Die vorliegende Erfindung betrifft eine Groß-Wandbauplatte sowie unter Einsatz
von mehreren solchen Groß-Wandbauplatten erstellte Bauwerke.
Derartige Groß-Wandbauplatten, oft auch als "Groß-Blöcke" bezeichnet, sind in
den verschiedensten Ausführungsformen aus dem Fertigteil-Bauwesen seit langem
bekannt und dort schon jahrzehntelang in Gebrauch.
Seit langem bekannt sind weiters von durchgängigen Kanälen durchzogene
Hohlblock-Bausteine, insbesondere Hohlblock-Ziegel, aus den verschiedensten
Materialien, also z.B. aus Ziegelmassen, Leicht-Beton, betongebundenem Holz, wie z.B.
die bekannten Durisol-Steine u. dgl. Diese Hohlblock-Bausteine können, wie übliche
Ziegel, zu Wand- und Gebäude-Strukturen versetzt und - gegebenenfalls nach Einbringen
von Armierungselementen - mit einer Bindemittelmasse ausgegossen werden, welche die
hohe Tragfähigkeit der Baustruktur letztlich auch dann sicherstellt, wenn das, die
Hohlblock-Steine selbst bildende, Material keine besondere mechanische Festigkeit
aufweist.
Bekannt sind weiters, gegebenenfalls Geschosshöhe aufweisende
Hohlwandelemente mit - einen flachen, mit einem fließ- oder rieselfähigen Bindemittel
vorfüllbaren, Füllraum beidseitig begrenzenden - Trag-Schalenwänden aus einem
erhärteten Bindemittel-Baustoff, wobei die genannten Trag-Schalenwände mittels in
denselben verankerten Distanz- und Halteelementen, meistens voneinander beabstandete
Gitterstege aus Baustahl od. dgl., sandwichartig miteinander verbunden sind.
Des Weiteren ist zum Stand der Technik auf dem Gebiet der Bausteine bzw.
Bauplatten mit Hohlräumen folgendes näher auszuführen:
In der AT 3888202 B ist ein quadratisch-plattenförmiger Baustein mit im
Wandverband senkrecht oder waagrecht verlaufenden Hohlräumen beschrieben, wobei
die von quer zur Plattenebene verlaufenden Wandungen begrenzten Hohlräume der Platte
voneinander einheitliche Abstände besitzen und die den Kanten der Platte benachbarten,
zu denselben parallelen Hohlräume von diesen Kanten Abstände aufweisen, die geringer
sind als die in der Plattenebene gemessenen Querschnittsabmessungen der Hohlräume
oder nur etwa die halbe Größe der übrigen Hohlräume aufweisen und gegen die Kanten
hin offen sind, sodass die Hohlräume bei einer Verlegung der Platten im Verband Voll-auf-Fug
zumindest teilweise fluchten. Die Kantenlänge dieser nach Art von Ziegeln zu
versetzenden und mit Beton auszugießenden Wandplattensteine kann konkret z.B. etwa
50 cm betragen und deren Dicke etwa 12 oder 6 cm.
Die GB 2297771 A beschreibt einen zum Aufbau von Gebäudewänden
vorgesehenen, im Wesentlichen ebenfalls wie Ziegel zu verlegenden Hohlblock aus Beton
mit sich in demselben hinziehenden Hohlräumen und gegebenenfalls allseitig um
dieselben angeordneten Schlitzräumen, welche den Hohlblock ebenfalls durchziehen.
Der FR 2540913 A sind ebenfalls nach Art von Ziegeln zu Wänden versetzbare,
relativ klein dimensionierte Beton-Hohlsteine zu entnehmen, welche im Wesentlichen
rechteckigen Querschnitt besitzende Hohlräume aufweisen und wobei sich nur in einer der
dieselben begrenzenden, der Haupterstreckung der Hohlblocksteine entsprechenden
Wände ebenfalls durch Stege voneinander getrennte Schlitze hinziehen. Gemäß dieser
Schrift kann vorgesehen sein, dass auf der aus den Blöcken aufgebauten Wand, und zwar
auf deren keine Schlitzöffnungen aufweisenden Seite, eine nach außen mit einer
Deckplatte od. dgl. abgeschlossene, gesonderte block-übergreifende Schicht aus einem
Dämmmaterial aufgebracht ist.
Schließlich zeigt die FR 2317431 A mit seitlichen Formschlusselementen
ausgestattete, an sich kompliziert und daher nur kostspielig zu fertigende zum Aufbau von
Gebäudewänden vorgesehene, plattenartige Bausteine, welche beim Bau der Wände
mittels etwa knochenförmigen Formschlussstücken miteinander zu verbinden sind.
Es ist - wie oben kurz erwähnt - auch schon verschiedentlich versucht worden, die
Hohlblock-Steine einzeln an einer oder beiden Seiten mit einer außen an sie gebundenen
Wärmedämmschicht, z.B. auf Polystyrol-Basis, zu versehen, sodass sich eine
nachträgliche Aufbringung einer solchen Dämmschicht an der Baustelle erübrigt.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, Groß-Wandbauplatten für
die Errichtung von Bauwerken, wozu sowohl Tief- bzw. Kellerbauten, als auch Hochbauten
u. dgl. zu zählen sind, zu schaffen, welche die verschiedenen Nachteile bekannter
vorgefertigter Bauelemente bzw. Fertigbauteile, wie insbesondere deren hohes
Eigengewicht und mangelnde Flexibilität bei der Wahl des die mechanische Festigkeit und
Stabilität des damit errichteten Bauwerks gewährleistenden Bindemittels und auch bei der
Auswahl der Qualität und Effektivität der zum Einsatz kommenden Dämmstoffe nicht
aufweisen. Die Groß-Wandbauplatten sollen aber, ohne die Technologie konventioneller
Baustoff-Herstellunsgmethoden, wie z. B. die Ziegelbrenn-Technologie in größerem
Ausmaß verlassen zu müssen, so groß wie möglich dimensioniert sein, sodass bei deren
Versetzen und Verbinden zu einer gewünschten Bauwerks-Struktur die Arbeit auf das
Versetzen von relativ wenigen Einzel-Wandelementen beschränkt ist, was einen raschen
Baufortschritt bei möglichst geringem Manipulations- und Personalaufwand sicherstellt.
