EP4038255B1 - Fenster mit einem lüftungskanal - Google Patents

Fenster mit einem lüftungskanal

Info

Publication number
EP4038255B1
EP4038255B1 EP20786513.0A EP20786513A EP4038255B1 EP 4038255 B1 EP4038255 B1 EP 4038255B1 EP 20786513 A EP20786513 A EP 20786513A EP 4038255 B1 EP4038255 B1 EP 4038255B1
Authority
EP
European Patent Office
Prior art keywords
frame
ventilation
window
cassette
sash
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
EP20786513.0A
Other languages
English (en)
French (fr)
Other versions
EP4038255A1 (de
Inventor
Kristof KLEINER
Arthur HOHENBERG
Jens Thorgen Wedemeyer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schueco International KG
Original Assignee
Schueco International KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schueco International KG filed Critical Schueco International KG
Publication of EP4038255A1 publication Critical patent/EP4038255A1/de
Application granted granted Critical
Publication of EP4038255B1 publication Critical patent/EP4038255B1/de
Active legal-status Critical Current
Anticipated expiration legal-status Critical

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
    • E06B7/00Special arrangements or measures in connection with doors or windows
    • E06B7/02Special arrangements or measures in connection with doors or windows for providing ventilation, e.g. through double windows; Arrangement of ventilation roses
    • E06B7/04Special arrangements or measures in connection with doors or windows for providing ventilation, e.g. through double windows; Arrangement of ventilation roses with ventilation wings
    • E06B7/06Special arrangements or measures in connection with doors or windows for providing ventilation, e.g. through double windows; Arrangement of ventilation roses with ventilation wings with one ventilation wing only
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
    • E06B7/00Special arrangements or measures in connection with doors or windows
    • E06B7/02Special arrangements or measures in connection with doors or windows for providing ventilation, e.g. through double windows; Arrangement of ventilation roses
    • E06B7/10Special arrangements or measures in connection with doors or windows for providing ventilation, e.g. through double windows; Arrangement of ventilation roses by special construction of the frame members
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
    • E06B7/00Special arrangements or measures in connection with doors or windows
    • E06B7/16Sealing arrangements on wings or parts co-operating with the wings
    • E06B7/22Sealing arrangements on wings or parts co-operating with the wings by means of elastic edgings, e.g. elastic rubber tubes; by means of resilient edgings, e.g. felt or plush strips, resilient metal strips
    • E06B7/23Plastic, sponge rubber, or like strips or tubes
    • E06B7/2305Plastic, sponge rubber, or like strips or tubes with an integrally formed part for fixing the edging
    • E06B7/2307Plastic, sponge rubber, or like strips or tubes with an integrally formed part for fixing the edging with a single sealing-line or -plane between the wing and the part co-operating with the wing
    • E06B7/2309Plastic, sponge rubber, or like strips or tubes with an integrally formed part for fixing the edging with a single sealing-line or -plane between the wing and the part co-operating with the wing with a hollow sealing part

