Die Erfindung betrifft eine Dunstabzugsvorrichtung mit einem Schirm aus
transparentem Material zum Leiten des Wrasens.
Bei Dunstabzugsvorrichtungen mit einem Schirm aus transparentem
Material ist es bekannt, die Schalter zum Schalten der Gebläsestufen und
der Beleuchtung entweder am Absaugkanal bzw. am Lüftergehäuse
oberhalb des Schirms aus Glas anzuordnen. Damit für den Benutzer die
Zugänglichkeit zum Schalter besser bewerkstelligt wird, hat der Schalter
eine Verlängerungsstange die sich zum Benutzer hin erstreckt. Der
Schalter kann auch unterhalb des Schirms benachbart zur Ansaugöffnung
angeordnet sein. Um hier eine bessere Zugänglichkeit für den Benutzer zu
bewerkstelligen ist der Schalter als sogenannter "Zugschalter" ausgebildet,
bei dem durch einmaliges oder mehrmaliges Ziehen an einer Schnur des
Schalters verschiedene Funktionen der Dunstabzugshaube schaltbar sind.
Nachteilig an diesen Anordnungen ist die schlechte Zugänglichkeit der
Schalter für die Benutzer.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es eine Dunstabzugsvorrichtung mit
einem Schirm aus transparentem Material zur Verfügung zu stellen, die
benutzerfreundlich gestaltet ist.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Eine Dunstabzugsvorrichtung hat einen Schirm aus transparentem Material
zum Leiten des Wrasens und eine Eingabeeinrichtung zum Steuern von
Funktionen der Vorrichtung, wobei der Schirm eine obere Fläche, eine
untere Fläche und einen äußeren Randbereich hat. Indem die
Eingabeeinrichtung am äußeren Randbereich angeordnet ist, wird eine
gute Zugänglichkeit zur Eingabeeinrichtung für den Benutzer zur Verfügung
gestellt.
In einer vorteilhaften Ausführung hat die Vorrichtung einen Absaugkanal
und eine am Absaugkanal angeordnete Steuerungseinrichtung und die
Signale zwischen der Eingabeeinrichtung und der Steuerungseinrichtung
werden drahtlos, bevorzugt mittels elektromagnetischen Strahlen, wie
Infrarotstrahlen übertragen. Hierdurch kann auf eine Steuerleitung
verzichtet werden. Der Schirm lässt sich besser Reinigen und das optische
Erscheinungsbild der Vorrichtung wird nicht durch Steuerleitungen gestört.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die elektromagnetischen Strahlen durch
den Schirm aus transparentem Material gesendet werden, so dass der
Schirm als Leiter für elektromagnetischen Wellen dient.
In einer vorteilhaften Ausführung hat die Vorrichtung einen Absaugkanal
und eine am Absaugkanal angeordnete Steuerungseinrichtung, und die
Signale zwischen der Eingabeeinrichtung und der Steuerungseinrichtung
werden über eine Steuerleitung übertragen. In diesem Zusammenhang ist
es vorteilhaft, die Steuerleitung entlang der Seitenfläche des Randbereichs
und / oder entlang der oberen oder unteren Fläche zu verlegen. Oder der
Schirm ist aus zwei Teilen gebildet, zwischen denen ein Spalt ausgebildet
ist und die Steuerleitung ist in dem Spalt verlegt . Oder der Schirm hat
einen Spalt oder eine Nut, der oder die sich vom Randbereich des Schirms
bis zum Absaugkanal erstreckt, wobei die Steuerleitung im Spalt oder in der
Nut verlegt ist.
In einer vorteilhaften Ausführung der Vorrichtung ist die Steuerleitung
mittels eines Kabelkanals abgedeckt oder in einem Kabelkanal verlegt.
Hierdurch ist es möglich die Steuerleitung optimal geschützt zu verlegen.