Zusätzlich sollen die für die neuen Bauplatten verwendeten Baustoffe biologisch
unbedenklich sein und ein möglichst angenehmes Nutzungs-, bzw. insbesondere
Wohngefühl zu vermitteln imstande sein.
Die neuen Groß-Wandbauplatten sollen weiters mit geringem Ausschuss fertigbar
sein, ihr Transport und ihre Manipulation auf der Baustelle soll infolge optimal gewählter
Dimensionierung und ihres relativ geringen Eigengewichts einfach und unproblematisch
sein, sie sollen durch einfache Bearbeitung, wie z. B. durch Trennen, Schleifen od. dgl., in
eine jeweils gewünschte bzw. benötigte Form gebracht werden können. Sie sollen weiters
ohne großen Aufwand zu einer ansprechenden Bauwerks-Struktur zusammensetzbar sein
und letztlich durch Vor-Ort-Finalisierung erst auf der Baustelle ebenfalls durch einfache
Manipulationsschritte mit den jeweils gewünschten und nötigen bauphysikalischen
Eigenschaften, wie hohe mechanische Festigkeit und ausgezeichnete Wärme- und
Schalldämm-Eigenschaften, ausgestattet werden können.
In der AT 411610 B ist eine Bauplatte beschrieben, welche den gestellten
Anforderungen in vielen Punkten entspricht, welche aber bezüglich Robustheit und
Wärmedämm-Wirkung dennoch nicht voll befriedigt.
Diese bekannte Groß-Wandbauplatte ist allseitig an ihren seitlichen
Schmalseitenflächen an gleichartige Bauelemente anschließbar und ist mit denselben
mittels Bindemittel, durch Klebung od. dgl. verbindbar und mit zwei im Abstand
voneinander angeordneten, durch voneinander beabstandete Trag-Wandstege
miteinander verbundenen, zueinander parallel angeordneten Schalenwänden gebildet,
wobei vorgesehen ist,
- dass die, vorteilhafterweise Bauwerks-Raum- bzw. -Geschosshöhe aufweisende,
Wandbauplatte, die bevorzugt aus bzw. auf Basis gebrannter Ton- bzw.
Ziegelmasse besteht, und einstückig gefertigt ist,
- - wobei dort jeweils von zwei Trag-Wandstegen und den Trag-Schalenwänden
umgrenzte, etwa schachtartige - für eine, gegebenenfalls unter Anordnung von
Bewehrungselementen, erfolgende Verfüllung mit einer Bindemittelmasse
vorgesehene - bevorzugt Rechteck-Querschnitt aufweisende, Trag-Kammern sich
von einer oberen (unteren) Schmalseitenfläche zur ihr diametral
gegenüberliegenden unteren (oberen) Schmalseitenfläche der Wandbauplatte
durchgehend hindurch erstrecken und an den genannten Schmalseitenflächen
beidseitig offen enden, und wobei gegebenenfalls zumindest eine Trag-Schalenwand,
unter Bildung eines durchgehenden, ebenfalls beidseitig offenen
Schlitzraums mit Wandungen doppelwandig ausgebildet ist bzw. sind, wobei
weiters
- jeder der Trag-Wandstege eine Mehrzahl von denselben durchsetzenden, bevorzugt
voneinander gleichmäßig beabstandeten und gleich großen Öffnungen aufweist, und
die Öffnungen der Trag-Wandstegen zueinander linear fluchtend angeordnet sind,
und wobei vorgesehen ist,
- dass die Wandbauplatte zusätzlich zu den die Trag-Kammern bildenden bzw.
dieselben umschließenden beiden, durch Trag-Wandstege verbundenen Trag-Schalenwänden
zumindest auf einer Seite - unter Ausbildung einer Mehrzahl von
Dämmkammern - eine von einer der beiden Trag-Schalenwände beabstandete,
parallel zu ihr angeordnete und mit ihr über Dämm-Wandstege verbundene Dämm-Schalenwand
aufweist, wobei diese Dämm-Wandstege, ebenso wie die Dämm-Schalenwand,
die beiden Trag-Schalenwände und die Trag-Wandstege aus dem
gleichen Material gebildet sind.
Es hat sich nun in der Praxis herausgestellt, dass der einstückige Aufbau zwar
eventuell gewisse Vorteile bei der Fertigung der neuen Platten, z.B. durch Extrusion,
bringen kann, dass aber infolge der aus Festigkeitsgründen notwendigen Stärke bzw.
Dicke der die Dämm-Kammern definierenden Dämm-Wandstege nicht zu
vernachlässigende Wärmeabfluss- bzw. Kältebrücken gegeben sind, wodurch die
Wärmedämmung der bekannten Bauplatten immer noch nicht voll zufriedenstellend ist.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, bei ansonsten den räumlichen und
bautechnischen Gegebenheiten, wie sie durch die soeben beschriebenen, bekannten
Wand-Bauplatten gegeben sind, analogen Bedingungen eine Groß-Wandbauplatte mit
wesentlich verbesserten Wärmedämm-Eigenschaften zu schaffen.
Es wurde nun gefunden, dass dieses Ziel durch Entfall der oben beschriebenen
Dämm-Wandstege erreichbar ist.
Gegenstand der Erfindung ist somit eine neue Groß-Wandbauplatte der im
Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art mit den im
kennzeichnenden Teil dieses Anspruches 1 angeführten
Merkmalen und Merkmals-Kombinationen.
Durch die volle Durchgängigkeit der Trag-Kammern der neuen Groß-Wandbauplatte,
ist grundsätzlich das Einführen einer eventuell vorgesehenen Halte- bzw.
Armierungsstruktur und das Vergießen der Trag-Kammern der Bauelemente mit einem die
Festigkeit der Bauwerks-Struktur sichernden Bindemittel, wie insbesondere mit Beton,
durch die über- bzw. aufeinander angeordneten Groß-Wandbauplatten hindurch
gewährleistet und somit sowohl eine innere Festigung des einzelnen Bauelements selbst
als auch eine Stabilisierung einer z. B. mit mehreren übereinandergeschichteten Bauteilen
gebildeten Bauwerks-Struktur erreichbar.
