Verfahren zur katalytischen Dehydrierung von Propan zu Propylen
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur katalytischen Dehydrierung von Propan zu Propylen nach der folgenden Formel: C3H8 <→ C3H6 + H2 (1) aus verschiedenen Propanquellen, welche auch andere Gasbestandteile mit enthalten können. Bei der chemischen Reaktion (1), die üblicherweise in der Gasphase bei einer Temperatur zwischen 540 0C und 820 0C durchgeführt wird, handelt es sich um eine stark endotherme Gleichgewichtsreaktion, deren Umsätze thermodynamisch begrenzt sind und von den jeweiligen Partialdrücken und der Temperatur abhängen. Die Dehyd¬ rierungsreaktion wird durch geringe Partialdrücke der Kohlenwasserstoffe und durch hohe Temperaturen begünstigt. In Nebenreaktionen bilden sich Crackprodukte, welche sich als Kohlenstoffablagerungen auf dem Katalysator ablagern und zur Deaktivierung des Katalysators führen, so dass der Katalysator im technischen Betrieb zyklisch rege- neriert werden muss.
[0002] Wird die Dehydrierung in einem adiabat betriebenen Katalysatorbett durch¬ geführt, dann nimmt durch die endotherme Reaktion die Temperatur über die Länge des Katalysatorbettes ab. Der Umsatz im Katalysatorbett ist somit beschränkt, so dass für die gewünschten hohen Umsätze mehrere Katalysatorbetten notwendig sind und hinter jedem Katalysatorbett eine erneute Aufheizung stattfinden muss.
[0003] Die katalytische Dehydrierung von Paraffinen zu Olefinen kann aber auch in einem beheizten, bzw. isothermen Katalysatorbett durchgeführt werden. So wird z.B. in der US 5,235,121 ein Verfahren beschrieben, in dem ein Einsatzgemisch, welches aus leichten Paraffinen und Wasserdampf besteht, in einen Rohrreaktor gegeben wird, welcher von außen befeuert wird, d.h. das Katalysatorbett ist ein beheiztes Festbett. Der verwendete Katalysator ist derart beschaffen, dass sich in Gegenwart des Was¬ serdampfes kein Dampfreformierprozess, d.h. eine Reaktion der Kohlenwasserstoffe mit Wasserdampf unter Bildung von CO, CO2 und H2, einstellen kann. Der Katalysator wird zyklisch regeneriert. Ein ähnliches Verfahren wird auch in der DE 198 58 747 A1 beschrieben.
[0004] Durch die Beheizung des Katalysatorbettes bzw. die isotherme Fahrweise können in einer Katalysatorschüttung sehr hohe Umsätze erreicht werden. Nachteilig ist jedoch, dass solche sehr hohen Umsätze bedingt durch die Lage des thermodyna-
mischen Gleichgewichts nur bei hohen Temperaturen erreicht werden können, wo¬ durch die Selektivität verringert wird.
[0005] Vorteilhaft an der beschriebenen Fahrweise in Gegenwart von Wasser- dampf ist, dass dadurch der Partialdruck der Kohlenwasserstoffe reduziert und somit der Umsatz erhöht wird. Weiterhin wird durch den Dampfeinsatz ein Teil der Kohlen¬ stoffablagerungen auf dem Katalysator zu CO2 umgesetzt und die Zykluszeiten zwi¬ schen den Regenerierungen können verlängert werden. Allerdings ist die Zugabe zu großer Mengen an Dampf nachteilig, da es zu einer großen Volumenzunahme des Gasstromes kommt, was zu zusätzlichen Investitionskosten führt und die Wirtschaft¬ lichkeit des Verfahrens belastet. Weiterhin nimmt dann auch die Gefahr der Dampfre- formierung von Kohlenwasserstoffen zu, was Produktverlust bzw. Ausbeuteverringe¬ rung zur Folge hat. Die Menge an Dampf, die zugegeben werden kann, ohne dass die beschriebenen Probleme auftauchen, ist von dem absoluten Druck, bei dem die Reak- tion gefahren wird, sowie vom verwendeten Dehydrierungskatalysator abhängig.