In einer vorteilhaften Ausführung ist der Kabelkanal als ein hohler länglicher
Körper ausgebildet, der an der Seitenflächen und/oder der oberen oder
unteren Fläche des Schirms angeordnet ist. Vorteilhafterweise hat der
Kabelkanal einen runden oder ovalen oder mehreckigen Querschnitt. Durch
diese Ausgestaltung des Kabelkanals dient der Kabelkanal als
Kantenschutz für den aus transparentem Material hergestellten Schirm.
Weiterhin dient der Kabelkanal als Verletzungsschutz für den Benutzer, da
sich der Benutzer an der Seitenfläche des Schirms oder an einer Kante der
Seitenfläche des Schirms anstoßen kann. Ferner kann bei geeigneter
Gestaltung des Kabelkanals, der Kabelkanal als Luftleiteinrichtung dienen.
In einer vorteilhaften Ausführung ist die Eingabeeinrichtung in den
Kabelkanal integriert, wobei die Eingabeeinrichtung an der Stirnseite
und/oder der Längsseite des Kabelkanals angeordnet sein kann.
In einer vorteilhaften Ausführung hat der Kabelkanal eine längsverlaufende
Nut, die zur Dicke des Schirms passt und auf die Seitenfläche des Schirms
aufsteckbar ist. Hierdurch wird eine besondere einfache Verbindung
zwischen Kabelkanal und Schirm bewerkstelligt.
In einer vorteilhaften Ausführung kann der Kabelkanal auch über adhäsive
Mittel mit dem Schirm verbunden sein.
In einer vorteilhaften Ausführung hat die Eingabeeinrichtung eine Vielzahl
von Schaltern, die als Tasters oder Berührungstaster ausgebildet sein
können.
In einer vorteilhaften Ausführung ist die Steuerleitung als ein
Flachbandkabel ausgebildet. Hierdurch ist es möglich die Steuerleitung
besonders unauffällig am Schirm zu verlegen.
Bevorzugt wird die Steuerleitung mit dem Schirm über adhäsive Mittel, wie
ein Kleber verbunden. Bevorzugt ist der Schirm als eine runde, oder
vieleckige, bevorzugt rechteckige oder quadratische Platte ausgebildet.
Insbesondere wird über die Eingabeeinrichtung die Stärke des
Absaugstroms und/oder eine Beleuchtungseinrichtung gesteuert.
Der Schirm ist bevorzugt aus Glas oder einem Kunstglas, wie Acrylglas
oder Polycarbonat hergestellt.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachstehenden Beschreibung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung mit
einem Schirm aus transparentem Material unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen.
Darin zeigen:
Fig. 1 eine Schrägansicht einer Dunstabzugsvorrichtung mit einem Schirm
aus transparentem Material für Wandmontage;
Fig. 2 eine Schrägansicht der Dunstabzugsvorrichtung nach Fig. 1 in
abgewandelter Form;
Fig. 3 eine Schrägansicht einer Dunstabzugsvorrichtung mit einem Schirm
aus transparentem material für Deckenmontage;
Fig. 4 eine Schrägansicht der Dunstabzugsvorrichtung nach Fig. 3 in
abgewandelter Form;
Fig. 5 eine Teilschnittansicht entlang der Linie A - A gemäß Fig. 1 und 3.
Gemäß den Figuren 1 bis 4 hat eine Dunstabzugsvorrichtung einen Schirm
1 aus transparentem Material, der bevorzugt aus Glas, Acryl, Polycarbonat
oder ähnlichem hergestellt sein kann. Im Schirm 1 ist eine Öffnung oder
eine Aussparung angeordnet (nicht dargestellt), die von unten mit einer
Filtereinheit 2 abgedeckt wird. Oberhalb des Schirms 1 ist ein Absaugkanal
3 mit einem darin angeordneten Gebläse (nicht dargestellt) zum Absaugen
von Wrasen, der oberhalb einer Kochstelle entsteht. Die Filtereinheit 2 hat
einen unteren, flächigen Filter 4 und einen Randfilter 5. Am Absaugkanal 3
ist eine Anzeigeeinrichtung 6 zum Anzeigen von Betriebszuständen der
Dunstabzugsvorrichtung angeordnet. Der Schirm 1 aus transparentem
Material hat den Vorteil, dass der Benutzer oder der Koch besser auf die
Kochstelle sehen kann. Der Schirm 1 dient dazu den aufsteigenden
Wrasen von einer Kochstelle aufzufangen und zur Filtereinheit 2 zu leiten.
