen
- 4.1
- Skala am Bolzen
- 4.2
- Skala an Vorrichtung
- 5
- Hebel
- 5.1
- Skala am Hebel
- 5.2
- Skala am Doppelhebel
- 6
- Zapfen
- 7
- Antriebsstößel
- 8
- Abflachung am Umfang
- 9
- axiale Nuten
- 10
- Indexierung an Stirnflächen
- 11
- Raststift
- 12
- Einschließplatinenhebel
- 13
- axiale Sicherung
- 14
- Doppelhebel
- 15
- Schwenkachse/ Schwenkwelle
- 16
- nicht-angetriebener Hebel
- 17
- einseitiger Hebel
- 18
- Stößelkraft P
- 19
- Vorrichtung zum Drehen des Exzenterbolzens
- 20
- Gestellpunkt
- e
- Exzentrizität
- E, E1, E2, E3 ... En
- Einschließmaß
- P1, P2, P3 ... Pn
- Stößelkraft - bewirkende Positionen