Was die Verfestigung der inneren Struktur der Groß-Wandbauplatten betrifft,
stellen die deren in Mehrzahl vorhandenen Kammern miteinander verbindenden
Öffnungen in den dieselben voneinander trennenden Trag-Wandstegen weitere
wesentliche Stabilisierungs-Faktoren dar. Die Anordnung dieser Trag-Wandsteg-Öffnungen
erlaubt die Anordnung von quer durch eine Mehrzahl von Trag-Kammern zu
verlegenden Halterungs- und Armierungselementen beim Vergießen der Trag-Kammern
mit Beton, Leichtzuschlags-Beton od. dgl., sowie eine gleichmäßige allseitige Füllung der
Trag-Kammern der Wandbauplatten.
Was aber die wesentliche Verbesserung der Wärmedämmung betrifft, so ist dafür
das Weglassen der bisher die jeweils nur von oben nach unten oder vice versa nicht
erstreckenden Dämmkammern voneinander trennenden Dämm-Stege, welche, da die
bekannten Wandplatten einstückig waren, aus dem gleichen Material bestanden wie
Dämm-Schalenwand, die Trag-Schalenwände und die sie verbindenden Trag-Wandstege.
Um die notwendige Festigkeit und Robustheit der Bauplatten beim Transport und bei den
rauen Bedingungen auf der Baustelle zu gewährleisten, mussten bisher die Dämm-Wandstege
die dafür nötige Materialstärke aufweisen, und somit verblieb ein doch
beachtlicher Anteil von z.B. 5 - 10 % der Fläche der Bauplatten nicht nur ohne
Wärmedämmung, sondern es existierten dort eben sogar Kältebrücken.
Infolge des Entfalls dieser Dämm-Wandstege und des Ersatzes derselben durch -
bei gleichzeitig wesentlich erhöhter mechanischer Festigkeit nur vergleichsweise äußerst
geringe Wärmefluss-Querschnitte aufweisende - Distanzhalte- und Haltestreben aus
Baustahl, wird die an sich ja wesentlich höhere Wärmeleitfähigkeit des Baustahls durch
die um jedenfalls wesentlich mehr als eine Zehnerpotenz verringerte, für den
Wärmeabfluss zur Verfügung stehende Gesamt-Querschnittfläche weit überkompensiert.
An sich eignen sich die neuen Groß-Wandbauplatten besonders für die Errichtung
von kleineren Häusern, wie z. B. von ebenerdigen oder ein- bis zweistöckigen Ein- oder
Mehrfamilienhäusern mitsamt Kellern, wobei eine günstige Dimensionierung der
Wandbauplatten z. B. darin besteht, dass ihre Höhe dem vollen Ausmaß, der Hälfte oder
einem Drittel der jeweils gewünschten Raumhöhe entspricht, und dass ihre Länge - z. B.
einem 25 cm-Modul-Grundraster folgend - z. B. 75 cm, 1 m oder 1,50 m beträgt.
Die Dicke der Wandbauplatten kann im Wesentlichen beliebig und sich an die
jeweiligen individuellen Erfordernisse von Seiten der klimatischen Bedingungen und des
sie bildenden Materials angepasst gewählt sein
Ein weiteres vorteilhaftes Merkmal der neuen Groß-Wandbauplatten kann in der
gegebenenfalls vorgesehenen Doppelwandigkeit zumindest einer ihrer Trag-Schalenwände
bestehen: Durch ein einfaches Öffnen der einen Wandung der
doppelwandigen Schalenwand, z. B. durch Fräsen, Bohren oder Stemmen, lässt sich der
Schlitzraum zwischen diesen Wandungen öffnen, und es können dort jeweils gewünschte
Installations-Elemente, wie z. B. Kabel, Rohre, Telekommunikations-Leitungen od. dgl.
eingebracht, eingezogen od. dgl. werden, wonach ein einfaches Schließen der vorher
geschaffenen Zugangsöffnungen, Schlitze od. dgl., beispielsweise durch einfaches Zu-Putzen
od. dgl. erfolgen kann.
Der Anspruch 2 offenbart eine bevorzugte Form der Distanzier- und
Halteelemente, nämlich wie für Überlager oder Decken übliche Gitterstege mit V-förmiger
Querschnittsgestalt, welche marktgängig und daher kostengünstig sind.
Den Ansprüchen 3 und 4 sind verschiedene vorteilhafte Details der
Anordnung und Verankerung der für Halterung und Abstandshaltung der Dämm-Schalenwand
vorgesehenen Gitterstege zu entnehmen, wobei bei der Ausbildungsform
gemäß Anspruch 4 eine besonders hohe Festigkeit durch Einleitung der Kräfte
von den Gittersteg-Streben über die V-Kante in die durch die Tragwand-Stege verstärkte
und gestützte Tragschalenwand gewährleistet ist.
Dem Anspruch 5 ist zu entnehmen, dass eventuell auch ein ursprünglich
ebenes und dann räumlich "zig-zag" aufgefaltetes bzw. gekantetes Baustahlgitter als
Distanzier- und Halteelement(e) zwischen Dämm-Schalenwand und Tragschalenwand
eingesetzt werden kann, was eine erhöhte Steifigkeit der Wandbauplatte mit sich bringt.
Der Anspruch 6 betrifft vorteilhafte Details der Anordnung und Verankerung
der als Distanzier- und Halteelemente vorgesehenen "zig-zag" gefalteten Baustahlgitter.
Es soll an dieser Stelle deutlich darauf hingewiesen werden, dass die in den
erfindungsgemäßen Bauplatten angeordneten, in jedem Fall eine Mehrzahl von geringe
Materialstärke aufweisenden, sich von Dämm-Schalenwand zu Trag-Schalenwand und
vice versa erstreckende Stäbe bzw. Streben umfassenden, Distanzier- und Halteelemente
den großen Vorteil haben, dass sie keine - den letztlich für eine Füllung mit Dämmmaterial
vorgesehenen Dämm-Raum in - wie bisher bekannte - einzelne, zueinander parallel
vertikal verlaufende Dämm-Kammern trennenden und damit die Verteilung der
Dämmstoffpartikel bzw. von Dämmstoffschäumen behindernden, bisher durch die Trag-Wandstege
gebildeten Trennwände aufweisen.