[0006] Eine weitere Möglichkeit, die thermodynamische Limitierung des Gleichge¬ wichtsumsatzes zu überwinden, besteht darin, dass durch die Zufuhr von Sauerstoff ein Teil des in der Dehydrierung entstehenden Wasserstoffs selektiv verbrannt - als Bezeichnung hierfür wird auch das Kürzel „SHC" für „Selective Hydrogen Combustion" verwendet - und damit das Gleichgewicht der Dehydrierung in Richtung höherer Um¬ sätze verschoben wird. Beispielsweise beschreibt die EP 0 799 169 B1 einen Reaktor für ein solches Dehydrier-Verfahren mit SHC, bei dem ein Paraffin-Sauerstoff-Gemisch über einen ersten Katalysator geleitet wird, der sowohl dehydriert als auch entstande- nen Wasserstoff selektiv oxidiert, einer weiteren Zugabe von Sauerstoff in einen Zwi¬ schenraum des Reaktors und einem anschließenden zweiten Katalysator, welcher ebenfalls sowohl dehydriert als auch entstandenen Wasserstoff selektiv oxidiert. Der Prozess der EP 0 799 169 B1 wird autotherm geführt, die stark exotherme Reaktion des Wasserstoffs mit dem Sauerstoff liefert die Energie zur Durchführung der endo- thermen Dehydrierungs-Reaktion (1).
[0007] Weiterhin beschreibt z.B. die WO 96/33150 ein Verfahren, bei dem das Pa¬ raffingemisch zunächst in einer ersten Stufe dehydriert wird, daraufhin wird Sauerstoff hinzugegeben, wobei in mindestens einer zweiten Stufe dieser Sauerstoff mit dem bei der Dehydrierung freigesetzten Wasserstoff zu Wasserdampf reagiert. Wenigstens ein Teilstrom des erhaltenen Produkts wird einer Nach-Dehydrierung unterworfen, um
nicht umgesetzte Paraffine noch zu dehydrieren, auch eine Rückführung eines Teil¬ stroms in die erste Stufe wird vorgeschlagen.
[0008] Nachteilig ist bei diesen beiden Verfahren, dass durch die Zugabe des Sauerstoffs und die exotherme selektive Wasserstoff-Oxidation sehr hohe Temperatu¬ ren entstehen können, durch die die Selektivität der katalytischen Dehydrierung verrin¬ gert wird.
[0009] Das Problem der Überhitzung der Wasserstoff-Oxidation selbst und der der weiteren Dehydrierung kann dadurch gelöst werden, dass durch eine Zwischenkühlung vor der selektiven Wasserstoff-Oxidation die Eingangstemperatur zum zweiten Kataly¬ satorbett abgesenkt wird. In der US 4,599,471 wird z.B. eine solche Zwischenkühlung vorgeschlagen, die entweder indirekt oder direkt ausgeführt werden kann. Die direkte Kühlung kann durch Inertgase wie Stickstoff, Helium etc. oder durch Dampf durchge- führt werden.
[0010] Die Temperatureinstellung durch indirekte Kühlung ist jedoch nachteilig, weil sie feste Wärmetauscher-Installationen erfordert, was keine gezielte Temperatur¬ führung bei der Regeneration des Katalysatorbettes ermöglicht, oder aber eine Instal- lation für eine zeitweilige Auskopplung des Wärmetauschers erforderlich macht, etwa einen durch zusätzliche Armaturen wie Ventile absperrbaren Bypass. Letzteres wäre angesichts der großen Rohrquerschnitte und der hohen Betriebstemperaturen von ca. 500 - 650 0C, die die Dehydrierung mit sich bringt, mit extrem hohem Aufwand ver¬ bunden. Die direkte Kühlung durch Inertgase ist nachteilig, da diese in der späteren Produktaufbereitung durch aufwendige Prozessstufen vom Produkt abgetrennt werden müssen. Die direkte Kühlung mit Dampf ist nachteilig, da Dampf in der Reaktion, wie oben beschrieben, nicht inert ist und sich durch die Kühlung ein bestimmtes Dampf-zu- Kohlenwasserstoff-Verhältnis in Abhängigkeit der Kühlung einstellt. Dadurch erhöht sich bei starker Kühlung die Dampfmenge erheblich, was sich nachteilig auf den Pro- zess auswirkt.