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Specific Sealing Or Ventilating Devices For Doors And Windows (AREA)
  • Door And Window Frames Mounted To Openings (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Fenster mit einem Lüftungskanal nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Ein derartiges Fenster, das in einer gekippten oder gedrehten Flügelstellung eine schallgedämmte Lüftung ermöglicht, ist an sich bekannt, so beispielsweise aus der DE 10 2016 115 422 . Die gattungsgemäße Konstruktion verfügt jedoch über einen relativ komplizierten Aufbau und soll daher in dieser Hinsicht sowie nach Varianten auch in Hinsicht auf verschiedene weitere Eigenschaften weiter optimiert werden. Problematisch ist insofern, dass der im Blendrahmen ausgebildete Lüftungskanal nur sehr schwierig gereinigt und gewartet werden kann. Zudem erfordert die bekannte Konstruktion relativ große Betätigungskräfte beim Schließen des Flügels. Nachteilig ist insbesondere, dass die Mitteldichtung des Blendrahmens nur eher schlecht auf dem Isoliersteg des Flügelrahmens gleitet. Als nachteilig zu erwähnen ist zudem die relativ geringe Öffnungsweite in der Lüftungsstellung. Die Öffnungsweite wird dabei u.a. durch den (kurzen) Isoliersteg des Flügelrahmens als Gleitfläche begrenzt.
  • Die Erfindung soll daher einen anderen Weg gehen und ein optimiertes Fenster mit einem Lüftungskanal schaffen.
  • Die Erfindung erreicht dieses Ziel durch den Gegenstand des Anspruchs 1. Zudem schafft sie ein vorteilhaftes Verfahren nach dem Anspruch 18.
  • Nach Anspruch 1 wird ein Fenster geschaffen, das zumindest folgende Merkmale aufweist: einen aus mehreren Rahmenprofilen zusammengesetzten Blendrahmen, einen aus mehreren Rahmenprofilen zusammengesetzten Flügelrahmen, der vorzugsweise wenigstens ein Flächenelement aufweist und der mindestens zwischen eine Schließstellung und einer Lüftungsstellung relativ zu dem Blendrahmen beweglich ist, wobei ein umlaufender Rahmenfalzraum zwischen den Rahmenprofilen des Blendrahmens und den Rahmenprofilen des Flügelrahmens ausgebildet ist, wenigstens einen in wenigstens einem der Rahmenprofile des Blendrahmens oder in wenigstens einem der Rahmenprofile des Flügelrahmens ausgebildeten Lüftungskanal, der eine erste Lüftungskanalöffnung und eine zweite Lüftungskanalöffnung aufweist, wobei der Flügelrahmen und der Blendrahmen dazu ausgebildet sind, in ihrem Zusammenspiel in der ersten Schließstellung wenigstens eine der Lüftungskanalöffnungen zu verschließen, und in der zweiten Position - einer Lüftungsstellung - beide Lüftungskanalöffnungen des wenigstens einen Lüftungskanals freizugeben, Dieses Fenster - das nachfolgend auch als Lüftungsfenster bezeichnet wird - zeichnet sich nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1 weiter dadurch aus, dass der eine oder die mehreren Lüftungskanäle jeweils in wenigstens einer Lüftungskassette oder mehreren Lüftungskassetten ausgebildet ist/sind, die in den Blendrahmen bzw. den Flügelrahmen bzw. in das jeweilige Blendrahmenprofil oder das jeweilige Flügelrahmenprofil eingesetzt ist/sind.
  • Derart wird das Ausbilden des Lüftungskanals deutlich vereinfacht, denn er muss nicht umständlich direkt in den Hohlkammerprofilen ausgebildet werden. Es genügt vielmehr, dort eine Aussparung vorzusehen oder auszubilden und die vormontierte Lüftungskassette dann in die Aussparung einzusetzen, z.B. einzurasten oder einzuklemmen. Dies macht es einfach und unkompliziert, einen Lüftungskanal in einem Lüftungsfenster auszubilden.
  • Dabei kann die jeweilige Lüftungskassette auf einfache Weise und vorzugsweise nach außen in Schließstellung nicht sichtbar in eine zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung des jeweiligen Blendrahmenprofils oder des jeweiligen Flügelrahmenprofils eingesetzt sein.
  • Dabei kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die Lüftungskassette einen Einsatz aufweist, der in ein insbesondere wannenartiges Grundelement der Lüftungskassette eingesetzt ist. Besonders bevorzugt ist dann der Einsatz der in das Fenster eingebauten Lüftungskassette wechselbar, was die Wartung des Lüftungsfensters vereinfacht.
  • Die EP 1 795 691 A1 offenbart eine Lüftungskassette, die ein fester Teil eines Fenster ist, das eine Art Dauerlüftungsfunktion bietet.
  • Nach einer Ausführungsvariante ist der Einsatz der in das Fenster eingebauten Lüftungskassette wechselbar ist, ohne das Grundelement ausbauen zu müssen. Derart wird im Wartungsfall nur der Einsatz gewechselt, was besonders unkompliziert ist.
  • Der Begriff des Fensters ist nicht zu eng zu fassen. Er umfasst Elemente mit einem Blendrahmen und einem relativ dazu beweglichen Flügelrahmen. Der Blendrahmen kann umlaufend ausgestaltet sein oder nicht umlaufend wie bei einer Tür ausgestaltet sein. Eine Tür ist im Sinne dieser Schrift damit auch ein Fenster. Das Fenster kann in eine Maueröffnung einer Mauer oder Wand eines Gebäudes einbaubar sein. Es kann aber auch als Teil einer Fassade ausgestaltet sein oder in eine solche einbaubar sein. Der Blendrahmen kann somit auch selbst einen Teil einer Fassadenkonstruktion ausbilden.
  • Zum besonders einfachen Warten kann vorgesehen sein, dass die Lüftungskassette eine Abdeckung zur Abdeckung des Grundelementes und ggf. des Einsatzes aufweist und dass die Abdeckung mit einem lösbaren Befestigungsmittel an dem Grundelement lösbar befestigt ist.
  • Es kann vorteilhaft und einfach vorgesehen sein, dass an der Lüftungskassette, insbesondere an der Abdeckung, eine Dichtungsnut ausgebildet ist.
  • Es ist besonders einfach, wenn der Einsatz und die Abdeckung eine bauliche wechselbare Einheit bilden.
  • Dabei kann der jeweilige Einsatz aus einem oder mehreren Materialen bestehen. So kann der Einsatz ein Filtermaterial aufweist. Es kann auch vorgesehen sein, dass Einsatz eine Folie, insbesondere eine Schwerfolie aufweist.
  • Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Einsatz im in das Grundelement eingesetzten Zustand eine oder mehrere Umlenkungen eines Luftstroms und/oder ei ne Unterteilung des Luftstroms in mehrere Teilluftströme bewirkt. Derart können insbesondere die Schallschutzeigenschaften optimiert werden.
  • Es kann vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Lüftungskanal L-förmig oder U-förmig verläuft.
  • Es kann vorgesehen sein, dass die jeweilige Lüftungskassette in eine jeweilige zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung des jeweiligen Blendrahmenprofils oder des jeweiligen Flügelrahmenprofils eingesetzt ist. Denn hier ist das Einbauen und Warten besonders unkompliziert durchführbar.
  • Es kann auch vorgesehen sein, dass mehrere der Lüftungskassetten in zum Rahmenfalzraum gewandten Aussparungen des jeweiligen Blendrahmenprofils oder des jeweiligen Flügelrahmenprofils eingesetzt sind. Derart kann die jeweilige Lüftungskassette kompakte Abmessungen aufweisen und die Wartung bleibt einfach.
  • Bevorzugt - aber nicht zwingend - kann vorgesehen sein, dass die Lüftungskassette(n) nur in der im eingebauten Zustand oberen Seite des Blendrahmens vorgesehen sind.
  • Mit der jeweiligen Lüftungskassette wird auch die Wartung eines Lüftungsfensters besonders einfach.
  • Es kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass die jeweilige Lüftungskassette jeweils die Lüftungskanalöffnungen aufweist und dass diese zum Rahmenfalzraum ausgerichtet sind. Es kann besonders vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Lüftungskanalöffnungen im Schließzustand vollständig im Rahmenfalzraum zwischen den Anschlagdichtungen liegen. Hierdurch wird die äußere Ansicht des Fensters nicht verändert. Das bevorzugte Design bleibt bestehen. Darüber hinaus können die Lüftungskassetten derart sehr leicht gewechselt werden. Dieses ist in etwa jährlich erforderlich, um Anforderungen an Reinheit (Staub, Insekten etc.) genüge zu tun. Für das Auswechseln ist kein Fachmann erforderlich.
  • Es ist konstruktiv günstig und einfach, wenn die Mitteldichtung an der Lüftungskassette, insbesondere an der Nut der Lüftungskassette angeordnet ist.
  • Es kann ferner vorgesehen sein, dass der Flügel bei seinem Bewegen aus der Schließstellung in die Lüftungsstellung an wenigstens einer Stelle um 50 bis 80 mm relativ zum Blendrahmen bewegbar ist.
  • Insgesamt sind vorteilhaft hohe Schalldämmwerte erreichbar. Dabei kann der Luftaustausch bei 2 PA (Pascal Luftdruck) mehr als 12 m3/h (bevorzugt >14), bei 10 PA >25 m3/h (bevorzugt > 28) betragen (Luftdruckdifferenz zwischen Innen und außen, z.B. verursacht durch Winddruck oder statischer Druckunterschied). Bevorzugt werden in den Lüftungskassetten synthetische Mikrofasern angeordnet, die in der Lage sind, Pollen zu filtern. Dieses kommt insbesondere Allergikern zugute.
  • Nach einem vorgesehenen Intervall kann diese Kassette einfach nach einem Öffnen des Fensters gereinigt und/oder gewechselt werden, beispielsweise nach einem oder mehreren Jahren. Die Lüftungskassette kann dabei auf verschiedenste Weise an dem Blendrahmen festgelegt sein, so klemmend oder vorzugsweise mit einem Befestigungsmittel wie wenigstens einer Schraube. Es ist auch denkbar, ein filtermaterial in der Lüftungskassette zu wechseln, wenn die Lüftungskassette mit einem solchen Material versehen ist.
  • Die Lüftungskassette kann dabei ein weiteres oder mehrere der weiteren in den vorstehenden auf das Lüftungsfenster bezogenen Ansprüche auf die Lüftungskassette gerichteten Merkmale aufweisen.
  • Geschaffen wird schließlich auch gemäß dem Anspruch 18 ein Verfahren zum Ausbilden des Lüftungskanals in einem Fenster mit den Merkmalen des Anspruchs 2, , dadurch gekennzeichnet, dass ein Blendrahmenprofil bereitgestellt wird, dass dann eine zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung in dem jeweiligen Blendrahmenprofil ausgebildet wird, in dem der Lüftungskanal auszubilden ist und dass die Lüftungskassette in diese zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung des jeweiligen Blendrahmenprofils oder des jeweiligen Flügelrahmenprofils eingesetzt wird, welche den wechselbaren Einsatz aufweist.
  • Es ist nach einer weiteren optionalen Ausgestaltung vorteilhaft, wenn zwischen dem Blendrahmen und dem Flügelrahmen im Bereich des Rahmenfalzraumes im Öffnungszustand wenigstens eine Dichtebene ausgebildet ist, welche von wenigstens einer Dichtung gebildet wird, welche zumindest in der Lüftungsstellung mit einem Anlagegleitabschnitt an dem Blendrahmen oder an dem Flügelrahmen anliegt.
  • Es kann dann nach einer weiteren optionalen Ausgestaltung weiter vorgesehen sein, dass der Anlagegleitabschnitt in Lüftungsstellung an einer Anlage-Gleitleiste des Flügelrahmens oder des Blendrahmens anliegt, die an dem Flügelrahmen oder dem Blendrahmen ausgebildet, insbesondere befestigt ist und mit einem freien Ende in den Falzraum vorsteht. Besonders vorteilhaft an dieser Ausgestaltung ist, dass durch die Anlage-Gleitleiste ein an die eine oder mehrere an ihr anliegende Dichtungen angepasstes Bauteil bereitgestellt wird. Die Anlage-Gleitleiste kann in Form, Oberfläche und Material auf die eine oder mehrere Dichtungen abgestimmt werden, so dass ein optimaler Gleit- und/oder Abrollvorgang erzielt wird. Hierdurch werden die Bedienkräfte am Fenster auf ein Minimum gesenkt.
  • Dabei kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass die Anlage-Gleitleiste ausschließlich zur Anlage der am gegenüber liegenden Rahmen angeordneten (Gleit-)Dichtung bestimmt ist und keine weitere statische Funktion des Flügelrahmens übernimmt. Es handelt sich somit um keine integrale Leiste des Flügelrahmens oder Blendrahmens, die nennenswert zu dessen Statik beiträgt bzw. diese beeinflusst, wie dies bei einer Isolierleiste, die zwei Metallschalen verbindet, der Fall ist. Zwar beeinflusst die Anlage-Gleitleiste die Schließ- und Öffnungskräfte bei einem Schließen und Öffnen des Flügels, da vorzugsweise während der Öffnungs- und Schließbewegung eine korrespondierende Gleitdichtung an ihr anliegen und ggf. gleiten kann. Dies ist aber auch eine ihrer Aufgaben sowie einer ihrer Vorteile, an die sie anders als Leisten oder Profile, die primär anderen Zwecken dienen, speziell angepasst werden kann.
  • Es kann nach einer Ausgestaltung vorgesehen sein, dass sich die Anlage-Gleitleiste abschnittweise beabstandet, insbesondere im Wesentlichen parallel beabstandet, zum Flügelrahmen erstreckt, insbesondere derart, dass sich die Anlage-Gleitleiste abschnittweise parallel beabstandet zu einem Isoliersteg des Flügelrahmens erstreckt, der zwei Metallschalen des Flügelrahmens miteinander verbindet und einen Abschnitt des Falzraumes ausbildet.
  • Sodann kann nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Dichtung, welche in Offen- bzw. Lüftungsstellung und ggf. auch in der Geschlossenstellung des Fensters zur Anlage kommt, als eine Mitteldichtung ausgebildet ist. Diese Mitteldichtung kann wiederum vorteilhaft dazu ausgebildet sein, den Rahmenfalzraum in zumindest zwei Rahmenfalzraumabschnitte zu unterteilen, so dass Luft in der Lüftungsstellung zwischen den zwei Rahmenfalzraumabschnitten im Wesentlichen nur durch den Lüftungskanal ausgetauscht werden kann, wobei die Mitteldichtung eine Dichtungsbasis aufweist und wenigstens einen an der Dichtungsbasis schwenkbar befestigten Dichtabschnitt, der gelenkig mit der Dichtungsbasis verbunden ist, wobei der Dichtabschnitt jedenfalls in dem oder den Bereichen, in denen ein jeweiliger Lüftungskanal ausgebildet ist, in der Lüftungsstellung an seinem freien Ende mit dem Anlagegleitabschnitt an der Anlage-Gleitleiste anliegt. Es können dabei auch zwei oder mehr derartige Mitteldichtungen vorgesehen sein.
  • Es kann sodann vorgesehen sein, dass zwischen dem Blendrahmen und dem Flügelrahmen im Bereich des Rahmenfalzraumes umlaufend im Schließzustand wenigstens zwei oder wenigstens drei Dichtebenen ausgebildet sind. Dabei können auch eine oder zwei der Dichtungsebenen von einer oder mehreren Anschlagdichtungen zwischen dem Blendrahmen und dem Flügelrahmen gebildet werden. Diese Dichtebenen bestehen nur im Geschlossenzustand des Flügels. Wird der Flügel geöffnet, wird das Fenster in seine Lüftungsstellung versetzt, so dass Luft durch diese geöffneten Dichtungsebenen sowie den Lüftungskanal zwischen den Räumen, die das Fenster im eingebauten Zustand, also in der Regel zwischen Innen und außen, ausgetauscht werden kann.