Vielmehr ist ein an seinen Hauptflächen durch die Trag-Schalenwand einerseits
und durch die Dämmschalenwand andererseits definierter, aber - wenn gewollt -
ansonsten nach allen Richtungen hin offener, freier und frei befüllbarer oder nur mit die
Schmalseite der Platte schließender Endwandung seitlich begrenzter Dämm-Raum
gegeben, in welchem Dämmstoffpartikel, -körner, -flocken oder Dämmstoff-Schäume sich
nicht nur, wie bisher in den schachtartigen Dämm-Kammern vertikal, sondern auch seitlich
horizontal, also nach allen Richtungen innerhalb des Dämm-Raumes hin frei ausbreiten
und verteilen können, was letztlich eine gleichmäßige Verteilung der Dämmstoffe in den
Wänden des aus den neben- und übereinander angeordneten und über ihre Schmalseiten
miteinander zum Bauwerk verbundenen Groß-Wandbauplatten erstellten Bauwerks und
damit eine gleichmäßige Wärmedämmung über die gesamte Wandfläche gewährleistet.
Durch den Wegfall der Vertikal-Kammerung braucht beim Aufbau von Wänden mit
den neuen Wandbauplatten bei Seitversetzung der übereinander anzuordnenden
Bauplatten auf eine eventuelle Kongruenz der Dämm-Kammern nicht mehr geachtet zu
werden.
Da sich nicht alle für die neuen Groß-Bauelemente an sich geeigneten Materialien -
beispielsweise wegen zu geringer Festigkeit - für eine doppelwandige Ausführungsform
der Schalenwände eignen, ist es für einen solchen Fall, der auch aus Gründen der
Bauwerkstatik auftreten kann, günstig, die Schalenwände massiv auszuführen.
Fertigungstechnisch und für die Stabilität günstig ist weiters eine Anordnung der
Verbindungsstege zwischen den Trag-Schalenwänden und der kurzen Verbindungsstege
zwischen den beiden Teil-Wandungen derselben im Falle doppelwandiger Schalenwände
im wesentlichen in einer Linie.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsvariante der neuen Wandbauplatten ist
gemäß Anspruch 7 dann gegeben, wenn beide Trag-Schalenwände mit
Schlitzraum-Wandungen zweischalig ausgebildet sind und insbesondere bauwerksaußenseitig,
von der entsprechenden Trag-Schalenwand mittels der Distanzier- und
Halteelemente beabstandet, die Dämm-Schalenwand unter Ausbildung des praktisch
allseitig durchgängigen Dämm-Raums angeordnet ist.
Die Dämm-Räume enden, sind zur Seite und nach oben hin offen, so dass eine
gleichmäßige innere Verfüllung der Wandbauplatten mit schütt- oder fließfähigen Dämm-Material
nicht nur in einer der Wandbauplatten, sondern auch gleichzeitig mit ihr in einer
darüber angeordneten bzw. darauf aufgesetzten bzw. darunter oder gegebenenfalls auch
seitlich angeordneten, gleichartigen Wandbauplatte, also somit letztlich über die gesamte
Bauwerks-Höhe, ermöglicht ist.
Im Sinne der oben als vorteilhaft angeführten Flexibilität beim Einsatz der neuen
Wandbauplatten in der Praxis ist eine an sich bekannte modulraster-artige Anordnung von
rechteckigen Querschnitt aufweisenden Trag-Kammern innerhalb der Platten günstig.
Um einen, dem jeweiligen Modulmaß entsprechenden, seitlichen Anschluss der
neuen Groß-Wandbauplatten untereinander zu gewährleisten, kann das Weglassen eines
der seitlich äußersten Trag-Wandstege zwischen den Trag-Schalenwänden günstig sein,
so dass, wie gemäß Anspruch 8 vorgesehen, die Wandbauplatte an einer ihrer
seitlichen (Schmal-)Seitenflanken mit einem Trag-Wandsteg abschließt, während der
Dämm-Raum dort - wie sonst nach oben, unten und auf der anderen Schmalseite offen ist
und mit dort die Trag-Schalenwände bzw. deren beiden, den Installationsschlitz bildenden
Schlitz-Wandungen fortsetzenden, seitlich von der Platte frei wegragenden Fortsätzen
endet.
Es kann, wie gemäß dem Anspruch 8 in vorteilhafter Weise weiters vorgesehen, für
einen beiderseitigen Anschluss bzw. Zusammenschluss von mehreren Wandbauplatten
aber auch günstig sein, beidseitig, wie soeben beschriebene, seitlich nach außen hin
offene, äußere Trag-Kammern vorzusehen, wobei die seitlich frei endenden Fortsätze der
Trag-Schalenwände beim seitlichen Aneinanderfügen und Verbinden der
Wandbauelemente untereinander stumpfstoßend aneinander gebunden bzw. geklebt
werden. Auf diese Weise ist dann in der fertigen Bauwerks-Struktur jeweils aus zwei
aneinandergrenzenden, seitlich offenen Tragkammern von zwei seitlich aneinander
anliegend angeordneten und miteinander klebe-verbundenen Wandbauelementen jeweils
eine gemeinsame, ebenfalls von oben nach unten durchgehende Tragkammer gebildet.
Die Ansprüche 9 und 10 betreffen bevorzugte Ausführungsformen der
neuen Wandbauplatten, bei welchen die Trag-Schalenwände untereinander bzw. die
äußere Trag-Schalenwand und die Dämm-Schalenwand nach oben und zu einer Seite hin
verschieden lang sind. Diese Art der Platten ist z.B. für die Ausführung von Gebäude-Eckkanten
günstig.
Die Erfindung betrifft gemäß den Ansprüchen 11 und 12 weites zu den
bisher beschriebenen Groß-Wandbauplatten ganz analoge Platten, bei welchen auch die
Trag-Wandstege durch - zu den Distanzier-Elementen der Dämm-Schalenwände analoge
- Tragschalen-Distanzier- und Halteelemente gebildet sind.
Einen weiteren wesentlichen Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein
Bauwerk bzw. die Wandstruktur eines Bauwerks, aus den vorher in ihren Details
eingehend beschriebenen erfindungsgemäßen Groß-Wandbauplatten gemäß
Anspruch 13.
Die hier beschriebene neue Art der Verbindung der Groß-Wandbauplatten zum
Bauwerk hat den großen Vorteil, dass bis zur Fertigstellung der Struktur das für deren
mechanische Festigkeit verantwortliche Bindemittel, insbesondere Beton, ebenso frei
gewählt werden kann, wie das zur Verfüllung der - zusammen gegebenenfalls einen der
Dimension einer gesamten Bauwerkswand entsprechenden, gegebenenfalls bauwerksweiten,
also auch die Bauwerks-Ecken umfassenden Gesamt-Dämm-Raum bildenden -
Dämm-Räume vorgesehene schütt-, riesel- oder fließfähige Dämm-Material.