[0011] Die WO 2004/039920 beschreibt weiterhin ein Verfahren, bei dem aus die¬ sem Grund sowohl Wasser als auch Wasserdampf zugegeben werden. Alle genannten Verfahren sind jedoch nicht in der Lage, auch solche Propanquellen zu nutzen, die durch Sauerstoff oder weiteren Gaskomponenten verunreinigt sind, ohne dass eine vorherige Aufbereitung des Propanstromes aus einer solchen Propanquelle durchge¬ führt wird, da ansonsten bei der Aufheizung des sowohl Propan als auch Sauerstoff
enthaltenden Einsatzstroms auf Reaktoreintrittstemperatur bereits eine nicht-katalyti- sche und somit nicht-selektive Reaktion des Sauerstoffs mit Propan stattfinden würde, welche zum Verlust der Produkt-Ausbeute führen müsste.
[0012] Ein weiterer Nachteil aller beschriebenen Verfahren besteht darin, dass im Produktstrom des Verfahrens Wasserstoff vorhanden ist. Dieser muss für eine spätere Nutzung des Olefin-Produktes in einer relativ aufwendigen und teuren Gastrennung abgetrennt werden. Dies ist insbesondere dann von Nachteil, wenn das Olefin-Produkt ansonsten in einer vergleichsweise geringen Reinheit genutzt werden kann, d.h. wenn die sonstige Gasaufbereitung ansonsten sehr einfach gestaltet werden könnte.
[0013] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Verfahrensführung zur De¬ hydrierung mit optionaler Wasserstoff-Oxidation zur Verfügung zu stellen, welche es erlaubt, eine Propanquelle zu verwenden, welche mit Sauerstoff verunreinigt ist und auch weitere Gaskomponenten enthalten kann. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, den Wasserstoff, der durch die Dehydrierung erzeugt wird, weitgehend oder sogar vollständig durch Oxidation aus dem Produkt zu entfernen, ohne dass da¬ durch die Propylenselektivität verringert wird. Dadurch kann eine aufwändige Abtren¬ nung von Wasserstoff vermieden werden.
[0014] Die Erfindung löst die Aufgabe gemäß dem Hauptanspruch, indem
• ein Propan, Wasserdampf und Wasserstoff enthaltendes, technisch sauerstofffreies erstes Gasgemisch mit einer Temperatur von mindestens 400 0C, vorzugsweise mindestens 500 0C, in eine mindestens ein Katalysatorbett sowie übliche Dehydrie- rungsbedingungen aufweisende Reaktionsvorrichtung geleitet wird,
• ein weiteres, Propan und Sauerstoff enthaltendes Gasgemisch, welches auch Am¬ moniak enthalten kann, und bei dem der Propangehalt gegenüber dem Sauerstoff¬ gehalt überwiegt, in die gleiche Reaktionsvorrichtung geleitet wird, wo es mit dem ersten Gasgemisch unter Bildung von Propylen, Wasserdampf und Wasserstoff re- agiert,
• und das gebildete, Propylen, Propan, Wasserdampf und Wasserstoff enthaltende Gasgemisch aus der Reaktionsvorrichtung abgezogen wird.
[0015] Unter technisch sauerstofffrei wird hierbei ein Gas verstanden, welches die üblichen Spezifikationen erfüllt und dessen Sauerstoffgehalt, vor allem dessen Gehalt an molekularem Sauerstoff O2, unter 100 ppm beträgt. Handelsübliches Propan, wel-
ches aus der Erdöl/Erdgasförderung gewonnen wird, ist üblicherweise technisch sau¬ erstofffrei im Sinne dieser Erfindung.
[0016] In einer Ausgestaltung der Erfindung wird dem ersten Gasgemisch, bevor es in die Reaktionsvorrichtung geleitet wird, überhitzter Wasserdampf zugeführt. Auf diese Weise kann die Energiebilanz über die Reaktionsvorrichtung reguliert werden, wenn das kältere, Propan und Sauerstoff enthaltende Gasgemisch gegenüber dem wärmeren Propan, Wasserdampf und Wasserstoff enthaltenden Gasgemisch einen hohen Propananteil hat, ohne dass letztgenanntes auf zu hohe Temperaturen, also hö- her als 550 0C, erhitzt werden muss, da dies eine nicht selektive Reaktion von Propan mit Wasserdampf zur Folge hätte.