  • Nach einer Variante ist vorteilhaft vorgesehen, dass die Mitteldichtung an dem Blendrahmen befestigt ist und sich insbesondere in der Lüftungsstellung in Anlage zum Flügelrahmen befindet.
  • Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Mitteldichtung an dem Blendrahmen befestigt ist und die Anlage-Gleitleiste an dem Flügelrahmen. Es kann zweckmäßig vorgesehen sein, dass die Anlage-Gleitleiste seitlich an und/oder in einem Eckbereich des jeweiligen korrespondierenden Flügelrahmenprofils montiert ist. So kann vorgesehen sein, dass die Anlage-Gleitleiste mit einem ihrer Enden an einer Metallschale des Flügelrahmenprofils seitlich eines Isolierstegs des Flügelrahmenprofils festgelegt ist. Denn in diesem ansonsten in der Regel ungenutzten Bereich des Flügelrahmens können gut die zur Festlegung der Anlage-Dichtleiste vorzusehenden Mittel wie eine Nut oder dgl. ausgebildet und untergebracht werden.
  • Nach einer weiteren Option kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Mitteldichtung sowohl im Lüftungszustand als auch im Geschlossenzustand an der Anlage-Gleitleiste anliegt. Sind zwei Mitteldichtungen vorgesehen, wird zweckmäßigerweise eine der beiden Mitteldichtungen derart ausgestaltet und die andere so, dass sie nur in der Geschlossenstellung an der Anlage-Gleitleiste anliegt, in der Lüftungsstellung aber von dieser beabstandet ist, so dass der Zugang zum Lüftungskanal freigegeben wird.
  • Es kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass die eine oder wenigstens eine der Mitteldichtungen als eine Lippendichtung mit einer oder mehreren Dichtlippen ausgebildet ist, die jeweils flexibel ausgestaltet sind. Denn derart können die flexiblen Dichtlippen zur Anlage an der Anlage-Gleitleiste genutzt werden, welche die Öffnungsbewegung oder Schließbewegung des Flügels entsprechend nicht oder kaum behindern.
  • Es kann nach einer Variante vorteilhaft vorgesehen sein, dass sämtliche der Mehrkammerprofile des Blendrahmens und/oder des Flügelrahmens ganz oder im Wesentlichen ganz aus Kunststoff bestehen. Sie können aber auch aus mehreren Materialen wie Metall und Kunststoff bestehen. Bevorzugt bestehen Blendrahmen und Flügelrahmen dann jeweils aus Profilen gebildet sind, die eine oder mehrere Metallschallen aufweisen und eine isolierstegebene an der einen Metallschale oder zwischen zwei Metallschalen. Auch anderen Aufbauten wie Flügelrahmen und/oder Blendrahmen mit drei Metallschalen und zwei Isolierstegzonen jeweils zwischen den Metallschalen sind denkbar.
  • Es kann nach einer weiteren Option vorgesehen sein, dass eines oder mehrere der nach einer Variante im Wesentlichen aus Kunststoff bestehenden Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff des Blendrahmens und/oder des Flügelrahmens wenigstens eine Verstärkungseinlage aufweisen. Dabei kann die Verstärkungseinlage als Metallprofil, beispielsweise als ein Rohr - ausgelegt sein. Es ist vorteilhaft, wenn als Verstärkungseinlagen Stahlrohre, z.B. Vierkantrohre, in die PVC Profile einfach eingeschoben und verschraubt sind.
  • Es kann auch vorgesehen sein, dass als eine Verstärkung eine Verstärkungsarmierung z.B. aus Metall in Coextrusion mit dem Mehrkammerhohlprofil aus Kunststoff gefertigt ist.
  • Vorzugsweise werden als die Anschlagdichtungen und/oder die Mitteldichtung jeweils Dichtungen verwendet, die in Haltenuten eingesetzt und in diesen gehalten sind. Solche Dichtungen sind relativ günstig und vor allem leicht zu montieren. Sie können ohne in den Ecken geschnitten zu werden rundum verlegt werden. Durch die Anordnung in Haltenuten können die Dichtungen leicht ausgewechselt werden. Vorzugsweise können die Dichtungen auch miteinander verschweißt werden.
  • Kleine, dünnwandige Dichtungen bieten nur einen geringen Widerstand gegenüber den Dichtungs-Anschlägen. Obendrein sind sie nicht so Toleranzanfällig. Hierdurch sind die Bedienkräfte des Elementes vorteilhaft minimiert.
  • Die relativ geringe Öffnungsweite (beim Betätigen kaum zu spüren) ergibt sich bei dem eingangs genannten Stand der Technik durch das Verschlussmittel, dem Isoliersteg. Dieser weist nur eine begrenzte Länge auf. Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion verschließt die Gleitdichtlippe bis an den äußeren Profilrand des Flügelprofils den Spalt zwischen Blend- und Flügelrahmen. Hierdurch wird eine größere Öffnungsweite ("W") erreicht. Je nach Profilbreite ("B") werden bevorzugt 50 bis 80 mm erreicht. Ebenfalls ist die Geometrie der Gleitdichtung, insbesondere die Länge der Dichtlippe, ausschlaggebend. Insgesamt sind also auch noch größere Weiten möglich. Besonders bevorzug ist eine Weite von 55 bis 65 mm. Als Formel für eine maximale Öffnungsweite für eine schallgedämmte Lüftung könnte angenommen werden Wmax. = B - 25 mm.
  • Es ist vorteilhaft, wenn die Mitteldichtung eine Dichtungsbasis aufweist und eine an der Dichtungsbasis schwenkbar befestigten Dichtabschnitt. Dieser ist vorzugsweise als schwenkbare Dichtlippe ausgebildet. Dabei kann der Dichtabschnitt - insbesondere die Dichtlippe - gelenkig mit der Dichtungsbasis verbunden sein.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen zu entnehmen.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben. Die Erfindung ist nicht auf diese Ausführungsbeispiele beschränkt sondern kann auch in anderer Weise wortsinngemäß oder auch in anderer Weise äquivalent realisiert werden. Es zeigen:
  • Fig. 1
    in a) und b) je einen Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand oberen horizontal verlaufenden Abschnitt eines ersten erfindungsgemäßen Fensters, wobei das Fenster in a) in einer Geschlossen- bzw. Schließstellung und in b) in einer Lüftungsstellung dargestellt ist;
    Fig. 2
    in a) und b) je einen Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand oberen horizontal verlaufenden Abschnitt eines zweiten erfindungsgemäßen Fensters, wobei das Fenster in a) in einer Geschlossenstellung und in b) in einer Lüftungsstellung dargestellt ist;
    Fig. 3
    in a) einen Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand oberen horizontal verlaufenden Abschnitt eines dritten erfindungsgemäßen Fensters, wobei das Fenster in einer Geschlossenstellung dargestellt ist, in b) und c) einen ersten Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand oberen horizontal verlaufenden Abschnitt eines vierten erfindungsgemäßen Fensters ähnlich zu dem Fenster aus a), wobei das Fenster in b) in einer Geschlossenstellung dargestellt ist und in c) in einer Lüftungsstellung außerhalb des Bereichs einer Lüftungskassette, und in d) und e) einen zweiten Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand oberen horizontal verlaufenden anderen Abschnitt des vierten erfindungsgemäßen Fensters aus b) und c) im Bereich einer Lüftungskassette, wobei das Fenster in d) in einer Geschlossenstellung dargestellt ist und in e) in einer Lüftungsstellung;
    Fig: 4
    in a) und b) eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht eines Blendrahmens für ein weiteres Lüftungsfensters;
    Fig. 5
    eine perspektivische Ansicht einer ersten Lüftungskassette;
    Fig. 6
    eine perspektivische Ansicht der ersten Lüftungskassette aus Fig. 5 mit einem in diese Einsetzbaren Einsatz;
    Fig. 7
    einen Ausschnitt aus Fig. 6, der im Wesentlichen den Einsatz zeigt;
    Fig. 8
    eine Draufsicht auf einen Abschnitt der Lüftungskassette aus Fig. 6;
    Fig. 9
    eine Seitenansicht eines weiteren Lüftungsfensters;
    Fig. 10
    eine perspektivische Ansicht eines Abschnitt des Lüftungsfensters aus Fig. 9;
    Fig. 11
    eine perspektivische Ansicht eines Abschnitt des Lüftungsfensters aus Fig. 9 und 10 beim Aufsetzen eines Aufsatzprofils;
    Fig. 12
    eine Seitenansicht des Lüftungsfensters aus Fig. 10 und 11 beim Einsetzen eines Einsatzes;
    Fig. 13
    eine perspektivische Ansicht eines Abschnitt des Lüftungsfensters aus Fig. 11 nach dem Einsetzen des Einsatzes; und
    Fig. 14
    in a) bis h) Querschnitte von Lüftungskassetten mit verschiedenen Einsätzen.
  • In der nachfolgenden Figurenbeschreibung werden verschiedene Ausführungsbeispiele beschrieben. Die einzelnen Merkmale dieser Ausführungsbeispiele können vorteilhaft in Kombination mit den jeweiligen weiteren Merkmalen der Ausführungsbeispiele verwendet werden. Sie können aber auch mit anderen gezeigten oder nicht gezeigten Ausführungsbeispielen kombiniert werden und eignen sich auch jeweils als vorteilhafte Ausgestaltungen der in einzelnen oder mehreren der in den Haupt- und Unteransprüchen beschriebenen Gegenstände.
  • Fig. 1 zeigt einen Abschnitt eines Fensters. Dieses Fenster weist einen umlaufenden Blendrahmen 1 auf. Dieser ist aus mehreren Blendrahmenprofilen 1' zu einer Rahmenform, insbesondere einer Rechteckform, zusammengesetzt.
  • An dem Blendrahmen 1 ist ein relativ zum Blendrahmen 1 beweglicher Flügel angeordnet. Der Flügel weist vorzugsweise einen umfangsgeschlossenen Flügelrahmen 2 auf und ein in den Flügelrahmen 2 eingesetztes und von diesem aufgenommenes Flächenelement 3 wie eine Scheibe. Der Flügelrahmen 2 ist aus mehreren Flügelrahmenprofilen 2' zu einer Rahmenform, insbesondere einer Rechteckform, zusammengesetzt.
  • Die Blendrahmenprofile 1' und/oder die Flügelrahmenprofile 2' können als Mehrkammerhohlprofile ausgebildet sein.
  • Die Blendrahmenprofile können als Kunststoffprofile ausgebildet sein. Sie können aber auch als sogenannte Verbundprofile ausgebildet sein (Fig. 3). Dann bestehen sie in der Regel aus einem oder mehreren Metallprofilen - hier auch synonym Metallschalen genannt - und einem oder mehreren Isolierstegen. Bevorzugt ist eine Bauweise, bei der zwei Metallprofileebenen über eine Isolierstegebene, die in der Regel aus Kunststoff besteht, miteinander verbunden ist. Es sind aber auch andere, weitere Bauformen denkbar, so insbesondere Bauformen mit einer Metallprofilebene und einer Isolierprofilebene aus Kunststoff sowie Bauformen mit drei Metallprofilebenen und zwei Isolierprofilebenen.
  • Zwischen dem Blendrahmen 1 und dem Flügelrahmen 2 bzw. deren Rahmenprofilen 1', 2' ist bei den jeweiligen Ausführungsbeispielen ein vorzugsweise umlaufender Rahmenfalzraum F ausgebildet. Im Wesentlichen erstreckt sich dieser Rahmenfalzraum F zwischen dem Außenumfang des Flügelrahmens 2 und dem Innenumfang des Blendrahmens 1.
  • Das jeweilige Fenster der Fig. 1 oder 3 dient dazu, eine Raumöffnung eines Gebäudes schließen und Öffnen zu können (hier nicht dargestellt), wobei ein Raum I (z.B. ein Umgebungsraum eines Gebäudes) von einem Raum II (z.B. ein Innenraum des Gebäudes) getrennt wird.
  • Nachfolgend werden die Begriffe "Blendrahmenprofil 1'" und "Blendrahmen 1" sowie "Flügelrahmenprofil 2'" und "Flügelrahmen 2" jeweils auch austauschbar insofern verwendet. Denn die nachfolgend erörterten Mittel und Ausgestaltungen können jeweils vorzugsweise umlaufend oder abschnittsweise an dem Blendrahmen 1 oder an dem Flügelrahmen 2 ausgebildet sein. Sie können dabei nur je an einem der korrespondierenden Rahmenprofile des Flügelrahmens 2 und des Blendrahmens 1 ausgebildet sein (z.B. an den einer Gelenkachse gegenüberliegenden Rahmenprofilen) oder aber an mehreren der korrespondierenden Rahmenprofile des Flügelrahmens 2 und des Blendrahmens 1 ausgebildet sein. An den senkrecht zu der Fig. 1b verlaufenden Seiten des Fensterrahmens bilden sich in der Lüftungsstellung ebenfalls entsprechende Spalte aus, die aber bei einem Schwenköffnen keine konstante Breite aufweisen. Dennoch können ergänzend zur Verbesserung der Lüftungswirkung gerade auch an diesen Seiten jeweils Lüftungskanäle 8 nach Art der Fig. 1a und 1b ebenfalls ausgebildet sein.
  • Der Flügelrahmen 2 kann - vorzugsweise zu einer Seite bzw. zu einem angrenzenden Raum II hin - einen Anlagesteg 4 aufweisen, mit welchem er in geschlossener Stellung an dem Blendrahmen 1 direkt oder über eine an dem Flügelrahmen 2 angebrachte Anschlagdichtung 5 anliegt. Analog kann - vorzugsweise zur anderen Seite bzw. zu dem anderen angrenzenden Raum I hin - der Blendrahmen 1 einen Anlagesteg 6 aufweisen, in welchem er in geschlossener Stellung an dem Blendrahmen 1 direkt oder über eine an dem Anlagesteg 6 angebrachte Anschlagdichtung 7 anliegt. Derart werden jeweils ein Spalt SII und ein Spalt SI zwischen dem Rahmenfalzraum F und dem Raum I bzw. II dicht verschlossen.
  • Dabei ist vorgesehen, dass wenigstens im Blendrahmen 1 oder im Flügelrahmen 2 - hier im Blendrahmen 1 - ein Lüftungskanal 8 (gestrichelt ausgebildet) ausgebildet ist, der eine erste Lüftungskanalöffnung 9 und eine zweite Lüftungskanalöffnung 10 aufweist. Es ist vorzugsweise vorgesehen, dass sich bei Lüftungskanalöffnungen 9 und 10 in den Rahmenfalzraum F münden. Der Lüftungskanal 8 kann eine U-Form aufweisen.
  • Nach Fig. 1 ist weiter vorgesehen, dass zumindest das oder die Hohlprofile des Blendrahmens 1 oder des Flügelrahmens 2, in welchen jeweils der Lüftungskanal 8 ausgebildet ist, als Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff ausgebildet sind.
  • Diese Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff weisen vorzugsweise zwischen der Raumseite I und dem Raum II drei oder mehr Hohlkammern H1, H2, .... auf. Nach dem Ausführungsbeispiel der Fig.1 sind sieben Hohlkammern H1 bis H7 zwischen dem Raum I und dem Raum II ("von Innen nach Außen") vorgesehen. Auch senkrecht zur Richtung I-II können insbesondere im Bereich der Anlagestege weitere Hohlkammern ausgebildet sein. Diese Maßnahmen sorgen jeweils und in Kombination für sehr gute Wärmedämmeigenschaften. Die Zwischenwände zwischen den Hohlkammern im Inneren der Profile sind vorzugsweise dünner als die Außenwände insbesondere zum Raum I und zum Raum II hin.
  • Es können noch eine oder mehrere weitere Hohlkammern H8, H9, H10, H11 vorgesehen sein. Eine oder mehrere dieser weiteren Hohlkammern H8, H9 kann oder können vorteilhaft in dem jeweiligen Anlagesteg 4 oder 6 vorgesehen sein. Diese Maßnahmen verbessern jeweils oder gemeinsam nochmals den Schallschutz und die Wärmedämmung.
  • Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass sämtliche Hohlprofile des Blendrahmens 1 oder des Flügelrahmens 2 als Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff ausgebildet sind.