Dem Anspruch 14 ist eine bevorzugte Art der Ausbildung des oberen
Randes der jeweils obersten Groß-Wandbauplatten des Bauwerks für den Anschluss der
bzw. an die Dachstruktur zu entnehmen, wodurch gleichzeitig mit der Verfüllung der
Dämm-Räume in den Wandbauplatten bzw. des gesamtbauwerks-umfassenden Dämm-Raumes
des fertig errichteten Bauwerks die Wärmedämmung auch in die zwischen den
Sparren eines Daches gebildete Hohlräume eingebracht sein kann, so dass der Körper
Stränge aus dem Wärmedämm-Material von der Bauwerks-Unterkante bis zum Dachfirst
ohne Unterbrechung durchgehend ausgebildet sein kann.
Im Folgenden sind die Vorteile der erfindungsgemäßen Wandbauplatten kurz
zusammengefasst:
1. Die Bauzeit von Massivbauten mit (Außen-) Wärmedämmung ist minimiert 2. Es können vorteilhaft natürliche oder naturnahe Materialien, und zwar auch
solche mit relativ geringer mechanischer Festigkeit als Werkstoffe eingesetzt
werden 3. Der Zusammenbau der modulartig ausgebildeten Platten ist einfach 4. Es erfolgt Vorfertigung im Werk und zwar inkl. Einbau von Einbauteilen, wie z.
B. Fenster, Türstöcke, bis hin zum fertigen Verputz 5. Das Transport-Gewicht der Platten ist durch den Ersatz der Baustoffmasse der
bisherigen Dämm-Wandstege durch Stahlstäbe beachtlich verringert 6. Die Wärme- und Schalldämmung kann individuell gewählt werden, und es sind
durchaus große Wärmedämmmaterial-Schichtstärken möglich 7. Für die Wärmedämmung kann loses, eventuell recycliertes und jedenfalls
wiederverwendbares Dämm-Material verwendet werden 8. Kältebrücken sind durch eine den Wegfall der Dämm-Wandsteige praktisch
völlig vermieden 9. Die Wärmedämmung kann - in analoger Weise wie außen - auch zusätzlich
oder nur innenseitig vorgesehen sein 10. Beim Abbruch eines mit den Platten gebildeten Bauwerks kann das Dämm-Material
ohne große Beschädigung gewonnen und wieder verwendet werden 11. Schnellere Austrocknung durch die nach allen Seiten hin offenen Dämm-Räume
zwischen Dämm- und Trag-Schalenwand
Bezüglich der Vorgehensweise beim Bauen in der Praxis sei auf folgendes
hingewiesen:
Ein Austreten des Wärmedämm-Materials an den Schmalseiten der Platten kann
durch Verschlussstreifen, die vor Einbringen der Wärmedämmung angeordnet werden,
verhindert werden. Die Groß-Wandbauplatten werden mit einem Kleber zum Bauwerk
zusammengeklebt. Öffnungen für Fenster und Türen werden gegebenenfalls aus der
Wandbauplatte ausgeschnitten bzw. gleich bei der Produktion der Platten eingeplant und
freigelassen und mit - den Dämm-Raum und die Trag-Kammern abschließenden -
Abschlussplatten versehen werden. Für die Hausinstallationen sind Installationsschlitze in
der bevorzugt doppelwandigen Trag-Schalenwand vorzusehen.
Die neuen Groß-Wandbauplatten werden im Werk erzeugt, wobei sie auch auf
gleiche Dimensionen gebracht werden, wie z. B. bei Wandbauplatten aus gebrannter
Ziegelmasse od. dgl. durch Sägen, Fräsen, Schleifen oder mit sonstigen geeigneten
Abtragungsmethoden.
Die Dämm-Raum-"Dicke" ist abhängig von der Dämmwirkung des in den Dämm-Raum
eingetragenen Dämmstoffs und eventuell auch von den statischen Erfordernissen.
Die neuen Groß-Wandbauplatten, die bevorzugterweise mit Naturmassivmauer-Material
als strukturgebendem Material gefertigt sind, werden auf der Baustelle mittels
Kleinkran oder aber schon im Werk im Verbund zusammengebaut, wobei als
Transporthilfe jeweils im unteren und im oberen Bereich der Wandplatte ein Kranträger
eingebaut sein kann, und diese Kranträger mittels Gewindestangen miteinander
verbunden sind und nach erfolgtem Versetzen und Einbau der Platte entfernt werden. Als
Verbindungsmaterial für die Platten zur Bildung einer Bauwerkswand, wird, wie schon
oben erwähnt, ein Kleber verwendet.
Auslässe, wie z. B. Fenster und Türöffnungen werden entweder gleich freigelassen
oder später ausgeschnitten und mit Verschlussblenden, z. B. mit Hartschaumstoffplatten,
verschalt.
Ecken und Anschlüsse können maurermäßig verbunden werden.
Roste werden so ausgebildet, dass die Trag-Kammern abgeschnitten werden und
der Dämm-Raum an der Oberkante Decke offen ist. Auf der Innenseite der Trag-Kammer
kann noch eine zusätzliche Rostdämmung gegen die Auskühlung durch die Decke
angebracht werden.
Nach Aufbringen des Verputzes kann das Wandelement fertig versetzt werden,
ausgenommen die Betonfüllung, die nach erfolgtem Versetzen der Wandbauplatten in die
Trag-Kammern eingebracht wird.
Die Wandbauplatten werden geschoßweise versetzt, üblicherweise wird dann eine
Decke eingezogen und dann wieder ein Geschoß versetzt. Diese Platten weisen
günstigerweise eine oberseitig kürzere innere Trag-Wandschale auf, wobei die dadurch
gegebene Absetzung für die Auflage einer Decke dient.
In den Trag-Kammern kann eine Bewehrung eingebracht werden, und zwar je nach
Erfordernis ebenfalls gleich im Werk oder aber erst auf der Baustelle.
Das Einbringen des Dämm-Materials erfolgt günstiger Weise nach Austrocknen der
Wände und Decken, wobei das Füllen der Wände gleichzeitig mit dem Füllen der Decke
bzw. Dachstuhls erfolgen kann. Dadurch können praktisch alle Kältebrücken vermieden
werden.