In der Filtereinheit 2 ist weiterhin eine Beleuchtungseinrichtung 7 (nur
schematisch dargestellt) integriert. Der Schirm 1 ist als rechteckige Platte
ausgebildet, die eine obere Fläche 8, eine untere Fläche 9, eine vordere
Seitenfläche 10, eine hintere Seitenfläche 11 und zwei seitliche
Seitenflächen 12 und 13 hat. Die Seitenflächen 10 bis 13 befinden sich auf
dem äußeren Randbereich des Schirms 1.
Um Funktionen der Dunstabzugsvorrichtung zu steuern, hat die Vorrichtung
eine Eingabeeinrichtung 14, die an einem Abschnitt der vorderen, hinteren
oder seitlichen Seitenfläche 10 bis 13, also im Randbereich des Schirms 1
angeordnet ist. Die Eingabeeinrichtung 14 ist über eine Steuerleitung 15 mit
den anzusteuernden Elementen, wie Gebläse (nicht dargestellt) oder
Beleuchtungseinrichtung 7 verbunden. Alternativ ist die Steuerleitung 15
mit einer Steuerungseinrichtung 20 (nur schematisch dargestellt)
verbunden, die wiederum mit den anzusteuernden Elementen, wie Gebläse
(nicht dargestellt) oder Beleuchtungseinrichtung 7 verbunden ist. Die
Steuerleitung 15 ist mit einem Kabelkanal 16 abgedeckt.
Gemäß Fig. 1 ist eine Dunstabzugsvorrichtung dargestellt, die zur
Wandmontage geeignet ist. Jeweils ein Kabelkanal 16 erstreckt sich über
die gesamte Länge jeweils einer seitlichen Seitenfläche 12 und 13. An der
vorderen Stirnseite des Kabelkanals 16 ist jeweils eine Eingabevorrichtung
14 angeordnet. Diese Eingabeeinrichtung ist als doppelter Wippentaster
ausgebildet, der um eine vertikale Achse 17 schwenkbar ist. Auf der linken
Seite in Fig. 1 ist die Eingabeeinrichtung zum Einschalten und Ausschalten
und zum Dimmen der Beleuchtungseinrichtung 7 vorgesehen. Die
Eingabeeinrichtung 14 gemäß Fig. 1 auf der rechten Seite des Schirms 1
ist zur Steuerung des Gebläses (nicht dargestellt) und der verschiedenen
Gebläsestufen vorgesehen. Die Steuerleitungen 14 sind an den seitlichen
Seitenflächen 12 und 13 jeweils innerhalb des Kabelkanals 16 verlegt und
treten an der hinteren Seitenfläche 11 aus dem Kabelkanal aus und sind
dann an der hinteren Seitenfläche 11 angeklebt und werden in den
Absaugkanal 3 hineingeführt. Alternativ hierzu kann auch auf der hinteren
Seitenfläche 11 ein Kabelkanal 16 vorgesehen sein. Bevorzugt wird als
Steuerleitung 15 ein Flachbandkabel verwendet, das auf ideale Weise
entlang der seitlichen Seitenfläche 12 und 13 des Schirms 1 verlegt werden
kann.
Gemäß Fig. 4 ist eine Dunstabzugsvorrichtung dargestellt, die an der Decke
oberhalb einer Kochstelle angeordnet ist. An der vorderen Seitenfläche 10
und an der hinteren Seitenfläche 11 ist jeweils ein Kabelkanal 16
angeordnet. In einem mittleren Abschnitt des Kabelkanals ist die
Eingabeeinrichtung 14 integral mit dem Kabelkanal 16 angeordnet. Diese
Eingabeeinrichtung besteht aus einer Vielzahl nebeneinander angeordneter
Taster.