  • Als Material sind u.a. verschiedenste Kunststoffe geeignet. Besonders bevorzugt, ist der Kunststoff ein PVC. Es kann zudem weiter vorgesehen sein, dass eines oder mehrere der Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff des Blendrahmens 1 und/oder eines oder mehrere der Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff des Flügelrahmens 2 wenigstens eine Verstärkungsarmierung 11, 12 aufweist/aufweisen.
  • Die jeweilige Verstärkungsarmierung 11, 12 kann aus einem anderen Material als das Mehrkammerhohlprofil aus Kunststoff bestehen, beispielsweise aus einem Metall, insbesondere aus Stahl und als Metallprofil, beispielsweise als Metallleiste oder Metallplatte oder dgl. ausgebildet sein. Sie kann aber auch als Verstärkungsarmierung aus einem anderen Kunststoff, beispielsweise aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff, ausgelegt sein.
  • Die Mehrkammerprofile weisen sodann vorzugsweise zu einer ersten Raumseite I hin eine durchgehende Kunststoffaußenwand auf und weisen bevorzugt zu einer zweiten Raumseite II hin eine durchgehende Kunststoffaußenwand auf.
  • Es ist weiter bevorzugt, dass der Lüftungskanal 8 in einer Aussparung 13 ausgebildet ist, insbesondere in einer Ausfräsung, die in dem Blendrahmen 1 oder dem Flügelrahmen 2 ausgehend vom Rahmenfalzraum ausgebildet ist.
  • Dabei kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Lüftungskanal 8 in einer Lüftungskassette 14 ausgebildet ist, die in die Aussparung 13, insbesondere in die Ausfräsung - in dem Blendrahmen 1 oder dem Flügelrahmen 2 eingesetzt ist. Es können auch mehrere dieser Lüftungskassetten 14 je Rahmenprofil oder an mehreren Seiten des Rahmens vorgesehen sein (nicht dargestellt). Der Lüftungskanal 8 kann derart einfach in jeweils nur einem oder in mehreren der Profile des umlaufenden Blendrahmens 1 oder des Flügelrahmens 2 ausgebildet sein.
  • Es kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die jeweilige Lüftungskassette 14 ein rinnen- oder wannenartiges Grundelement 15 aufweist. Es kann ferner vorgesehen sein, dass die jeweilige Lüftungskassette 14 eine Abdeckung 16 aufweist.
  • Vorzugsweise liegt dabei die Abdeckung 16 zum Rahmen-Falzraum F hin ausgerichtet.
  • An dem Blendrahmenprofil ist vorzugsweise eine Mitteldichtung 18 ausgebildet, die sich in den Rahmenfalzraum F erstreckt. Die Mitteldichtung 18 kann an der Lüftungskassette 14, insbesondere an der Abdeckung 16, befestigt sein. Es kann dazu vorgesehen sein, dass an der Lüftungskassette 14, insbesondere an der Abdeckung 16, ein Befestigungsmittel, insbesondere eine hinterschnittene Nut 17, für die Mitteldichtung 18 ausgebildet ist.
  • Die Mitteldichtung 18 kann eine Dichtungsbasis 20 mit einem Dichtungsfuß 21 aufweisen, der in die Nut eingesetzt ist. Die Dichtung 18 kann ferner eine an der Dichtungsbasis 20 schwenkbar befestigten Dichtabschnitt 22 aufweisen. Dieser kann als eine einzige Dichtlippe ausgebildet sein (Fig.1a und 1 b) oder als Kombination aus zwei oder mehr Dichtlippen (Fig. 2a und b). Der Dichtabschnitt 22 kann insbesondere eine Dichtlippe aufweisen, die in sich gebogen ausgestaltet ist und/oder nochmals einen Gelenkabschnitt aufweist, so dass sie in zwei relativ zueinander bewegliche und sich zu einer längeren Lippe verbindende Lippenbereiche unterteilt ist.
  • Vorteilhaft ist insbesondere, wenn der Dichtabschnitt 22 relativ zur Dichtungsbasis 21 verschwenkbar ist und dass er so lang ist, dass er sich in Anlage zum Flügelrahmen 2 befinden kann. Dort liegt er vorzugweise mit einem Endabschnitt auf. Dieser Endabschnitt kann bogenförmig sein.
  • Der Dichtabschnitt 22 kann als Endabschnitt einen Anlagegleitabschnitt 23 aufweisen, der auf dem korrespondierenden Rahmenprofil, hier dem Flügelrahmenprofil, bei Relativbewegungen zwischen dem Blendrahmen 1 und dem Flügelrahmen 2 aufliegen und gut gleiten kann. Hierdurch ergibt sich eine harmonische, leichte Öffnungsbewegung, die durch die anliegende Dichtfläche nicht nennenswert behindert wird.
  • Vorzugsweise ist der Anlagegleitabschnitt 23 an der Mitteldichtung dort vorgesehen, wo auch ein Lüftungskanal 8 in dem jeweiligen Rahmenprofil vorgesehen ist. Dies kann an einer Seite des Blendrahmens 1 oder Flügelrahmens 2 sein oder an mehreren Seiten, vorzugsweise an drei Seiten. Handelt es sich um ein Kippfenster, wird vorzugsweise an der Seite, an der die Kippachse liegt, kein Lüftungskanal ausgebildet. Hier kann auf den Anlagegleitabschnitt 23 verzichtet werden.
  • Vorteilhaft ist insbesondere, dass der Dichtabschnitt 22 vorzugsweise so lang ist, dass er über einen bei einem Öffnen der Flügels zunächst über einen gewissen Öffnungswinkel hinweg in Anlage am Flügelrahmen 2 verbleibt oder jedenfalls in einer noch zu erläuternden Lüftungsstellung am Flügelrahmen 2 in Anlage ist oder kommt, so dass er den Rahmenfalzraum F in der Lüftungsstellung in zwei Bereiche unterteilt, zwischen denen einen Luftaustausch im Wesentlichen nur über den Lüftungskanal 8 erfolgt.
  • Die Mitteldichtung 18 unterteilt damit den Rahmenfalzraum F in einen ersten und einen zweiten Bereich FI, FII (entsprechend der Orientierung zu den Räumen I und II), zwischen denen ein Luftaustausch nur noch über den im Blendrahmen 1 ausgebildeten Lüftungskanal 8 möglich ist.
  • Es kann alternativ bei einer Anordnung des Lüftungskanals 8 im Blendrahmen 1 vorgesehen sein, dass die Mitteldichtung am Flügelrahmen 2 befestigt ist und sich bis zum Blendrahmen 1 erstreckt. Auch dann soll der Dichtabschnitt 22 vorzugsweise so lang sein, dass er über einen bei einem Öffnen der Flügels zunächst über einen gewissen Öffnungswinkel hinweg in Anlage dann am Blendrahmen 1 verbleibt oder jedenfalls in einer noch zu erläuternden Lüftungsstellung am Blendrahmen 1 in Anlage ist oder kommt, so dass er den Rahmenfalzraum F in der Lüftungsstellung in zwei Bereiche unterteilt, zwischen denen einen Luftaustausch im Wesentlichen nur über den Lüftungskanal 8 erfolgt.
  • Anzumerken ist an dieser Stelle nochmals, dass die Anordnung auch "vollständig" umgekehrt sein kann, wobei dann der Lüftungskanal im Flügelrahmen 2 liegt. Die Anordnung der Mitteldichtung 18 kann dann vom Flügelrahmen 2 zum Blendrahmen 1 oder umgekehrt erfolgen.
  • In der Lüftungsstellung L der Fig. 1b wurde der Flügel relativ zum Blendrahmen 1 in eine Öffnungsstellung bewegt, insbesondere geschwenkt und/oder verschoben. Diese Öffnungsstellung ist eine Lüftungsstellung. Sie kann - dies ist aber nicht zwingend - der maximal erreichbaren Stellung beim Kippen oder Drehen oder dgl. entsprechen.
  • Die Spalte SI und SII sind in dieser Stellung geöffnet, da sich die Anschlagdichtungen 5 und 7 nicht mehr in Anlage zum Blendrahmen 1 bzw. Flügelrahmen 2 befinden. Die Mitteldichtung 18 befindet sich noch in Anlage am Flügelrahmen 2. Der Flügel liegt noch teilweise innerhalb des vom Blendrahmen 2 definierten Umfangs. Da die Mitteldichtung 18 den direkten Übergang zwischen den Räumen FI und FII absperrt, kann ein Luftaustausch zwischen diesen Räumen FI und FII und damit auch ein Luftaustausch zwischen den Räumen I und II nur durch den Lüftungskanal erfolgen. Dies sorgt für eine sehr vorteilhafte Kombination aus einer Lüftungs- und einer Schalldämmwirkung.
  • Ist der Raum I beispielsweise der Umgebungsraum eines Gebäudes und der Raum II ein Innenraum II des Gebäudes, kann derart Luft durch den Spalt SI, den Rahmenfalzraumabschnitt FI, den Lüftungskanal 8, den Rahmenfalzraumabschnitt FII und den Spalt SII in den Innenraum I strömen. Der Schall wird dabei insbesondere durch Richtungsumlenkung des Lüftungskanales vorteilhaft gedämmt.
  • Es soll somit vorzugsweise innerhalb des Lüftungskanals die durchströmende Luft vorzugsweise einmal oder mehrfach die Richtung ändern müssen. Dies wirkt sich vorteilhaft auf die Schalldämmung aus.
  • Der Lüftungskanal 8 weist die erste Lüftungskanalöffnung 9 auf und die zweite Lüftungskanalöffnung 10. Diese beiden Lüftungskanalöffnungen 9, 10 können in der Lüftungskassette 14 ausgebildet sein. Vorzugsweise sind die beiden Lüftungskanalöffnungen 9, 10 in der Abdeckung 16 ausgebildet.
  • Es kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass eine oder besonders bevorzugt beide Lüftungskanalöffnungen 9, 10 zum Rahmenfalzraum F hin ausgerichtet sind.
  • Innerhalb der Lüftungskassette 14 kann wenigstens eine Wand 19 ausgebildet sein, welche den Lüftungskassetteninnenraum in Abschnitte unterteilt. Diese Wand 19 kann wenigstens einen Durchgang 19a aufweisen. In einem der Abschnitte liegt dann je eine der Lüftungskanalöffnungen 9, 10.
  • Der Lüftungskanal 8 verläuft hier in bevorzugter Ausgestaltung innerhalb der Lüftungskassette 14 (oder auch ohne Lüftungskassette) etwa U-förmig. Er streckt sich von der ersten Lüftungskanalöffnung 9 etwa parallel zum Flächenelement 3 in die Lüftungskassette 14 hinein, verläuft dann etwa senkrecht zum Flächenelement 3, erstreckt sich dort durch den Durchgang 19a der Wand 19 und verläuft wieder etwa parallel zum Flächenelement bis zur Lüftungskanalöffnung 10. Derart ändert sich mehrfach die Richtung durchströmender Luft. Dies dämmt bzw. verhindert den Durchtritt des Schalls vom Raum I zum Raum II und umgekehrt. Dennoch kann ein Luftstrom zum Lüften vom Raum I zum Raum II durchtreten.
  • Die Lüftungskassette 15 kann auch bei dem Ausführungsbeispiel der Fig.3 vorgesehen sein (Siehe z.B. Fig. 3b) bis d), wird weiter unten näher erläutert). Sie kann Figur 3 dann analog zu Fig. 1 in eine Kammer, insbesondere eine Ausfräsung des Blendrahmens eingesetzt werden und/oder sie kann in ihrem Bereich einen oder mehrere ansonsten vorgesehene Isolierstege vollständig ersetzen. Der Lüftungskanal kann aber auch direkt als kanalartige Ausfräsung in dem Blendrahmen ausgebildet werden oder er kann durch kanalartige Elemente begrenzt sein, welche in diese Ausfräsungen eingesetzt werden.
  • Es kann ferner vorgesehen sein, dass an dem Flügelrahmen 2 bzw. an dessen Flügelrahmenprofilen 2', eine Anlage-Gleitleiste 24 angeordnet wird. An dieser kann dann die Mitteldichtung 18 in der Lüftungsstellung L anliegen. Die Anlage-Gleitleiste 24 kann alternativ auch so ausgestaltet werden, dass die Mitteldichtung 18 auch in der Geschlossenstellung an der Anlage-Gleitleiste anliegt.
  • Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Anlage-Gleitleiste 24 relativ weit seitlich und/oder in einem Eckbereich des jeweiligen Flügelrahmenprofils 2' vorgesehen ist. Dieser Eckbereich ist vorzugsweise jener Eckbereich, der in der Öffnungs- und Lüftungsstellung am nächsten zum korrespondierenden Blendrahmenprofil 1' liegt. So kann die Anlage-Gleitleiste beispielsweise seitlich außerhalb eines Bereiches liegen, der durch die innere und die äußere Randebene der Isolierglasscheibe definiert ist. Dies ist beispielsweise bei Fig. 1 der Fall. In Fig. 3 ist dies auch der Fall, nur ist hier die Anlage-Gleitleiste vorzugsweise an einem der Metallprofile, insbesondere an einem der Aluminiumprofile dieser Konstruktion befestigt.
  • Die Anlage-Gleitleiste 24 kann sich dabei aber im Falzraum auch soweit erstrecken, dass die Mitteldichtung 18 auch im geschlossenen Zustand an ihr anliegt.
  • Derart kann jeweils besonders vorteilhaft eine relativ große Öffnungsweite erreicht werden in welcher Luft zwischen dem Raum I und dem Raum II im Wesentlichen nur über den Lüftungskanal 8 ausgetauscht werden kann.
  • Die Anlage-Gleitleiste 24 kann aus Metall oder einem anderen Material wie Kunststoff bestehen. Sie selbst zudem wenigstens eine Hohlkammer aufweisen.
  • Die Anlage-Gleitleiste 24 kann zudem vorteilhaft als Ansatzleiste ausgestaltet sein, die mit einer Befestigung, beispielsweise einer Nut-/Federverbindung an dem jeweiligen Flügelrahmenprofil 2' festgelegt ist.
  • Die Rahmenprofile, insbesondere die Außenwände zu den Räumen I und II sind nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 aus einem Kunststoffmaterial, vorzugsweise PVC, gebildet. Vorzugsweise bestehen sie ganz aus Kunststoff - ggf. bis auf innere Verstärkungsprofile oder Verstärkungsarmierungen. Sie können einstückig ausgebildet sein, insbesondere, soweit sie aus Kunststoff bestehen.
  • Die Außenwände der Hohlkammerprofile aus Kunststoff weisen vorzugsweise eine Stärke von 2 - 4 mm auf, während die Stärke der Hohlkammern H1 - H7 bildenden Trennwände 1 - 2 mm betragen kann.
  • In einer bevorzugten Ausführung sind zur statischen Verstärkung optional weitere Verstärkungsarmierungen 10, 11 aus Metall in den Hohlkammern angeordnet und unterteilen diese weiter.
  • Besonders bevorzugt werden als Rahmenprofile 1', 2' solche mit eingelassenen Verstärkungsprofilen, eingesetzt, die durch ein Coextrusionsverfahren gefertigt sind, wobei die Verstärkungsarmierungen aus Aluminium oder faserverstärktem Kunststoff bestehen.
  • Es ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Anschlagdichtungen (innen/außen) 5, 7 und die Mitteldichtung 18 umlaufend ausgebildet sind, also an vier Seiten des Rahmens verlaufen, während der Dichtabschnitt nicht an sämtlichen Seiten des Rahmens vorgesehen ist.
  • Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion verschließt der Anlagegleitabschnitt 23 bis an den äußeren Profilrand des Flügelrahmens 2 den Rahmenfalzraum bzw. Spalt zwischen Blend- und Flügelrahmen. Hierdurch wird im Vergleich zum Stand der Technik eine größere Öffnungsweite ("W") erreicht. Je nach Profilbreite ("B" zwischen Raum I und Raum II) werden bevorzugt 50 bis 80 mm erreicht. Ebenfalls ist die Geometrie der Gleitdichtung, insbesondere die Länge der Dichtlippe, vorteilhaft. Insgesamt sind derart relativ große Öffnungsweiten in der Lüftungsstellung realisierbar. Besonders bevorzugt ist eine Weite von 55 bis 65 mm. Als Formel für eine maximale Öffnungsweite für eine schallgedämmte Lüftung kann angenommen werden: Wmax. = B - 25 mm.
  • Eine deutlich größere Anzahl von Hohlkammern im Vergleich zu einer Aluminium-Verbundkonstruktion wirkt sich mit Blick auf die Schalldämmung vorteilhaft aus.
  • Durch den Einsatz der Anlage-Gleitleiste 24 kann die Reibung der Gleitdichtung am Flügelrahmen auf ein Minimum reduziert werden. D.h., Material und Oberflächenstruktur werden aufeinander angepasst. Bevorzug weist die Gleitdichtung eine aufgeraute Oberflächenstruktur an der Gleitseite auf. Die Anlage-Gleitleiste kennzeichnet sich bevorzug durch eine Gleitbeschichtung. Der Oberflächenaufbau kann selbstverständlich auch anders herum ausgebildet sein.