Vor dem Füllen werden die eventuell noch seitlich und nach oben hin offenen
Dämm-Räume mit Verschlussstreifen verschlossen, damit kein Wärme-Dämm-Material
verloren geht.
Bis ein solcher Verschluss der Dämm-Räume erfolgt, wirken dieselben wie Fänge,
in welchen ein Zug entsteht und was zu einer schnelleren Austrocknung des Bauwerks
beiträgt.
Das Dämm-Material kann, wenn es kleinstückig rieselfähig ist, später beim Abbruch
wieder gewonnen und wieder verwendet werden.
Bei Balkonen wird die Dämmung mit einem wärmegedämmten Kragträger
ausgeführt. Das Füllen mit Dämm-Material erfolgt durch Anbohren der Kammern unterhalb
desselben. Das gleiche gilt auch bei den Fenstern.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert: Es zeigen in Grundriss-,
Schnitt- und Seiten-Ansicht und in einer Schnittansicht eine erste Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen, für die Ausbildung von Bauwerks-Ecken bzw. -Kanten vorgesehenen
Groß-Wandbauplatte ohne Wärmedämmung, die Fig. 4 bis 6 in den gleichen drei Arten,
die Fig. 1 bis 4 in Grundriss- und in Seitenansicht, sowie in zwei Schnitt-Ansichten eine
erste Ausführungsart einer erfindungsgemäßen Wandbauplatte mit Wärmedämm-Raum,
welche als Eckmodul einsetzbar ist, die Fig. 5 bis 8 in den gleichen vier, soeben
genannten Arten der Ansichten eine weitere Ausführungsform einer neuen Wandbauplatte
mit Wärmedämmung in Grundmodul-Ausführung, die Fig. 9 eine günstige Art der
Ausrüstung einer neuen Wandbauplatte für deren Transport zur Baustelle, die Fig. 10 eine
Detail-Schnittansicht der neuen Bauplatte 1 und die Fig. 11a, 11 b und 12 schematisch drei
Ausführungsformen der Distanzier- und Halteelemente der neuen Wandbauplatten in
Schrägansichten, die Fig. 13 und 14 einen Ausschnitt aus einer Wandbauplatte in zwei
Schnittansichten, die Fig. 15, 16 und 17 schematisch drei Ausführungsformen der neuen
Bauplatte jeweils in drei Sichten, die Fig. 18 bis 20 jeweils in perspektivischer Ansicht den
Aufbau einer mit den neuen Platten erstellten Bauwerks-Struktur, wobei jeweils gesondert
eine erste Schar und eine zweite, darüber anzuordnende Schar von erfindungsgemäßen
Wandbauplatten und schließlich die aus der ersten und zweiten Schar der
Wandbauplatten gebildete bzw. zusammengebaute, gesamte Bauwerks-Struktur gezeigt
sind. Weiters zeigen die Fig. 21 bis 23 in Ergänzung zu den Fig. 18 bis 20 - jeweils in
Grundriss-Ansicht und jeweils ebenfalls voneinander getrennt, die erste und die zweite
Schar der neuen Wandbauplatten, sowie die aus den beiden übereinandergesetzten
Scharen aufgebaute Gebäudestruktur, wobei - wie durch Pfeilspitzen an den Stoß- und
Klebestellen angedeutet - die Bauplatten der zweiten Schar gegenüber jener der ersten
Schar seitlich versetzt sind, die Fig. 24 und 25 in Schnitt- und Vorder-Ansicht den
Anschluss einer Dach-Dämm-Struktur an eine für diesen Zweck adaptierte neue
Wandbauplatte innerhalb einer Gebäudestruktur, die Fig. 26 eine im Rahmen der
Erfindung bevorzugte Ausbildungs-Variante der neuen Wandbauplatte und schließlich die
Fig. 27 die Ausbildung eines seitlichen Abschlusses einer neuen Wandbauplatte gegen
eine Bauwerksleibung hin.
Die für einen einseitig, also rechts vorgesehenen Anschluss von weiteren
Wandbauplatten vorgesehene Wandbauplatte 1 der Fig. 1 bis 4, weist im Wesentlichen
hochgestellt rechteckige Grundform auf und besteht aus zwei voneinander beabstandeten,
zueinander parallel angeordneten Trag-Schalenwänden 2 mit jeweils zwei relativ knapp
voneinander beabstandeten, zu einander parallelen, relativ dünnen Teil-Wandungen 201,
202, zwischen welchen - durch die diese beiden Wandungen 201, 202 verbindende Steg-Teile
2012 jeweils getrennt - eine Mehrzahl von, für die Unterbringung von
Installationselementen, wie Versorgungsleitungen, Kommunikationsleitungen od. dgl.
vorgesehenen, Installations-Schlitzkammern 205 ausgebildet sind.
Die beiden Trag-Schalenwände 2 sind miteinander durch voneinander
beabstandete Trag-Wandstege 21 mit voneinander gleichmäßig beabstandeten, hier
runden, Steg-Öffnungen 211 miteinander verbunden. Zwischen den Trag-Wandstegen 21
und den beiden Trag-Schalenwänden 2 sind in der gezeigten Form sieben gleich große,
Rechteck-Querschnitt aufweisende Trag-Kammern 25 und eine rechts seitlich außen
liegende Trag-Kammer 251 mit schmälerem bzw. halbem Rechteck-Querschnitt
ausgebildet. Die Tragkammern 25, 251 dienen zur mechanischen Stabilisierung der z. B.
aus gebranntem Ton gefertigten und daher nicht hoch-festen Wandbauplatten 1, indem
diese letztlich nach Fertigstellung der Bauwerks-Struktur mit einer fließfähigen, später
dann aushärtenden und sich verfestigenden Bindemittelmasse, wie vorzugsweise Beton
oder Leichtbeton ausgegossen werden.
Die Trag-Kammern 25, 251 durchziehen ohne Unterbrechung die Wandbauplatte 1
von ihrer Oberseite bzw. oberen Schmalseite 93 bis zu ihrer Unterseite 94 und sind somit
beidseitig offen. An der rechten Seitenflanke 92 haben die sich dort befindlichen, beiden
äußersten Tragkammern 251, 252 keine Seitenwandung und somit einen offenen
Querschnitt. Die Trag-Schalenwände 2 und deren Teil-Wandungen 201, 202 enden zu der
Seitenflanke 92 der neuen Wandbauplatte 1 hin als Fortsätze 22.