[0017] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird zumindest ein Teil des gebildeten, Propylen, Propan, Wasserdampf und Wasserstoff enthaltenden Gasgemi- sches einem Gasgemisch zugeführt, mit dem zusammen es das erste Propan, Was¬ serdampf und Wasserstoff enthaltende Gasgemisch bildet, welches mit einer Tempe¬ ratur von mindestens 400 0C in die Reaktionsvorrichtung geleitet wird. Es handelt sich hierbei um eine Kreislaufführung, da die Dehydrierung aufgrund des sich einstellenden chemischen Gleichgewichts nur unvollständig abläuft.
[0018] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird die Reaktionsvorrich¬ tung durch 2 in Serie geschaltete Katalysatorbetten gebildet, jedes der Katalysatorbet¬ ten mit dem weiteren, Propan und Sauerstoff enthaltenden Gasgemisch einzeln beauf¬ schlagt und die Menge des zugeführten Sauerstoffs ist dabei gegenüber dem zuge- führten Wasserstoff jeweils unterstöchiometrisch in Bezug auf die Reaktion des Sauer¬ stoffs mit dem Wasserstoff zu Wasserdampf.
[0019] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird die Reaktionsvorrich¬ tung aus 3 in Serie geschalteten Katalysatorbetten gebildet, wobei die ersten beiden der Katalysatorbetten mit dem weiteren, Propan und Sauerstoff enthaltenden Gasge¬ misch einzeln beaufschlagt werden, und die Menge des zugeführten Sauerstoffs ge¬ genüber dem zugeführten Wasserstoff in den ersten beiden der Katalysatorbetten je¬ weils unterstöchiometrisch in Bezug auf die Reaktion des Sauerstoffs mit dem Wasser¬ stoff zu Wasserdampf ist, und das dritte Katalysatorbett mit einem Sauerstoff enthal- tenden Gas, welches auch das weitere, Propan und Sauerstoff enthaltende Gasge¬ misch sein kann oder dieses enthalten kann, und die Menge des zugeführten Sauer¬ stoffs gegenüber dem zugeführten Wasserstoff in dem dritten Katalysatorbett stöchio-
metrisch in Bezug auf die Reaktion des Sauerstoffs mit dem Wasserstoff zu Wasser¬ dampf ist.
[0020] Die beiden letzten Ausgestaltungen unterscheiden sich vor allem durch die Hinzunahme der dritten Stufe. Falls eine Kreislaufführung vorgesehen wird, kann die Abzweigung des Produktstroms entweder nach dem ersten oder nach dem zweiten Katalysatorbett erfolgen. Bei der Rückführung des aus der ersten oder zweiten Stufe erhaltenen Reaktionsgemisches kann Wasserdampf durch Kondensation leicht abge¬ trennt werden.
[0021] Die einzelnen Katalysatorbetten können bei gleicher Art der Verschaltung auch geteilt ausgeführt oder auf mehrere Behälter verteilt werden. Ferner ist es mög¬ lich, mehrere kleine Katalysatorbetten parallel zu verschalten, die zusammen wie ein einziges großen Katalysatorbett zusammenwirken. Der hier verwendete Begriff "Kata- lysatorbett" ist in diesem Zusammenhang so zu verstehen, dass es sich bei derartigen baulichen Varianten hierbei logisch um jeweils ein Katalysatorbett im Sinne dieser Er¬ findung handelt.
[0022] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird zwischen dem ersten und dem zweiten in Serie geschalteten Katalysatorbett H2O als Wasser oder Wasser¬ dampf oder Wasser-Wasserdampf-Gemisch zugeführt. Hierbei wird üblicherweise ein definiertes Verhältnis von H2O - unabhängig vom Aggregatszustand - zu Kohlenwas¬ serstoffen vorgegeben, durch diese gezielte Einstellung des Verhältnisses von H2O zu Kohlenwasserstoffen in der Gasphase wird eine Prozess benachteiligende Dampf- menge vermieden, insbesondere eine Dampfreformierung oder ein zu großer Gasvo¬ lumenstrom durch zuviel Dampf oder zu hohe Kohlenstoffablagerung auf dem Kataly¬ sator durch zu wenig Dampf.