  • Die Innenkammer H7 wird vorzugsweise nicht direkt als Lüftungskanal genutzt, da dies aus schalldämmtechnischen Gründen nicht vorteilhaft ist. Vielmehr können sich zwischen Lüftungskassettenwand und Außenseite zwei Kammern ausbilden, die besonders bevorzugt durch eine Aluminiumwand voneinander getrennt sind.
  • Nach Fig. 2a und b ist ergänzend zur Konstruktion der Fig. 1a und b vorgesehen, an der Mitteldichtung 18 an der Dichtbasis 20 eine weitere Dichtlippe 25 auszubilden, die im Schließzustand am Flügelrahmen 2 anliegt, so dass zwischen dem Blendrahmen und dem Flügelrahmen sogar abschnittsweise vier Dichtebene im Rahmenfalzraum vorteilhaft ausgebildet sind.
  • Besonders vorteilhaft an Anlage-Gleitleiste 24 ist, dass ein an die eine oder mehrere korrespondierende(n) Dichtung(en), an der oder denen sie anliegt, angepasstes Bauteil bereitgestellt wird. Die Anlage-Gleitleiste 24 kann in Form, Oberfläche und Materialauf auf die Dichtungen abgestellt werden, so dass ein optimaler Gleit- und/oder Abrollvorgang erzielt wird. Hierdurch werden die Bedienkräfte am Fenster auf ein Minimum gesenkt. Die Dichtungen "gleiten/rollen" also so lange auf der Anlage-Gleitleiste 24, bis sie keine Berührung mehr mit dem Rahmenprofil haben.
  • Beste Reibwerte werden mit einer leicht rauen Oberfläche erreicht. Isolierstege sind in der Regel sehr glatt, so dass Dichtungen hierauf eher anhaften. Als Material für die Anlage-Gleitleisten 24 wird hingegen vorzugsweise ein Metall, insbesondere Aluminium, verwendet. Die raue Oberfläche kann nach einer vorteilhaften Variante durch tiefporiges Eloxieren erreicht werden. Spezielle Lacke, die nach dem Trocknen eine leicht raue Oberfläche bilden, können auch zum Erzeugen einer leicht rauen Oberfläche genutzt werden. Letztlich können auch Kunststoffe aufgetragen oder umspritzt werden, die so gut geeignete Oberflächen für die Anlage-Gleitleiste erhalten,
  • Ein Umspritzen kann z.B. in einem Extrusionsverfahren realisiert werden. Wichtig ist, dass die Anlage-Gleitleiste optimal auf die Dichtungen eingestellt werden kann. Dieses ist bei System-Isolierstegen nicht möglich.
  • Die Funktion des Lüftungsfensters ist gegeben, bis die Dichtung vom Isoliersteg abhebt. Dieser Punkt begrenzt die Öffnungsweite. Die erfindungsgemäße Anlage-Gleitleiste hält deutlich länger Kontakt zur Dichtung als dies im Stand der Technik der Fall war, wodurch eine größere Öffnungsweite erzielt werden kann. Besonders Vorteilhalt reicht die Anlage-Gleitleiste bis an den Rand des Rahmenprofils und ermöglicht so eine größere Öffnungsweite.
  • Die Anlage-Gleitleiste 24 wird mit einer zum Falz gerichteten Seite des Rahmenprofils verbunden, an dem sie zu befestigen ist. Dazu bieten sich bekannte Verbindungsmöglichkeiten wie Schrauben, Nieten, Klipsen, Kleben etc.. Bevorzugt ist ein Anbringen der Anlage-Gleitleiste an der Falzseite des Flügelrahmenprofils 102 nahe zu einer Kante, insbesondere an der Kante, die zum Innen- oder Außenraum hin liegt, denn derart kann auf einfache Weise eine relativ große Öffnungsweite im Lüftungsstellung erzielt werden.
  • Figur 3 zeigt in a) und in b) bis e) jeweils einen Schnitt durch zwei verschiedene Aluminium-Verbundprofilkonstruktion bestehend aus einem Blendrahmenprofil 101 und einem Flügelrahmenprofil 102. Wie beispielhaft in Fig. 3a sowie 3b) bis e) dargestellt, kann die Außenkante des Flügelrahmenprofils, an welcher die Anlage-Gleitleiste zu befestigen ist, somit durch eine äußere Aluminium-Profilschale gebildet werden. Vorteilhaft ist, dass die Anlage-Gleitleisten je nach Bedarf in unterschiedliche Rahmenprofilsysteme eingesetzt werden können. Auch im Reparaturfall oder bei Verschleiß lassen sich die Leisten leicht auswechseln.
  • Das Blendrahmenprofil 101 kann - wie in Fig.3a) bis e) dargestellt - bei dieser Variante eine erste Metallschale 101a und eine zweite Metallschale 101b aufweisen. Diese beiden Metallschalen 101a und 101b können über einen Isoliersteg 101c (oder mehrere Isolierstege) miteinander verbunden sein. Das Flügelrahmenprofil 102 kann zudem eine erste Metallschale 102a und eine zweite Metallschale 102b aufweisen. Diese beiden Metallschalen 102a und 102b sind über einen Isoliersteg 102c (oder mehrere Isolierstege) miteinander verbunden. Die ersten Metallschalen 101a, 102a können im eingebauten Zustand zu einer Außenseite I eines Gebäudes orientiert sein und die zweiten Metallschalen können zu einer Innenseite II eines Gebäudes orientiert sein. In den Flügelrahmen ist eine Isolierglasscheibe 103 eingesetzt.
  • Im Falz F zwischen den Rahmenprofilen sind eine Mitteldichtung 104 und eine Gleitdichtung 105 angeordnet. Sie können an den Blendrahmen angesetzt sein. Die Gleitdichtung 105 bildet funktional zusätzlich auch eine Art Mitteldichtung und die Mitteldichtung 104 eine Art Anlagedichtung, wobei letztere sich beim Öffnen vom Flügel abhebt, was bei der Mittel- und Anlagedichtung und auch Gleitdichtung 105 nicht der Fall ist.
  • Gegenüber den Dichtungen 104 und 105 ist im Falz F eine Variante einer Anlage-Gleitleiste 124 vorgesehen. Diese Anlage-Gleitleiste 124 wird im Bereich der Außenseite I an dem Flügelrahmenprofil 102 befestigt. Sie weist insoweit ein Befestigungsende 124 a auf (das auch Befestigungsbasis 124a oder Befestigungsfuß genannt werden kann). Der Befestigungsfuß kann als Vorsprung ausgebildet sein, der in die Nut 102d eingreift. Er kann dort auch alternativ oder zusätzlich verklemmt und/oder verrastet sein.
  • Die Befestigungsbasis 124a kann somit in die Nut 102d des Flügelrahmenprofils, insbesondere in der ersten Metallschale 102a (vorzugsweise zur Außenseite I hin), eingreifen. Zusätzlich und/oder alternativ kann das Befestigungsende 124a dort mit einem Befestigungsmittel befestigt sein, beispielsweise mit einer Schraube festgeschraubt sein.
  • Ausgehend von dem Befestigungsende 124a ragt die Anlage-Gleitleiste 124 etwas in den Falz F in Richtung des Blendrahmenprofils 101 vor und erstreckt sich dann beabstandet zum Isoliersteg102c des Flügelrahmenprofils neben diesem in Richtung der zweiten Metallschale 102b des Flügelrahmens 102, berührt diese aber nicht.
  • Dabei weist die Anlage-Gleitleiste der Fig. 3b) bis e) an ihrem Ende eine Kabelaufnahmenut 134 auf, in die ein Kabel 135, beispielsweise ein Kabel 135 mit einem oder mehreren elektrischen und/oder optischen Leiter(n), gehalten sein kann, beispielsweise durch Verrastung.
  • Die Kabelaufnahmenut kann auf der zum Isoliersteg 102 c) des Flügelrahmenprofils 102 ausgebildet sein. Derart wird das Kabel 135 in der Kabelaufnahmenut 134 gut gehalten und zum Falz hin durch die Anlage-Gleitleiste 124 vor Beschädigungen geschützt. Damit bildet die Anlage-Gleitleiste hier auch eine Kabel-Halteleiste aus, welche das Verlegen eines Kabels am Flügelrahmen deutlich vereinfacht. Bei einer umgekehrten Konstruktion mit einer Anlage-Gleitleiste am Blendrahmen wird entsprechend das Verlegen eines Kabels am Blendrahmen vereinfacht (nicht dargestellt).
  • In der in Fig. 3a dargestellten Geschlossenstellung liegen die beiden Dichtungen 104 und 105 - d.h. hier die Mitteldichtung 104 und die Gleitdichtung 105 - beide an der Anlage-Gleitleiste 124 an.
  • Die Anlage-Gleitleiste 124 ragt insofern im Falz über den Isoliersteg des Flügelrahmens, liegt aber thermisch vorteilhaft nicht auf dem Isoliersteg auf, so dass sich vorzugsweise sogar abschnittsweise ein Spalt X zum Isoliersteg hin ausbilden kann.
  • Durch diese vorteilhafte Ausgestaltung kann sich die Anlage-Gleitleiste 24 federnd verformen, um einwirkenden Kräften insbesondere beim Öffnen und Schliessen des Flügels, auszuweichen. Dies verringert in vorteilhafter Weise die Bedienkräfte beim Öffnen und Schließen des Flügels. Dabei kann die Anlage-Gleitleiste 124 bei Verbundkonstruktionen durchaus bei bevorzugten Ausgestaltungen bis ca. zur Mitte des Isolierstegs 102c ragen. Sie kann aber auch länger ausgestaltet sein. Vorzugsweise ist sie derart gestaltet, dass an ihr in Öffnungsstellung des Flügels wenigstens noch eine der beiden Dichtungen 104, 105, insbesondere die Gleitdichtung 105 anliegt (ähnlich bzw. analog zu Fig. 1b).
  • Nachfolgend werden weitere Lüftungsfenster beschrieben, bei welchen jeweils eine oder mehrere Lüftungskassetten 14 vorgesehen sind. Die Fenster können an sich nach Art der Fig. 1, 2 oder 3a oder 3b) bis e) aufgebaut sein. Sie können aber auch einen in Details davon abweichenden Aufbau aufweisen.
  • Die nachfolgende Beschreibung betrifft insofern insbesondere bevorzugte Merkmale und Varianten, die sich auf die Lüftungskassetten 14 beziehen oder auf den Aufbau der Fenster, soweit dieser die Integration der Lüftungskassetten 14 in den Aufbau der jeweiligen Lüftungsfenster betrifft. Die Merkmale der nachfolgend beschriebenen Lüftungskassetten 14 können als vorteilhafte Optionen an den in Fig. 1 bis 3 ausgebildeten Fenstern realisiert werden oder an anders aufgebauten Fenstern. Bei dem in Fig. 3 dargestellten Fenster würde die Kassette vorzugsweise den nur teilweise hier direkt in das Blendrahmenprofil eingesetzten Lüftungskanal ersetzen.
  • So zeigt Fig. 4 in a) und b) eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht eines weiteren Lüftungsfensters, das zum Einbau einer (oder mehrerer) Lüftungskassetten vorgesehen ist, wie sie beispielsweise in Fig. 3 dargestellt ist.
  • Die jeweilige Lüftungskassette 14 weist wiederum ein rinnen- oder wannenartiges Grundelement 15 auf. Dieses Grundelement 15 ist hier zudem kastenartig ausgestaltet. Das Grundelement 15 kann an einer Grundseite sowie an vier Seiten jeweils geschlossen ausgebildet sein und an einer im Einbauzustand zum Falz gewandten Seite offen ausgebildet sein.
  • Es kann ferner vorgesehen sein, dass die jeweilige Lüftungskassette 14 - insbesondere an dieser offenen Seite - die Abdeckung 16 aufweist. In dieser Abdeckung 16 können eine oder mehrere Durchbrüche 16a vorgesehen sein. Mit der Abdeckung 16 bildet das Grundelement 14 einen hier rundum bis auf die Durchbrüche 16 geschlossenen Kasten. Vorzugsweise sind wenigstens zwei der Durchbrüche 16a, 16b vorgesehen. Dann bildet weiter vorzugsweise der erste Durchbruch 16a die erste Lüftungskanalöffnung 9 und der andere, zweite Durchbruch 9b die zweite Lüftungskanalöffnung 10 aus.
  • Es können aber auch jeweils mehrere erste Durchbrüche 16a gemeinsam die erste Lüftungskanalöffnung 9 ausbilden und jeweils mehrere zweite Durchbrüche 9b die zweite Lüftungskanalöffnung 10 ausbilden. In diesem Fall können die ersten und jeweils die zweiten Lüftungskanalöffnungen jeweils von ersten und zweiten Stegen 16c, 16d unterbrochen sein.
  • Sodann kann das Grundelement 15 einen teilweise oder vollständig umlaufenden Flansch 151 aufweisen. Die Abdeckung 16 weist vorzugsweise wenigstens einen Steg 161 oder eine Abwinklung oder einen korrespondierenden Flansch auf, mit welchem die Abdeckung 16 in montierter Position auf dem Rand oder dem Flansch 151 des Grundelementes 15 aufliegt. Derart wird auf einfache Weise eine definierte Position der Abdeckung 16 auf dem Grundelement 15 geschaffen. Zudem kann der Flansch 151 des Grundelementes 15 als vorteilhafte Einschubbegrenzung beim Einschieben des Grundelementes 15 in die Aussparung 13 des Rahmens - hier des Blendrahmens - dienen, so dass dieser bei der Montage auf einfache Weise korrekt in die Aussparung 14 eingepasst ist (siehe u.a. Fig. 6 und 13).
  • Dabei kann der Innenraum der Lüftungskassette 14 an diese ersten und zweiten Durchbrüche 16a, b angepasst sein oder nicht.
  • Im letztgenannten Fall ist der Innenraum der Lüftungskassette nicht ausgefüllt, sondern leer. Hierdurch wird eine gute Lüftungswirkung erzielt.
  • Es kann aber auch vorgesehen sein, dass - wie bereits zu Fig. 1a beispielhaft erläutert - der Innenraum des Lüftungskassette 14 teilweise gefüllt ist. Derart kann insbesondere der Schallschutz weiter optimiert werden. Zudem können optional Maßnahmen getroffen werden, um den Luftstrom zu reinigen.
  • Es kann in die Lüftungskassette ein Einsatz 141 eingesetzt sein, mit dem diese Unterteilung erreicht wird. Der Einsatz 141 ist insbesondere - aber nicht zwingend - als wechselbarer Einsatz vorteilhaft. So kann der Einsatz ganz oder teilweise aus einem Filtermaterial 142 bestehen. An und in diesem setzen sich beim Durchströmen der Lüftungskassette 14 aus der durchströmenden Luft Partikel ab. Derart wird der Luftstrom beim Durchströmen des Lüftungskassette 14 vorteilhaft filternd gereinigt (siehe Fig. 14).
  • Dabei kann der Lüftungskanal 8, soweit er sich innerhalb der Lüftungskassette 14 erstreckt, dort nur einen einzigen Kanal ausbilden oder er kann wiederum in mehrere Unterkanäle 8a, 8b, 8c ... unterteilt sein. Derart kann die Filterwirkung erhöht werden und es kann die Lüftungswirkung gut gesteuert werden. Zudem kann derart die Schalldämmung vielfältig variiert, insbesondere je nach örtlicher Gegebenheit am Einbauort an die äußere Umgebung angepasst werden. So kann beispielsweise an einem Lüftungsfenster, dass in eine Gebäudeöffnung einzubauen ist, die an einer viel befahrenen Straße liegt, mehr Wert auf ein guten Schallschutz gelegt werden als an einem Fenster, dass zu einer ruhigen Seite des Gebäudes orientiert ist.
  • Um den Schallschutz zu optimieren, kann vorgesehen sein, dass der Einsatz 141 nicht nur aus einem einzigen Material - beispielsweise dem bereits erwähnten Filtermaterial 142 - besteht, sondern aus zwei oder mehr Materialien. Das weitere Material kann dann derart ausgelegt werden, dass es insbesondere den Schallschutz weiter optimiert. So kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Filtermaterial 141 an einer Seite mit einer Folie 143 beschichtet ist, beispielsweise mit einer sogenannten Schwerfolie.
  • Vorzugsweise liegt dabei die Abdeckung 16 zum Rahmen-Falzraum F ausgerichtet.
  • Es ist vorteilhaft, wenn die Abdeckung lösbar an der Lüftungskassette 14 befestigt ist, insbesondere, wenn in die Lüftungskassette ein wechselbarer Einsatz 141 eingesetzt ist. Sie kann auch mit dem Einsatz 141 eine bauliche Einheit bilden.