Die Wandbauplatte weist eine von einer ihrer Trag-Schalenwände 2 beabstandet
angeordnete und zu ihr parallel verlaufende, mit ihr über Abstandshalte- und
Halteelemente 310, hier V-Gitterstege 311, verbundene Dämm-Schalenwand 3 auf. Der
auf diese Weise gebildete, bloß von den Stäben der Gitterstege 311 durchsetzte
einheitliche Dämm-Raum 350 ist nach oben, nach unten und nach rechts hin offen. Die in
diesen Fig. 1 bis 4 gezeigte Wandbauplatte 1 ist günstigerweise für End- bzw. Eckbereiche
der Wände einer Bauwerks-Struktur vorgesehen.
Die in diesen Fig. 5 bis 8 - bei sonst völlig gleichbleibenden Bezugszeichen-Bedeutungen
- gezeigte Wandbauplatte 1 ist als zweiseitig an gleichartige Bauplatten
anschließbare Bauplatte bzw. Wand-Modulplatte mit einer linken und einer rechten
äußersten Trag-Kammer 251, 252 mit jeweils offenem Querschnitt und für den Anschluss
einer z. B. ebenso mit seitlich offener Trag-Kammer, fortsetzenden weiteren
Wandbauplatte 1 ausgebildet.
Die in diesen Fig. 5 bis 8 - bei ansonsten gleichbleibenden
Bezugszeichenbedeutungen - gezeigte Wandbauplatte 1 ist mit beiderseits äußeren,
offenen Querschnitt aufweisenden, also ohne seitlich begrenzende Trag-Stegwände 21
ausgebildeten Trag-Kammern 251, 252 ausgebildet. Es ragen von diesen, für einen
beiderseitigen Anschluss von weiteren Wandbauplatten vorgesehene Fortsätze 22 der
Trag-Schalenwand 2 beidseitig seitlich weg.
In zu den Fig. 1 bis 4 analoger Weise ist - durch Gitterstege 311 als Distanzier- und
Halteelemente 310 mit der Trag-Schalenwand 2 verbunden - die von derselben
beabstandete und parallel zu ihr angeordnete Dämm-Schalenwand 3 angeordnet, welche
zusammen mit der Trag-Schalenwand den Dämm-Raum 35 definiert.
Anhand der in Fig. 9 in Seitenansicht gezeigten Wandbauplatte 1 ist - bei sonst
gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - gezeigt, wie der Transport der neuen
Wandbauplatten 1 in einfacher Weise vor sich geht: Es sind zwei horizontale I-Träger 81
oder Träger mit anderem Querschnitt, einer davon im unteren Bereich der Bauplatte 1 und
ein zweiter im oberen Bereich der Bauplatte 1 positioniert, und diese klemmen mittels
zweier Gewindestangen 82, welche zusammen mit Muttern 83 für die Halterung der
Bauplatte 1 zwischen den beiden I-Trägern 81 Sorge tragen, diese Platte 1 sozusagen ein.
Am oberen I-Träger 81 ist weiters eine Kranöse für den Transport, für das Auf- und
Abladen auf der Baustelle und für die Manipulation vor Ort an der Baustelle vorgesehen.
Aus der Fig. 10 ist der Aufbau der neuen Groß-Wandbauplatten 1 anhand eines
Ausschnittes näher gezeigt: Es ist dort deutlich ersichtlich, wie die senkrechte V-Kante
3110 genau dort in der außenseitigen Trag-Wandschale 2 verankert ist, wo auf deren
anderer Seite die Trag-Wandstege 21 abzweigen. Weiters ist dort gezeigt, dass in den
beiden Trag-Schalenwänden 2 und in der Dämm-Schalenwand 3 sowie in den
Tragschalen-Stegen 21 jeweils Verstärkungsgitter 231 eingelagert sind, wobei die
Verstärkungsgitter 231 in der Dämm-Schalenwand 3 und in der äußeren Tragschalenwand
2 mit den Distanzier- und Halteelementen 310, 311 verbunden sind und auf diese Weise
eine hochstabile Armierung gegeben ist.
Die Fig. 11a und 11 b zeigen schematisch zwei unterschiedlich ausgebildete,
prinzipiell V-Querschnitt aufweisenden Gitterstege 311, wie er aus der Baubranche
bekannt ist und welche als Distanzier- und Halteelemente 310 zwischen Dämm-Schalenwand
und Trag-Schalenwand und für die Bildung des Dämm-Raumes vorgesehen
sind, wobei gemäß Fig. 11a eine symmetrische und in Fig. 11 b eine jeweils die Seite
wechselnde Zig-Zag-Verstrebung angeordnet ist.
Die Fig. 12 zeigt eine andere Ausbildungsform des Dämmraum-Distanzier- und -
Halteelements 310, welches hier aus einem kontinuierlichen Baustahlgitter 312 gebildet
ist, das zig-zag-kantengefaltet ist. Mit den Falt-Kanten 3120 ist dasselbe jeweils
abwechselnd in der Dämm-Schalenwand und in einer der Trag-Schalenwände der neuen
Wandbauplatte verankert.
Die Fig. 13 und 14 zeigen - bei ansonsten gleichbleibenden
Bezugszeichenbedeutungen - nochmals einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen
Wandbauplatte 1.
Die Fig. 15, 16 und 17 zeigen jeweils in drei verschiedenen Sichten drei Haupt-Ausführungsformen
der neuen Wandbauplatte 1, nämlich Fig. 15, eine Außen-Wandbauplatte,
bei welcher die Trag-Schalenwände 2 am oberen Rand 93 verkürzt
ausgebildet sind, um die Auflage einer Decke zu ermöglichen, während die Dämm-Schalenwand
3 länger ausgebildet ist, die Fig. 16 eine Innen-Wandbauplatte 1 mit
Wärmedämmung ohne Besonderheiten, was allerdings eher selten Einsatz findet, und die
Fig. 17 eine Eck-Wandbauplatte 1, deren oberer Rand 93 in gleicher Weise ausgebildet
ist, wie bei der in Fig. 15 gezeigten Platte 1, bei welcher jedoch am rechten Rand 92
jeweils die innere Trag-Schalenwand 2 im Vergleich zur äußeren rückspringend
ausgebildet ist und diese äußere Trag-Schalenwand 2 wiederum gegenüber der Dämm-Schalenwand
3, so dass mit einer weiteren Wandbauplatte ein etwa formschluss-ähnliches
Ineinandergreifen der Platten unter Ausbildung einer Gebäude-Vertikal-Eckkante zustande
kommt.