[0023] Vor Eintritt in das dritte Katalysatorbett muss das Reaktionsgemisch durch direkten oder indirekten Wärmeaustausch abgekühlt werden, um die Temperatur, bei der die Oxidation von Wasserstoff durchgeführt wird, zu reduzieren. Dadurch wird die Gefahr einer unselektiven Wasserstoffoxidation, durch die die Propylenausbeute ver¬ ringert wird, vermieden. In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird daher im dritten Katalysatorbett eine vollständige Oxidation des Wasserstoffs bei einer Tempe- ratur zwischen 200 und 500 0C, vorzugsweise zwischen 300 und 400 0C, durchgeführt.
[0024] Das als Einsatzstoff verwendete, Propan und Sauerstoff enthaltende Gas¬ gemisch, welches auch Ammoniak enthalten kann, und bei dem der Propangehalt ge¬ genüber dem Sauerstoffgehalt überwiegt, und welches in die gleiche Reaktionsvor¬ richtung geleitet wird, wo es mit dem ersten Gasgemisch unter Bildung von Propylen, Wasserdampf und Wasserstoff reagiert, kann üblichen Anlagen der Herstellung von Acrylnitril oder Propylenoxid oder Acrolein oder Acrylsäure entnommen werden, wo es üblicherweise anfällt. Bei einer kombinierten Anwendung kann zum Teil auf Reini¬ gungsstufen verzichtet werden, was ein Vorteil der Erfindung ist.
[0025] Als Katalysatoren werden in Ausgestaltung der Erfindung für alle Kataly¬ satorbetten übliche Dehydrierungskatalysatoren verwendet. Hierzu gehören z.B. Pt und Sn enthaltende Katalysatoren, geträgert auf Zn-, Ca-Aluminat oder Hydrotalcit. Auch kann als Katalysator in den Katalysatorbetten jeder Stufe ein üblicher Dehydrierungs¬ katalysator alleine oder ein spezieller Katalysator zur Wasserstoff-Oxidation zum Ein- satz kommen, der eine bessere Selektivität als übliche Dehydrierungskatalysatoren bei der Wasserstoff-Oxidation aufweist, zusammen mit einem üblichen Dehydrierungs¬ katalysator.
[0026] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von 2 Beispielen näher erläutert. Fig. 1 zeigt das erfindungsgemäße Verfahren mit 2 Oxidehydrierungsreaktoren für Propylen und einem Oxidationsreaktor für Wasserstoff. Fig. 2 zeigt das erfindungsge¬ mäße Verfahren mit einem Oxidehydrierungsreaktor für Propylen.
[0027] Fig. 1 : Vom Einsatzgemisch 1 , bestehend aus Propan und kleinere Anteilen von Sauerstoff, Kohlendioxid, Methan, Ethan sowie Spuren weiterer Kohlenwasser¬ stoffe, wird ein erster Teilstrom 2 abgezweigt und zusammen mit dem Kreislaufgas 3 in den ersten Oxidehydrierungsreaktor 4 geleitet, wo ein Teil des Gemisches bei einer Temperatur von 500 bis 600 0C reagiert.
[0028] Dem aus dem ersten Oxidehydrierungsreaktor 4 abgezogenen Reaktions¬ gas 5 wird ein Dampf-Wasser-Gemisch 6 zugeführt, wobei sich die Gas-Mischung 7 bildet. Zusammen mit einem zweiten, aus dem Einsatzgas 1 abgezweigten Teilstrom 8, wird die Gas-Mischung 7 in den zweiten Oxidehydrierungsreaktor 9 geleitet, wo eine weitere Reaktion bei einer Temperatur von 500 bis 600 0C stattfindet.
[0029] Dem erhaltenen propylen- und Wasserstoff reichen Gas 10 wird ein Anteil Rückgas 11 abgezweigt, welches im Rückgaskühler 12 gekühlt wird und nach Ab-
Scheidung des dabei entstehenden wässrigen Kondensats 13 im Kondensatabschei¬ der 14 mittels des Kreisgasverdichters 15 wieder zum ersten Oxidehydrierungsreak¬ tor 4 gefördert wird. Auf diesem Weg wird dem Kreisgas 16 eine Mischung 17 aus Dampf 18 und Propan 19 zugegeben, wonach das Kreisgas 20 im Aufheizer 21 auf ca. 400 0C erwärmt wird, bevor es als Kreisgas 3 dem ersten Oxidehydrierungsreaktor 4 zugeführt wird.