  • Es kann dann weiter optional vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Abdeckung 16 derart an der Lüftungskassette 14 befestigt ist, dass sie ganz oder nahezu werkzeuglos gelöst und wieder befestigt werden kann. Dazu kann beispielsweise eine Art Schnellverschluss 143 mit einem Befestigungshebel 144 vorgesehen sein, der drehbar ist und unter einer Kante eines Vorsprungs 144 des Grundelementes 15 oder dgl. verrastbar und/oder festklemmbar ist. Derart kann das Wechseln des Einsatzes 141 einfach und schnell erfolgen. Denkbar ist es aber auch, dass zum Wechseln des Einsatzes ein Werkzeug eingesetzt wird, beispielsweise um eine Schraube zu lösen, welchen die Abdeckung an der Lüftungskassette 14 hält.
  • An der Abdeckung 16 kann ferner die Mitteldichtung 18 festgelegt sein. Insbesondere weist sie dazu an ihrer zum Falz gewandten Seite die Nut 17 auf, in welcher der Dichtungsfuß 21 der entsprechenden (hier: Mittel-)Dichtung 18 verankert werden kann. Diese Nut kann mit einer entsprechenden Nut im Falz des Blendrahmens fluchten. Derart wird diese Nut des Blendrahmens an dieser Rahmenseite vorteilhaft nicht unterbrochen und die korrespondierende Dichtung kann auch im Bereich der Lüftungskassette 14 sicher montiert werden.
  • Besonders vorteilhaft an der Lüftungskassette 14 mit dem wechselbaren Einsatz 141 ist, dass der Einsatz 141 der Kassette 14 im Betrieb und somit vom Endverbraucher selber leicht gewechselt werden kann. Dieser Einsatzwechsel ist vergleichbar einfach, wie der Filterwechsel eines Staubsaugers. Insgesamt ist die Lüftungskassette 14 selber auch leicht zu montieren. Die Lüftungskassette 14 kann vorzugsweise nicht sichtbar im Falz positioniert sein, was insbesondere die Fig. 4a und b zeigen.
  • Dabei zeigt Fig. 4a auch, dass auf das hier obere Blendrahmenprofil 1 ein Zusatzprofil 110 (Fig.4, Fig. 11) aufgesetzt sein kann. Dieses Zusatzprofil 110 kann vorgesehen sein, um die Höhe des Blendrahmens 1 (entsprechend der Bezeichnungen der Richtungen in Fig. 10, s.u.) zu erhöhen. Dies ist vorteilhaft, da derart entsprechend höhere Lüftungskassetten 14 in den Blendrahmen 1 integriert werden können. Dies erschließt sich insbesondere gut beispielhaft aus den Fig. 9 bis 13, insbesondere Fig. 10. Dann weisen sowohl das Blendrahmenprofil 101 als auch das Zusatzprofil, das hier außen auf das in Einbaustellung obere Blendrahmenprofil 101 aufgesetzt ist, die korrespondierenden Ausnehmungen 13 zum Einsetzen der jeweiligen Lüftungskassette auf.
  • Die Lüftungskassetten 4 werden bevorzug im Blendrahmen montiert und vorzugsweise ausschließlich in einer Isolierstegzone, die aus Isolierstegen - also insbesondere aus Stegen aus Kunststoff - gebildet wird (siehe Fig. 3a zu den Isolierstegen, eine Kassette 14 ist hier nicht dargestellt, sie wäre im Bereich der Isolierstege 101c vorgesehen, die (und vorzugsweise nur diese) dann die Aussparung 13 aufweisen würden.).
  • Nach Fig. 3b) bis e) ist bei diesem Ausführungsbeispiel der Lüftungskanal 8 ebenfalls in einer oder mehreren Lüftungskassetten 14 ausgebildet, die jeweils in eine Aussparung 13 eingesetzt sind, insbesondere in eine Ausfräsung, die in dem Blendrahmen 1 (oder dem Flügelrahmen 2) z.B. durchgehend oder ausgehend vom Rahmenfalzraum ausgebildet ist, wobei in diese Ausfräsung wiederum vorzugsweise eine Lüftungskassette 14 eingesetzt ist.
  • Vorzugsweise werden in diesem Bereich der Lüftungskassette 14 die Aussparungen 13 so ausgebildet, dass die Isolierstege 101c in diesem Bereich - ggf. bis auf Fußbereiche in den Aufnahmenuten 101d der Metallschalen - vollständig entfernt sind. Ggf. werden Teile der Aufnahmenuten 101d mit weggefräst, ohne die Hohlkammerebene aus der oder den Hohlkammern 101e zu beschädigen.
  • Derart ist das Ausarbeiten der Ausfräsungen 13 einfach. Die Lüftungskassette 14 übernimmt die Wärmedämmung anstelle der Isolierstege.
  • An der jeweiligen Rahmenseite, an welcher ein Lüftungskanal 8 ausgebildet ist, muss sich dieser auch nach Fig. 3b) bis e) nicht über die gesamte Länge des jeweiligen Rahmenabschnitts/Rahmenholms erstrecken. So können z.B. an einer Rahmenseite eine, zwei oder mehr Lüftungskassetten vorgesehen sein, die jeweils beabstandet zueinander vorgesehen sind, so dass sich abwechselnd die Schnitte der Fig. 3b) und c) einerseits und 3d) und e) andererseits ausbilden. Es sind dann mehrere Ausnehmungen 103c vorzusehen.
  • Hierdurch wird die Bearbeitung der Rahmenprofile trotz der Notwendigkeit zum Vorsehen einer Lüftungskassette 14 somit nicht weiter verkompliziert, denn in Metallschalen und/oder insbesondere in die aus Kunststoff bestehenden Isolierprofile 101c können auf einfache Weise die eine oder mehreren nötigen Aussparung(en) 13 (die Nach Fig. 3b) bis e) auch Durchbrüche sein können) zum Einsetzen der Lüftungskassette 14 ausgebildet werden. Die Lüftungskassette 14 wird dort vorzugsweise klemmend und/oder rastend oder mit Befestigungsmitteln wie einer oder mehrerer Schrauben oder Klebstoff befestigt.
  • Um die Lüftungskassette 14 auch in sehr schmale Rahmenprofile einsetzen zu können, kann der Rahmen - hier der Blendrahmen 1 - im Bereich der Lüftungskassetten 14 höher ausgestaltet werden. Überstehende (durch das Profil hindurch) Kassetten können aber auch in Aussparungen des umgebenden Mauerwerks reichen (hier nicht dargestellt).
  • In Fig. 9 sind beispielshaft drei der Lüftungskassetten 14 in dem oberen Holm bzw. das obere Blendrahmenprofil 101 des Blendrahmens 1 ausgebildet bzw. in dieses eingesetzt. Dann können in diesem Blendrahmenprofil 101 korrespondierend viele Aussparungen 13, hier drei der Aussparungen 13, ausgebildet sein. Die linke und die rechte Lüftungskassette sind bereits montiert worden. Die mittlere der Lüftungskassetten 14 ist in einer Stellung vor der Montage gezeigt, nahe zur der Aussparung 13 des Blendrahmens 1, in welche sie eingesetzt wird.
  • Die Kassetten werden vorzugsweise an einer in Einbaulage eines vertikal ausgerichteten Fensters oberen Seite montiert. Die bevorzugte Montagerichtung ist die Richtung von innen nach außen bzw. hier von unten nach oben im Falz in die Aussparung hinein. In dieser könne sie beispielsweise mit einer Rastkante hinter einer korrespondierenden Rastkante der Aussparung 13 verrastet sein (hier nicht dargestellt).
  • Es hat sich aber auch gezeigt, dass eine Montage von außen, also von der der Falzseite gegenüberliegenden Seite, möglich ist. Diese Montage der Lüftungskassette 14 kann einmalig bei der Erstmontage erfolgen, wenn ein wechselbarer Einsatz 141 vorgesehen ist. Alternativ kann aber auch die ganze Lüftungskassette wechselbar gestaltet sein. Weitere Möglichkeiten zum Einsetzen der Lüftungskassette sind denkbar. So kann sie auch einen seitlich zugänglichen wechselbaren Einsatz 141 aufweisen oder insgesamt von der Seite her montiert werden, was aus optischen Gründen aber weniger bevorzugt wird.
  • Die Anzahl und die Lage der Lüftungskassetten 14 sind in der in den Figuren dargestellten Weise besonders vorteilhaft, ansonsten aber auch frei wählbar bzw. den Gegebenheiten und Anforderungen anpassbar.
  • Die einzelnen Kassetten bestehen vorzugsweise aus dem Grundelement 14, der Abdeckung 16 und dem Einsatz 141, wobei die beiden letzteren Elemente auch eine wechselbare Einheit bilden können.
  • Vorzugsweise - nicht aber zwingend - liegt die Breite b der Lüftungskassette 14 (Fig. 10) zwischen 30 und 70 mm. Dies ist vorteilhaft, dass sie so gut in übliche Isolierstege korrespondierender Breite integrierbar ist. Insbesondere an einem Kunststofffenster können sie auch breiter sein. Ihre Länge ist an sich beliebig wählbar. Vorteilhaft ist, es, sie zwischen 150 mmm und 250 mm lang (Länge I) zu gestalten, damit ihre Montage und insbesondere Wechsel des Einsatzes 141 leicht durchführbar bleiben. Besonders bevorzugt wird insbesondere eine Länge I = 200 mm.
  • Die Tiefe bzw. Höhe h der Lüftungskassette 14 (siehe Fig. 10) ist an sich beliebig wählbar. Vorzugsweise liegt sie zwischen 50 und 150 mm, insbesondere 60 und 120 mm. Besonders bevorzugt wird eine Höhe h von 90mm.
  • Die Lüftungskassetten 14 können bündig im Profilfalz montiert werden/sein. Hierfür eignen sich bekannte Befestigungsmittel und Befestigungsmethoden wie zum Beispiel verschrauben, verklemmen, klipsen oder dergleichen. Auch Nutensteine können verwendet werden. Am Kasten kann vorzugsweise noch eine Befestigungsvorrichtung für den Deckel angeordnet sein. In der Figur 8 ist dieses ein Viertelkreis-Hebel. Klipshebel sind ebenso möglich.
  • Die Abdeckung 16 weist hier die Nut 17 bzw. eine entsprechende Nutkontur auf, zur Aufnahme einer Mitteldichtung. Weitere Nuten oder Konturen, welche die Falzoberfläche der Profile nachbilden sind möglich.
  • Der Kasten 141 kann vorzugsweise aus einem Kunststoff bestehen, insbesondere gefertigt in einem Spritzgussverfahren. Andere bekannte Herstellverfahren sind ebenso möglich, z.B. das Verkleben oder Verschweißen aus mehreren Wandteilen. Andere Materialien sind ebenso möglich, z.B. Aluminium. Kunststoff wird aber aufgrund der schlechten Wärmeleitung bevorzugt.
  • Die Abdeckung 16 weist wie erörtert vorzugweise zwei oder mehrere Durchbrüche 16a, b auf. Sie sind vorzugsweise ca. 20 mm lang, 10 mm breit und werden vorzugsweise von 20 mm breiten Stegen 16c, d unterteilt. Derart ergibt sich hier beispielhaft eine kammartige Ausgestaltung beidseits eines mittigen Längssteges, der hier die Nut 17 aufweist.
  • Die Abdeckung 16 bildet vorzugsweise die Falzkontur nach, insbesondere mit der Aufnahmenut 17 für die Mitteldichtung 18, die hier auch eine "Schleifdichtung" bildet, die bei teilgeöffneten Flügel den Spalt zwischen Blend- und Flügelrahmen abdichtet. Alternativ kann die Dichtung auch schon integraler Bestandteil des Deckels sein.
  • Die Nut bzw. die Dichtung befindet sich zwischen der Ein- und der Auslassöffnung bzw. Durchbrüchen 16a, b des Kanals 8. Vorteilhaft kann je eine Öffnung vorgesehen sein, jedoch ist eine Vielzahl von Öffnungen und separaten Lüftungskanälen pro Kassette für Schalldämmung und große Luftmenge (für Schalldämmung und große Luftmengen - je nach Anforderung) auch möglich. Andererseits dürfen die Öffnungen nicht zu klein sein, da sonst keine ausreichenden Luftmengen/Luftdurchsatz erreicht wird. Als Optimum hat sich je eine Öffnung für Einlaß und Auslaß herausgestellt. Als besonders vorteilhaft haben sich ein einziger U-förmiger Lüftungskanal herausgestellt.
  • Die Kanäle 8a, b, c, ... sind vorzugsweise untereinander getrennt. Durch Veränderung des Kanalquerschnitts lassen sich unterschiedliche Frequenzbereiche mehr oder weniger gut dämmen. So können zur Dämmung von Straßenlärm andere "Deckel mit Schalldämmmaterial eingesetzt werden, als zur Dämmung von "Windradgeräuschen" oder "Spielplatzlärm". Das System der Kassette ist also leicht an Kundenbedürfnisse anzupassen. Auch später kann das System leicht geändert werden.
  • Die Abdeckung 16 wird vorzugsweise mit einem Schraub-, Klips- oder Hebelmechanismus zur einfachen Bedienung an dem Kasten montiert bzw. demontiert. Das vereinfacht und erleichtert die Wartungsarbeiten.
  • Zur praktischen Handhabung können Abdeckung 16 und Einsatz 14 gemeinsam eine bauliche Einheit bilden. Sie sind dann gemeisam bei einer Wartung wechselbar, besipielsweise, wenn ein Wechselintervall verstrichen ist, nach dem empfohlen wird, das Filtermaterial 141 bzw. dann den ganzen Einsatz 141 zu wechseln.
  • Dabei kann der Einsatz 141 mit der Abdeckung 16 geklebt, verschweißt oder sonstwie mechanisch miteinander verbunden sein.
  • Als Schalldämmmaterial 142 kommen bekannte Schaumstoffmaterialien in Frage. Auch können alternativ oder ergänzend die bereits erwähnten Schwerfolien 143 eingesetzt werden. Materialien wie EVA und Bitumen kömmen ebenfalls eingesetzt werden.
  • Eckdaten für die Leistungsfähigkeit sind Schalldämmwerte (dB), Luftdruck (PA) und Luftdurchsatz (m3/h). Da die Daten im direkten Zusammenhang stehen, wird durch verbesserung einer Größe eine andere verschlechtert. Durch konstruktive Maßnahmen und Auswahl optimaler Materialien lassen sich jedoch die Leistungsdaten insgesamt verbesser. Mit erfindungsgemäßen Kassetten - wie sie beispielsweise in Fig. 9 bis 14 dargestellt sind - lassen beispielsweise folgende Werte erreichen: Luftdurchsatz von 12,7 m3/h bei 2 PA und 28,7 m3/h bei 10 PA Druckdifferenz zwischen Innen und Außen und Schalldämmung bei gekipptem Fenster = 32 dB (geschlossen = 47 dB)
  • Fig. 14 zeigt beispielhaft verschiedene Einsätze 141, die in an sonsten gleich aufgebaute Lüftungskasseten mit Grundelement 15 und Abdeckung 16 eingesetzt sind. Die Abdeckung 16 kann an den Einsatz 141 angepasst sein, was die Lage der Öffnungen 16a, b angeht.
  • Gezeigt sind jeweils U-förmig verlaufende Lüftzungskanäle sowie Einsätze mit Filtermaterial 142 und optionaler Schwerfolie 143.
  • Die Lüftungskanäle 8 der Fig. 14 e) bis h) weisen eine geringere Tiefe auf als die der Fig. 14 a) bis d). Die Lüftungskanäle 8 können aus dem Zusmmenspiel zwischen den Wänden des Einsatzes 141 und des Grundelementes 15 und der Abdeckung 16 gebildet werden. Bezugszeichen
    Blendrahmen 1
    Flügelrahmen 2
    Flächenelement 3
    Anlagesteg 4
    Anschlagdichtung 5
    Anlagesteg 6
    Anschlagdichtung 7
    Lüftungskanal 8, 8a, 8b, .....
    erste Lüftungskanalöffnung 9
    zweite Lüftungskanalöffnung 10
    Verstärkungsarmierung 11, 12
    Aussparung 13
    Lüftungskassette 14
    Grundelement 15
    Abdeckung 16
    Durchbrüche 16a, 16b
    Stege 16c, 16d
    Nut 17
    Mitteldichtung 18
    Wand 19
    Durchgang 19a
    Dichtungsbasis 20
    Dichtungsfuß 21
    Dichtabschnitt 22
    Anlagegleitabschnitt 23
    Anlage-Gleitleiste 24
    Dichtlippe 25
    Gleitfläche 26
    Befestigungsbereich 27
    Blendrahmenprofil 101
    erste Metallschale 101a
    zweite Metallschale 101b
    Isoliersteg 101c
    Aufnahmenuten 101d
    Hohlkammern 101e
    Flügelrahmenprofil 102
    erste Metallschale 102a
    zweite Metallschale 102b
    Isoliersteg 102c
    Nut 1β2d
    Isolierglasscheibe 103
    Mitteldichtung 104
    Gleitdichtung 105
    Anlage-Gleitleiste 124
    Bereiche 124', 124"
    Befestigungsende 124a
    Gleitfläche 126, 126'
    Nuten 127
    Hohlkammer 128
    Eckstücke 130
    Schenkel 131, 132
    Nasen 133
    Kabelaufnahmenut 134
    Kabel 135
    Einsatz 141
    Filtermaterial 141
    Schwerfolie 142
    Flansch 151
    Stege 161
    Spalt X
    Hohlkammern H1, H2, ....
    Falzraum F
    Falzraumabschnitt FI, FII
    Spalt SI, SII
    Öffnungsweite W