Die Steuerleitungen 15 erstrecken sich von der Eingabeeinrichtung 14
entweder auf der oberen Fläche 8 oder der unteren Fläche 9 von einer
Eingabeeinrichtung 14 entweder zum Absaugkanal 3 oder zur Filtereinheit
2 und gelangen von dort aus an die jeweiligen, anzusteuernden
Einrichtungen bzw. Steuerungseinrichtung 20.
Bei der Ausführung gemäß Fig. 2 und 4 kann die Steuerleitung 15 auch auf
vorteilhafte Weise auf dem Schirm 1 aufgedruckt ausgebildet sein.
Gemäß Fig. 2 ist eine Dunstabzugsvorrichtung dargestellt, die zur
Wandmontage geeignet ist. Die Eingabeeinrichtung 14 ist bei dieser
Ausführung analog zur Ausführung gemäß Fig. 4 ausgebildet, mit dem
Unterschied, dass nur eine Eingabeeinrichtung 14 an der vorderen
Seitenfläche 10 vorgesehen ist.
Gemäß Fig. 3 ist eine Dunstabzugsvorrichtung dargestellt, die zur
Deckenmontage geeignet ist. Die Eingabeeinrichtung 14 ist bei dieser
Ausführung analog zur Ausführung gemäß Fig. 1 ausgebildet, mit dem
Unterschied, dass jeweils eine Eingabeeinrichtung 14 an den vorderen und
hinteren Stirnseiten der an den seitlichen Seitenflächen 12 und 13
angeordneten Kabelkanälen 16 vorgesehen ist. Weiterhin ist bei dieser
Ausführung der Schirm 1 mittig in zwei Teile 1a und 1 b unterteilt, wobei
zwischen den Teilen 1a und 1 b des Schirms 1 ein Spalt 21 ausgebildet
wird, in dem die Steuerleitung 15 von der Eingabeeinrichtung 14 zum
Absaugkanal 3 verlegt ist. Der Spalt 21 kann ebenso mit einem Kabelkanal
16 abgedeckt sein.
Alternativ zur zweiteiligen Ausbildung des Schirms 1 unter Erzeugung des
Spalts 21 kann der Schirm 1 auch einteilig ausgebildet sein und mit einem
einseitig eingeschnittenen, radialen Spalt 21 oder einer radialen Nut (nicht
dargestellt) versehen sein, um die Steuerleitung 15 aufzunehmen.
Gemäß Fig. 5 ist eine Detailschnittansicht durch den Kabelkanal 16
dargestellt. Der Kabelkanal 16 hat eine Nut 18, die passend zur Dicke des
Schirms 1 ist und mit dem Schirm 1 über die Nut 18 klemmend verbunden
ist. Zusätzlich zur klemmenden Verbindung kann alternativ oder gleichzeitig
auch eine Klebeverbindung 19 zwischen dem Kabelkanal 16 und der
seitlichen Seitenfläche 12, 13 vorgesehen sein.
Alternativ zur Ausführung mit Steuerleitung 15 zwischen Eingabeeinrichtung
14 und der Steuerungseinrichtung 20 bzw. den anzusteuernden
Einrichtungen kann auch eine drahtlose Signalübertragungseinrichtung
vorgesehen sein, die bevorzugt mittels elektromagnetischen Strahlen, wie
Infrarotstrahlen arbeitet. Hierdurch kann auf eine Steuerleitung verzichtet
werden. Der Schirm 1 lässt sich besser Reinigen und das optische
Erscheinungsbild der Vorrichtung wird nicht durch Steuerleitungen gestört.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die elektromagnetischen Strahlen durch
den Schirm aus transparentem Material gesendet werden, so dass der
Schirm als Leiter für elektromagnetischen Wellen dient.