Die Fig. 18 zeigt in perspektivischer Ansicht eine mit einer ersten Schar 10 von
nebeneinander angeordneten und miteinander seitlich verklebten Wandbauplatten 1, 1',
1 ", 1''',... gemäß der Erfindung aufgebaute Bauwerks-Struktur 100, wobei dort Seit-an-Seit-Anschlüsse,
weiters rechtwinkelig stumpf stoßende Ecken- bzw. Kanten-Anschlüsse, ein
Schrägwinkel-Anschluss und auch ein Quer-Innenwand-Anschluss an eine Außenwand
gezeigt sind.
Die Fig. 19 zeigt die Anordnung der auf die erste Schar 10 der Wandbauplatten 1,
1', 1", 1''' aufzusetzenden zweiten Schar 10' von Wandbauplatten 1x, 1xi, 1xii, wobei hier die
Wandbauplatten in relativ - zu jenen der ersten Schar 10 - seitlich versetzten Positionen
angeordnet sind.
Die Fig. 20 zeigt die erste und die zweite Schar 10 und 10' der zur fertigen
Bauwerks-Struktur 100 in voller Bauwerkshöhe hbw zusammengesetzten Wandbauplatten
1, 1', 1", 1''', ... 1x, 1xi, 1xii. Die rechteckigen Querschnitt aufweisenden Trag-Kammern 25
sind - nach eventueller Einbringung von Armierungselementen - letztlich in voller
Bauwerkshöhe hbw mit Beton und die bloß von den dünnen Distanzier- und
Halteelementen 35 durchsetzten Dämm-Räume in Bauwerkshöhe hbw und
gegebenenfalls teilweise seitwärts durchgehend mit einem Dämm-Material, z. B. auf Basis
von Styropor-Partikeln oder Kunststoffschaum, befüllbar.
Die Fig. 21 bis 23 zeigen die zu den perspektivischen Ansichten der Fig. 16 bis 18
analogen Grundriss-Ansichten und damit die Anordnung der Wandbauplatten 1', 1 ", 1''' der
ersten Schar 10 und getrennt davon die Wandbauplatten 1x, 1xi, 1xii der zweiten
Wandbauplatten-Schar 10' und schließlich den Grundriss der beiden aufeinander
gesetzten Scharen 10, 10' von Wandbauplatten 1', 1", 1''', ...1x, 1xi, 1xii der Bauwerks-Struktur.
Es ist aus diesen Fig. 19 - 22 ersichtlich, dass über die gesamte Höhe hbw des
Bauwerks 100 in den Trag-Kammern 25, Durchgängigkeit für eine Beton-Füllmasse 259,
für eine eventuelle Armierung gegeben ist.
Was die weiteren Fig. 24 und 25 betrifft, so zeigt die Schnittansicht der Fig. 24 den
Anschluss von Rost- und Kniestock einer Dachtraufen-Struktur, wobei die Wandbauplatte
1 an den Stellen, wo die Deckenträger eingezogen sind, entsprechend ausgenommen ist,
was nur für den Teil mit den Trag-Kammern 35 gilt, nicht jedoch für den Teil mit den
Dämm-Räumen 35, welche bis zu den zwischen den Sparren 71 des Daches 70
ausgebildeten Dach-Dämmräumen 72 empor reichen, dort eben offen enden und ohne
Unterbrechung in diese Dach-Dämmräume 72 übergehen. Die zwischen den auf der
Mauerbank 73 auf der oberen Begrenzungsfläche 93 der Wandbauplatte 1 aufliegenden
Dachsparren 71 liegenden Räume 72 sind also direkt an die Dämm-Räume 35 der neuen
Wandbauplatte 1 angeschlossen und können daher gleichzeitig und gemeinsam mit den
(Wärme-)Dämm-Räumen 35 mit Dämm-Material 735 befüllt werden.
Die Fig. 25 zeigt die Konstruktion in Vorder-Ansicht, wobei gezeigt ist, wie die
Sparren 71 in, in die Wandbauplatte 1 eingeschnittenen, zinnenlochartigen
Ausnehmungen 150 derselben gelagert sind. Angedeutet ist dort noch in strichlierter Form
die Mauerbank 73.
Die in der Fig. 26 in schematischer Schnittansicht gezeigte Variante der bisher
erläuterten, neuen Wandbauplatten weist in gleicher Weise wie dieselben zwei
voneinander beabstandete - hier nur "einschalige" - Trag-Schalenwände 2 auf, welche
allerdings nicht durch Stege aus dem Material der Bauplatte, also z.B. aus gebrannter
Ziegelmasse, sondern durch Tragwand-Distanzier- und Halteelemente 210 aus Stahl
voneinander beabstandet gehalten werden. Es entsteht dort ein einheitlicher,
durchgehender Trag-Raum 250, welcher z.B. mit Beton ausgegossen wird. Nach außen
hin ist, wie bei den oben eingehend erläuterten, der Grundkonzeption der Erfindung
entsprechend ausgebildeten Bauplatten, mittels Distanzier- und Halteelementen 310, also
Gitterstegen 311 die äußere Trag-Schalenwand 2 unter Ausbildung des Dämm-Raumes
35 mit der Dämm-Schalenwand verbunden.
Die Fig. 27 zeigt - bei ansonsten gleichbleibenden Bezugszeichen-Bedeutungen -
ein Beispiel für den seitlichen Abschluss einer unter Einsatz der erfindungsgemäßen
Wandbauplatten 1 gegen eine Fenster- bzw. Türleibung 80 mit dort angeordneten
Fensterstock 83 hin. Es ist dort gezeigt, wie an die Schmalseite der Bauplatte 1 eine
Wärmedämmschicht bzw. ein Wärmedämm-Schaumstoffkörper 81, z.B. aus Styropor,
angeordnet ist, der mit den Hauptflächen der Bauplatte 1 fluchtende Seitenflanken
aufweist und eine über den Dämmkörper 81 und die genannten Außenflächen eine
durchgehende Putzschicht 82 gezogen ist.