Claims (18)

  1. Fenster, das zumindest folgende Merkmale aufweist:
    a) einen aus mehreren Rahmenprofilen (1') zusammengesetzten Blendrahmen (1),
    b) einen aus mehreren Rahmenprofilen (2') zusammengesetzten Flügelrahmen (2), der vorzugsweise wenigstens ein Flächenelement (3) aufweist und der mindestens zwischen einer Schließstellung und einer Lüftungsstellung relativ zu dem Blendrahmen (1) beweglich ist,
    c) wobei ein umlaufender Rahmenfalzraum (F) zwischen den Rahmenprofilen (1', 2') des Blendrahmens (1) und den Rahmenprofilen (1', 2') des Flügelrahmens (2) ausgebildet ist,
    d) wenigstens einen in wenigstens einem der Rahmenprofile (1') des Blendrahmens (1) oder in wenigstens einem der Rahmenprofile (2') des Flügelrahmens (2) ausgebildeten Lüftungskanal (8), der eine erste Lüftungskanalöffnung (9) und eine zweite Lüftungskanalöffnung (10) aufweist,
    e) wobei der Flügelrahmen (2) und der Blendrahmen (1) dazu ausgebildet sind, in der Schließstellung wenigstens eine der Lüftungskanalöffnungen (9, 10) zu verschließen, und in der Lüftungsstellung beide Lüftungskanalöffnungen (9, 10) des wenigstens einen Lüftungskanals (8) freizugeben,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    f) der eine oder die mehreren Lüftungskanäle (8) jeweils in wenigstens einer Lüftungskassette (14) oder mehreren Lüftungskassetten ausgebildet ist/sind, die in den Blendrahmen bzw. den Flügelrahmen bzw. in das jeweilige Blendrahmenprofil (1') oder das jeweilige Flügelrahmenprofil (2') eingesetzt ist/sind.
  2. Fenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftungskassette einen Einsatz (141) aufweist, der in ein insbesondere wannenartiges Grundelement (15) der Lüftungskassette eingesetzt ist.
  3. Fenster nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (141) der in das Fenster eingebauten Lüftungskassette (14) wechselbar ist.
  4. Fenster nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (141) der in das Fenster eingebauten Lüftungskassette (14) wechselbar ist, ohne das Grundelement (15) ausbauen zu müssen.
  5. Fenster nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftungskassette eine Abdeckung (16) zur Abdeckung des Grundelementes (15) und ggf. des Einsatzes (141) aufweist.
  6. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Lüftungskassette (14) nach außen in Schließstellung nicht sichtbar in eine zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung (13) des jeweiligen Blendrahmenprofils oder des jeweiligen Flügelrahmenprofils eingesetzt ist.
  7. Fenster nach Anspruch 5 oder 6, soweit dieser auf Anspruch 5 rückbezogen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (141) und die Abdeckung (16) eine bauliche wechselbare Einheit bilden.
  8. Fenster nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (141) im in das Grundelement (15) eingesetzten Zustand eine oder mehrere Umlenkungen eines Luftstroms und/oder eine Unterteilung des Luftstroms in mehrere Teilluftströme bewirkt.
  9. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das das Blendrahmenprofil (101) und/oder das Flügelrahmenprofil eine erste Metallschale (101a) und eine zweite Metallschale (101b) aufweist/aufweisen und eine dazwischen angeordnete Isolierstegebene, wobei die beiden Metallschallen ferner jeweils wenigstens eine Hohlkammerebene aufweisen.
  10. Fenster nach Anspruch 6 und 9,
    dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Lüftungskassette (14) die Aussparung (13) so ausgebildet ist, dass die Isolierstege (101c) in diesem Bereich - ggf. bis auf Fußbereiche in den Aufnahmenuten (101d) der Metallschalen (101a, 101b) - vollständig entfernt sind und dass Teile von Aufnahmenuten (101d) für die Enden der Isolierstege mit weggefräst sind, ohne dass sich die Ausfräsung bis in die jeweilige Hohlkammerebene der Metallschalen erstreckt.
  11. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftungskassette(n) (14) in Aussparung(en) (13) des Blendrahmenprofils (101) der im eingebauten Zustand oberen Seite des Blendrahmens vorgesehen sind.
  12. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftungskassette(n) (14) höher sind als das Blendrahmenprofil (101) und dass auf das Blendrahmenprofil ein Zusatzprofil (110) aufgesetzt ist, in welches die Lüftungskassette(n) (14) hineinragen.
  13. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Lüftungskanals die durchströmende Luft v einmal oder mehrfach die Richtung ändern muss.
  14. Fenster nach Anspruch 5 oder einem der Ansprüche 6 bis 13, soweit dieser auf Anspruch 5 rückbezogen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Lüftungskassette an der Abdeckung (16) jeweils die Lüftungskanalöffnungen aufweist und dass diese zum Rahmenfalzraum (F) ausgerichtet sind.
  15. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Blendrahmen (2) und dem Flügelrahmen (1) im Bereich des Rahmenfalzraumes im Öffnungszustand wenigstens eine Dichtebene ausgebildet ist.
  16. Fenster nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtebene wenigstens eine Mitteldichtung aufweist, die sowohl im Lüftungszustand als auch im Geschlossenzustand an einer Anlage-Gleitleiste (24, 124) anliegt.
  17. Fenster nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Mitteldichtungen vorgesehen sind, wobei wenigstens eine dieser Mitteldichtungen sowohl im Lüftungszustand als auch im Geschlossenzustand an der Anlage-Gleitleiste (24, 124) anliegt und wobei die andere lediglich im Geschlossenzustand an der Anlage-Gleitleiste (24, 124) anliegt.
  18. Verfahren zum Ausbilden des mindestens einen Lüftungskanals (8) in einem Fenster nach Anspruch 2 oder nach einem der Ansprüche 3 bis 17, soweit diese auf Anspruch 2 rückbezogen sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein Blendrahmenprofil bereitgestellt wird, dass dann eine zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung in dem jeweiligen Blendrahmenprofil ausgebildet wird, in dem der Lüftungskanal auszubilden ist und dass die Lüftungskassette in diese zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung des jeweiligen Blendrahmenprofils (1') oder des jeweiligen Flügelrahmenprofils (2') eingesetzt wird, welche den wechselbaren Einsatz (141) aufweist.
EP20786513.0A 2019-10-04 2020-10-01 Fenster mit einem lüftungskanal Active EP4038255B1 (de)