[0030] Das aus dem zweiten Oxidehydrierungsreaktor erhaltene, übrige propylen- reiche Gas 22 wird im Gaskühler 23 auf ca. 300 0C abgekühlt und das abgekühlte Gas 24 in den Wasserstoff-Verbrennungsreaktor 25 gegeben. Dort verbrennt der ent¬ haltene Wasserstoff selektiv mit dem ebenfalls in den Wasserstoff-Verbrennungsreak¬ tor 25 gegebenen, mit Sauerstoff 26 angereichertem restlichen Teilstrom 27 des Einsatzgases 1 bei 300 bis 400 0C. Das Produktgas 28 aus dem Wasserstoff-Verbren¬ nungsreaktor 25 kann danach einer Wärmerückgewinnung und Gastrennung unterzo- gen oder auch als Einsatzstoff für Synthesen verwendet werden.
[0031] Alle Oxidehydrierungsreaktoren enthalten mindestens ein Katalysatorbett, als Katalysator wird in allen Oxidehydrierungsreaktoren bzw. Dehydrierstufen üblicher Dehydrierungskatalysator verwendet.
[0032] Fig. 2: Das Einsatzgemisch 1 , bestehend aus Propan und kleinere Anteilen von Sauerstoff, Kohlendioxid, Methan, Ethan sowie Spuren weiterer Kohlenwasser¬ stoffe, wird zusammen mit dem Kreislaufgas 3 in den Oxidehydrierungsreaktor 4 ge¬ leitet, wo ein Teil des Gemisches bei einer Temperatur von 500 bis 600 0C reagiert. Dem erhaltenen propylen- und wasserstoffreichen Gas 10 wird ein Anteil Rückgas 11 abgezweigt, welches im Rückgaskühler 12 gekühlt wird und nach Abscheidung des dabei entstehenden wässrigen Kondensats 13 im Kondensatabscheider 14 mittels des Kreisgasverdichters 15 wieder zum Oxidehydrierungsreaktor 4 gefördert wird. Auf die¬ sem Weg wird dem Kreisgas 16 eine Mischung 17 aus Dampf 18 und Propan 19 zuge- geben, wonach das Kreisgas 20 im Aufheizer 21 auf ca. 500 0C erwärmt wird, bevor es als Kreisgas 3 dem ersten Oxidehydrierungsreaktor 4 zugeführt wird.
[0033] Zur weiteren Veranschaulichung des Verfahrens in der Ausgestaltung von Fig. 1 dient folgendes Rechenbeispiel, wobei die Gasbestandteile in kmol/h angegeben werden und auf die Darstellung von Gasbestandteilen mit weniger als 0,1 kmol/h ver¬ zichtet wird. Die Stromnummern entsprechen denen in Fig. 1.
[0034] RechenbeisDiel 1
[0035] Zur weiteren Veranschaulichung des Verfahrens in der Ausgestaltung von Fig. 2 dient folgendes Rechenbeispiel, wobei die Gasbestandteile in kmol/h angegeben werden und auf die Darstellung von Gasbestandteilen mit weniger als 0,1 kmol/h ver¬ zichtet wird. Die Stromnummern entsprechen denen in Fig. 2.
[0036] Rechenbeispie) 2
Bezugszeichenliste
Einsatzgemisch erster Teilstrom
Kreislaufgas erster Oxidehydrierungsreaktor
Reaktionsgas
Wasser-Dampf-Gemisch
Gas-Mischung zweiter Teilstrom zweiter Oxidehydrierungsreaktor propylen- und wasserstoffreiches Gas
Rückgas
Rückgaskühler wässriges Kondensat
Kondensatabscheider
Kreisgasverdichter
Kreisgas
Mischung
Dampf
Propan
Kreisgas
Aufheizer propylenreiches Gas
Gaskühler abgekühltes Gas
Wasserstoff- Verbrennungsreaktor
Sauerstoff restlicher Teilstrom
Produktgas