Applications Claiming Priority (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102019126756 2019-10-04
DE102020106695 2020-03-11
DE102020120660.7A DE102020120660A1 (de) 2019-10-04 2020-08-05 Fenster mit einem Lüftungskanal
PCT/EP2020/077592 WO2021064140A1 (de) 2019-10-04 2020-10-01 Fenster mit einem lüftungskanal

Publications (2)

Publication Number Publication Date
EP4038255A1 EP4038255A1 (de) 2022-08-10
EP4038255B1 true EP4038255B1 (de) 2026-04-01

Family

ID=74875971

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
EP20786513.0A Active EP4038255B1 (de) 2019-10-04 2020-10-01 Fenster mit einem lüftungskanal

Country Status (6)

Country Link
EP (1) EP4038255B1 (de)
JP (1) JP2022550842A (de)
KR (1) KR20220077915A (de)
CN (1) CN114502814B (de)
DE (1) DE102020120660A1 (de)
WO (1) WO2021064140A1 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
IT202300010332A1 (it) * 2023-05-22 2024-11-22 Univ Bologna Alma Mater Studiorum Apparato di chiusura perfezionato per un vano porta o finestra

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
KR100476156B1 (ko) * 2003-06-12 2005-03-15 주식회사 라이다텍 환기장치가 구비된 창
DE202004000637U1 (de) * 2004-01-16 2005-05-25 Salamander Industrie-Produkte Gmbh Lüftungseinsatz für ein Fenster oder eine Tür
DE102005054602A1 (de) * 2004-11-18 2006-05-24 Schlüter, Heinrich Lüftungssystem mit Antrieb für Dreh-bzw. Drehkippfenster oder Tür
EP2811101A1 (de) * 2013-06-03 2014-12-10 profine GmbH Zwangsbelüftetes Fenster mit Lüftermodul und Lüftermodul hierfür
CN105874142B (zh) * 2013-10-30 2018-03-02 Vkr控股公司 操作及通风组件以及包括框架、窗扇和该操作及通风组件的窗户
PL3423662T3 (pl) * 2016-02-29 2023-08-14 SCHÜCO International KG Ramiak ościeżnicy i/lub ramiak ramy skrzydłowej, oraz drzwi, okno i element fasady
DE102016115422B4 (de) * 2016-08-19 2020-09-03 HUECK System GmbH & Co. KG Fenster

Also Published As

Publication number Publication date
JP2022550842A (ja) 2022-12-05
CN114502814B (zh) 2023-12-15
KR20220077915A (ko) 2022-06-09
WO2021064140A1 (de) 2021-04-08
DE102020120660A1 (de) 2021-04-08
CN114502814A (zh) 2022-05-13
EP4038255A1 (de) 2022-08-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3423658B1 (de) Tür, fenster oder fassadenelement
DE3200210A1 (de) Lueftungseinrichtung
DE2607937A1 (de) Fensterelement
EP0164755A2 (de) Schallschutzfenster
DE3441769A1 (de) Lueftungsvorrichtung fuer raeume
EP4038255B1 (de) Fenster mit einem lüftungskanal
DE20308240U1 (de) Profilelement
DE102020120661A1 (de) Fenster mit einem Lüftungskanal
DE2555930C3 (de) Schalldämmende Lüftungsvorrichtung
WO2017148820A1 (de) Blendrahmenholm und/oder flügelrahmenholm sowie tür, fenster oder fassadenelement
DE3118559C2 (de) Fensterseitenwand für Personenbeförderungsfahrzeuge
EP2369253B1 (de) Lüftungsvorrichtung für Räume
DE69404247T2 (de) Rolladenkasten
DE4422862A1 (de) Lüftungsvorrichtung für Räume
EP3800317B1 (de) Fenster mit einem lüftungskanal
DE102020134234A1 (de) Schiebelement mit einem Lüftungskanal
EP3800316B1 (de) Fenster mit einem lüftungskanal
DE102020106694A1 (de) Fenster mit einem Lüftungskanal
DE8303119U1 (de) Lueftungsvorrichtung fuer den einbau in fenster und/oder in andere wandoeffnungen von gebaeuden
EP3995662B1 (de) Gebäudeöffnungs-schliesselement mit einem automatisch relativ zu einem blendrahmen verstellbaren flügel- und/oder schieberahmen
DE9301542U1 (de) Lüftergehäuse zur Anordnung in einer Durchlaßöffnung
DE3343773C2 (de)
DE20308239U1 (de) Profilelement
EP0149053A2 (de) Lüftungsvorrichtung für Räume
EP0409029A1 (de) Profil zur Halterung von Deckenplatten

Legal Events

Date Code Title Description
STAA Information on the status of an ep patent application or granted ep patent

Free format text: STATUS: UNKNOWN

STAA Information on the status of an ep patent application or granted ep patent

Free format text: STATUS: THE INTERNATIONAL PUBLICATION HAS BEEN MADE

PUAI Public reference made under article 153(3) epc to a published international application that has entered the european phase

Free format text: ORIGINAL CODE: 0009012

STAA Information on the status of an ep patent application or granted ep patent

Free format text: STATUS: REQUEST FOR EXAMINATION WAS MADE

17P Request for examination filed

Effective date: 20220317

AK Designated contracting states

Kind code of ref document: A1

Designated state(s): AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

DAV Request for validation of the european patent (deleted)
DAX Request for extension of the european patent (deleted)
STAA Information on the status of an ep patent application or granted ep patent

Free format text: STATUS: EXAMINATION IS IN PROGRESS

17Q First examination report despatched

Effective date: 20231026

GRAP Despatch of communication of intention to grant a patent

Free format text: ORIGINAL CODE: EPIDOSNIGR1

STAA Information on the status of an ep patent application or granted ep patent

Free format text: STATUS: GRANT OF PATENT IS INTENDED

INTG Intention to grant announced

Effective date: 20251111

GRAS Grant fee paid

Free format text: ORIGINAL CODE: EPIDOSNIGR3

GRAA (expected) grant

Free format text: ORIGINAL CODE: 0009210

STAA Information on the status of an ep patent application or granted ep patent

Free format text: STATUS: THE PATENT HAS BEEN GRANTED

P01 Opt-out of the competence of the unified patent court (upc) registered

Free format text: CASE NUMBER: UPC_APP_0002363_4038255/2026

Effective date: 20260122